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Land: Chile
Termin: 17.04.2011 - 07.05.2011
- Alle Wüsten-Highlights Chiles und Boliviens
- Wüstenoase San Pedro de Atacama, Tatio-Geysire und Mondtal
- Bolivianisches Hochland und Salar de Uyuni
- Salar de Surire, Lago Chungara und Bilderbuchvulkan Parinacota
- Flamingos, Vicunas, Nandus – Artenreichtum in der Wüste
Wüstenfans aufgepasst! Bei dieser Tour durch das nördliche Chile und das südliche
Bolivien kommen die Liebhaber von farbigen Salzseen, hohen Sanddünen und unendlicher
Weite voll auf ihre Kosten. Von Antofagasta aus pirschen Sie sich an den Salar
de Atacama heran. Gleich die erste Nacht verbringen Sie unter dem leuchtenden
Sternenhimmel am Salar de Atacama. Über türkisfarbene Lagunen, vorbei an rosaroten
Flamingos, erreichen Sie die Wüstenoase San Pedro de Atacama. Von hier aus besuchen
Sie gemütlich das berühmte Mondtal, den bunten Catarpe Canyon und die heißen Quellen
von Puritama. Das Frühstück an den Tatio-Geysiren bleibt unvergesslich.
Vorbei am imposanten Vulkan Licancabur und an tiefblauen Lagunen überfahren Sie
die Grenze nach Bolivien und nähern sich dem schillernden Salar de Uyuni, dem
größten Salzsee der Welt. Vom Aussichtspunkt am Vulkan Thunupa lässt sich sein
Ausmaß erahnen. Wieder in Chile lockt der Salar de Surire mit Pastellfarben und
seinem Tierreichtum. Vicunas, Guanakos, Nandus und Flamingos stehen gerne Motiv,
während Sie in den heißen Quellen baden. Auch das Spiegelbild des Bilderbuchvulkans
Parinacota im höchstgelegenen See der Welt, dem Lago Chungara, lässt keinen Fotografen
kalt. In der nördlichsten Stadt Chiles, Arica, genießt das Auge dann schließlich
den Blick aufs Meer.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit LAN abends von Frankfurt über Madrid nach Santiago de Chile (kostenlose
Bahnzubringer ab allen deutschen Bahnhöfen möglich, Anschlussflüge ab Österreich
und Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit, bitte bei Buchung mit angeben).
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Santiago
Ankunft vormittags in Chiles Hauptstadt Santiago. Wir werden am Flughafen von
unserem Deutsch sprechenden Reiseleiter für Santiago empfangen und zu unserem
Hotel im Zentrum gebracht. Sollten die Zimmer schon zu beziehen sein können wir
uns vom langen Flug etwas ausruhen und gehen am Nachmittag auf Stadtbesichtung.
Wenn nicht (was meist der Fall ist), machen wir uns kurz frisch und starten gleich
zur City-Tour, die uns einen ersten Eindruck dieser Metropole vermittelt. Der
Blick vom Aussichtsberg San Cristobal über die Millionenstadt ist beeindruckend.
Am berühmten „Mercado Central" haben wir ein gemeinsames Mittagessen, so dass
jeder den Abend zur freien Verfügung zum Ausruhen oder Bummeln nutzen kann.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [M]
3. Tag Antofagasta
Wir werden frühmorgens zum Flughafen gebracht (bei sehr frühem Abflug kann das
Hotelfrühstück ausfallen, wir bitten um Ihr Verständnis) und fliegen von Santiago
nach Antofagasta. Auf dem Flug nach Nordchile sehen wir unter uns die Pazifikküste
und die Andenkette vorbeiziehen. Das Klima wird trockener und somit nehmen Vegetationsdecke,
landwirtschaftliche Nutzung und Besiedlungsdichte nach Norden ab. Am Flughafen
werden wir von unserem deutschsprachigen Reiseleiter für den Rest der Tour und
der Begleitmannschaft begrüßt und abgeholt. Nach einem kurzen Besuch des Wahrzeichens
von Antofagasta, der „La Portada" - ein von den Wellen kurios geformtes Felsentor
- und einem raschen Mittagessen verlassen wir die Küstenregion und schlängeln
uns das Altiplano hinauf. Bald haben wir das Herz der Atacamawüste erreicht -
den Salar de Atacama. Wir durchqueren das südliche Ende des schillernden Salzsees
von West nach Ost, vorbei an Lithium-Minen, bizarren Salzformationen und vielen
rosa Flamingos. An seinem Ufer bauen wir zum ersten Mal unsere Zelte auf (2.300
m). Der Sternenhimmel in der klaren Wüstenluft ist unvergleichlich.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag San Pedro de Atacama
Nach Norden führt uns die Fahrt immer entlang des Salar. Wir machen einen Abstecher
zu den fantastisch gelegenen Lagunen Miscanti und Miniques (4.100 - 4350m). Sie
liegen am Fuße des 5.910 m hohen schneebedeckten Vulkans Miniques, der zuletzt
1993 erupierte und sich in den tiefgrünen Wasserflächen der Lagunen spiegelt.
