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Land: Bolivien
Termin: 04.10.2010 - 23.10.2010
- Auf alten Pfaden der Inka zur Festung Ollantaytambo
- Machu Picchu, Cuzco und Titicaca-See mit der Insel Taquile
- 2 Tage Erholung auf der mythischen Sonneninsel in der Ecolodge La Estancia
- 4 Tage Trekking mit Lamas in der Condoriri-Gruppe
- Gipfelmöglichkeiten: Cerro Negro (5.300 m) und Huayna Potosi (6.088 m)
Von Cuzco aus führten einst gepflasterte Pfade durch ganz Peru und in die heutigen
Nachbarstaaten Bolivien, Ecuador und Chile. Läufer – Chaskis genannt – brachten
die Nachrichten von einem Posten zum nächsten. Vier Tage sind Sie auf einem dieser
präkolumbianischen Pfade unterwegs. Auf Grund des großen Andrangs auf dem klassischen
Inkatrail haben wir eine neue, ruhigere Variante für Sie ausgesucht. Tosende Wasserfälle
und herrliche Ausblicke ins heilige Urubamba-Tal begeistern Sie ebenso wie versteckte
Inka-Ruinen und die Festung Ollantaytambo. Und zum Schluss steigen Sie hinauf
nach Machu Picchu.
Eine spannende Busfahrt bringt Sie dann von Cuzco nach Puno. Vom tiefblauen Titicaca-See
aus sehen Sie bereits die majestätische Cordillera Real. Sie erreichen Copacabana,
den größten Wallfahrtsort Boliviens. Mit dem Boot geht es weiter zur Sonneninsel.
Hier können Sie in der gemütlichen Ecolodge „La Estancia" die Seele baumeln lassen
oder quer über die Insel wandern. Ein weiteres völlig anderes Landschafts- und
Trekkingerlebnis erwartet Sie! Mit Lamas als Lasttieren sind Sie vier Tage im
Condoriri-Gebiet unterwegs. Bergsteiger haben die Chance, den Gipfel des Huayna
Potosi zu besteigen.

Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit LAN / Iberia von Frankfurt über Madrid nach Lima.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Lima - Cuzco
Ankunft in Lima am frühen Morgen. Nach den Einreiseformalitäten steigen wir gleich
wieder ins Flugzeug und fliegen auf das sonnendurchflutete Hochland der Anden
nach Cuzco (3.300 m). Vom Flugzeug aus sehen wir bei gutem Wetter die eisbedeckten
Sechstausender Salcantay und Pumasillo in der Cordillera Vilcabamba, an deren
Rand unser erstes Trekking entlangführt. In der ehemaligen Inka-Hauptstadt Cuzco
beziehen wir unser Hotel. Den Rest des Tages haben wir zur freien Verfügung, um
uns nach der langen Anreise erholen und gut an die ungewohnte Höhe anpassen zu
können. Sie können schon mal einen ersten Blick auf Cuzco werfen, durch die engen
Gassen schlendern oder eine Weile an der Plaza de Armas im Zentrum der Altstadt
verweilen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel
3. Tag Cuzco
Wir erkunden zu Fuß die Altstadt und können vielfach noch die exakt gefügten
Mauern der Inka erkennen, wenngleich die meisten Inka-Bauwerke von den Spaniern
zerstört wurden. Wir sehen die auf den Grundmauern der Inka-Bauten errichtete
Kathedrale, die Jesuitenkirche, die Universität, den ehemaligen Sonnentempel Coricancha
und das Künstlerviertel San Blas sowie zahlreiche Häuser aus der Kolonialzeit.
Von Cuzco aus wurde einst ein riesiges Reich straff regiert, das von Ecuador im
Norden bis weit hinein nach Argentinien und Chile im Süden reichte; das entspricht
einer Strecke vom Nordkap bis Sizilien. Von der Stadt gingen die Inka-Straßen
aus, entlang derer Staffelläufer postiert waren. So wurden die Befehle des Herrschers
rasch in jeden Winkel des Reiches überbracht und der Herrscher wiederum wurde
über alles unterrichtet. Die Straßen dienten als Bindeglieder und waren somit
Voraussetzung für den einmaligen organisatorischen Aufbau des Staates. Den späten
Nachmittag und Abend haben wir zur freien Verfügung.
