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Land: Algerien
Termin: 28.11.2010 - 12.12.2010

- 6 Tage Kamel-Trekking durch das bildschöne Tadrart
- Filigrane Felspilze und Felsbögen im Tassili Hoggar
- Dünen, Dünen, Dünen – soweit der Blick reicht!
- Fast ein Freilichtmuseum: Höhlen und Wände voller Felsbilder im Tadrart
- Als Karawane mit Tuareg durch die Wüste: gelebte Gastfreundschaft
Inmitten des kleinen Feuers zischt der Tee über der Glut. Behutsam gießt Al Bashir
den starken Thé à la Menthe von einem Kännchen ins andere und zupft dabei seinen
blauen Chèche zurecht – er strahlt in jedem Moment Gelassenheit und Würde aus.
Währenddessen flackert am Lagerplatz der Lichtschein auf die gespenstisch wirkenden
Felstürme, die wie eine Filmkulisse wirken. Millionen von Sterne funkeln stärker
als man sich Funkeln überhaupt vorstellen kann; es ist fast zu schön, um im kuscheligen
Schlafsack die Augen zum Schlafen zu schließen. El Ghessour ist ein Platz zum
Träumen … selbst beim Aufwachen! Dass Wüste nicht nur Sand, sondern – noch viel
spektakulärer – eine Mischung aus Dünen und vom Zahn der Zeit zernagten Felsformationen
ist, zeigt sich im Tassili Hoggar.
Im Tadrart treffen Sie die Tuareg samt ihrer Reitkamele. Mit ihnen wandern und
reiten Sie sechs Tage durch eine der wundersamsten Regionen der Sahara. Ein Kosmos
der Natur: tiefrote Sandberge, auf deren Gipfel Sie das Ende der Dünenfelder nicht
sehen können, und in der Ebene immer wieder aus dem Sand herauswachsende Felsbögen
und hohe Felsnadeln – von Wind und Wetter gesägt. Viele Schätze liegen bekanntlich
im Verborgenen. Ihre Begleiter zeigen Ihnen Felswände und Bodenplatten voller
prähistorischer Gravuren, versteckte Höhlen mit feinsten Malereien. Die damaligen
Sahara-Bewohner hatten eine einzigartige Begabung, ihre Welt abzubilden. Erleben
Sie den Planet Wüste in all seinen Facetten!
Tourverlauf
1. Tag Anreise in die Sahara
Linienflug (in der Regel Direktflug) mit der Air Algerie von Frankfurt nach Tamanrasset.
Die Wüstenstadt liegt auf 1.400 m Höhe rund 2.000 km südlich von Algier im Herzen
der Sahara. Wir fahren zu einem einfachen Hotel und übernachten heute dort. Tam,
wie Tamanrasset noch genannt wird, ist die Hauptstadt der Hoggar-Tuareg. Im 20.Jh.
ist Tamanrasset von einer unscheinbaren Siedlung zu einem bedeutenden Zentrum
Südalgeriens aufgestiegen. Heute hat die Stadt sogar eine große, moderne Universität.
Übernachtung in einem Hotel
2. Tag Tamanrasset - El Ghessour
Wir verlassen Tamanrasset südlich auf der Piste Richtung Niger, biegen aber schon
kurz hinter der Stadt ab und steuern auf markante Berge zu. Durch eine Öffnung
in den Felsen, das sogenannte Tor zum Tassili Hoggar, dringen wir in eine zerklüftete
Welt aus Fels und Sand ein. El Ghessour, unser erstes Lager in der Wüste, ist
erreicht. Wir besichtigen die Felsbilder von El Ghessour: kleine Gravuren an meterhohen
Felswänden und Überhängen. Faszinierend ist die Landschaft auf dem Plateau, aus
dem die wildesten Felstürme sprießen. Canyons und versteckte Talkessel bergen
bizarre Gruppen von erodierten Felsen. Wir schlafen zwischen Felstürmen, deren
Umrisse sich nachts wie die Kulisse einer geschützten Burganlage vor dem Sternenhimmel
abzeichnen, selbst wenn der Mond nur als kleine Sichel am Firmament erscheint.