Mit diesen eindrucksvollen Bildern vor Augen setzen wir unsere Reise fort. Über
den kleinen Ort Toconaco erreichen wir schließlich die Wüstenoase San Pedro de
Atacama (2.438 m), das kulturelle Zentrum der Atacama-Region. Wir beziehen Quartier
in einem gemütlichen Hotel, im landestypischen Adobe-Stil gebaut.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
5. Tag Tulor - Valle de la Luna
Den heutigen Tag lassen wir ruhig angehen. Vormittags besuchen wir zuerst die
archäologischen Fundstätten von Tulor und schlendern später gemütlich durch San
Pedro. An der Plaza besuchen wir die weiß getünchte Lehmkirche, eine bewundernswerte
Verschmelzung von indianischer und christlicher Kultur. Nach dem Mittagessen starten
wir zu einer ca. 4-stündigen Wanderung in der faszinierenden Cordillera del Sal
mit ihren vielfarbigen Gesteinsformationen. Am Ende der Tour erwartet uns ein
beeindruckender Sonnenuntergang im Valle de la Luna, einer bizarren Landschaft
aus Salzkristallen und Sanddünen, die in fast unwirklichen Farben zu leuchten
beginnen, wenn die Sonne versinkt. Bald sind wir zurück in San Pedro de Atacama
und essen noch gemütlich zu Abend.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
6. Tag Quitor - Purifica
Unsere heutige Wanderung führt uns vom "Tal des Todes" bis zur Festung Quitor,
die zeigt, wie hoch entwickelt und auf ihren extremen Lebensraum spezialisiert
die Ureinwohner der Atacama waren. Mehr von deren Zeugnissen sehen wir an kleinen
Fundstätten im Catarpe Tal, mit seinen bunten Gesteinsformationen, das wir anschließend
besuchen. Über San Pedro fahren wir ins nördlich gelegene Purifica. Auf 3.200
m errichten wir unser Camp und essen im Mannschaftszelt zu Abend.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]
7. Tag Tatio Geysire
Eine landschaftlich schöne Wanderung bringt uns in ca. 3 Stunden zu den Thermalquellen
von Puritama (3.330 m). Ein kurzer Fußmarsch führt uns in den Canyon hinunter,
in dem das heiße Wasser entspringt. Dann ergießt es sich in Becken, in denen es
sich herrlich ausruhen lässt, was wir natürlich mit Genuss nutzen werden. Anschließend
machen wir uns mit den Fahrzeugen auf den Weg zu den berühmten Tatio-Geysiren
auf 4.321 m Höhe. 6.000 m hohe Vulkane ragen am Horizont auf, das vegetationslose
Gestein schillert in bunten Farben. Auf den weiten Hochebenen zwischen den Bergrücken
leben Vicuñas, die wir mit etwas Glück von der Straße aus beobachten können. In
Tatio locken erneut heiße Pools zum Baden. Wir stellen unsere Zelte nahe den heißen
Quellen auf.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 50m; Abstieg: 50m; Zelt [FMA]
8. Tag Tatio Geysire - San Pedro de Atacama
Sehr frühes Aufstehen lohnt sich heute! Morgens vor Sonnenaufgang ist das Tatio-Geysirfeld
mit seinen dampfenden und sprudelnden Fontänen am aktivsten. Haushoch stehen die
Dampfsäulen in der kalten Morgenluft. Immer wieder sprudelt das Wasser aus den
heißen Quellen heraus. Wenn wir uns satt gesehen haben, frühstücken wir gemütlich,
bauen das Camp ab und kehren nach San Pedro de Atacama (2.438 m) zurück. Der Nachmittag
steht für eigene Aktivitäten z.B. ein Besuch des archäologischen Museums. Hier
kann man unter anderem die scherzhaft genannte „Miss Chile", die am besten erhaltene
