» weitere Reisen in Algerien «
Land: Algerien
Termin: 27.03.2011 - 10.04.2011
- 6-tägiges Trekking durchs Hoggar mit Ziel Assekrem (2.782 m)
- Möglichkeit Besteigung des Tahat (3.003 m)
- Aussicht auf das Gipfelmeer
- Unterwegs mit Tuareg und ihren Kamelen
- Prähistorische Felsgravuren im Tassili N´Ajjer
- Schönheit der Dünen im Erg Tihodaine und Erg Admer
„Die Aussicht ist über alle Beschreibung erhaben … und ich vermag kaum die Augen
von diesem Bild zu wenden." Pater Foucauld, der 1911 auf dem Assekrem in einer
Einsiedelei lebte, war fasziniert von diesem Platz.
Auf jeder Afrika-Karte sind zwei große, aus der Wüste aufragende Gebirgsmassive
zu sehen: das Hoggar und das Tibesti. Während Letzteres nur eingeschränkt bereisbar
ist, können Sie problemlos auf den höchsten Gipfel des Hoggar wandern, auf den
Tahat (3.003 m). Erstmalig bieten wir Ihnen die Möglichkeit, mit Lastkamelen auf
den Pfaden der Tuareg das Herzstück des zweithöchsten Gebirges der Sahara zu durchqueren.
Eine Wunderwelt tut sich auf: rosafarbene Granitberge, gigantische, Orgelpfeifen
gleichende Basaltformationen und mächtige Felskugeln – wie von Riesenhand beim
Ballspiel in die Landschaft gerollt. Durch Wadis mit Oleander wandern Sie zu kleinen
Wasserstellen. Auf den Gipfeln von Tahat und Assekrem schweift Ihr Blick über
ein Meer erloschener Vulkane und riesiger Basaltdome.
Im Tassili N´Ajjer entdecken Sie vertikale Felswände und Pflanzen im Wadi Essendilène.
Berühmt ist das Tassili für seine Felsbilder. Sie werden die „Lockige Kuh", eine
fünf Meter lange Felsgravur, bewundern können. War dies in prähistorischer Zeit
„nur" Kunst? Oder ein Ort der Riten und Magie? Magisch jedenfalls wirken die Sandwüsten
Erg Tihodaine und Erg Admer. Sanft geschwungene Dünen bauen sich in Ketten auf,
leuchten in unterschiedlichen Farben und erscheinen bei Sonnenuntergang plastisch,
als wären Sie von Künstlerhand modelliert.
Tourverlauf
1. Tag Anreise in die Sahara
Linienflug (in der Regel Direktflug) mit der Air Algerie von Frankfurt nach Tamanrasset.
Die Wüstenstadt liegt auf 1.400 m Höhe rund 2.000 km südlich von Algier im Herzen
der Sahara. Wir fahren direkt vom Flughafen zu unserem ersten Camp in der Wüste.
Dort, je nach Ankunftszeit, Abendessen. Die Begleitmannschaft hat schon die Zelte
aufgebaut und alles vorbereitet.
Unsere Taschen sollten wir bereits bis heute Abend so gepackt haben, dass sie
für die kommenden 6 Trekkingtage nur das nötige Gepäck enthalten. Es ist wichtig,
das Gepäck, das auf die Kamele geladen wird, auf das Nötige zu beschränken. Das
übrige Gepäck können wir den Fahrern übergeben, die es im Büro der Agentur deponieren
und nach dem Trekking mitbringen, sodass es für den Rest der Reise wieder zur
Verfügung steht.
Übernachtung im Zelt [A]
2. Tag Beginn des Trekkings ins Herz des Hoggar-Gebirges
Unser erstes Frühstück in der Wüste! Die Mannschaft hat eine nette Sitzecke für
uns hergerichtet und der Kaffee dampft bereits. Die Fahrer kehren nach Tamanrasset
zurück und wir sind startklar für das Trekking.
