» weitere Reisen in Argentinien «
Land: Argentinien
Termin: 27.11.2010 - 16.12.2010
- Einzigartige Trekkingkombination für Patagonienliebhaber
- 4-tägiges Trekking vom Lago San Martin zum Fitz Roy
- 6-tägige Trekkingrunde im Feuerland-Nationalpark
- Cerro Torre, Perito Moreno-Gletscher, Ushuaia, Buenos Aires
- Verlängerung Kreuzfahrt auf der Mare Australis zum Kap Hoorn möglich
Ein kühler Wind weht Ihnen um die Nase, der Beagle Kanal liegt wie ein blauer
Spiegel vor Ihnen; dahinter die schneebedeckten Gipfel der Insel Navarino, dann
erst einmal lange nichts… und irgendwann die Antarktis. Hier am Ende der Welt
im Feuerland-Nationalpark sind die Trekkingpfade noch schmal und die Landschaften
wild. Sie wandern durch üppige Südbuchenwälder, vorbei an türkisen Lagunen, blitzblauen
Gletschern und schroffen Berggipfeln über denen Kondore kreisen. Biber und Rotspechte
haben hier ihr Zuhause. Das Zeltleben ist einfach, passend zur unverdorbenen Natur.
Die Bergsteiger lockt der zweithöchste Gipfel Feuerlands, der Cerro Alvear, mit
seinem ewigen Eis. Vorher stehen Sie weiter nördlich in Patagonien staunend unter
den gewaltigen Granitfelsen des Fitz Roy, der zwei Tage lang während des Trekkings
mit Ausgangspunkt Lago San Martin Ihren Blick in Bann gezogen hat. Im gemütlichen
Bergsteigerort El Chalten angekommen, erkunden Sie von hier aus den Los Glaciares-Nationalpark
und stehen auch am Fuße des Cerro Torre. Natürlich darf der Perito Moreno-Gletscher
zum kompletten Patagonien-Glück nicht fehlen. Das lebhafte Buenos Aires ist Drehpunkt
Ihrer Reise ans Ende der Welt.
Tourverlauf
1. Tag Anreise - Buenos Aires
Am Vormittag Flug mit Lufthansa von Frankfurt nach Buenos Aires. Ankunft am Abend
in der Hauptstadt Argentiniens. Wir werden von unserer Deutsch sprechenden Reiseleitung
abgeholt und ins Hotel im Zentrum gebracht.
Übernachtung in einem Hotel
2. Tag Buenos Aires - Calafate
Heute Vormittag erkunden wir Buenos Aires. Bei einer rund 3-stündigen Rundfahrt
besuchen wir den historischen Kern der 1580 von den Spaniern gegründeten Stadt,
die Plaza de Mayo mit der Casa Rosada, dem Präsidentenpalast und der Kathedrale,
sowie das alte Hafenviertel La Boca mit seinen originellen Häusern und das modern
wirkende Viertel Recoleta. Am Nachmittag werden wir zum nationalen Flughafen von
Buenos Aires gebracht und fliegen in 4,5 Stunden in den Süden des Landes nach
El Calafate, dem größten Flughafen Patagoniens auf argentinischer Seite. Hier
wartet schon unser Bus und bringt uns zu unserem Hotel. Wir haben Zeit, um noch
ein wenig durch die belebte Hauptstraße von Calafate mit den vielen kleinen Geschäften
und Cafés zu bummeln.
Übernachtung in einer Hosteria [F]
3. Tag Perito Moreno - Estancia El Condor
Heute Morgen steht bereits das erste Highlight Patagoniens auf dem Programm.
Wir besuchen den Perito Moreno-Gletscher, der spektakulär in den Lago Argentino
kalbt. Auf den hölzernen Besucherplattformen sind wir ganz nah dran, wenn sich
einer der blau schillernden Eisblöcke löst und mit Getöse ins Wasser stürzt. Wir
haben genug Zeit, um dieses einmalige Schauspiel ausgiebig zu beobachten. Weiter
fahren wir in ca. 4 Stunden Richtung Norden bis zum Lago San Martin, immer an
der Andenkette entlang, die aus der Ferne zu sehen ist. In der Nähe des Sees liegt
die Estancia El Condor, ein typisch argentinischer Viehzuchtbetrieb, der bereits
1894 gegründet wurde. Auf 220.000 Hektar weiden um die 100.000 Schafe; hier werden
wir Interessantes über die Schafzucht, die Schur etc. erfahren. Am Abend auf der
Estancia angekommen, beziehen wir unsere Zimmer. Wir packen für das kommende Trekking
und sitzen noch beim einem späten Abendessen im Haupthaus der Estancia zusammen.
