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Land: Algerien
Termin: 13.02.2011 - 27.02.2011
- 10-tägiges Kamel-Trekking durch die Zentralsahara
- Sandmeere ozeanischen Ausmaßes – bis zu 300 m hohe Dünen!
- Felslabyrinthe, Schluchten und zahlreiche Felsbilder
- Unterwegs mit Tuareg-Nomaden
Die Begegnung mit der Wüste und ihren Überlebenskünstlern, den Tuareg, ist stets
eine Reise zu sich selbst – und noch ein Schritt weiter. Die Lust an dieser Grenzüberschreitung
führt den Tuareg-Forscher und Reisephilosophen Harald Friedl seit über zwanzig
Jahren zu den „Blauen Männern". Bei der Reiseleitung dieser außergewöhnlichen
Sahara-Tour wechselt Harald A. Friedl sich terminlich mit dem Tuareg Seddik Mehiri
ab. Als Nomadenkind im Air-Gebirge geboren, hatte Seddik Mehiri bereits in jungen
Jahren Kontakt mit der westlichen Welt. So sieht er sich als Wanderer zwischen
den Kulturen. Seddik Mehiri fühlt sich mit der Wüste zutiefst verbunden und möchte
Ihnen seine Faszination vermitteln und Sie am Leben in der Wüste teilhaben lassen.
Hauser exkursionen hat 2009 eine ganz neue Region erkundet: Erg Mehedjibat und
Tin Meskis. Weit im Nordwesten des Hoggar-Gebirges entdecken Sie versteckte Felslabyrinthe,
Schluchten und unterschiedlichste Felsmalereien. Im Inneren des riesigen Sandmeeres
meint man, sich zu verlieren. Doch keine Sorge, Ihr Tuareg-Führer leitet Sie zielsicher
zwischen den unberührten, formschönen Dünen hindurch. Die mitreisenden Tuareg
leben noch heute als Nomaden in der Sahara. Mit ihnen und ihren Tieren werden
Sie bei einem zehntägigen Kamel-Trekking die Wüste von ihrer schönsten Seite erleben.
Von Tassili zu Tassili reiten Sie zu den höchsten Dünen der Sahara, diese erreichen
bis zu 300 m Höhe! Dies ist eine Reise, bei der wir Fahrstrecken aufs Nötigste
reduzieren und die eigentliche Erfahrung das Unterwegssein mit den Kamelen und
den Nomaden ist.
Tourverlauf
1. Tag Anreise in die Sahara
Linienflug (geplanter Direktflug) mit der Air Algerie von Frankfurt nach Tamanrasset,
dem Dreh- und Angelpunkt der algerischen Sahara und des Hoggar. Die Stadt liegt
auf 1.400 m Höhe rund 2.000 km südlich von Algier. Vom Flughafen fahren wir zu
einem sogenannten Campement und übernachten in Mehrbettzimmern mit Dusche. Je
nach Ankunftszeit - dort auch Abendessen. Unsere Taschen sollten wir bereits heute
Abend so gepackt haben, dass sie nur das fürs Kameltrekking notwendige Gepäck
enthalten. Es ist wichtig, das Gepäck, das auf die Kamele geladen wird, aufs Nötigste
zu beschränken. Das übrige Gepäck, z.B. Wechselkleidung für den Heimflug können
wir bis zur Rückkehr nach Tamanrasset im Büro der örtlichen Agentur deponieren.
Übernachtung im Campement (Mehrbettzimmer) [A]
2. Tag Fahrt in die Wüste
Morgens besuchen wir kurz das Zentrum von Tamanrasset. Wer möchte - letzte Möglichkeit
- kann sich hier den Chèche, das für die Wüste sehr praktische, große Tuch, besorgen.
Dann verlassen wir die Stadt auf gut ausgebauter Straße, der sogenannten Transsaharienne,
nach Nordwesten. Das Hoggar-Gebirge streifen wir nur an den westlichen Ausläufern
und steuern die Großregion Ahnet und Immidir an. Bei Sidi Moulay Lahsen verlassen
wir die Teerstraße und erreichen erstaunlich schnell abgeschiedene Wüstenlandschaft.