Sobald die Kamele bepackt sind, wandern wir durch ein Tal mit sandigem Boden,
in dem Oleander und Akazien wachsen. Wir steuern auf einen massiven Tafelberg
zu, der aus unzähligen Basalt-Pfeilern besteht. Nomaden dient er als wichtiger
Orientierungspunkt. Wir umrunden teilweise den Tin Nemrut und erreichen unseren
Rastplatz für die Mittagspause an einer markanten, freistehenden Felsnadel. Nachmittags
bewältigen wir einen kleinen Aufstieg auf ein großes, weites Hochplateau. (Tessa
N´Adjena bedeutet in Tamaschek „Bauch des Himmels".) Es wirkt wie eine bizarre,
ebene Mondlandschaft, aus der einzelne isolierte Vulkanberge aufragen. Unser Lager
errichten wir auf 1.719 m Höhe unweit eines markanten Zweitausenders.
Dieser erste Tag ist etwas anstrengend und es ist wichtig, dass wir gerade heute
keinesfalls zu schnell gehen!
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 50m; Übernachtung im Zelt [FMA]
3. Tag Taessa – im Land der Moufflons und Gazellen
An den folgenden Tagen durchqueren wir das Atakor - Herzstück des Nationalparks
Hoggar-Gebirge und interessantester Teil der sehr wilden, vulkanisch geprägten
Berglandschaft. Fels ist hier nicht gleich Fels! Manche sprechen von einem geologischen
Chaos, hier ist das aufgrund der großen landschaftlichen Vielfalt natürlich positiv
gemeint.
Früh packen wir unser Gepäck und während wir frühstücken, werden die Last-Kamele
beladen. Heute wandern wir zwischen gigantischen Felskugeln aus rosafarbenem Granit,
Felsnasen und bauchigen Gebilden mit fensterartigen Löchern - als wäre die Landschaft
ein Skulpturen-Garten des berühmten Bildhauers Henry Moore. Wir steigen aus der
Ebene stetig bergauf und die Aussicht reicht allmählich immer weiter. Vereinzelt
kommen wir an wilden Olivenbäumen vorbei. Bei einem Abri mit prähistorischen Felsmalereien
rasten wir im Schatten.
Gazellen und Moufflons sind sehr scheu, aber wenn wir aufmerksam sind, können
wir diese anmutigen, in der Sahara sehr seltenen Tiere an einem der Berghänge
entdecken. Mit Sicherheit begegnen uns unterwegs des Öfteren kleine Herden von
Wildeseln oder auch Klippschliefer.
Die Lastkamele müssen heute aufgrund der Wegbeschaffenheit eine andere Route
als die Wanderer nehmen. Wir erreichen eine Weide, wo es sowohl für uns als auch
für die Kamele einen idealen Lagerplatz gibt (Höhe ca 2.100 m). Unweit ist eine
versteckte Schlucht zu entdecken: Zwischen rosa Granitgestein befinden sich formschöne,
ausgewaschene Wasserbecken, sogenannte Gueltas - kleine Wunderwerke in der Sahara.
Oft sind solche Wasserstellen im Schatten von Felswänden jahrelang mit Wasser
gefüllt, manchmal umgeben von rosa blühenden Oleanderbüschen.
Gehzeit: 5-5,5h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Kunstwerk aus Basalt: Aouknet
Beim Wandern sehen wir vor uns immer wieder einen auffällig geformten Berg, den
Aouknet. Aus der Nähe entpuppt er sich als gigantischer Felsendom mit Basaltsäulen,
an denen das vor zwei Millionen Jahren aus dem Erdinneren gepresste Magma noch
gut erkennbar ist. Die Säulen wachsen aber nicht senkrecht in den Himmel, sondern
sind im oberen Bereich in sich gedreht - ein schöner Anblick! Erdgeschichte zum
Anfassen.
Unterwegs entdecken wir zwei größere Abris mit kleinen Felszeichnungen. Hier
leben offensichtlich ab und zu noch Nomaden, wenn sie mit ihren Herden vorbeiziehen.