Fahrzeit: 6h; Fahrstrecke: 410km; Übernachtung auf einer Estancia in Mehrbettzimmern,
geteiltes Bad, kein Einzelzimmer möglich [FMA]
4. Tag Lago San Martin - Bajo Grande
Unser erstes Trekking beginnt. Wir verladen das Gepäck auf unsere Maultiere und
machen uns auf den Weg in Richtung Nationalpark Los Glaciares - unser erstes Ziel.
Der Weg führt durch dichten Südbuchenwald stetig bergauf bis zu unserem ersten
Camp Bajo Grande, das am Fuße des Cerro Astillado auf 1.050 m Höhe liegt. An diesem
versteckten Ort werden wir mit etwas Glück Kondore in den Lüften ihre Kreise ziehen
sehen. Wir steigen auf, bis wir ein Plateau erreichen, von dem wir den weiten
Ausblick auf den tiefblauen Lago San Martin und die argentinische Pampa genießen
können. Heute schlafen wir zum ersten Mal im Zelt.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 750m; Übernachtung im Zelt [FMA]
5. Tag Bajo Grande - Paso del Gordo - Valle de Guanacos
Von unserem Lager aus steigen wir auf schmalen Pfaden bis zum Paso del Gordo
auf 1.500 m auf. Wir blicken über steinige Hügel, tiefe Täler und dichte, grüne
Wälder. Die Landschaft ist unberührt, nur wenige Menschen finden den Weg hierher.
Der Abstieg führt uns ins grüne Tal des Portones-Flusses, der sich frei seinen
Weg durch die Landschaft sucht. Unser heutiges Ziel ist das Guanacos-Tal, im Sommer
das bevorzugte Weidegebiet der gleichnamigen Huftiere. Wir schlagen auf 1.000
m Höhe unser Lager auf und können noch ein wenig die Umgebung erkunden.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 450m; Abstieg: 500m; Zelt [FMA]
6. Tag Paso de Guanacos
Heute Morgen steigen wir bergauf bis zum Guanacos-Pass auf 1.200 m, der die natürliche
Grenze zwischen dem Tal des Rio Portones und dem Tal des Rio Barrancas bildet.
Von hier aus ist bei gutem Wetter die türkisfarbene Fläche des Lago Viedma zu
erkennen und mit ein bisschen Glück vielleicht auch schon die markante Gipfelkette
der berühmten Berge des Los Glaciares-Nationalparks. Der Abstieg führt uns immer
am Ufer des Rio Portones entlang bis ins Tal. Auf 850 m Höhe zelten wir in der
Nähe des Flusses oder einer Estancia.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 350m; Zelt [FMA]
7. Tag Paso de la Gorra - El Chalten
Heute Morgen heißt es Hosenbeine hochkrempeln, wir durchqueren zu Fuß den Portones
Fluß. Nach einer Stunde auf eher ebenem Weg starten wir bergauf zu unserem letzten
Pass (1.550 m), dem Paso de la Gorra. Nach dem anstrengenden Aufstieg werden wir
mit einem fantastischen Blick auf die eisigen Gipfel von Cerro Torre und Fitz
Roy, den Lago Viedma und in der Ferne auf die weite Fläche des patagonischen Inlandeises
belohnt. Der lange Weg hinunter wird uns durch den grandiosen Ausblick versüßt.
Wir durchqueren zu Fuß den Rio de las Vueltas und erreichen schließlich El Chalten.