Hotel [FM]
4. Tag Cuzco - Sacsayhuaman - Urubambatal - Ollantaytambo
Das Urubamba-Tal wurde wegen seiner fruchtbaren Böden von den Spaniern als "Valle
Sacrado de los Incas" (heiliges Tal der Inka) bezeichnet. Die moderate Meereshöhe
und die geschützte Lage begünstigen ein recht ausgeglichenes Klima. So wählten
die Inka dieses Tal zu ihrem landwirtschaftlichen Zentrum. Entlang der Flussufer
bauten sie ihre Nutzpflanzen an und ließen deren Samen in alle Regionen des Landes
verteilen. Wir besichtigen die gewaltigen Ruinen der Inka-Festung Sacsayhuaman
(3.450 m), das größte bekannte Bauwerk der Inka-Zeit. Einst waren drei "Zyklopenmauern"
um den Hügel herum angelegt, die äußere erreichte eine Länge von 3 km. Dabei wurden
bis zu 150 Tonnen schwere Felsblöcke so genau aneinandergefügt, dass kaum eine
Messerklinge dazwischenpasste. Es ist bisher nicht eindeutig geklärt, wie die
Inka diese Steine transportierten und aufeinander schichteten. Wir besichtigen
auch die interessante Opferstätte Kenko, die Ruinen von Tambomachay (3.660 m)
mit ihrer kunstvoll gefassten Quelle, dem sog. „Bad der Inka", und schließlich
das Tambo von Pukara. Dann fahren wir weiter in das Vilcanota-Tal. Oberhalb des
Ortes Pisaq (3.000 m) sehen wir uns eine der schönsten Terrassenbauten der Inka-Zeit
an. Das letzte Stück zur ausgedehnten Festung legen wir zu Fuß zurück. Kühn sind
die Mauern, Pfade und Gebäude in die Felsen hineingebaut. Wir finden Tempelbauten
der Inka, deren Steine vielleicht noch exakter ineinander gefügt sind als jene
von Machu Picchu. Wir steigen ab zum Dorf und fahren durchs Urubamba-Tal weiter
bis zu unserem Hotel in Ollantaytambo (2.700 m).
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
5. Tag Ollantaytambo - Start Trekking Chaski Trail - Chilipahua
Von Ollantaytambo fahren wir heute in ein Seitental des Urubamba-Tals zum Ausgangspunkt
unseres Trekkings in Parpishu (3.238 m). Hier treffen wir unsere Begleitmannschaft
für die nächsten Tage. Der Chaski Trail verläuft entlang dem Kapacnan-Inkapfad
und führt uns auf einem der Hauptverbindungswege zwischen Cuzco und OIlantaytambo
durch eine grandiose Berglandschaft. Zunächst geht es von Parpishu stetig bergan,
bis wir auf einer Höhe von 3.827 m auf die Inka-Ruinen von Huata stoßen. Es gibt
noch einige Gräber und einen Zeremonialplatz zu sehen, auf dem die Inka den Göttern
(Apus) der Heiligen Berge Veronica und Chicon opferten. Nach dem Mittagspicknick
steigen wir nach Chilipahua ab (3.552 m). In der Nähe des kleinen Dorfes errichten
wir unsere Zelte.