In der Abendsonne schimmern die Berge, als wären sie mit einer silbernen Haut
überzogen. Unser erstes Nachtlager schlagen wir am "Pass der Winde" auf. Riesige
Felsbuckel wie im Sand vergrabene, schlafende Elefanten liegen in der Landschaft
und haben, je nach Lichteinfall, einen metallischen Glanz.
Übernachtung im Zelt [FMA]
3. Tag Treffen mit den Nomaden und ihren Kamelen
Morgens, nach dem Frühstück unternehmen wir einen ersten Spaziergang in die Wüstenebene
und nutzen die Zeit, bis die Fahrer die Fahrzeuge beladen haben. Sie werden uns
später einholen und gemeinsam fahren wir weiter nach Arak. Mittagspause unterwegs
im Schatten einer Akazie. An und für sich ist Arak ein uninteressantes Garnisons-Städtchen,
jedoch wichtig für die Erledigung der notwendigen Formalitäten bei den Behörden;
zudem werden die Wasserkanister hier noch einmal aufgefüllt. Durch eine enge Felsschlucht
setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen am späten Nachmittag unseren Treffpunkt
mit den Tuareg-Nomaden und ihren Kamelen. Wir befinden uns im Westen des schwarzen,
wuchtigen Immidir-Gebirges im Adrar Tekemberet, einem weitläufigen Hochplateau
mit typischem Tassili-Charakter. Tassili bedeutet: Wind und Wetter wirken über
Jahrmillionen auf ein Felsmassiv ein, so dass Schluchten und Felstürme, Steilabbrüche
und eine vielfältige Fels-Sand-Landschaft entstehen. Oft finden sich in versteckten
Felsnischen Felsmalereien, Gravuren sowie Reibeschalen und Pfeilspitzen aus prähistorischer
Zeit - ein Beweis dafür, dass die Gegend schon vor etwa 5 - 10.000 Jahren besiedelt
war.
Heute werden wir bereits unsere Begleiter für die nächsten 10 Tage kennen lernen.
Es sind außer unseren Kamelen die Nomaden, die mit ihrer Herde das Jahr über durch
ihr Weidegebiet ziehen und die Gegend wie die Falten ihres Tagelmoust, des turbanähnlichen
Tuches, kennen. Den Abend verbringen wir mit einem gemeinsamen Wüsten-Tee. Wir
erfahren die Gastfreundschaft der Nomaden und können die Zeremonie der Zubereitung
beobachten.
Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Beginn der Méharée, des Kameltrekkings
Unsere Begleiter satteln die Kamele und verteilen das Gepäck auf die Tiere. Wie
bei jeder Karawane, steigt die Spannung vor dem Aufbruch. Vorkenntnisse oder Reiterfahrung
sind nicht notwendig. An den ersten beiden Tagen ist es sinnvoll, nicht durchgehend
zu reiten, sondern teilweise zu wandern. Deshalb werden wir nur vormittags reiten,
eine Pause im Schatten einlegen und nachmittags eine Wanderung unternehmen.
Wir durchqueren den ersten Teil der Schlucht, die das große Tassili-Plateau in
zwei Teile schneidet. Im meist sandigen Boden wachsen manchmal Oleander, Tamarisken
oder Gräser. Wir reiten teils durch ein weites, offenes Tal, dann wieder scheinen
die felsigen Steilwände sich hoch über uns beinahe zu berühren. Da oft nicht mal
der Wind in den Canyon eindringt, herrscht hier tiefste Stille, nur das leise
Auftreten der weichen Sohlen der Kamele ist zu hören. Nachmittags wandern wir
mit unsem Tuareg-Führer, einem ausgezeichneten Kenner der Gegend, in ein Seitental
zu Felsmalereien. Auch bei unserem Lagerplatz, mitten in der Schlucht, finden
wir an der Felswand eine Gravur mit der Darstellung einer Giraffe.