Hier mündet auf 400 m Höhe der Rio Fitz Roy in den Rio de las Vueltas. Der kleine
Bergsteigerort liegt am Rande des Nationalparks Los Glaciares am Fuße des Fitz
Roy-Massivs. „El Chaltén" war die ursprüngliche Bezeichnung der Indianer für den
Fitz Roy. Später wurde das 3.405 m hohe Granitmassiv nach dem Kapitän von Darwins
Forschungsschiff benannt. Nach der Ankunft richten wir uns für drei Nächte in
unserem Standquartier, einer kleinen gemütlichen Hosteria, ein.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 1100m; Hosteria [FM]
8. Tag Fitz Roy
Die Erkundung des Parks steht nun an. In rund 1,5 Stunden Gehzeit erreichen wir
die kleine Laguna Capri, von der sich bereits eine herrliche Aussicht auf das
Massiv des Cerro Fitz Roy am Nordrand des Nationalparks bietet. Wir brauchen weitere
3 Stunden bis zum Basecamp Poincenot des Cerro Fitz Roy (750 m). Der 3.405 m hohe
Granitblock ist ein höchst anspruchsvoller Kletterberg, an dem sich die besten
Bergsteiger aus aller Welt versuchen. Nach dem Picknick können wir bei gutem Wetter
in ca. 1 Stunde von hier auf einem steilen Hang in Serpentinen bis zur Laguna
de los Tres (1.150 m) aufsteigen. Die Mühe hat sich gelohnt! Über den Gletscherfeldern
thronen die gewaltigen Granittürme mit dem Fitz Roy in der Mitte und die türkisfarbene
Lagune liegt zu unseren Füßen. Am späten Nachmittag wandern wir zurück nach El
Chaltén.
Gehzeit: 9h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 700m; Hosteria [FM]
9. Tag Cerro Torre
Ein weiterer Höhepunkt ist die Tageswanderung zum 3.102 m hohen Cerro Torre.
Durch das Tal des Rio Fitz Roy verläuft die Etappe zur Laguna Torre (700 m), bevor
wir nach 3-4 Stunden den Zeltplatz Camp Agostini am Rande eines Zwergbuchenwaldes
erreichen. Hinter den Eisfeldern ragt der Cerro Torre wie eine uneinnehmbare Felsnadel
auf. Bei gutem Wetter steigen wir nach der Mittagsrast in 1 Stunde zum Mirador
Maestri mit herrlichem Bergblick auf das Torre-Massiv auf. Schließlich kehren
wir nach El Chaltén zurück.
Gehzeit: 8h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 500m; Hosteria [FM]
10. Tag Calafate - Ushuaia
Am Vormittag machen wir uns auf den Weg; zuerst geht es über eine steinige Schotterpiste,
dann auf einer guten Straße durch die argentinische Pampa nach El Calafate zurück.
Wir haben bei gutem Wetter noch einmal einen herrlichen Ausblick auf die gesamte
Gipfelkette des Los Glaciares-Nationalparks. Nach ca. 3-4 Stunden erreichen wir
El Calafate und haben vielleicht noch Zeit, um einen Kaffee oder eine leckere
argentinische Schokolade zu trinken, bevor wir in den äußersten Süden Argentiniens,
nach Ushuaia, fliegen. Hier, am "Ende der Welt", weht uns beim Aussteigen bestimmt
eine Meeresbrise um die Nase. Auf dem Weg zum Hotel sehen wir schon die schneebedeckten
Gipfel der Küstenkordillere. Unser gemütliches, kleines Hotel befindet sich in
einem ruhigen Viertel etwas außerhalb des Zentrums. Je nach Flugplan unternehmen
wir heute noch eine kleine Tour durch die Stadt, ansonsten an einem anderen Tag.
In einem der gemütlichen Lokale Ushuaias essen wir zu Abend (eigene Kosten).
Fahrzeit: 3-4h; Fahrstrecke: 220km; Hotel [F]
11. Tag Feuerland-Nationalpark
Zur Einstimmung auf Feuerland unternehmen wir heute eine einfache Wanderung entlang
der Küste des Feuerland-Nationalparks. Wir wandern bergauf, bergab, am Ufer oder
im Wald im Gebiet der Lapataia-Bucht. Die Szenerie ist fantastisch: blaue Lagunen,
grüne Wälder und wilde Küstenlandschaft. Wenn es das Wetter erlaubt, fahren wir
mit dem Zodiac (stabiles, von einem Motor betriebenes Schlauchboot) auf die kleine
Insel Redonda, auf der sich das südlichste Postamt der Welt befindet. Vom höchsten
Punkt Redondas aus genießen wir den weiten Blick über die Bucht und essen unser
Lunchpaket. Am Nachmittag kehren wir zurück nach Ushuaia. Heute Abend packen wir
unsere Rucksäcke für das Trekking im Feuerland-Nationalpark.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 60m; Abstieg: 60m; Hotel [FM]
12. Tag Cerro del Medio - Andorra-Tal
Unser Trekking im unbekannteren Teil des Feuerland-Nationalparks beginnt. Mit
dem Fahrzeug werden wir bis zum höchsten bewohnten Punkt von Ushuaia gebracht.