Gehzeit: 7h; Aufstieg: 590m; Abstieg: 75m; Zelt [FMA]
6. Tag Chilipahua - Perolniyoc
Auch heute geht es nach dem Frühstück zunächst bergan und wir erreichen über
einen bequemen Inkaweg den höchsten Punkt unseres Trekkings in Peru auf 4.163
m. Von hier aus bietet sich uns ein herrlicher Rundblick auf die wie Spielzeughäuschen
unter uns liegenden kleinen Dörfer und auf die schneebedeckten Gipfel Pumahuanca
(4.750 m), Chicon (5.500 m) und Veronica (6.000 m). Über einen kleinen Pass geht
es hinab in den kleinen Ort Marcuray (3.722 m). Hier legen wir eine Mittagspause
ein und stärken uns für den Anstieg zur Inkastätte Perolniyoc (3.641 m). Nachdem
wir die Ruinen besichtigt und einen Abstecher zum Wasserfall gemacht haben, steigen
wir ab und erreichen das kleine Dorf Rayan (3.625 m), in dessen Nähe wir zelten.
Gehzeit: 7h; Aufstieg: 411m; Abstieg: 97m; Zelt [FMA]
7. Tag Perolniyoc - Rumira
Unser nächstes Ziel ist der "Platz des glücklichen Affen". Nach 2 Stunden Fußmarsch
erreichen wir eine wunderschön gelegene, ehemalige Hazienda und können von dort
den majestätischen Eisgipfel Veronica bestaunen und tief unter uns das Heilige
Tal sehen. Anschließend geht es fast nur noch bergab bis zum Dorf Rumira (2.782
m). Von hier ist es nicht mehr weit bis nach Ollantaytambo.
Gehzeit: 6h; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
8. Tag Ollantaytambo - Aguas Calientes
Vormittags besichtigen wir die malerisch gelegene Festung Ollantaytambo. Hier
wurden die Herzen der Inka-Herrscher begraben. Mit dem Zug fahren wir anschließend
nach Aguas Calientes am Fuße von Machu Picchu. Der Rest des Tages steht zur freien
Verfügung.
Hotel [FMA]
9. Tag Machu Picchu - Cuzco
Vormittags werden wir die mysteriöse Urwaldstadt Machu Picchu unter sachkundiger
Führung ausführlich besichtigen. Seit 1983 zählt die Ruinenanlage zum Kultur-
und Naturerbe der Menschheit (UNESCO). Der Blick auf die inmitten einer Bergdschungellandschaft
liegenden Ruinen ist überwältigend. Entdeckt und freigelegt wurde Machu Picchu
vom Amerikaner Hiram Bingham erst im Jahre 1911. Der Reiz, der von diesem Ort
ausgeht, beruht u.a. auch auf seiner außergewöhnlichen Lage. Am Nachmittag fahren
wir mit der Andenbahn zurück nach Poroy, und von dort das letzte Stück mit dem
Bus nach Cuzco.
Hotel [FM]
10. Tag Cuzco - Llachón
Eine 390 km lange und sehr abwechslungsreiche Busfahrt von Cuzco übers Altiplano
nach Llachón erwartet uns. Es geht vorbei an vergletscherten Gebirgszügen, kleinen
Dörfern sowie Lama- und Alpakaherden. In der Nähe von Puno besuchen wir die geheimnisvollen
Grabtürme von Sillustani. Sillustani liegt auf einer Halbinsel am Umayo-See und
war eines der bedeutendsten Zentren der Colla-Kultur. Gegen Abend erreichen wir
den Titicaca-See und das Indianerdorf Llachon. Wir übernachten in einer einfachen,
von einer Familie geführten Unterkunft. Die Zimmer sind nicht beheizt und nicht
alle verfügen über ein eigenes Bad. Warmes Wasser gibt es nur tagsüber, da dieses
durch Solarenergie erwärmt wird.
Fahrzeit: 8h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Familienunterkunft [FM]
11. Tag Titicaca-See
Von Llachón aus bringt uns ein Motorboot über den tiefblauen Titicaca-See zu
den schwimmenden Schilfinseln der Uro. Einst führten die Uro-Indianer auf ihren
Schilfinseln ein fast autarkes Leben. Die schwimmenden Inseln, auf denen die einzelnen
Familien leben, sind aus verschnürten Schilfrohrbündeln gefertigt, die in Blöcken
von bis zu 8 Quadratmetern zusammengebunden werden. Etwa alle 6 Monate müssen
die Bündel erneuert werden, da sie sich mit Wasser voll saugen, absinken oder
verrotten.