In der Nähe können wir Felsgravuren mit Darstellungen von Tieren und des Tifinagh,
der Schrift der Tuareg, finden. Nachmittags wandern wir auf guten Pfaden durch
Täler und hügelige Landschaft. Nach einem Anstieg ändert sich die Landschaft wieder
schlagartig, wirkt wieder vulkanisch. An abgelegenen Stellen findet sich Erde
in verschiedenen Farben - von Tiefrot bis zu strahlendem Weiß. Welch einzigartig
schöner Anblick, wenn die Kamel-Karawane mit unserem Gepäck vor uns in gemächlichem
Tempo vorbeischreitet. Unser Lagerplatz liegt malerisch auf einem kleinen Plateau
in 2.300 m Höhe und ist von bizarren Felsbergen umgeben. Je nach Standort kann
man den heiligen Berg der Tuareg, den Ilamane, erkennen. Sowohl Aouknet als auch
Ilamane erinnern an Impressionen aus den Dolomiten. Der Ilamane (2.760 m) wurde
Ende der 60er Jahre in einer ALPINISMUS-Umfrage sogar als „schönster Berg der
Welt" gekürt.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 300m; Übernachtung im Zelt bei Tazrouk
[FMA]
5. Tag Gipfel des Tahat (3.003 m)
Wer heute den Tahat besteigen möchte, steht sehr früh auf. Wir wandern auf einem
landschaftlich abwechslungsreichen Weg, immer mit Blick auf den majestätischen
Felsendom Ilamane, der aus lauter Orgelpfeifen zu bestehen scheint.
Unser Ziel ist der höchste Berg Algeriens, zugleich der zweithöchste Gipfel der
Sahara. Nach etwa 2,5 Stunden Gehzeit beginnt der eigentliche, etwas mühsame Aufstieg
auf den Tahat. Teils weglos, aber meist über festes und gut griffiges Blockgestein
geht es steil bergauf. Je nach Lichtverhältnissen schimmert die Landschaft in
metallischen Farbtönen: in silbrigem Glanz, in Rostrot, Ocker und Gelb. Wenn wir
nach weiteren etwa 2 Stunden auf dem Doppelgipfel des Tahat ankommen, gönnen wir
uns viel Zeit für die fantastische Aussicht. Seit den Dreißigerjahren hat das
Atakor (der eigentliche Name des Hoggar) mit seinen unzähligen Berggipfeln Entdecker
angezogen. Es lohnt sich, diese weniger bekannte Seite der Sahara kennen zu lernen!
Vor uns breiten sich mitten in der Wüste die erloschenen Vulkanhöcker, Basalt-Dome
und Plateauberge des Atakor von West nach Ost aus. Unsere gesamte Trekkingstrecke
durchs Herz des Hoggar-Gebirges liegt zu unseren Füßen. Nach rund 2 Stunden erreichen
wir das Camp am Fuße des Tahat.
Wem die Besteigung des Tahat zu anstrengend ist, der kann es heute gemütlich
angehen lassen. Nach einem späten Frühstück und dem Abbauen des Lagers können
Sie gemeinsam mit den Kamelen den direkten Weg zu dem von Bergen umgebenen Camp
am Fuße des Tahat wählen (ca. 1,5 Stunden) und dort auf die Bergsteiger warten.
Gehzeit: 6-6,5h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 650m; Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Wüstenberge im nördlichen Atakor
Vielleicht der schönste Frühstücksplatz: Wir verbringen den Morgen am Fuße des
Tahat! Die Kamele grasen noch - vor der Bergkulisse ein sehr schönes Bild. Schließlich
werden die stolzen Tiere bepackt und die Karawane zieht gemächlichen Schrittes
weiter.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause können wir bereits losgehen oder das Bepacken
der Kamele abwarten und mit der Karawane gemeinsam laufen. Der lässige Schritt
der Kamele und die würdevolle Ausstrahlung inmitten der grandiosen Berglandschaft
zeichnen ein einprägsames Bild. Diese bizarre Landschaft kann auch nur mit Kamelen
bereist werden, und wir haben tatsächlich bereits seit Tagen Gegenden durchwandert,
die mit dem Jeep nicht erreichbar sind.
Eine Bereicherung ist die Begegnung mit unseren herzlichen, fröhlichen und stolzen
Tuareg-Begleitern. Bei süßem Pfefferminztee erfahren wir von ihnen einiges über
ihre Lebensweise. Über viele Generationen haben sich die Tuareg der Wüste in idealer
Weise angepasst.