Von hier aus machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Gipfel des Cerro del Medio
(920 m), der sich direkt über Ushuaia erhebt. Zuerst geht es durch dichten Buchenwald
auf zum Teil schlammigen Pfaden stetig nach oben. Später führt der Pfad aus dem
Wald hinaus und es bietet sich ein erster Blick auf die Bucht und den Beagle-Kanal.
Durch schotteriges, aber leichtes Gelände "schrauben" wir uns in Serpentinen nach
oben zum steinigen Gipfel. Vom höchsten Punkt aus ist die Sicht einmalig: Der
Blick schweift über die Inseln Navarino und Hoste mit ihren schneebedeckten Gipfeln
und über das blaue Band des Beagle-Kanals. Nach einer ausgiebigen Rast kämpfen
wir uns durch Schotter auf einen kleinen Pass, der noch von Schnee bedeckt sein
kann. Wir treten sicher in den Spuren unserer örtlichen Führer und erreichen die
andere Seite. Der Ausblick ist grandios, die Gletscher und Gipfelzacken des Feuerland-Nationalparks
liegen direkt vor uns. Wir steigen, zuerst durch Blockgelände, dann auf einer
Schotterpiste hinab ins grün bewaldete Andorra-Tal. Hier schlagen wir, direkt
am Fluss, unser erstes Lager für 2 Nächte auf. Heute tragen wir nur unseren Tagesrucksack,
das Hauptgepäck wird per Fahrzeug und von Trägern zu unserem Camp transportiert.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 800m; Zelt [FMA]
13. Tag Vinciguerra-Gletscher
Die heutige Tagestour führt uns hinauf zur Laguna de los Tempanos und weiter
zum Eisbruch des Vinciguerra-Gletschers. Durch dichten Buchenwald steigen wir
auf einem alten Holzfällerpfad anfangs sehr steil nach oben bis zur Baumgrenze.
Hier öffnet sich ein idyllisches Tal mit Sumpfland, durch das wir uns unseren
Weg am Fluss entlang bahnen. Über die Moräne geht es dann wieder sehr steil bis
zur Lagune hinauf. Vor 10 Jahren hat der zweigeteilte Gletscher noch in den See
gekalbt, inzwischen ist eine große Lücke entstanden. Wir umrunden die Lagune,
bis wir den Eisabbruch erreichen - ein erhabenes Gefühl, direkt unter dem Gletscher
zu stehen. Wer mag, legt hier Steigeisen an (werden gestellt); wir steigen ein
paar Höhenmeter auf der Eisfläche nach oben. Die wenigen Meter Aufstieg lohnen
sich, denn nun erblickt man den Beagle-Kanal in der Ferne. Wir steigen ab und
erreichen wieder unser Lager im Andorra-Tal.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Zelt [FMA]
14. Tag Laguna Caminante
Heute packen wir unseren großen Rucksack mit Schlafsack, Matte, Wechselwäsche,
Getränk und Lunchpaket, denn unser Hauptgepäck werden wir erst in 3 Tagen wieder
sehen. Das Gemeinschaftsgepäck transportieren unsere Träger. Wir wandern tief
hinein in den Feuerland-Nationalpark. Etwa 3 Stunden sind wir in dichtem Südbuchenwald
auf breitem Weg unterwegs. Abrupt endet der Wald und wir steigen steil am Hang
entlang auf, bis sich der Blick auf das Tal wieder öffnet. Die Landschaft ist
wild und die vielen Grün- und Blau-Farbtöne sind ein Fest für die Augen. Zu unserer
Rechten sehen wir nun den kompletten Vinciguerra-Gletscher und den Gipfel Vinciguerra,
der höchste Gipfel im Nationalpark. Unser Ziel ist die kleine, versteckte Laguna
Caminantes mit türkisfarbenem Wasser, das auf der einen Seite von Felsen begrenzt
wird. Auf der anderen Seite liegt geschützt unter Bäumen unser Lager, direkt am
Ufer. Mutige können ein Bad im eisigen Wasser nehmen, die Lagune wird von einem
Gletscher gespeist.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 500m; Zelt [FMA]
15. Tag Cerro Reber
Heute steht ein Gipfel auf unserem Tagesprogramm, für den sehr gute Trittsicherheit
erforderlich ist. Wir verlassen die Lagune nur mit unserem Tagesrucksack und balancieren
am Flussufer entlang, zum Teil steil am Hang, über grüne Wiesen, bis sich das
Tal öffnet und wir die Laguna Superior erreichen. Die Farbe des Wassers reicht
- je nach Beleuchtung - von giftigem Grün bis zu strahlendem Türkis. Wir blicken
in ein weites Gletschertal. Vom sich zurückziehenden Gletscher frisch geschliffene
Steine, rote Vulkanerde und vielfältige Moose bestimmen das Bild der Landschaft.