Wir fahren weiter nach Taquile, einer beschaulichen Insel mit Vieh- und Landwirtschaft,
die von Gemeinden mit "Cooperativas" (Genossenschaften) geprägt ist. Bewahrt haben
sich hier Überreste der Inka-Terrassenkultur. Die mediterrane Atmosphäre beeindruckt
ebenso wie das weiße Gestein, der tiefblaue See und der Blick zur Königskordillere.
Von der Anlegestelle aus wandern wir ca. 1 Stunde bis zum Hauptplatz der Insel.
Die Inselbewohner sind gute Weber und stellen außerdem feinste Strickarbeiten
her. Nach dem Mittagessen wandern wir eine weitere Stunde bis zu einer zweiten
Anlegestelle. Die letzte halbe Stunde bis zum winzigen Hafen führt abwärts über
523 steile Stufen. Hier wartet bereits das Boot auf uns und wir setzen nach Puno
über. Die Bootsfahrt von Llachon nach Taquile dauert ca. 1,5 Std., von Taquile
nach Puno ca. 3,5 Std.
Hotel [FM]
12. Tag Puno - Cobacabana - Sonneninsel
Wir verabschieden uns von unserer Reiseleitung für die Tage in Peru und lernen
unseren Führer für den Bolivien-Aufenthalt kennen. Schon am frühen Morgen fahren
wir durch die Orte Juli und Pomata mit ihren barocken, von Aymara-Indianern erbauten
Kirchen. Wir passieren die Grenze zum bolivianischen Seeufer und fahren nach Copacabana,
dem bekannten katholischen Wallfahrtsort. Mit Booten fahren wir zur 20 km nördlich
gelegenen Sonneninsel. Ursprünglich hieß die Insel Titicachi, davon leitet sich
der Name des Titicaca-Sees ab. Ein Erlebnis auf dieser Insel sind die wunderbaren
Sonnenauf- und Sonnenuntergänge.
Fahrzeit: 2,5h; Lodge [FMA]
13. Tag Sonneninsel
Den heutigen Tag verbringen wir auf der wunderschönen Isla del Sol, unternehmen
eine ausgedehnte Wanderung quer über die Insel oder entspannen auf unserer gemütlichen
Lodge „La Estancia". Die gute landestypische Küche wird uns sicher munden.
Lodge [FMA]
14. Tag Sonneninsel - Copacabana - Trekkingstart
Per Boot kehren wir von der Sonneninsel zum Ort Copacabana zurück und fahren
mit dem Bus zum Ausgangspunkt des 4-tägigen Trekkings in der grandiosen Condoriri-Gruppe
der Cordillera Real. Unsere Treiber und ihre Packtiere erwarten uns bereits. Gepäck
das wir während des Trekkings nicht benötigen geben wir unserem Fahrer gleich
mit nach La Paz. Nachdem die Lamas beladen sind, starten wir zur ersten Etappe.
Es geht relativ eben am Stausee vorbei, dann verläuft der Weg hinauf zur Laguna
Chiarkhota. Hier auf 4.650 m Höhe schlagen wir für zwei Nächte unser Zeltlager
am Ufer der Lagune auf. Eindrucksvoll sind die zahlreichen Gletscherberge, die
spaltenreich und deshalb nur schwierig zu bezwingen sind. Gepäck das wir während
des Trekkings nicht benötigen geben wir unserem Fahrer gleich mit nach La Paz.