Mumie aus der 11.000 Jahre alten Atacameno-Kultur, bestaunen (Eintritt auf eigene
Kosten). Oder wir nutzen die Zeit zum Ausruhen, z.B. am schönen Hotelpool.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
9. Tag Laguna Verde, Salada und Colorada
Wir verlassen Chile und fahren nach Osten auf den 5.916 m hohen Bilderbuchvulkan
Licancabur zu. Zu seinen Füßen und schon in Bolivien liegt die Laguna Verde auf
4.500 m. Der Bergsee hat eine unglaublich grüne Farbe, die in der Wüstenlandschaft
fast unwirklich frisch erscheint. Die Reise führt weiter durch das bolivianische
Altiplano, vorbei an farbenfrohen Lagunen wie der Laguna Salada und der Laguna
Colorada (4.200 m), auch rote Lagune genannt. Ihr Wasser erhält durch eine seltene
Algenart seine auffallende Farbe. Kleine Inseln aus Eis treiben auf diesem seltsam
anmutenden roten See, von dem sich die Ufer mit leuchtend weißen verkrusteten
Salzablagerungen abheben. Hier hat man gute Chancen, den vom Aussterben bedrohten
James-Flamingo fliegen zu sehen. Wir fahren noch ein kleines Stück weiter bis
zum Dörfchen Huayllajara und beziehen hier unser Quartier in einer sehr einfachen
Hütte (4.360 m) mit Gemeinschaftsschlafraum und ohne fließendes, warmes Wasser.
Hier kann es nachts sehr kalt werden und wir sind froh über unseren warmen Schlafsack.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer einfachen Hütte mit Gemeinschaftsschlafraum
[FMA]
10. Tag San Juan
Eine lange aber wunderschöne Fahrt durch das bolivianische Hochland erwartet
uns heute. Wir queren farbenfrohe Gesteinslandschaften, immer wieder durchbrochen
von zauberhaften Lagunen, die in allen Blau- und Grüntönen schillern, umrandet
von schneeweißen Salzkrusten. Wir erreichen am Nachmittag San Juan (4.000 m) nahe
dem Dorf Chiguana, wo wir bei einer Familie Unterkunft finden (Gemeinschaftsschlafraum,
kein fließendes, warmes Wasser).
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Familienpension mit Gemeinschaftsschlafraum
[FMA]
11. Tag Uyuni - Jirira
Die Salzpfanne von Uyuni liegt in 3.700 m Höhe und ist eine kaum vorstellbare,
absolut ebene weiß-schillernde Fläche von etwa 10.000 qkm, der größte Salzsee
der Welt. Die Salze sind Ablagerungen des vorzeitlichen Sees Minchin, dessen Wasser
unterirdisch verdampft. Viele Bewohner der am Rande des Salar gelegenen Dörfer,
wie z.B. der Ort Colchani, leben noch heute von der Salzproduktion. Die Leute
fügen dem gewonnenen Salz Iodin bei, verpacken es zum Transport in Plastiksäcke
und verkaufen es überall im Land. Wir durchqueren den Salzsee bis wir die Insel
Incahuasi erreichen. Hier sieht man die in der Region vorkommenden Riesenkakteen
und die spezielle Flora der Region auf kleiner Fläche im Übermaß und ganz aus
der Nähe. Nach diesem Abstecher setzen wir die Fahrt an den Nordrand der Salzpfanne
in Richtung des nicht zu übersehenden Vulkanes Cerro Thunupa (5.432 m) fort. Am
Fuße des Berges kommen wir nach 2 Stunden Fahrt im kleinen Ort Jirira (3.686 m)
an. Wir verbringen die nächsten 2 Nächte in einer einfachen Familienpension in
Gemeinschaftsschlafräumen (kein fließendes, warmes Wasser!). Auch hier kann es
wieder recht kalt werden, und wir schlüpfen am besten in unseren warmen Schlafsack.