Zuerst über kleinere Steine, dann über Blockgelände steigen wir unter Zuhilfenahme
unserer Hände nach oben, bis wir das steinige Gipfelplateau des Cerro Reber auf
1.200 m erreicht haben. Der Rundblick ist grandios: Murray- und Beagle-Kanal schimmern
im Süden, rundherum die höchsten Gipfel Feuerlands und im Westen zeigen sich sogar
die eisigen Spitzen der Darwin-Kordillere. Auf gleichem Weg kehren wir zur Laguna
Caminantes zurück.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Zelt [FMA]
16. Tag Ushuaia
Unsere Runde im Feuerland-Nationalpark ist fast vollendet, dennoch ist die heutige
Etappe landschaftlich nicht weniger spektakulär als die Tage vorher. Wir schultern
wieder unser komplettes Gepäck und machen uns auf den Weg zurück nach Ushuaia.
Erst queren wir grüne Wiesenhänge, dann erreichen wir steiniges Terrain. Hinter
uns ragen die Gipfel Feuerlands mit ihren Gletschern empor. Auf steinigem Steig,
zum Schluss über leichtes Blockgelände, erreichen wir den Paso de la Oveja auf
ca. 1.000 m Höhe. Von hier aus blicken wir ins Oveja-Tal, in das wir nun auf schmalen
Tierpfaden, quer an den Hängen entlang, absteigen. Irgendwann wird der Blick frei
auf den Beagle-Kanal und die Küstenlandschaft. Wir erreichen die Baumgrenze und
nach einem kurzen Stück durch den Wald liegt das Meer direkt zu unseren Füßen.
Die Insel Hoste mit den schneebedeckten Gipfeln scheint zum Greifen nah. Wir erreichen
den Rand des Parks und gleichzeitig den nicht besonders attraktiven Außenbezirk
von Ushuaia. Hier warten wir auf unser Fahrzeug, das uns auf der berühmten Ruta
3 ins Tierra Mayor-Tal bringt - unsere Runde ist komplett. Das Refugio Solar del
Bosque ist der bergsteigerische Dreh- und Angelpunkt des Tales. Ganz in der Nähe
können wir - wer Lust hat - Biber beobachten. Abends sitzen wir gemütlich zusammen
und schwärmen bei einer Flasche Wein von unseren Erlebnissen.
Doch die Reise ist noch nicht zu Ende! Die Gipfel-Aspiranten für den Cerro Alvear,
den zweithöchsten Berg Feuerlands, stellen sich auf eine kurze Nacht ein.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 800m; Hütte Solar del Bosque, Schlafraum
mit Stockbetten, geteiltes Bad [FMA]
17. Tag Wanderung Albino-Gletscher oder Cerro Alvear
Wir frühstücken in der gemütlichen Hütte und brechen dann zu unserer Wanderung
in Richtung Albino-Gletscher auf. Zum ersten Mal durchqueren wir richtiges Sumpfland;
wir müssen vorsichtig treten, um nicht nasse Füße zu bekommen. Eventuell können
wir unterwegs einige der vielen Biber sehen, die hier ihre Dämme bauen. Wir steigen
bergauf bis zur Felsformation Piedras Naranjas und entscheiden hier, wie weit
wir heute noch wandern wollen. Der Weg bis zum Gletscherabbruch ist steil und
ausgesetzt, der Blick aber wie immer lohnend. Später kehren wir auf gleichem Weg
zurück zur Hütte und werden von dort ins schon bekannte Hotel nach Ushuaia gebracht.