Gehzeit: 3h; Fahrzeit: 5h; Aufstieg: 250m; Zelt [FMA]
15. Tag Cerro Negro
Wir haben Gelegenheit, den 5.300 m hohen Cerro Negro zu besteigen. Dieser Berg
ist im Gegensatz zu den umliegenden Gipfeln nicht vergletschert. Bei klarem Wetter
bietet sich ein spektakulärer Panoramablick auf die gesamte Königskordillere und
hinab ins Altiplano mit dem strahlend blauen Titicaca-See. Wer den Gipfel nicht
besteigen möchte, kann Wanderausflüge vom Lager aus entlang den blauen Lagunen
und bis in die Nähe der Gletscherregion unternehmen.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 650m; Abstieg: 650m; Zelt [FMA]
16. Tag Laguna Chiarkhota - Ancohuma
Unsere Tagesetappe führt über zwei rund 5.000 m hohe Pässe. Durch ein wildes,
einsames Tal gelangen wir zu einer türkis schimmernden Lagune und kommen dem eindrucksvollen
Gipfel des Huayna Potosi immer näher. Schließlich erreichen wir unseren Lagerplatz
im Tal von Ancohuma in ca. 3.850 m Höhe.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 1300m; Zelt [FMA]
17. Tag Ancohuma - La Paz
Durch ein mächtiges Tal wandern wir hinab nach Chacapampa zu einer Straße, wo
sich die Treiber mit ihren Lamas von uns verabschieden. Wir werden von unseren
Fahrern mit den Fahrzeugen abgeholt und zum Zongo-Pass auf 4.650 m gebracht. Hier
trennen wir uns von den Bergsteigern, unser Fahrer bringt uns zum Hotel in La
Paz. Am Nachmittag steht die Besichtigung der höchstgelegenen Großstadt der Erde
an. Das Zentrum von La Paz liegt in einem tiefen Canyon auf 3.650 m, aber das
Häusermeer zieht sich von 3.100 m bis auf 4.000 m Höhe hinauf. Im Südosten in
der Ferne thront der 6.460 m hohe Nevado Illimani. Wir besuchen z.B. die Calle
Jaen, deren Häuser als Juwel kolonialzeitlicher Baukunst gelten, die Kirche San
Francisco und den Murillo-Platz. Durch die südlichen Wohnviertel fahren wir ins
fremdartige „Mondtal", Valle de la Luna, und bewundern dort auf einem Spaziergang
die bizarren Felsformationen, die nachmittags in besonders schönes Licht getaucht
sind.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 4h; Hotel [FM]
17. Tag(B) Fakultativ: Besteigung des Huayna Potosi / Aufstieg zum Hochlager
Während die Trekker nach La Paz fahren, liegt eine anstrengende Etappe vor uns.
Doch bevor es losgeht, heißt es umpacken: Alles, was wir für die Nacht auf dem
Gletscher und für die Besteigung benötigen, muss mit. Das Gemeinschaftsgepäck
(Zelte, Kocher, Essen) übernehmen einheimische Träger, unseren Rucksack mit der
persönlichen Ausrüstung (Schlafsack, Isomatte, Hochtourenausrüstung) tragen wir
selbst. Von unserem Ausgangspunkt auf dem Zongo-Pass auf 4.650 m führt die Route
über Moränengelände steil hinauf bis zum Gletscherrand. Nach dem Anlegen der Steigeisen
geht es gemächlich bergauf. Nach 4 - 5 Stunden Gehzeit, zum Teil durch ausgedehnte
Spaltenzonen, ist das Plateau auf dem Gletscher erreicht. Wir errichten unser
Zeltlager üblicherweise bei Las Rocas auf 5.300 m, je nach Schnee- und Lawinenlage
eventuell auch im Campamento Argentino auf 5.400 m - Ihr Bergführer wird diese
Entscheidung vor Ort treffen. Bald lockt der warme Schlafsack, denn es wird schnell
kalt.
Hinweis: Für die Besteigung des Huayna Potosi ist ein Aufpreis zu zahlen. Bitte
informieren Sie uns bereits bei Ihrer Anmeldung, ob Sie an der Besteigung teilnehmen
möchten.
Gehzeit: 6h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 650m; Abstieg: 0m; [FMA]
18. Tag Tiahuanaco
Morgens steht ein Ausflug zu den Ruinen von Tiahuanaco an. Die riesige Kultstätte
war in der Vor-Inka-Zeit ein bedeutendes religiöses Zentrum mit monumentalen Bauwerken.