Übernachtung im Zelt [FMA]
3. Tag El Ghessour - Tin Akachaker
Auf einem schmalen Pfad wandern wir durch einen sehr engen Canyon mit vom Wasser
geschliffenen Felswänden. Am Ende befindet sich eine Guelta (Wasserbecken, abhängig
von Regenphasen).
In Tagrera, einer riesigen Sandebene mit Dünen, muten die verstreut liegenden
Felsformationen wie überdimensionale Pilze und Kathedralen an mit Säulen und einem
Dach drauf. Die Tuareg geben ihnen Namen wie "La chambre de Tagrera" (Zimmer von
Tagrera). Abends kommen wir in Tin-Akachaker an. Mächtige Felsen stehen wie Schlösser
im weißen Sand. Sie zu erklimmen, kostet wegen des weichen Sandes teilweise etwas
Mühe. Im Abendlicht bieten Dünen und Felsen ein einzigartiges Farben- und Formenspiel.
Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Youf Ahakit - Tahagart
Unser Ziel ist Youf Ahakit – heute Teil eines Nationalparks. Wir entdecken sehr
schöne Felsgravuren aus prähistorischer Zeit: Darstellungen von Giraffen, Elefanten
und auch Tifinak-Zeichen, die Schrift der Tuareg. Eine weitere Sehenswürdigkeit
erreichen wir etwas später. Auf einer riesigen schwarzen Bodenplatte aus Stein,
genannt "La Dalle", sind Felsgravuren zu finden. Sehr oft gibt es Gravuren an
Felswänden, hier sind sie jedoch durch ihre Bodenlage dem Sand und dem Wetter
ausgesetzt - und trotzdem gut erhalten. Abgebildet sind Tiere, zu erkennen sind
aber auch geometrische Zeichen .
Über eine weite Ebene halten wir auf das Massiv von Tahagart zu - unser heutiger
Lagerplatz in besonders schöner Wüstenlandschaft.
Übernachtung im Zelt [FMA]
5.-6. Tag Tinagola - Tin Tarabine - Ténére de Tafassaset - Erg Admer
Während dieser zwei Tage durchqueren wir die algerische Wüste vom Tassili Hoggar
in Richtung Tassili N´Ajjer. Wir kommen vorbei an den typischen Formationen der
Tassili-Landschaft. An ihnen wird sichtbar, wie Temperaturschwankungen und die
Einwirkung von Wasser und Wind die Landschaft über Jahrmillionen gestaltet haben.
Nachdem wir Tin Tarabine, eines der größten Wadis der Sahara, durchquert haben,
erreichen wir Tadant, eine kleine Tuareg-Siedlung. Hier leben etwa 10 Familien
und zum Brunnen der Gegend kommen immer wieder Nomaden mit ihren Herden. Während
der Kolonialzeit haben die Franzosen versucht, die hier durchziehenden Karawanen
zu kontrollieren.
Wir kommen zu den Ausläufern der Ténéré, der Königin der Wüsten. Die sogenannte
Ténéré du Tafasset grenzt an den Niger, die riesigen Dimensionen der Ténéré lassen
sich bereits erahnen. Schließlich erreichen wir Erg Admer, ein weitläufiges Dünengebiet.
Vor uns liegen wunderschön geformte Dünenketten, eine nach der anderen, wie ein
zu Sand erstarrtes Meer. Von den höchsten Kämmen kann man das lang gezogene Tassili
N´Ajjer im Osten erkennen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Erg Admer - Djanet - Tadrart
Durch die Dünen verlassen wir das Erg Admer und fahren zur Oasenstadt Djanet.