In einem schönen Restaurant verabschieden wir uns bei einem Abendessen (eigene
Kosten) von unseren örtlichen Begleitern.
Option Cerro Alvear:
Die Bergsteiger unter uns haben die Möglichkeit, gegen Aufpreis (siehe gesonderter
Hinweis nach den Tagesbeschreibungen) eine Eis-Hochtour auf den Cerro Alvear (1.450
m) zu unternehmen. Zuerst geht es bei Tagesanbruch durch ein sumpfiges Tal, dann
über steinige Pfade und zuletzt über den steilen Gletscher mit Steigeisen kletternd
am Seil - der Aufstieg fordert unsere ganze Kondition und Technik. Vom zweithöchsten
Gipfel Feuerlands überblicken wir die gesamte Berglandschaft der Kordillere und
sehen weit übers Meer bis zur Insel Navarino. Späte Rückkehr nach Ushuaia und
Abschiedsessen mit der ganzen Gruppe. Bitte geben Sie bereits bei Buchung mit
an, ob Sie den Cerro Alvear besteigen möchten.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 500m; Hotel [FM]
18. Tag Beagle-Kanal - Buenos Aires
Morgens unternehmen wir eine 2,5-stündige Bootsfahrt auf dem Beagle-Kanal. Auf
den kleinen Inseln des Kanals leben Seelöwen, Pinguine und viele andere Seevögel.
Meist wird auch der Leuchtturm "Les Eclaireurs" besucht. Zurück in Ushuaia haben
wir Zeit, um noch ein wenig durch die Stadt zu bummeln oder das Museum zu besuchen
(auf eigene Kosten). Am Nachmittag fliegen wir nach Buenos Aires zurück. Wir werden
abgeholt und zum schon bekannten Hotel gebracht. Am Abend kann wer mag, sich noch
zu einem Abendessen zusammensetzen (eigene Kosten).
Alternative Verlängerung auf der Mare Australis:
Immer mittwochs sticht die Mare Australis von Ushuaia aus in See. Mit einer Zusatznacht
in Ushuaia könnten Sie am nächsten Tag bequem das Schiff erreichen. Auf ihrem
Weg nach Punta Arenas in Chile werden Kap Hoorn, die Wulaia-Bucht und die Gletscher
der Darwin-Kordillere besucht. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot
für diese Verlängerung. Bitte beachten Sie, dass auf der Mare Australis generell
keine halbe Doppelkabine verfügbar ist.
Hotel [F]
19. Tag Buenos Aires - Abreise
Der Tag steht uns für eigene Erkundungen in Buenos Aires zur Verfügung. Wer mag
kann mit dem Reiseleiter einen Spaziergang durch Buenos Aires unternehmen. Am
Abend Transfer zum Flughafen und Flug mit Lufthansa nach Frankfurt.
[F]
20. Tag Ankunft
Am Nachmittag Ankunft in Frankfurt.
Verlängerungen
Verlängerung Iguazu-Wasserfälle
Leistungen
- Linienflug mit Lufthansa Frankfurt – Buenos Aires – Frankfurt, innerdeutsche
Anschlussflüge kostenlos, Österreich und Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Hotels, Hosterias, Hütten und Zelten; meist Vollpension
- 3 Inlandsflüge mit Aerolinas Argentinas, Transfers, Boots- und Überlandfahrten
- örtliche/r Deutsch sprechende/r Reiseleiter/in, örtliche Führer
- unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Fehlende Mahlzeiten (ca. 15,- Euro pro Essen inkl. Getränken im Restaurant),
- Getränke,
- Trinkgelder (ca. Euro 60,-),
- Einzelzimmer-/Einzelzelt Zuschlag;
- Besteigungsgebühr für den Cerro Alvear (optional),
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- evtl. vor Ort zu zahlende Flughafengebühren für die Inlandsflüge in Argentinien
(pro Abflug ca. 6 ,- USD, Stand September 2009);
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Die Wanderungen sind technisch einfach, erfordern aber gute Trittsicherheit sowie
eine gute Kondition und Ausdauer. Die täglichen Gehzeiten betragen ca. 7 Stunden
(inkl. ausreichender Pausen, bitte Tagesbeschreibung beachten). Die zu bewältigenden
Höhenunterschiede liegen zwischen wenigen 100 m und max. 1.100 m. Raues Klima
mit Regen und starken Winden, ebenso rutschige und schlammige Passagen sowie Altschneefelder
können die Wanderetappen erschweren.