Am besten erhalten auf dem größten Ruinenfeld Boliviens sind das rätselhafte Sonnentor
und der Tempel Puma Punku sowie große Stelen und Monolithe, alle aus mächtigen
Andesit-Quadern erbaut. Der Nachmittag steht uns in La Paz zur freien Verfügung.
Wer Lust hat, kann das sehr interessante Museo de la Coca besuchen.
Fahrzeit: 2h; Abstieg: 0m; Hotel [F]
18. Tag(B) Fakultativ: Besteigung des Huayna Potosi / Gipfel
An unserem Gipfeltag werden wir früh geweckt (ca. 2 Uhr nachts) und starten noch
bei Dunkelheit. Die Routenführung richtet sich nach den aktuellen Verhältnissen
am Berg. Über den Gletscher ziehen wir langsam höher. Endlich bricht der Tag an
und bis der Gipfelaufbau erreicht ist, strahlt die Sonne schon hell. Für den Aufstieg
sind etwa 6 Stunden zu rechnen. Gleich nach dem Hochlager gilt es, den kurzen
steilen Firnkamm von ca. 45 Grad zu meistern. Danach geht es über den Gletscher
- mal flacher, mal steiler - vorbei an einigen Spaltenzonen bis hinauf zur Randspalte.
Je nach aktuellen Bedingungen steigen wir nun über den Gipfelhang oder den Gipfelgrat
(bis zu 50 Grad) unserem höchsten Punkt entgegen. Welch grandioses Panorama erwartet
uns in 6.088 m Höhe auf dem Gipfel des Huayna Potosi: Das Altiplano, die Königskordillere,
die Yungas und El Alto liegen uns zu Füßen! Der Abstieg zum Lager, wo die Mannschaft
schon warmen Tee bereithält, dauert ca. 2 Stunden. Nach dem Packen geht es auf
gleicher Route zurück zum Zongo-Pass. Wir steigen in die Fahrzeuge und lassen
uns nach La Paz bringen. Im Hotel genießen wir die warme Dusche und können uns
mit unseren Trekkingfreunden austauschen.
Gehzeit: 10h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 788m; Abstieg: 1438m; Hotel [FM]
19. Tag Rückflug
Morgens / Vormittags Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt. Da es
keine direkte Flugverbindung zwischen Bolivien und Deutschland gibt, fliegen wir
über Santiago de Chile. [F]
20. Tag Ankunft
Ankunft in Frankfurt und individuelle Weiterreise.
Leistungen
- Linienflug mit LAN/Iberia Frankfurt – Madrid – Lima/La Paz - Santiago – Madrid
– Frankfurt, weitere Anschlussflüge von Deutschland nach Madrid nach Verfügbarkeit,
Österreich und Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Hotels und Zelten; meist Vollpension
- Inlandsflug mit LAN, Transfers und Überlandfahrten, Bahn- und Bootsfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in ab Lima/bis La Paz, Begleitmannschaft beim Trekking
- unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Fehlende Mahlzeiten und Getränke (ca. 200,- USD);
- Trinkgelder (ca. 100,- USD);
- Einzelzimmer-Zuschlag;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Gebühr für die Besteigung des Huayna Potosi (siehe "Charakter der Tour und Anforderungen");
- Flughafensteuern für den Inlandsflug in Peru (z.Zt. 6,- USD) und den Rückflug
aus Bolivien (z.Zt. 24,- USD);
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Die beiden Trekkingetappen in Peru und Bolivien sind mittelschwer und von jedem
trittsicheren Wanderer, der über Kondition verfügt, ohne große Schwierigkeiten
zu bewältigen. Durch den vorhergehenden Aufenthalt in Cuzco (3.300 m) sind Sie
schon etwas akklimatisiert und auf die Höhe vorbereitet, bevor Sie mit dem Trekking
auf dem Chaski Trail beginnen. Anschließend fahren Sie zum Titicaca-See auf 3.800
m Höhe. Den höchsten Punkt der Reise erreichen Sie während dem folgenden Trekking
in Bolivien. Sie übernachten zwei Mal in einem Lager auf 4.600 m Höhe und überschreiten
anschließend zwei 5.000 m hohe Pässe. Zwar ist die Tour so konzipiert, dass Sie
sich gut akklimatisieren können, dennoch darf die Gefahr einer Höhenkrankheit
nicht unterschätzt werden. Sie sollten ein gesundes Herz und einen guten Kreislauf
haben. Bitte konsultieren Sie vor der Reise Ihren Arzt!