Fahrzeit: 2h; Übernachtung in einer Familienpension mit Gemeinschaftsschlafraum
[FMA]
12. Tag Thunupa
Unsere heutige Wanderung (ca. 5-6 Stunden) führt uns - nach einer kurzen Fahrstrecke
- ein Stück hinauf auf den so genannten Kleinen Thunupa. Der Vulkan wird als Wohnsitz
einer der ältesten Götter der Andenkulturen angesehen und galt deshalb schon in
der Vor-Inka-Zeit als wichtiger Zeremonienplatz. Unser Ziel ist der Aussichtspunkt
(4.750 m) auf etwa halber Höhe, wir können aber die Wanderung je nach Wunsch der
Gruppe auch kürzer gestalten. Der Ausblick ist famos: Nach Süden hin breitet sich
der Salar de Uyuni und nach Norden der Salar de Coipasa aus, während im Osten
der Cerro Thunupa, der Große Thunupa, den Horizont begrenzt. Später am Tag bringen
uns die Fahrzeuge nach Jirira zurück.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Übernachtung in einer Familienpension
mit Gemeinschaftsschlafraum [FMA]
13. Tag Colchane
Wir verlassen Jirira und machen uns auf den Weg in Richtung chilenischer Grenze.
Es heißt Abschied nehmen von Bolivien! Nach der eventuell langwierigen Erledigung
der Grenzformalitäten beziehen wir unser Quartier in Colchane (3.800 m) in einem
sehr einfachen Guesthouse, ohne fließendes, warmes Wasser. Colchane selbst bietet
seinem Besucher nicht viel Sehenswertes. Je nach Ankunftszeit unternehmen wir
eventuell noch einen Ausflug in die Umgebung, dies entscheidet unser Reiseleiter
vor Ort.
Übernachtung in einer Familienpension mit Gemeinschaftsschlafraum [FMA]
14. Tag Surire-Nationalpark
Immer weiter folgen wir der chilenisch-bolivianischen Grenzstraße. Und schon
wenig später fahren wir in den Surire-Nationalpark hinein. Das Herzstück dieses
Parks ist der Salar de Surire, ein strahlend-weißer Salzsee inmitten der riesigen
wüstenhaften Salzpfanne in 4.250 m Höhe. Surire bedeutet Strauß in der Aymara-Sprache
des in der Puna-Ebene lebenden indianischen Volksstammes. Die Salzlagune trägt
ihren Namen zu Recht, denn oft lässt sich hier der Andenstrauß beobachten. Dieses
ungewöhnliche Biotop bietet Lebensraum für zahlreiche und leicht zu beobachtende
Vögel: Drei Arten von Flamingos stolzieren am Ufer und halten nach Nahrung Ausschau
oder füttern ihre Jungtiere. Gänse und Enten bevölkern die Seen und Tümpel, während
der Kondor in den Lüften seine Kreise dreht. An den natürlichen Thermalquellen
am Südende des Sees (4.250m) können wir noch ein Bad nehmen. Hier in der Nähe
auf ca. 4.400 m errichten wir in traumhafter Lage am Fuße des Cerro Rojo unser
Camp (je nach Verhältnissen kann das Lager auch höher oder niedriger liegen).
Zelt [FMA]
15. Tag Cerro Rojo
Die Bergsteiger unter uns haben heute die Gelegenheit, ohne viel Aufwand einen
5.000er zu besteigen. Die 6-7-stündige Tour auf den vor uns thronenden 5.200 m
hohen Vulkan Cerro Rojo ist technisch einfach, erfordert aber gute Kondition.