Während der Trekkingtouren übernachten Sie in Zwei-Personen-Zelten und einmal
in einer einfachen Hütte im Gemeinschafts-Schlafraum. Während der Trekkings besteht
Waschmöglichkeit meist nur im Fluss. Es sollte für alle TeilnehmerInnen selbstverständlich
sein, bei sämtlichen während des Lagerlebens anfallenden Arbeiten mit anzupacken
(Zeltauf- und -abbau, Abwasch etc.). Das Hauptgepäck transportieren die Fahrzeuge,
Packtiere oder Träger, so dass Sie an den meisten Wandertagen nur Ihren Tagesrucksack
mit dem Nötigsten (Trinkflasche, Fleece/Pullover, Wechselwäsche, Regenschutz,
Lunchpaket, Fotoausrüstung etc.) selbst tragen. An zwei Tagen im Feuerland-Nationalpark
muss jedes Gruppenmitglied neben den persönlichen Sachen wie Schlafsack, Liegematte
und Wechselwäsche auch die Lunchpakete für die nächsten 2 Tage selbst tragen (ca.
8-10 kg Gepäck). Deshalb benötigen Sie für das 2. Trekking einen Rucksack mit
ca. 65 l Fassungsvermögen.
Während des Trekkings werden Sie von der örtlichen Begleitmannschaft verpflegt.
Beim Trekking zum Fitz Roy wird die Mannschaft die Mahlzeiten in einer größeren
Camping-Küche zubereiten. Da hier Tragtiere dabei sind, werden die Mahlzeiten
einfach, aber abwechslungsreich sein. Ein Essenszelt mit Tisch und Stühlen wird
mitgeführt. Das Trekking im Feuerland-Nationalpark ist aus logistischen Gründen
sehr einfach gehalten. Tragtiere sind im Park nicht erlaubt, so dass Träger das
Gemeinschaftsgepäck beförden müssen. Deshalb stehen an der Laguna Caminante nur
2 - 3 Gaskocher für die Gruppe zur Verfügung. Die Verpflegung erfolgt folgendermaßen:
Sie erhalten für alle Wanderungen Lunchpakete mit 2 Semmeln, Keksen, einem Apfel,
Müsliriegel und einem Getränk. Es können auch vegetarische Lunchpakete bestellt
werden. Die Lunchpakete sind Ihr Mittagessen. Zum Frühstück gibt es Weißbrot,
Käse und Wurst oder alternativ Müsli, das Sie sich selbst mit Milchpulver anrühren.
Tee- und Instantkaffeebeutel stehen immer als Getränk zur Verfügung, heißes Wasser
wird ständig gekocht, ansonsten können Sie das Wasser ohne Bedenken aus den Flüssen
und Gletscherseen nachfüllen. Zum Abendessen wird an den beiden Nächten an der
Laguna Caminante Expeditionsnahrung gekocht, es gibt meist eine Tütensuppe und
anschließend Instant Nudel- oder Reisgerichte. Am Lager im Andorra-Tal kann mit
den Fahrzeugen nahe herangefahren und Essen transportiert werden. Hier wird abends
jeweils ein Barbecue veranstaltet. Es werden generell kein Essenszelt, keine Stühle
und kein Tisch mitgeführt. Bei sehr schlechtem Wetter wird im eigenen Zelt gegessen,
bei gutem Wetter basteln wir uns aus dem, was es in der Natur gibt, Tische und
Sitzgelegenheiten. Es finden so gut wie keine kommerziellen Trekking-Touren im
Nationalpark statt, unser örtlicher Partner ist einer der wenigen, der eine Konzession
hierfür besitzt, da er sich selbst intensiv für den Schutz des Parks einsetzt.
Um die dortige Infrastruktur nicht zu verändern und den Park zu schonen, haben
wir uns für diese einfache und natürliche Art des Trekkings entschieden. Getränke
wie beschrieben sind an den Tagen mit Übernachtung im Zelt inklusive, ansonsten
in Restaurants und Hotels extra zu bezahlen. Wenn das Abendessen nicht eingeschlossen
ist, sucht der Reiseleiter ein schönes Restaurant aus, so dass Sie die Spezialitäten
der Region probieren können.