Gehzeit: 4,5-5h; Aufstieg: 250m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Feenkamine und Assekrem (2.782 m)
Wir wandern in eine Art Irrgarten aus rötlich-orangem Sandstein. Dicht beieinander
stehen Feenkamine mit Tausenden von kleinen, von Wind und Wetter gefrästen Felsnischen
und Löchern. Die Kräfte der Natur sind hier offensichtlich und einmal mehr zeigt
sich: Wüstenlandschaften haben eine ganz eigene Intensität!
Dass das Herzstück des Gebirges mitten in der Zentralsahara auch schon in prähistorischer
Zeit bewohnt war, belegen kleine Felsbilder an abgelegenen Stellen. Unser Tuareg-Führer
kennt weit oben eine etwas mühsam zu erreichende Felsmalerei. Sie stammt aus der
Rundkopf-Periode und ist schätzungsweise 7.000 bis 8.000 Jahre alt.
Am Nachmittag erreichen wir zeitig unseren Lagerplatz unterhalb des Assekrem-Plateaus.
Wir steigen auf den 2.782 m hohen Assekrem, - Endpunkt unseres Trekkings - um
den Sonnenuntergang von dort zu erleben. Bei Abendlicht lassen wir den Blick über
ein Meer von erloschenen Vulkanen schweifen. Wir besuchen die ehemalige Klause
des Paters Charles de Foucauld, der hier seinen Glauben praktizieren und mitten
unter den Tuareg leben wollte. Im täglichen Kontakt mit den Tuareg studierte und
dokumentierte er ihre Sprache und Poesie. Zum Assekrem schrieb er selbst: "Die
wunderschöne Aussicht hier oben kann man sich kaum vorstellen, noch sie beschreiben.
Es gibt nichts Vergleichbares mit diesem Wald aus Felsnadeln und Bergspitzen,
wie man sie hier vor sich hat. Ein Wunder der Natur."
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 450m; Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Abschied vom Assekrem – Fahrt in die Weite der Wüste
Wer möchte, kann vom Camp aus in etwa 40 Minuten auf einen weiteren Aussichtsberg
gegenüber dem Assekrem steigen, um den Sonnenaufgang am Berg zu erleben. Nach
dem Frühstück laufen wir zur Passhöhe und sehen noch einmal die beiden schlanken
Felstürme des Tezouiag. Diese Aussicht zählt zu den bekanntesten im Hoggar-Massiv.
Nun heißt es Abschied nehmen von unseren zahlreichen Kamelen und ihren Besitzern,
die uns über die Tage zu treuen Begleitern geworden sind. Sie treten nun ihren
mehrere Tage dauernden Rückweg in ihr Nomaden-Camp an. Wir hingegen dürfen in
die Jeeps steigen und die nächsten Tage in eine völlig andere Wüste eintauchen;
es folgen große Dünengebiete, Tassili-Landschaften und Schluchten.
Über die Tuareg-Siedlung Hirafok verlassen wir die nördlichsten Ausläufer des
Hoggar und fahren bis Wadi Telohat.
Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Amadror-Ebene – Dünen von Erg Tihodaine
Wir durchqueren die Amadror-Ebene, eine Gegend, in der Nomaden früher Salz abgebaut,
auf Kamele gepackt und in Karawanen weiter transportiert haben. Die Ebene ist
eher monoton, doch plötzlich zeichnen sich vor uns die Dünen des Erg Tihodaine
ab. Die Landschaft des Erg Tihodaine entspricht den bekannten klassischen Bildern
von Wüste: Sand, Sand, Sand…..formschön und in warmen Farbtönen! Fast weißer,
von Rillen gefurchter Sand baut sich zu immensen Dünenbergen auf. Hier richten
wir unseren Schlafplatz ein. Unsere Begleiter haben bereits ein kleines Feuer
für den traditionellen Tee entfacht und wenn es dann ganz dunkel ist, beobachten
wir den funkelnden Sternenhimmel. Zu den ganz besonderen Sahara-Erlebnissen zählt
eine Nacht in der Wüste inmitten von Dünen, über uns die "wandernden" Sternbilder
und zahlreiche Sternschnuppen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Tassili N´Ajjer (Tasset)
Wenn wir heute Vormittag das Dünengebiet verlassen, erkennen wir bereits die
Ausläufer des Tassili N´Ajjers, in das wir tiefer eintauchen. Das Tassili N´Ajjer
zählt zum UNESCO Welkulturerbe, da hier zahlreiche prähistorische Felsbilder zu
finden sind. Sie verdeutlichen eine ferne Vergangenheit, als die Sahara noch fruchtbar
war, und gelten als Bilderbuch der Steinzeit. Wir fahren zu den bizarren Felstürmen
von Affara, einer sehr schönen, von Sandstein geprägten Gegend. Hunderte von Metern
hohe Felsnadeln scheinen aus dem Boden zu sprießen, sie sind das Ergebnis der
Erosion in Millionen von Jahren. Wir erreichen Tasset, eine typische Tassili-Gegend
mit erodierten Sandsteinformationen. Zu sehen sind Felsmalereien und auf Felsen
verewigtes Tifinagh. Die Schrift der Tuareg wird auch Tifinar genannt und ist
schwer zu entziffern, da sie in unterschiedliche Richtungen gelesen werden kann.
Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Tassili N´Ajjer - die einzigartigen Felsgravuren von Dider/Tinterhert
Unser Ziel ist das mitten im Tassili N´Ajjer liegende Tal von Dider. Hier befinden
sich die einzigartigen, weltberühmten Felsgravuren von Tinterhert. Unter den Darstellungen
von Giraffen, Antilopen und menschlichen Figuren gelten die „Lockige Kuh" und
die „Schlafende Antilope" als hervorragende Gravuren. Man stelle sich eine fünf
Meter große Gravur einer Kuh vor, deren Fell mit zahlreichen Ornamenten, den sogenannten
Locken, geschmückt ist. In der Darstellung der schlafenden Antilope (oder Gazelle)
ist die Körperhaltung so lebensnah und ausdrucksstark, dass die Gravur zu Recht
als besonderes Kunstwerk gilt. Beide Gravuren zählen zu den bedeutendsten Felsgravuren
der gesamten Sahara.
Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Wadi Essendilène und Felsbogen Tikobaouine
Wir fahren zum Wadi Essendilène, das erst ein weites Tal ist und schließlich
zur immer enger werdenden Schlucht mit steil aufragenden Wänden wird. Das letzte
Stück gehen wir zu Fuß und gelangen zu idyllisch liegenden Gueltas, die seit Urzeiten
Wasser speichern. Hier, mitten im zerklüfteten Tassili N´Ajjer gibt es eine üppige
Vegetation: Palmen, Oleander, Feigen und Duftpflanzen wie Fenchel, Lavendel und
Armoise.
Übernachtung im Zelt [FMA]
13. Tag Dünen im Erg Admer
Zwischen Sanddünen erheben sich Felsnadeln und der Felsbogen Tikobaouine. Auf
unserer Wüstendurchquerung erwartet uns ein weiterer Höhepunkt im Dünengebiet
Erg Admer. Wir erleben die Zentralsahara noch einmal von ihrer schönsten Seite
erleben und zum Abschluss noch einmal mit sanftem Dünenschwung! Umgeben von hohen
Dünen errichten wir unser Lager. Dies ist ein wunderbarer Platz, um sich eine
einsame Düne auszusuchen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Am Abend
wirft die Sonne lange Schatten auf die gerillte Oberfläche des Sandes und hoch
oben auf einem Dünenkamm fühlt man sich wie in einem Meer wogender Dünen.
Ein Mikrokosmos für sich: Feine Strukturen im Sand bilden geometrische Muster,
die Farbpalette reicht von Goldgelb bis zu intensivem Orange, nach Sonnenuntergang
beinahe Violett.
Übernachtung im Zelt [FMA]
14. Tag Dünen im Erg Admer - Djanet
Aufwachen mitten in den Dünen! Etwas wehmütig zu Mute kann einem am letzten Tag
einer Wüstenreise schon sein. Bald werden wir die Wüste verlassen - sie zählt
für viele zu den ergreifendsten und faszinierendsten Landschaften des Planeten
Erde.
Durch die Dünen fahren wir Richtung Djanet, wo heute die Möglichkeit besteht,
zu duschen. Djanet, die weiße Oasenstadt, liegt mitten im Palmengürtel. Tuareg
mit kunstvoll gewickeltem Tagelmoust (oder Chèche) und blauen Gewändern gehen
ihren Geschäften nach oder nutzen die Gelegenheit, Neuigkeiten auszutauschen.