Der Aufstieg, zuerst durch loses Geröll und später durch Blockgelände, strengt
uns an, aber am Gipfel eröffnet sich uns ein grandioses Panorama: Wir blicken
„wie aus der Luft mit Adleraugen" hinunter auf den Surire und die umliegenden
Berge. Nach der Gipfelrast steigen wir die rund 800 Höhenmeter (je nach Lage unseres
Camps) wieder hinab bis zum Camp. Wer es lieber ruhiger mag, kann in der Nähe
des Lagers spazieren gehen, „Fotojagd" auf die reiche Tierwelt des Salar machen
oder einfach nur faul sein und die Ruhe und den Frieden dieses schönen Ortes genießen.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Zelt [FMA]
16. Tag Lauca-Nationalpark
An den Surire-Nationalpark schließt sich nach Norden das Naturreservat Las Vicuñas
an. Es gehört zum Lauca-Nationalpark, der von der UNESCO zur Welt-Biosphäre erklärt
wurde. Fast ein Drittel der chilenischen Vogelwelt ist hier beheimatet. Die Chancen
stehen gut, erneut Lamas, Vicuñas, Guanakos oder sogar einen Nandu zu erblicken.
Die Flora dieses Parks ist durch die silbergrüne Polsterpflanze Llareta charakterisiert.
Wir werden nahe des Fußes des noch aktiven 6.060 m hohen Vulkans Guallatiri über
Churiguaya (4.600 m) zu einer Passhöhe gebracht. Von hier beginnt unsere ca. 2-3-stündige
Wanderung südwärts entlang der unbefestigten Straße mit Tiefblicken auf den Chungara-See
und wunderbaren Weitblicken auf die Vulkane Parinacota (6.342 m) und Sajama (6.520
m). Wir erreichen den Lago Chungara nahe der bolivianischen Grenze. Dieser tiefblaue
See gehört mit seinem Wasserspiegel in 4.538 m Höhe zu einem der höchstgelegenen
Seen der Welt. Wir campieren in der Nähe des See-Ufers (4.570 m) m.
Gehzeit: 2-3h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 500m; Zelt [FMA]
17. Tag Parinacota - Putre
Die Kette der smaragdgrünen Lagunas de Cotacotani lockt uns zu unserem nächsten
kleinen Trekking. In rund 3-4 Stunden wandern wir an den Lagunen entlang und können
dabei viele Wasservögel beobachten. Die Landschaft wird von dem vergletscherten
Vulkan Parinacota (6.342 m), einem der formschönsten Vulkane des Landes, und von
5 weiteren Vulkanen bestimmt. Endpunkt ist die herrlich gelegene Laguna Parinacota,
wo wir vor der Kulisse der vergletscherten Vulkankegel einen Abstecher in den
Weiler Parinacota, ausgewiesen als Nationalmonument aufgrund der Adobe-Kirche
und den Zeugen aus der Aymara-Indianerkultur, machen. Hier können wir am örtlichen
Markt schöne Handwerksarbeiten erstehen, bevor wir uns auf den Weg in tiefere
Regionen begeben. Wir gelangen auf gewundenen Straßen die Pre-Cordillera hinab,
bis wir auf 3.500 m das Aymara-Dorf Putre erreichen.
Gehzeit: 3-4h; Übernachtung in einer einfachen Hosteria [FMA]
18. Tag Putre - Codpa
Wir fahren weiter das Altiplano hinab über kleine typische Dörfer wie Belén,
Tignamar und Timar. Unterwegs halten wir für eine kleine Wanderung in einer kleinen
Schlucht mit schönen Gesteinsformationen. Schließlich erreichen wir Codpa, eine
grüne Oase inmitten der Steinlandschaft. Die Codpa Lodge liegt darin schön eingebettet,
ein Ort der Ruhe und Erholung. Zum Abschied von Chiles Norden und unserer Crew
veranstalten wir einen Grillabend / Barbecue, während über uns die Sterne leuchten.