Sie ist von ausgedehnten Palmgärten umgeben. Mittendrin liegen die weiß gekalkten,
verschachtelten Häuser der Stadt und der kleine Bazar, der den Tuareg der Umgebung
als Versorgungszentrum dient. Wir nutzen den Stopp für eine Dusche, während die
Begleitmannschaft Vorräte für die nächste Etappe besorgt. Dann setzen wir die
Fahrt in den südöstlichsten Zipfel der algerischen Sahara fort. Von einer Teerstraße,
die bis nach Libyen führt, - unterwegs sind immer wieder Verkehrsschilder mit
der Warnung "Achtung Kamele!" zu sehen - zweigen wir ab und erreichen gegen Abend
das Tadrart.
Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Kameltrekking im Tadrart
Morgens packen wir unser Gepäck. Während wir frühstücken, werden die Kamele beladen.
Vorkenntnisse im Reiten sind nicht notwendig und Sie werden bald ein Gefühl für
den Umgang mit Ihrem Kamel bekommen. Dabei helfen auch die Tuareg-Begleiter mit
Tipps und Ratschlägen. Ob Sie reiten oder wandern möchten, ist Ihnen freigestellt!
Wir nutzen die Morgenstunden für die erste Etappe und verbringen mittags eine
ausgedehnte Pause unter Akazien oder im Schatten von Felsen. Nachmittags wandern
oder reiten wir weiter, im Schnitt beträgt die Tagesetappe etwa 5-6 Stunden ohne
Pausen. Gelegentlich kann es sinnvoll sein, mittags die Kamele am Lagerplatz zu
lassen, da unsere Begleiter uns manchmal zu interessanten Stellen führen, die
für Kamele schwer erreichbar sind. Die Wahl der Lagerplätze ist auch von den Weideplätzen
abhängig.
Das Tadrart steht nicht nur für landschaftliche Vielfalt, sondern auch für eine
Vielzahl prähistorischer Felsbilder. An Felsüberhängen (sogenannten Abris) und
versteckten Felsen sehen wir wunderschöne Zeugnisse aus einer Zeit, als die Sahara
noch fruchtbar und dichter besiedelt war. Mit roter Farbe fein gemalte Felsbilder,
eine Melker-Szene und Männer mit Speeren, verdeutlichen die Kunstfertigkeit der
Bewohner von einst und sind, einem Bilderbuch gleich, Ausdruck damaliger Lebensweise.
Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Kameltrekking im Tadrart
Wir gelangen in eine weite, offene Gegend. Hier sind die Felsberge höher und
die Erosion hat in die monumentalen Felsblöcke gigantische Fenster gefräst. Eine
Felswand mit drei nebeneinander liegenden Felsenfenstern wird daher von den Einheimischen
"Kathedrale" genannt.
Eine Besonderheit des Tadrart eröffnet sich dem, der sich Zeit lässt, um die
Dünen genauer zu betrachten. Während Ihr Kamel Sie schaukelnd trägt, werden Sie
entdecken, dass die Dünen nicht "nur sandfarben" sind. Nein, sie sind auch nicht
etwa nur gelb oder rot. Das Überraschende ist, dass eine Düne oft zweifarbig leuchtet!
So sind manchmal gelbe Sandberge von oben mit einem "Schleier" tief-roten Sandes
überzogen. Der Wind trennt dann die teils unterschiedlich schweren Sandkörner
und zeichnet so feine Muster auf die Dünen. In einer schönen, von Dünen und Felstürmen
geprägten Landschaft werden wir die Nacht verbringen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Kameltrekking im Tadrart
Wir reiten durch eine dünenreiche Gegend, aus der einzelne Felsfinger aufragen.
Nachmittags zeigen unsere Begleiter uns besonders fein gearbeitete Felsgravuren
mit Darstellungen von Rindern. Im Tadrart finden sich unzählige Felsgravuren und
Felsmalereien unterschiedlicher Stile. Darunter gibt es feine Felsmalereien, die
die Menschen aus prähistorischer Zeit als wahre Künstler ausweisen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Kameltrekking im Tadrart
Wir gelangen zu einer dunklen Bodenplatte mit Felsgravuren. Manchmal müssen unsere
Führer erst den Sand etwas wegwischen, um die Platte freizulegen. Welche Bedeutung
hatten wohl die Gravuren verschiedener Fußspuren von Tieren (Gazellen, Tiger,
Löwen, Mufflons) sowie der Spuren von Sandalen? Haben Tiere und vielleicht auch
ihre Jäger diese Gegend besonders oft durchstreift? An der Felswand selbst ist
eine sehenswerte Darstellung von Löwen.