Gehzeit: 5h; Übernachtung im Zelt [FMA]
5. Tag Wanderung auf das Plateau - einzigartige Felsmalereien
Heute unternehmen wir eine ausgedehnte Wanderung, die aus der Schlucht hinaus
aufs Plateau führt. Oben entdecken wir ganz andere Landschaftsformen. Sogar goldfarbene
Dünen, Felsenschlösser, Berge und Täler gibt es hier - man hat den Eindruck, im
zweiten Stock einer mehrstufigen Wüstenlandschaft angekommen zu sein. Unser Führer
zeigt uns Tierspuren von Gazellen und Moufflons. Für uns eine Entdeckung sind
die Schlafstellen von Tieren. Wir sehen mehrere Kreise am Boden - hier haben Moufflons
für Ihren Schlafplatz sorgfältig die Steine aus dem Weg geräumt.
Der Höhepunkt unserer Wanderung: Wir suchen die Fundstelle einer der besonderen
prähistorischen Felsmalereien der algerischen Sahara auf. Darstellungen von Tieren
(vor allem Rindern) und von zahlreichen Menschen in verschiedenen Lebenssituationen
sind in konzentrischen Bildern angeordnet. Der Künstler hat offensichtlich auf
eine kreisförmige Gestaltung der Szenen geachtet. Die Malereien sind außergewöhnlich
gut und in kräftiger Farbe erhalten und die Szenen so schön, dass wir uns viel
Zeit dafür nehmen! Dargestellt sind Jagdszenen, vermutlich auch Tänze und Rituale.
Über den Inhalt der Darstellungen wird heute selbst unter Forschern noch viel
spekuliert. Manchmal finden sich noch Reste von Siedlungsspuren wie Keramikscherben
oder Reibesteine. Diese Hochebene muss einmal ein bedeutender Siedlungsort gewesen
sein. Nach einer längeren Mittagspause im Schatten wandern wir wieder zum Rand
des Plateaus und steigen über Geröllpfade und Steinstufen hinab auf den Grund
des Canyons zu unserem Lager.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Karawane durch die Schlucht
Dieser Tag gleicht in seinem Ablauf dem typischen Karawanen-Alltag. Die Kamele
hatten einen Tag lang Zeit, um sich an den Gräsern zu sättigen. Nun werden sie
zusammengetrieben und bepackt. Wir reiten duch den Hauptteil der wilden Schlucht
von Tekemberet, bis in der kargen Gegend ein kleiner Palmenhain auftaucht. In
ihm verbirgt sich ein Brunnen. Früher schon müssen Karawanen hier durchgezogen
sein; das lassen die vorhandenen Felsmalereien vermuten. Der Brunnen wird heute
noch von Nomaden zum Tränken der Tiere genutzt - auch für unsere Kamele ein Fest!
Sie schlabbern das aus dem Brunnen geschöpfte Wasser und wir können die Gelegenheit
nutzen, um uns zu waschen.
Nachmittags erreichen wir das Ende der Schlucht und haben somit das ganze Adrar
Tekemberet durchquert. Mit Fahrzeugen wäre diese Passage nicht machbar! Unser
schönes Etappenziel ist erreicht: hohe, goldfarbene Dünen, der Beginn eines lang
gezogenen Ergs.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Entlang den Silberbergen
Wir reiten durch jene Gegend, in der unsere Tuareg-Begleiter, je nach Weideverhältnissen,
manchmal mit ihren Familien das Nomadenlager errichten. Sollte sich die Gelegenheit
ergeben und wir eingeladen werden, werden wir erfahren, unter welch einfachen
Verhältnissen sie leben. Größte Bewunderung verdient ihre Fähigkeit, ihr Leben
unter derart harten Bedingungen zu bestreiten. Und dennoch bevorzugen sie genau
diese Lebensform. Nur selten begleiten sie Touristen. Tourismus ist für sie eine
ideale Möglichkeit, ihre Existenz etwas aufzubessern und ihre beispiellosen Wüstenkenntnisse
einzusetzen.
