Winter 2014, wo liegt Schnee?
Wir haben Glück! Südtirol hat´s in diesem Winter gut getroffen.
Wir reisen Sonntags über leere Autobahnen über den Brenner an und fühlen und sehen den Winter erst ab dem Pass. Letzte Schneeflocken eines Tiefs aus dem Süden begleiten unsere Fahrt ins Pustertal. Unser Standort, das familiäre Hotel Trenker, im Pragser Tal, ist tief verschneit. Die Familie Trenker begrüßt uns herzlich mit einem köstlichen Grappa. (Schneeschuhwandern)

Eingehtour: Dreischusterhütte 3,5 Stunden, ca. 350 Höhenmeter
Nach Innichen biegen wir in das Innerfeld Tal ab. Vom Parkplatz ab folgen wir einer schmalen Spur, romantisch im verschneiden lichten Wald, steigen wir gemütlich aufwärts. Ab und zu queren wir die Zugangsstraße zur Dreischusterhütte. Hier stellen wir unsere Böckl ab und drehen noch eine Runde unverspurt im Hochtal. Die Wolken öffnen sich, die Sonne blinzelt, tiefer Schnee, es ist ein Traum. Kaspressknödel, Speckknödel und andere Südtiroler Spezialitäten lassen wir uns in der Dreischusterhütte schmecken. Zurück nutzen wir unsere Böckl (ähnlich wie ein Schlitten) und sausen den Fahrweg hinab zum Parkplatz. (Schneeschuhwandern)

Lago Misurina – Monte Piana, 4,5 Stunden 500 Höhenmeter
Das Wetter reißt weiter auf. Unser Ziel ist der Monte Piana. Im Ersten Weltkrieg war der Berg zwischen Österreichern und Italienern heftig umkämpft. Der Nordgipfel Monte Piano war von den Österreichern, der südliche Hauptgipfel von den Italienern besetzt. Auf dem hochplateauartigen Gipfelbereich zeugen die Stellungsanlagen, Schützengräben und Stollen beider Seiten, die sich teilweise nur wenige Meter gegenüber lagen, noch heute davon. (Schneeschuhwandern)

Ab den Rifugio Monte Piana, legen wir die erste Spur in den weichen Schnee über das Hochplateau. Das Gelände und unser Puls steigen an und man kommt schnell außer Atem. Die Sicht ist grandios, westliche Zinne, Dürenstein, Monte Cristallo; Hohe Geisl und wir haben Sie nur für uns!

Aber noch nicht genug! Nach dem Abendessen fahren wir hoch zum Pragser Wildsee.

Die Nacht ist sternenklar. Wir löschen die Fackeln, Dunkelheit umgibt uns, aber schon nach wenigen Sekunden gewöhnen sich unsere Augen an das weinige Licht. Die Milchstraße ist klar zu erkennen und die umliegenden Berggipfel der Pragser Dolomiten schimmern im Sternenlicht. Still genießen wir den bezaubernden Moment. (Schneeschuhwandern)

Um ins Tal zu gelangen, steigen wir dann wieder auf die Böckl und sausen im Licht der Stirnlampen auf der Loipe zum Hotel zurück. Unser Wirt, der Alex (wo gibst den so was noch?) hat schon neben dem Hotel einen Topf mit Glühwein über einem offenen Feuer vorbereitet, so dass wir uns innerlich und äußerlich aufwärmen können.

Pfannhorn 2663 – 1100 Höhenmeter 6 Stunden.
Diesmal geht’s auf die Nordseite des Pustertals, auf das Pfannhorn, ein schöner Aussichtsgipfel. Bei 1600 Höhenmeter beim Gasthof Hofer ist Schluss mit gemütlich, weiter hoch dürfen wir mit dem Allradbus vom Paul nicht fahren. Wir steigen über Wanderweg und Forstweg in ca. 2 Stunden zur Bonner Hütte auf 2340 Meter auf. Von hier ist es noch mal eine Stunde bis zum Gipfel. Vom Süden nähern sich Wolken und das Pustertal zieht sich zu. Nur noch die hohen Dolomiten Gipfel der Sextener und Pragser lugen aus der Wolkendecke. Richtung Norden ist alles klar. Vom Großglockner über den Großvenediger bis zu den Zillertalern schweift der Blick vom Gipfel des Pfannhorns. (Schneeschuhwandern)

Kaspressknödel, Specklnödel, Rote Bete, ein Bier und zum Abschluss noch einen leckeren Espresso – in der schönen Gaststube der Bonner Hütte lassen wir uns verwöhnen, bevor wir wieder mit den Böckln ins Tal abfahren.

Spielbühel 2272 – 800 Höhenmeter 5 Stunden
Unsere letzte Tour starten wir in Gsieser Tal, im Talschluß St. Magdalena.

In langen Kehren steigen wir auf einem Forstweg zur Uwaldalm (2042 m) auf. Dort lassen wir die Böckl. Der Wind nimmt mit jedem Höhenmeter zu und zum ersten Mal in dieser Woche wird es unangenehm kalt. Wir vermissen unsere langen Unterhosen, wärmen uns mit einem Gipfelschnaps und legen einen sensationell schnellen Abstieg hin, denn die warme Gaststube der Uwaldalm lockt. Die Südtiroler Küche ist einfach ein Traum. So genießen wir ordentlich Speis und Trank bevor wir unsere letzte Böcklabfahrt starten. (Schneeschuhwandern)

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