Unser Lager errichten wir an einem hohen Dünenmassiv aus goldgelbem Sand. Wenn
die Kamele von ihrer Last befreit und alle Teilnehmer angekommen sind, werden
unsere Begleiter erst einmal einen Tee zubereiten. Die Zubereitung entspricht
eher einer Tee-Zeremonie, viele Schritte sind zu beachten! Für die Tuareg hat
das Tee-Trinken nicht nur etwas mit Genuss oder Entspannung zu tun, es ist auch
ein Symbol für Gemeinschaft und Gastfreundschaft. Wir können die wunderschöne
Gegend am Lagerplatz bei einem Gläschen Tee auf uns wirken lassen oder auf einer
der Dünen die Stille der Wüste genießen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Kameltrekking im Tadrart
Auf dem Rücken unserer Kamele reiten wir – von oben die gute Aussicht genießend!
– zu einem großen Felsbogen. Je nach Position schaut man durch diesen auf einen
weiteren Fels mit einem großen Loch hindurch. Es lohnt sich, abzusteigen und um
die Felsengruppe herumzugehen, um dabei ständig wechselnde Perspektiven zu entdecken!
Unterwegs nach Bouhadian kommen wir durch eine spektakuläre Landschaft. Nachmittags
wandern wir mit unserem Tuareg-Führer zu verschiedenen Stellen mit Felsmalereien,
vor allem Darstellungen von Menschen. Wir übernachten im weiten Tal von Bouhadian.
Übernachtung im Zelt
13. Tag Kameltrekking im Tadrart - Tin Merzouga
Großartig ist heute das Ziel unseres Kameltrekkings. Mit den Wüstenschiffen nähern
wir uns unserem Lagerplatz am Fuße bis zu 250 m hoher Dünen aus intensiv orange-,
gelb- und rot- leuchtendem Sand. Einzelne Felspfeiler ragen wie Skulpturen aus
dem Sand. Zu Fuß erklimmen wir bei Sonnenunergang die Dünengipfel und haben aufgrund
der beträchtlichen Höhe eine atemberaubende Aussicht. Wir stehen an der Spitze
eines riesigen Dünenmassivs. Hat man die vermeintlich höchste Düne erklommen,
erblickt man weitere dahinter. Dünen, Dünen, Dünen, soweit das Auge reicht! In
der Ferne zeigt sich das Massiv des libyschen Akakus-Gebirges. Das Abendlicht
taucht die Landschaft in dunstiges Violett und von oben schweift der Blick über
endlose Dünenfelder - die Wogen eines riesigen Sandmeeres, welches die Form ebenmäßiger
Wellen hat. Jetzt werden die Konturen gestochen scharf, die Rillen jeder einzelnen
Düne kommen plastisch zur Geltung. Inmitten dieser Traum-Landschaft verbringen
wir die letzte Nacht im Tadrart.
Übernachtung im Zelt [FMA]
14. Tag Dünen von Tin Merzouga - Djanet
Zum Sonnenaufgang besteht noch einmal die Möglichkeit, eine der hohen Dünen zu
erklimmen oder ein letztes Mal zu beobachten, wie die Kamele zusammengetrieben
und zum Abmarsch vorbereitet werden. Wir verabschieden uns von unseren Tuareg-Begleitern
und ihren Kamelen, die wieder in ihr Nomaden-Lager zurückkehren. Dann fahren wir
zur berühmten Felsgravur der "Weinenden Kuh". In dieser Darstellung scheint das
Tier tatsächlich Tränen zu vergießen. Laut Legende weint die Kuh, weil das Land
unfruchtbar geworden ist. Die Darstellung mehrerer Rinderköpfe ist eines der am
feinsten gearbeiteten Kunstwerke der Sahara und in ihrer Ausdruckskraft einzigartig.