Unser Weg führt durch einen Couloir zwischen Dünen und bläulich-silbrig schillernden
Bergketten. Durch die Erosion sind von den Bergen kleine Gesteinsplättchen abgesplittert,
die zu Milliarden die Oberfläche bedecken und das Licht reflektieren. Wir campen
auf einer Anhöhe, von der sich eine wunderschöne Aussicht auf die zurückliegende
Wegstrecke und die Dünen bietet.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Zwischen Sand und Stein
Eine sehr abwechslungsreiche Etappe liegt vor uns. Wir reiten mit den Kamelen
über Dünen in eine Gegend, in der Sandformationen und Felsgebilde sich abwechseln.
Welch ein Anblick, wenn unsere Karawane in gleichmäßigem Rhythmus über die Rundung
einer Düne zieht! Mittlerweile sind wir mit unserem Reittier so vertraut, dass
wir uns nur noch auf die Schönheit der Landschaft konzentrieren können und das
Kamel wie selbstverständlich lenken. Wer lieber wandern mag, kann dabei die Wüste
ebenfalls in vollen Zügen genießen.
Bevor wir nachmittags weiterreiten, besichtigen wir Felsgravuren mit Darstellungen
von Rindern und Menschen. Dünen und Tassili-Landschaft prägen den Weg bis zu unserem
sehr schön gelegenen Lager. Vorher aber bekommen wir noch eine Seltenheit zu sehen:
eine Felsmalerei mit der Darstellung eines Garamanten-Streitwagens. Die Garamanten
gelten als Vorfahren der Tuareg.
Von unserem Camp haben wir eine wunderbare Aussicht.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Gravuren und Karawanenspuren
Vormittags reiten oder wandern wir zu einer sehenswerten Felsgravur. Diese Darstellung
an einer Felswand zeigt mehrere Giraffen hintereinander. Deren gute Wiedergabe
ist Beweis dafür, dass der Künstler Giraffen gesehen haben muss und die Sahara
zu jener Zeit noch fruchtbar war.
Während wir über eine von kleinen Steinen übersäte Ebene reiten, entdecken wir
im Boden lange, geradlinige, parallel verlaufende Spuren. Es sind ehemalige Pfade
von Karawanen, die bis vor wenigen Jahrzehnten noch regelmäßig hier durchgezogen
sind und Datteln sowie andere Waren von In Salah in den Niger transportiert haben.
Wir reiten auf ein großes, lang gezogenes Felsmassiv zu. Dort füllen wir bei
einem Brunnen unsere Wasserreserven auf und tränken die Tiere. Bald schon erkennen
wir die Ausläufer des weitläufigen Erg Mehedjibat.
Nachtlager in den Dünen. Wie so oft werden die Nomaden abends im Sand ihr Brot
backen. Es bildet die Grundlage für das traditionelle Gericht Taggela, bei dem
die Tuareg die Brotstücke mit einer Sauce, Gemüse oder Fleisch mischen.
Gehzeit: 6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Ozean aus Sand mit hohen Wellen!
Die folgende Etappe ist für die Kamele zu mühsam, da wir mitten ins Dünengebiet
eintauchen und es durchwandern. Auf dem teils weichen Boden und mit den Auf- und
Abstiegen hätten die Tiere es sehr schwer. Wir werden sie aber immer nachmittags
an unseren Lagerplätzen treffen.
Unser Tuareg-Führer kennt selbst das Innere dieses Ergs, weil er von klein auf
als Nomade unterwegs war. Uns könnte bald das Gefühl beschleichen, in den "Sog"
der Dünen zu geraten und die Orientierung zu verlieren, doch unser Tuareg-Führer
leitet uns zielsicher über Dünenkämme, in mineralreiche Ebenen und zu großartigen
Aussichtspunkten. Es gibt viel zu entdecken im Ozean aus Sand! Im Erg Mehedjibat
gibt es mit 300 m Höhe die höchsten Dünen der Sahara. Die Landschaft ist so beeindruckend,
dass wir uns auch morgen durch das Innere dieser Wunderwelt bewegen - ein Unternehmen,
das nur mit exzellenten Führern möglich ist!