Je nachdem, wie viel Zeit wir haben, können wir einen Bummel in die Oasengärten
oder zwischen den weiß gekalkten Häusern unternehmen. Im Zentrum befinden sich
auch ein paar Geschäfte mit Kunsthandwerk, Silberschmuck oder Tuareg-Musik.
Abends fahren wir hinaus in die Natur. Ein letztes Mal werden wir mit unserer
Begleitmannschaft in der Wüste zu Abend essen und als Zeichen der Gastfreundschaft
die drei sorgfältig zubereiteten, duftenden Gläser Pfefferminztee empfangen. Die
Nacht verbringen wir im Zelt oder unter dem funkelnden Wüstenhimmel.
Übernachtung im Zelt [FMA]
15. Tag Heimflug
Je nach Abflugzeit Frühstück im Freien. Sehr früh am Morgen bringen uns unsere
Begleiter zum Flughafen und verabschieden uns. Flug von Djanet nach Frankfurt.
Mittags Ankunft in Frankfurt.[F]
Leistungen
- Linienflug mit Air Algerie Frankfurt – Tamanrasset / Djanet – Frankfurt (meist
Direktflüge); Flughafensteuer und Sicherheitsgebühr; Linienflug mit Air Algerie
Frankfurt – Tamanrasset/Djanet – Frankfurt (meist Direktflüge)
- Übernachtungen in Zelten; Vollpension; Camping- und Kochausrüstung inkl. Schaumstoffmatten
- Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in, örtliche Führer, Tuareg-Begleiter und Lastkamele
- Nationalparksgebühren; unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Visakosten (60,- Euro, Stand 10/09);
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- fehlende Mahlzeiten, Getränke; Trinkgelder (ca. 70,- - 80,- Euro);
- Ausgaben persönlicher Art.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Eine gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit sind Voraussetzung für das
Trekking durch das Hoggar-Gebirge.
Wir wandern auf meist felsigen, selten auf sandigen Pfaden durch Täler und im
Auf und Ab über Berge und Pässe. Einzelne Passagen können auch einmal weglos über
Fels und Geröll verlaufen. Ein guter, stabiler Kreislauf ist wichtig für die Wanderungen
im Wüstenklima (s.u.). Die reinen Gehzeiten betragen im Schnitt täglich zwischen
5 und 6,5 Stunden oder etwas mehr, je nach Tempo der Gruppe.
Der längere, steile Aufstieg zum Gipfel des Tahat führt meist weglos, aber über
gut begehbares Blockgestein und erfordert Ausdauer. Die Besteigung des Tahat kann
ausgelassen und alternativ direkt zum nächsten Camp gewandert werden. Den unschweren
Aufstieg aufs Plateau des Assekrem sollte man sich, v.a. bei Sonnenuntergang keinesfalls
entgehen lassen. Er zählt zu Recht zu den eindrucksvollsten Orten, um einen Sonnenuntergang
in der Sahara zu erleben.
In der Mittagszeit wird, v.a. beim Trekking, eine ausgedehnte Pause im Schatten
von Felsen oder Akazien eingelegt. Der Koch bereitet leichte, schmackhafte Salate
(mit Reis, Hülsenfrüchten, Tomaten, Gurken, Oliven u.ä.) zu und dazu wird Käse
oder Thunfisch gereicht. Abends gibt es ein warmes Essen mit Suppe und als Hauptspeise
Couscous, ein Nudelgericht oder Reis. Fleisch wird eher selten zubereitet. Gemüse
ist in den Saucen oder Gerichten fast immer enthalten. Unsere Trekkingköche geben
sich im Rahmen des Möglichen große Mühe und zaubern unter einfachsten Umständen
vielfältige, schmackhafte Gerichte für uns.
Das Gepäck wird während des Trekkings von Lastkamelen getragen (bitte Gepäck
reduzieren!). Reiten wäre aufgrund der Gebirgslandschaft nicht ratsam. Tagsüber
tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit viel Wasser (ca 2 Liter) und dem Allernötigsten.