Gehzeit: 1-2h; Übernachtung in der Codpa Lodge [FMA]
19. Tag Codpa - Arica - Santiago
Von Codpa aus ist es nicht mehr allzu weit bis zur chilenischen Pazifikküste.
Der Blick auf das blaue Meer beruhigt unsere Augen. Wir picknicken am Strand in
Caleta Vitor, bevor wir nach Arica weiterfahren. In Chiles nördlichster Stadt
nahe der chilenisch-peruanischen Grenze besuchen wir den „El Morro", das Wahrzeichen
Aricas. Hier gewann Chile 1880 die entscheidende Schlacht im Salpeterkrieg. Aricas
Wüstenhafen wurde 1570 nur 25 Jahre nach der Entdeckung des Silbers von Potosi
zur Ausschiffung der Erze gegründet und war lange eine Seefeste. Je nach Flugplan
können wir noch ein wenig durch die Altstadt schlendern bevor unser Transfer zum
langen Flug von Arica nach Santiago de Chile erfolgt. Wir landen - wahrscheinlich
spät in der Nacht - nach 1.700 Kilometern und schönen Ausblicken auf uns nun schon
bekannte Regionen und Gipfel. Unser Reiseleiter für Santiago holt uns ab und bringt
uns ins schon bekannte Stadthotel.
Hotel [FM]
20. Tag Rückflug
Der Vormittag steht uns zur freien Verfügung. Am frühen Nachmittag werden wir
zum Flughafen gebracht und treten unseren Rückflug nach Deutschland an.[F]
21. Tag Ankunft
Am späten Nachmittag Landung in Frankfurt und Heimreise mit der Bahn.
Verlängerungen
Baustein: Licancabur (5.916 m) & Soquete (5.350m)
Baustein "Osterinsel" (5 Tage / 4 Nächte)
Leistungen
- Linienflug mit LAN Frankfurt – Santiago – Frankfurt, kostenloses Rail & Fly
Bahnticket ab/bis deutscher Grenze, Anschlussflüge Österreich und Schweiz gegen
Aufpreis und nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Hotels, Familienunterkünften und Zelten; meist Vollpension
- 2 Inlandsflüge mit LAN, Transfers und Überlandfahrten
- örtliche/r Deutsch sprechende/r Reiseleiter/in
- unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- fehlende Mahlzeiten, Getränke in den Hotels/Restaurants;
- Trinkgelder (ca. Euro 60,-);
- Einzelzimmer-Zuschlag;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Bei dieser abwechslungsreichen Reise lernen Sie die Wüstenregionen des nördlichen
Chiles und des südlichen Boliviens intensiv kennen. Es ist eine Tour für Naturliebhaber,
die Einsamkeit und abgeschiedenes Leben schätzen. Sie erleben die herbe Schönheit
des Andenhochlandes. Die Route verläuft durch die Nationalparks Salar de Atacama,
Salar de Uyuni, Salar de Surire und Lauca. Sie können sich bei den ersten Wanderungen
und Ausflügen gut akklimatisieren und immer wieder im Angesicht rauchender Vulkane
in warmen Quellen entspannen, die an vielen Stellen des Hochlandes aus dem Boden
sprudeln. Die Landschaft ist oft eine atemberaubende Farbsymphonie aus Braun-
und Rottönen mit surreal anmutenden Herden von Steppentieren und rosaroten Flamingos.
Nach Fotomotiven braucht man hier nicht lange zu suchen.
Die beiden weiten Inlandstrecken (Chile ist über 4.500 km lang!) werden mit dem
Flugzeug zurückgelegt. Für die oft langen und teilweise anstrengenden Überlandfahrten
auf schlechten Straßen (teilweise befahren Sie staubige Schotterpisten mit Schlaglöchern)
benötigen Sie Ausdauer und Durchhaltevermögen. Stellen Sie sich bitte darauf ein,
dass es bei solch schlechten Straßenverhältnissen auch zu Autopannen kommen kann.
In Chile fahren Sie mit kleinen Bussen, jeweils von einem Allrad-Pickup begleitet.
In Bolivien fahren Sie in Jeeps mit maximal 4 Personen pro Fahrzeug.