Unser Lagerplatz zählt zu jenen traumhaft schönen Plätzen, die man nicht mehr
vergessen kann. Abends haben Sie Gelegenheit, auf die hohen Dünen zu steigen und
das Licht- und Schattenspiel bei untergehender Sonne zu erleben. Mit Einbruch
der Dämmerung werden die Kontraste zwischen Hell und Dunkel messerscharf und selbst
die kleinste Sandrille wirkt wie ein Dünenmassiv en miniature.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Dünen, Dünen, Dünen! Erg Mehedjibat
Klare Linien, harmonische Umrisse, sanfte Wellen, warme Farben, majestätische
Größe, reine Formen…wie noch kann man die Impressionen dieser faszinierenden Landschaft
beschreiben? Sie lassen sich nicht wirklich in Worte fassen! Genießen Sie! Wer
vom "Wüstenvirus" noch nicht ergriffen ist, der kann sich hier kaum noch dagegen
wehren.
Nach zwei Tagen Trekking durch das Erg Mehedjibat erreichen wir unseren letzten
Lagerplatz zwischen hohen Sandbergen und treffen auch unsere Kamele wieder. Sie
sind mittlerweile aus unserer Reisegruppe nicht mehr wegzudenken, ebenso die Tuareg,
die uns sanft in den Umgang mit den Tieren eingewiesen haben. Das Teekännchen
zischt bereits auf der Feuerstelle und wir trinken erst einmal köstlichen Tee.
Schließlich funkeln die Sterne am Nachthimmel. Selbst bei schwachem Mondlicht
kann man erkennen, dass unser Lager von Dünengiganten umgeben ist. Die Magie der
Sahara ist ergreifend.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Tassili von Tin Meskis
Nun lassen wir das große Erg hinter uns und reiten mit unseren Kamelen über eine
weite Ebene zum Tassili Tin Meskis, einem weiten Talkessel, umgeben von zerklüfteten
Plateaus. Wir wandern in eine imposante Schlucht, in der riesige, abgebrochene
Felsquader im Talgrund liegen und ein einziges Felsenchaos bilden. Beeindruckend
sind die vielfältigen Felsmalereien aus prähistorischer Zeit, z.B. Darstellungen
von Rinderherden und von dynamisch, in Kreisen angeordneten Menschen - in roter
und eher selten zu finden auch in weißer Farbe.
Unser Wüstencamp errichten wir am Ausgang der Schlucht und verbringen den letzten
Abend mit unseren Begleitern.
Gehzeit: 5-6h; Übernachtung im Zelt [FMA]
13. Tag Ende der Méharée und Fahrt bis ins Bergland von Tehe n´Akli
Nach intensiven Karawanen-Tagen heißt es Abschied nehmen von unseren Begleitern,
die sich auf unserer gemeinsamen Reise umsichtig um unser Wohl gekümmert haben,
uns die Besonderheiten der Wüste nahegebracht und uns an ihrer Art des Lebens
haben teilhaben lassen. Das Leben in der Natur - wir waren ständig gemeinsam im
Freien - hat uns vereint. Dem einen oder anderen wird der Abschied von seinem
Kamel bestimmt schwerfallen.
Die Tuareg-Fahrer mit ihren Jeeps sind bereit für die Abfahrt. Über die Ebene
und einzelne Dünenkämme erreichen wir die Transsaharienne, die Nationalstraße,
die In Salah mit Tamanrasset verbindet. Bei In Eker, nach etwa 250 km Fahrt, verlassen
wir die Straße, um in der Wüste einen geeigneten Schlafplatz zu finden.
Übernachtung im Zelt [FMA]
14. Tag Rückkehr nach Tamanrasset und Heimflug
Auf gut geteerter Straße legen wir noch etwa 150 km bis Tamanrasset zurück. Wir
können duschen und haben noch Zeit, um Tamanrasset zu besuchen, Touareg-Kunsthandwerk
zu kaufen oder einfach in einem der Straßen-Cafés zu sitzen. Gemeinsam verbringen
wir unseren Abschiedsabend im Freien. Unser Koch wird ein letztes Mal für uns
kochen. Nachts bringt uns ein Zubringerflug von Tamanrasset nach Djanet, wo wir
den Direktflug nach Frankfurt nehmen.
[FMA]
15. Tag Ankunft in Deutschland
Mittags Ankunft in Frankfurt.