Mittags können Sie in der Regel Wasser aus den Kanistern auffüllen. Abends am
Lager finden Sie Ihr Gepäck wieder vor. Sie schlafen in 2-Mann-Zelten oder unter
freiem Sternenhimmel. Einfache Schaumstoffmatten werden gestellt. Von allen Teilnehmern
wird aktive Mitarbeit, v.a. beim Auf- und Abbau der Zelte, erwartet.
Einreisebestimmungen
Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger benötigen ein Visum. Der
Reisepass muss noch mind. 6 Monate über das Einreisedatum hinaus gültig sein.
Gerne besorgen wir für Sie das Einladungsschreiben in Algerien sowie danach das
Visum bei der Algerischen Botschaft in Deutschland. Wir bitten daher um frühzeitige
Anmeldung.
Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de.
Bei Fragen können Sie uns gerne kontaktieren! Wir kennen Algerien seit Jahrzehnten
sehr gut und haben ausgezeichnete persönliche Kontakte. Die Begleitmannschaften,
Fahrer, Köche, Kameltreiber usw. sind mittlerweile ein Stamm-Team, sie sind uns
fast alle persönlich bekannt und genießen unser volles Vertrauen.
Impfungen
Nicht zwingend vorgeschrieben.
Empfehlungen: Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Polio, Diphtherie, Typhus
Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice
für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des
Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900-1234-999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter
www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische
Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es
zu Programmumstellungen und/oder -änderungen kommen. Die Routenführung in der
Sahara ist stark von den Wetter- und Wegverhältnissen, vom Wasservorkommen sowie
von den Futterweiden für die Kamele abhängig. Wir weisen ausdrücklich darauf hin,
dass Sie in abgelegenen Gebieten ohne jeglichen touristischen Standard unterwegs
sind. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur,
sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Für die exakte Durchführung der Ausschreibung
können wir jedoch keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Klima
Im ersten Teil der Reise, dem Trekking im Gebirge, bewegen Sie sich überwiegend
in Höhenlagen zwischen 1.600 m und 2.300 m. Im zweiten Teil der Wüstendurchquerung
sind Sie durchweg in tieferen Lagen unterwegs.
Stellen Sie sich auf eine starke Sonneneinstrahlung sowie auf große Schwankungen
zwischen den Tages- und den kühleren Nachttemperaturen ein. Da die großen Temperaturschwankungen
Herz und Kreislauf belasten können, müssen Sie gesund und körperlich fit sein.
In den Monaten Oktober, November und Mitte Februar bis April ist im Hoggar-Gebirge
aufgrund der Höhenlage tagsüber mit angenehmen Temperaturen von durchschnittlich
22° bis 29°C und nachts mit Temperaturen zwischen 5° und 15°C zu rechnen. Im Dezember
bis Mitte Februar kann es beim Trekking nachts kalt werden (das Thermometer sinkt
bis 0°C oder gar darunter). Tagsüber ist dafür mit klarem Wetter und Temperaturen
um 15° bis 20°C zu rechnen.
An den Tagen der Wüstendurchquerung in der zweiten Reisewoche können Sie von
Temperaturen ausgehen, die durchschnittlich 7° bis 10°C höher liegen als im Hoggar.
Ausrüstung
Den klimatischen Verhältnissen entsprechend brauchen Sie vor allem leichte Wanderbekleidung
aus atmungsaktivem Material (für die Fahrtage sind Baumwolle und Leinen bei Hitze
ideal!), warme Kleidung für die Abende und kühleren Morgenstunden (Pullover oder
Fleece, Goretex-Jacke) sowie einen Schlafsack (Komfortbereich bis +/-0°C). Beim
Dezember-Termin sollte Ihr Schlafsack in jedem Fall einen Komfortbereich von -10°
bis -15° C aufweisen. In den Wintermonaten ist für das Bergtrekking auch eine
Daunenjacke, Mütze und Handschuhe für die Abende eine sinnvolle Empfehlung.
Für das Gebirgstrekking benötigen Sie unbedingt knöchelhohe Wanderschuhe mit
Profilsohle. Wichtig sind zudem Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine ausführliche Ausrüstungs-Checkliste mit
weiteren Informationen.
Mindestteilnehmerzahl 8 Personen
Höchstteilnehmerzahl 15 Personen
» PDF Reiseinfos Preise: |