Fakultative Besteigung des Cerro Negro (5.300 m):
Es besteht die Möglichkeit, diesen leichten 5.000er als Höhepunkt der Tour oder
als Vorbereitung auf den Huayna Potosí zu besteigen. Die Route führt über Geröll,
evtl. über Altschnee, aber nicht über Gletscher.
Fakultative Besteigung des Huayna Potosi (6.088 m, Schwierigkeitsbewertung 5)
Diese Tour ist nur für geübte und erfahrene Hochtourengeher zu empfehlen! Vom
Zongo-Pass können Sie an den beiden letzten Tagen der Reise diesen Gipfel angehen.
Unbedingte Voraussetzung ist, dass Sie das Bergsteigen in selbständigen Seilschaften
und das sichere Gehen mit Steigeisen in unterschiedlich steilem Gelände beherrschen
sowie Kenntnisse in der Sicherungstechnik im Eis und in der Spaltenbergung besitzen.
Sie sollten Hochtouren-Erfahrung aus den Alpen mitbringen. Das sichere Beherrschen
der Eistechnik bis 50 Grad ist erforderlich, da mit Blankeis, dem Einsatz des
Kurzpickels und kurzen Eiskletterpassagen gerechnet werden muss. Das persönliche
Gepäck trägt jeder Bergsteiger selbst; die Gemeinschaftsausrüstung übernehmen
einheimische Träger bis zum Hochlager. Ihre aktive Mithilfe während des Lagerlebens
ist notwendig (Zeltauf- und -abbau, Mithilfe beim Kochen).
Nach der Regenzeit in Bolivien (endet etwa im April) ist der Gipfel des Huayna
Potosi von Schnee bedeckt, der im Laufe der folgenden Monate abschmilzt. Mit dem
hervor kommenden Blankeis wird die Besteigung des Gipfel gegen Ende der Saison
im Oktober zunehmend schwieriger.
Die Preise für die Besteigung sind von der Teilnehmerzahl abhängig:
1 Teilnehmer: 241,- USD, 2 Teilnehmer: 152,- USD, 3 Teilnehmer 126,- USD, ab
4 bis 9 Teilnehmer 112,- USD, ab 10 Teilnehmer 101,- USD. Dieser Betrag ist vor
Ort passend in bar zu bezahlen.
Einreisebestimmungen
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz
ist kein Visum nötig. Der Reisepass muss nach Ankunft in Peru und Bolivien noch
6 Monate gültig sein.
Imfpungen
Für Peru sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben. Empfohlen wird Impfschutz
gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Bolivien verlangt zusätzlich
zu den für Peru empfohlenen Impfungen eine Gelbfieberimpfung. Ausführliche Informationen
erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken
im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter: www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Schlechtes Wetter, ungünstige Verhältnisse, organisatorische Schwierigkeiten
oder sonstige Faktoren (wie Streiks) können bei dieser Reise zu Verzögerungen,
Routenänderungen oder Programmumstellungen führen. Sie sollten daher etwas Abenteuergeist
mitbringen, verbunden mit der Bereitschaft, auf Komfort manchmal zu verzichten
und ggf. Toleranz und Geduld zu üben. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer
Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Für die
exakte Durchführung der Ausschreibung können wir aber keine Garantie geben. Wir
bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie
auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen. Wir danken für Ihr Verständnis.