Der Künstler hat die natürliche Maserung und Struktur des Steines in sein Werk
ideal mit einfließen lassen, sodass das Gesamtbild formvollendet wirkt.
Wir kehren nach Djanet zurück und haben Zeit, um zu duschen oder im Straßencafé
einen Kaffee zu trinken. Dann werden unsere Fahrer und Begleiter uns ein letztes
Mal zum Abendessen in die Wüste begleiten. Wir übernachten im Zelt oder unter
dem herrlichen Sternenhimmel.
[FMA]
15. Tag Heimflug
Sehr früh morgens Transfer zum Flughafen für den Heimflug. Flug von Djanet nach
Frankfurt. Mittags Ankunft in Frankfurt.
Verlängerungen
Verlängerung 5 Tage Tassili N´Ajjer-Plateau
Leistungen
- Linienflug mit Air Algerie Frankfurt – Tamanrasset / Djanet – Frankfurt (meist
Direktflüge); Flughafensteuer und Sicherheitsgebühr; Linienflug mit Air Algerie
Frankfurt – Tamanrasset/Djanet – Frankfurt (meist Direktflüge)
- Übernachtungen in Tamanrasset im Hotel, in der Wüste in Zelten; Vollpension
- Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in, örtliche Führer, Tuareg-Begleiter und Reitkamele
- unser Versicherungspaket: Reise-Rücktrittskosten-Versicherung, Reisehaftpflicht-Versicherung,
Reisekranken-Versicherung mit medizinischer Notfall Hilfe, Rundum-Sorglos-Service
bei „Die EUROPÄISCHE"; Camping- und Kochausrüstung inkl. Schaumstoffmatten; Nationalparksgebühren.
Nicht enthaltene Leistungen
- Kosten für das Visum (60,- Euro, Stand 08/08);
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- Getränke; Trinkgelder (ca. 70,- bis 80,- Euro); Ausgaben persönlicher Art.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Der erste Teil der Tour ist eine intensive Reise durch das Tassili Hoggar. Sie
unternehmen viele kleine Ausflüge zu Fuß. Dann folgen 2 lange Fahrtage bis zum
Erg Admer; die Fahrten werden ebenfalls von Stopps an interessanten Plätzen unterbrochen.
Im ersten Abschnitt verläuft die Route kaum über Asphaltstraßen, sondern über
Pisten, aber auch durch pistenloses Gelände sowie, etwas abenteuerlicher, durch
Dünengebiete. Es stehen wüstentaugliche Geländewagen (meist Toyota Landcruiser
o.ä.) zur Verfügung (Besetzung max. mit Fahrer plus 4 Teilnehmern). Ab Erg Admer
und in Richtung Tadrart können teils gute Teerstraßen genutzt werden. Wir weisen
in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Fahrtage für Personen mit Bandscheibenproblemen
beschwerlich sein können.
Mit dem Reiten auf Kamelen jedoch haben selbst Teilnehmer mit Rückenbeschwerden
sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Reiten auf den Kamelen erfolgt im Stil der
Tuareg, d.h. Sie tragen keine Schuhe (nur Socken) und stützen sich mit den Füßen
am Hals des Kamels ab. Schuhe und Tagesrucksack werden am Sattel (Tarek) befestigt.
Die durchschnittliche tägliche Reitdauer (oder Wanderzeit) beträgt zwischen 5
und 6 Stunden. Am ersten Tag wird das Sitzen auf dem Kamelsattel noch etwas ungewohnt
sein. Aufgrund der speziellen Tuareg-Sättel und der Art aufrecht zu sitzen, nutzen
viele Teilnehmer schon nach wenigen Tagen jede Gelegenheit, um zu reiten. Selbstverständlich
haben Sie jederzeit die Möglichkeit, zu wandern statt zu reiten. (s.a. Tag 8)
Sie bewegen sich meist in ebenem Gelände, es gibt nur kleinere Auf- und Abstiege;
die Route führt größtenteils über Sand- und Kiesebenen. Während des Kameltrekkings
wird das Gepäck von einem Begleitfahrzeug befördert. Abends am Lager finden Sie
Ihr Gepäck wieder vor. Sie schlafen in 2-Mann-Zelten oder auf Wunsch unter freiem
Sternenhimmel. Schaumstoffmatten werden gestellt. Von allen Teilnehmern wird aktive
Mitarbeit, v.a. beim Auf- und Abbau der Zelte, erwartet.