Einreisebestimmungen
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist kein Visum erforderlich.
Gültigkeit des Reisepasses: 6 Monate ab der geplanten Ausreise aus Argentinien.
Impfungen
Für Argentinien sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie, Polio.
Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice
für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des
Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900-1234-999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter
www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bei dieser Reise kann es zu Programmumstellungen oder -änderungen kommen - bedingt
durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische Schwierigkeiten
oder sonstige Faktoren. Beachten Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende
Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger Planung und Abstimmung mit Behörden
und Verkehrsbüros) zu unvorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten
führen können. Es kann passieren, dass die innerargentinischen Flugpläne kurzfristig
umgestellt werden. Deshalb behalten wir uns vor, den Reiseablauf in diesem Falle
entsprechend anzupassen. Über evtl. Routenänderungen werden Sie per Rundschreiben
oder unter Umständen erst vor Ort informiert. Wir bitten ggf. um das nötige Verständnis.
Während dieser Reise halten Sie sich in einer nur dünn besiedelten Region mit
einer geringen Infrastruktur und teilweise in abgelegenen Wildnisgebieten auf.
Somit sind Unannehmlichkeiten oder Beeinträchtigungen aufgrund der isolierten
Lage und wegen der Willkür der Nationalpark-Behörden nicht auszuschließen. Bei
Fahrzeugpannen kann es unterwegs zu unvermeidlichen Verzögerungen kommen, bis
eine Reparatur möglich ist und/oder Ersatzteile eintreffen. Ersatzfahrzeuge können
wegen den damit verbundenen Genehmigungen meist nicht eingesetzt werden. Das Trekking
im Feuerland Nationalpark hat Pionier-Charakter. Wir bitten Sie ggfls. das nötige
Verständnis aufzubringen und mit Geduld und Gemeinschaftsgeist Ihren Reiseleiter
aktiv bei der Problemlösung im Sinne der Gruppe zu unterstützen. Selbstverständlich
ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte
zu erreichen, doch können wir für die exakte Durchführung der Ausschreibung keine
Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf
hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
In Buenos Aires ist es, im dortigen Sommer, feucht und windig, aber warm (ca.
30°C). Durch die aus der Antarktis stammenden kalten Winde kann es im südlichen
Patagonien schnell recht ungemütlich werden. Orkanartige Stürme und starke Winde
gepaart mit kühlen Regenschauern gehen aber meistens so schnell wieder, wie sie
gekommen sind. Die Tagestemperaturen betragen an kalten Tagen um die 10 Grad,
nachts sinken sie bis zu 0 Grad. Dennoch unterliegen große Teile Patagoniens dem
milden Einfluss von Meer und Binnengewässern, so dass strahlend sonnige Tage bis
zu 20 Grad auch keine Seltenheit sind.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Bedingungen brauchen Sie luftige Sommerkleidung
für tagsüber (auch für die Überlandfahrten) sowie warme Sachen für kühle Abende
und die Wanderungen. Bewährt hat sich das Zwiebelschalen-Prinzip, wobei Sie mehrere
Kleidungsstücke übereinander tragen und je nach Wetterbedingungen an- oder ablegen
können. Das raue Klima erfordert einen guten Schutz gegen Wind, Kälte und Nässe
(Pullover/Fleece, Goretex-Anorak, Regen-Überhose, warme Handschuhe). Gamaschen
schützen vor nassen Füßen und helfen bei den schlammigen Passagen. Ein Windstopper
hat sich auf dieser Reise bewährt.
Für die Trekkingtouren sind bequeme, gut eingelaufene Leichtbergschuhe mit Hartprofilsohle
und feste Sandalen für die Flussquerungen zu empfehlen. Ein warmer Schlafsack
mit einem Komfortbereich bis minus 10°C und eine aufblasbare Thermomatte sind
zudem erforderlich. Sie benötigen einen Tagesrucksack mit ca. 60 l Fassungsvermögen.
Zelte sowie Koch- und Küchenausrüstung werden gestellt.
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 12 Personen
» PDF Reiseinfos Preise: |