Verlängerungen
Verlängerung La Paz / Tiahuanaco
Sie gehören zu den Bergsteigern und wollen trotzdem nicht auf die Stadtbesichtung
von La Paz und den Ausflug nach Tiahuanaco verzichten? Dann können wir Ihnen dieses
Programm als Verlängerung anbieten:
Tag 19: Stadtbesichtigung La Paz und Valle de la Luna. Übernachtung im Gruppenhotel.
(F)
Tag 20: Ausflug zu den Ruinen von Tiahuanaco. Übernachtung im Gruppenhotel (F)
Tag 21: Morgens Transfer zum Flughafen, Rückflug. (F)
Tag 22: Ankunft in Deutschland.
Die Führungen sind privat mit Deutsch sprechendem Reiseleiter.
(LAN fliegt nur Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag von La Paz nach Deutschland,
weswegen es nicht möglich ist, nur 1 Übernachtung länger zu bleiben.)
Preise gültig für 2010:
Pro Person im Doppelzimmer: 175,- €
Einzelzimmerzuschlag: 35,- €
Seit 30 Jahren ist „Magriturismo" unser Partner für Trekkingreisen in Bolivien.
Vor vielen Jahren schon hatte der Inhaber die Idee, eine nachhaltig betriebene
Lodge für Touristen zu errichten. Gebaut in der traditionellen Architektur (z.
B. Lehmbau, ökologisches Heiz- und Lüftungssystem) der Aymara-Indianer wurde sie
2001 eröffnet. Seitdem verbringen die Hauser-Reisegäste bei allen Bolivien-Reisen
und bei der Peru/Bolivien-Tour „Inka-Straße" einige Tage in der Lodge und genießen
den weiten Blick über den See bis zu den Kordilleren am Horizont.
Magriturismo
Calle Capitàn Ravelo 2101
La Paz
Bolivien
www.ecolodge-laketiticaca.com
Klima
Da Peru und Bolivien auf der Südhalbkugel liegen, sind die Jahreszeiten den unseren
entgegengesetzt, aber aufgrund der Nähe zum Äquator weniger ausgeprägt. Bedingt
durch die Höhenlage und den kalten Humboldt-Strom ist das Klima im Allgemeinen
kühler als man in Äquatornähe erwartet. Die Monate Juli und August verzeichnen
die niedrigsten Temperaturen, vor allem im Gebirge. Die Sicht ist in diesen Monaten
am klarsten und es ist am wenigsten mit Niederschlag zu rechnen. Durch die starke
Sonneneinstrahlung kann es tagsüber bis über 20° warm werden, doch nachts kühlt
es im Hochland stark ab. Während des Trekkings in Peru und am Titicaca-See können
die Temperaturen nachts bis auf unter 0° fallen, beim Trekking in Bolivien bis
auf Minus 12°. Im Hochlager beim fakultativen Aufstieg zum Huayna Potosi kann
es Minus 20° kalt werden.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Bedingungen empfehlen wir überwiegend warme Kleidung
(Jacke/Anorak, Pullover/Fleece, warme Unterwäsche, Handschuhe und Mütze etc.),
Wind- und Regenschutz sowie ein paar leichtere Kleidungsstücke. Ihr Schlafsack
sollte im Komfortbereich bis Minus15° tauglich sein. Für die Wanderungen und die
Bergbesteigung brauchen Sie feste, wasserdichte Trekkingschuhe mit griffiger Profilgummisohle.
In Peru werden aufblasbare Isoliermatten gestellt, in Bolivien einfache Matten
aus Schaumstoff. Teleskop-Tourenstöcke sind empfehlenswert. Wer den Huayna Potosi
besteigen will, benötigt darüber hinaus einen Schlafsack mit Komfortbereich bis
minus 25°, steigeisenfeste Bergschuhe und eine komplette Hochtourenausrüstung
inkl. Steigeisen. Gurt und Eispickel können vor Ort gemietet werden. Bei der Besteigung
muss diese persönliche Ausrüstung selbst getragen werden.
Mindestteilnehmerzahl 8 Personen
Höchstteilnehmerzahl 16 Personen
Preise: |