Mittags werden unterwegs leichte, schmackhafte Salate zubereitet (mit Reis, Hülsenfrüchten,
Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Oliven u.ä.) und dazu Käse oder Thunfisch gereicht.
Abends gibt es ein warmes Essen, meist mit Suppe und Couscous als Hauptspeise,
ein Nudelgericht oder Reis. Fleisch wird eher selten zubereitet. Gemüse ist in
den Saucen oder Gerichten oft enthalten.
Einreisebestimmungen
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen ein Visum. Der
Reisepass muss noch mind. 6 Monate über das Einreisedatum hinaus gültig sein.
Imfpungen
Nicht zwingend vorgeschrieben.
Empfehlungen: Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Polio, Diphtherie, Typhus
Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice
für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des
Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900-1234-999 (1,80 Euro pro Minute) oder unter
www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische
Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es
zu Programmumstellungen und/oder -änderungen kommen. Die Routenführung in der
Sahara ist stark von den Wetter- und Wegverhältnissen, vom Wasservorkommen sowie
von den Futterweiden für die Kamele abhängig. Wir weisen ausdrücklich darauf hin,
dass Sie in abgelegenen Gebieten ohne jeglichen touristischen Standard unterwegs
sind. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur,
sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Für die exakte Durchführung der Ausschreibung
können wir jedoch keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen
wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
Stellen Sie sich auf hohe Tagestemperaturen, trockene Luft, eine starke Sonneneinstrahlung
und starke nächtliche Abkühlung ein. Die Tagestemperaturen betragen von Oktober
bis November und von März bis April durchschnittlich 27-32°C, können aber auch
ohne Weiteres bis auf über 35°C ansteigen und nachts auf 10 bis 0°C sinken. So
ist es möglich, dass Sie während der Reise - vor allem morgens und abends - eher
warme Kleidung benötigen, obwohl - oder gerade weil - Sie in der Sahara sind.
Da die großen Temperaturschwankungen Herz und Kreislauf belasten können, müssen
Sie gesund und körperlich fit sein. Die Reisezeit mit den niedrigsten Temperaturen
ist Dezember bis Januar/Februar; während dieser Monate können die Temperaturen
nachts bis auf -+/- 0° oder in Einzelfällen tiefer sinken. Tagsüber ist es angenehm
mild, das Wetter meist sehr klar und sonnig. Insgesamt sind die Wintermonate von
Oktober bis April für eine Reise in die Sahara ideal geeignet.
Ausrüstung
Für tagsüber benötigen Sie leichte, atmungsaktive Kleidung (ideal sind Baumwolle
oder Leinen, Kunstfasern weniger) sowie warme Kleidung für die kühlen Abende und
die kalten Nächte in den Wintermonaten. Für das Kameltrekking empfehlen wir strapazierfähige,
feste Sportschuhe mit Profilsohle; wichtig sind zudem Kopfbedeckung und Sonnencreme
mit hohem Lichtschutzfaktor. Bedenken Sie bitte, dass Sie in einem islamischen
Land unterwegs sind und vermeiden Sie im Hinblick auf die Landessitten freizügige
Kleidung. (Tragen Sie bitte keine schulterfreie Kleidung, keine weiten Ausschnitte
am T-Shirt, keine Bermudas). Eine Ausrüstungs-Checkliste für die Reise senden
wir Ihnen nach der Anmeldung gerne zu.
Mindestteilnehmerzahl 8 Personen
Höchstteilnehmerzahl 15 Personen
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