Leistungen
- Linienflug mit Air Algerie Frankfurt - Tamanrasset - Djanet - Algier - Frankfurt,
Flughafensteuer und Sicherheitsgebühr; Linienflug mit Air Algerie Frankfurt –
Tamanrasset - Djanet – Frankfurt (meist Direktflüge)
- Verpflegung: Übernachtungen in Zelten; Vollpension
- Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleitung, örtliche Führer, Koch, Kamel-Führer, Reitkamele sowie Lastkamele
- Hauser BASIS-Versicherungspaket: Reiserücktritts-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung,
Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall-Hilfe, RundumSorglos-Paket
bei der ERV;
- Nationalparkgebühren.
Nicht enthaltene Leistungen
- Visakosten (60,- Euro, Stand 09/09);
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- fehlende Mahlzeiten, Getränke; Trinkgelder (ca. 70,- - 80,- Euro);
- Ausgaben persönlicher Art.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Das Reiten auf den Kamelen erfolgt im Stil der Tuareg, d.h. Sie tragen keine
Schuhe (nur Socken) und stützen sich mit den Füßen am Hals des Kamels ab. Schuhe
und Tagesrucksack werden am Sattel (Tarek) befestigt. Sie reiten (oder wandern)
täglich im Durchschnitt zwischen 5 und 6 Stunden.
Am ersten Tag wird das Sitzen auf dem Kamelsattel noch etwas ungewohnt sein.
Augrund der speziellen Tuareg-Sättel und der Art aufrecht zu sitzen nutzen erfahrungsgemäß
die meisten Teilnehmer schon nach 1-2 Tagen jede Gelegenheit, um nur noch zu reiten.
Selbstverständlich haben Sie jederzeit die Möglichkeit, zu wandern statt zu reiten.
Mit dem Reiten auf Kamelen haben interessanterweise selbst Teilnehmer mit Rückenbeschwerden
sehr gute Erfahrungen gemacht! Es werden auch mehrere Etappen zu Fuß zurückgelegt,
statt reitend, so z.B. an Tag 5, 10 und 11. Diese Wanderungen erfordern gute Kondition
und an Tag 5 auch Trittsicherheit. Die Etappe an Tag 5 könnte auch ausgelassen
und die Zeit im Camp verbracht werden.
Das Gepäck wird während der Méharée mit den Kamelen befördert. Daher ist es wichtig,
nur das Nötigste mitzunehmen, Gewicht zu beschränken und z.B. Wechselkleidung
für die Rückkehr in Tamanrasset zu deponieren.
Bei dieser wie auch bei der Libyen-Reise: „Die Entdeckung der Langsamkeit", haben
wir bei der Programmgestaltung darauf geachtet, dass die Tage aktiv verbracht
werden und viel Zeit für die Wüste zur Verfügung steht. Die Fahrstrecken wurden
auf das Allernötigste beschränkt, d.h. ausschließlich auf Transferfahrten zum
Trekking und zurück. Das Erlebnis des Unterwegsseins zu Fuß oder mit den Kamelen,
und dies in Begleitung von Nomaden, steht im Mittelpunkt der Reise.
Sie übernachten auf ausgewählten, landschaftlich schönen Lagerplätzen in 2-Personen-Zelten.
Im Reisepreis ist volle Verpflegung eingeschlossen. Morgens gibt es Tee oder
Kaffee, Brot, Margarine, Marmelade und Schmelzkäse, auch etwas Müsli. Wegen der
Hitze wird mittags ein kalter Imbiss gereicht, es gibt leckere, gemischte Salate
(mit Reis, Hülsenfrüchten, Bohnen, Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Oliven u.Ä.) sowie
ab und zu Käse oder Thunfisch. An einigen wenigen Tagen erhalten Sie mittags ein
Lunchpaket, da der Koch aufgrund der Wanderstrecke unterwegs keine Mahlzeit zubereiten
kann.
Am Abend gibt es eine warme Hauptmahlzeit (Nudel- oder Reisgerichte, Couscous,
meist mit Gemüse, selten mit Fleisch). Trinkwasser wird in Kanistern mitgeführt
und mit Micropur behandelt. Selbstverständlich ist es ein Gesetz der Wüste, dass
mit Wasserreserven sehr sparsam umgegangen werden muss. Während der Wüstentour
gibt es voraussichtlich zweimal die Möglichkeit, eine kleine Menge Wasser zum
Waschen zu bekommen, abhängig von der Menge verfügbaren Brunnenwassers. Anpassung
an einfache Verhältnisse sowie Mithilfe beim Auf- und Abbauen der Zelte sollte
allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen selbstverständlich sein.
Einreisebestimmungen
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen ein Visum. Der
Reisepass muss noch mind. 6 Monate über das Einreisedatum hinaus gültig sein.
Gerne besorgen wir für Sie das Einladungsschreiben in Algerien sowie danach das
Visum bei der Algerischen Botschaft in Bonn. Wir bitten daher um frühzeitige Anmeldung.
Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de.
Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren! Wir kennen Algerien seit Jahrzehnten
sehr gut und haben ausgezeichnete persönliche Kontakte. Die Begleitmannschaften,
Fahrer, Köche, Kameltreiber usw. sind mittlerweile ein Stamm-Team, sie sind uns
fast alle persönlich bekannt und genießen unser volles Vertrauen.
Imfpungen
Nicht zwingend vorgeschrieben.
Empfehlungen: Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Polio, Diphtherie, Typhus
Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice
für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des
Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900-1234-999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter
www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bedingt durch ungünstige Witterungsverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische
Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es
zu Programmumstellungen und/oder -änderungen kommen. Die Routenführung in der
Sahara ist stark von den Wetter- und Wegverhältnissen, vom Wasservorkommen sowie
von den Futterweiden für die Kamele abhängig. Wir weisen ausdrücklich darauf hin,
dass Sie in abgelegenen Gebieten ohne jeglichen touristischen Standard unterwegs
sind. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur,
sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Für die exakte Durchführung der Ausschreibung
können wir jedoch keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen
wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an dieser Reise teilnehmen.
Klima
Stellen Sie sich auf hohe Tagestemperaturen, trockene Luft, starke Sonneneinstrahlung
und starke nächtliche Abkühlung ein. Die Tagestemperaturen betragen von Oktober
bis November und von März bis April durchschnittlich 27-33°C, können aber ohne
Weiteres auch bis auf über 35°C ansteigen und nachts auf 15 bis 5°C sinken. Daher
könnte es sein, dass sie während der Reise - vor allem morgens und abends - eher
warme Kleidung benötigen, obwohl - oder gerade weil - Sie in der Sahara sind.
Da die großen Temperaturschwankungen Herz und Kreislauf belasten können, müssen
Sie gesund und körperlich fit sein. Die Reisezeit mit den niedrigsten Temperaturen
ist Dezember bis Januar/Februar; während dieser Monate können die Temperaturen
nachts bis auf -+/- 0° oder in Einzelfällen tiefer sinken. Tagsüber ist es angenehm
mild, das Wetter meist sehr klar und sonnig. Insgesamt sind die Wintermonate von
November bis März für diese Reise ideal geeignet.
Ausrüstung
Für tagsüber benötigen Sie leichte, atmungsaktive Kleidung (ideal sind Baumwolle
oder Leinen, Kunstfasern weniger) sowie warme Kleidung für die kühlen Abende und
die kalten Nächte in den Wintermonaten. Für die Wanderungen empfehlen wir strapazierfähige,
feste, am besten auch knöchelhohe Wanderschuhe mit Profilsohle. Wichtig sind zudem
Kopfbedeckung (sehr langes Baumwolltuch) und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.
Bedenken Sie bitte, dass Sie in einem islamischen Land unterwegs sind und vermeiden
Sie im Hinblick auf die Landessitten freizügige Kleidung. (Tragen Sie bitte keine
schulterfreie Kleidung, keine T-Shirts mit weiten Ausschnitten, keine Bermudas).
Eine Ausrüstungs-Checkliste für die Reise senden wir Ihnen nach der Anmeldung
gerne zu.
Mindestteilnehmerzahl 8 Personen
Höchstteilnehmerzahl 14 Personen
» PDF Reiseinfos Preise: |