Die Wanderungen sind einfach, erfordern aber durch die Höhe eine gute Kondition
und Trittsicherheit und dauern 4-6 Stunden. Sie halten sich bei dieser Reise in
Höhen zwischen 2.000 m und 4.600 m auf. Gute Gesundheit und Höhenverträglichkeit
sind Voraussetzungen für die Teilnahme an dieser Reise. Da Sie verschiedene Klimaverhältnisse
antreffen, ist auch Klimaverträglichkeit notwendig. Konsultieren Sie bitte vor
der Reise bezüglich Herz und Kreislauf Ihren Arzt.
Die Übernachtungen finden in guten Hotels in den Städten Santiago und San Pedro
de Atacama, ansonsten in einfachen Hosterias oder sehr einfachen Familienunterkünften
in Gemeinschaftsschlafräumen und gemeinsamer Badbenutzung, oder in 2-Mann-Zelten
statt. In den Unterkünften in Bolivien steht nur kaltes Wasser zur Verfügung.
Sie benötigen für die einfachen Unterkünfte einen sehr warmen Schlafsack, denn
eine Heizung kennt man in diesen Regionen nicht.
Die Mahlzeiten sind während des Trekkings enthalten. Das Mittagessen findet meist
in Form eines Lunchpakets (Sandwiches, Obst, Schokolade, Müsliriegel) oder Picknicks
statt. Abends kocht die Crew für Sie im Mannschaftszelt. Getränke sind während
des Trekkings inklusive; bei Restaurantbesuchen oder in den Hotels sind diese
extra zu bezahlen.
Sie haben am Tag 15 die Möglichkeit, den Vulkan Cerro Rojo (5.200 m) zu besteigen.
Dies können Sie vor Ort entscheiden. Der Cerro Rojo ist in der Regel ein reiner
Schotteranstieg, feste Bergschuhe und Stöcke sind hier obligatorisch. Die ausgezeichnete
Akklimatisationsphase an den Tagen davor mit der Anpassung an die ungewohnte Höhe
sollte es Ihnen erlauben, diesen Gipfel ohne größere Schwierigkeiten zu besteigen.
Diese Reise führt Sie in eine einsame Region. Anpassungsfähigkeit an einfache
Verhältnisse, Bereitschaft zum Komfortverzicht und zu aktiver Mithilfe beim Lagerleben
(Zeltaufbau, Mithilfe beim Kochen, etc.) sollte für alle Teilnehmer selbstverständlich
sein.
Einreisebestimmungen
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist kein Visum erforderlich.
Gültigkeit des Reisepasses: 6 Monate nach Ankunft in Chile und Bolivien.
Impfungen
Für Chile und den Süden Boliviens sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Polio.
Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice
für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des
Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter
www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische
Schwierigkeiten, unvorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es bei
dieser Reise zu Programmumstellungen oder -änderungen kommen. Bei dieser Tour
durchqueren Sie mehrmals Privatland und benötigen von unserem Partner besorgte
spezielle private und staatliche Permits. Es ist nicht auszuschließen, dass Eigentümer
die Fahrt über ihr Land kurzfristig ablehnen oder die Behörden eine Erlaubnis
verweigern. Ihre Reiseleitung ist autorisiert, das Tagesprogramm und die Trekkingrouten
abzuändern, wenn es die örtlichen oder organisatorischen Umstände erfordern. Beachten
Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger
Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu unvorhersehbaren Schließungen
von Besichtigungsobjekten führen können. Teilweise schlechte Straßen- und Pistenverhältnisse
sowie eventuell langwierige Autopannen können zu Verzögerungen führen. Selbstverständlich
ist es das Ziel der Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte
zu erreichen. Für die exakte Durchführung der Ausschreibung können wir aber keine
Garantie geben. Über evtl. notwendige Routenänderungen werden Sie per letztem
Rundschreiben oder unter Umständen erst vor Ort informiert. Wir bitten um Ihr
Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr
an der Reise teilnehmen.
Klima
Im nördlichen Altiplano finden Sie wüstenhaftes Klima vor. Durch die Höhe der
Atacamawüste (zwischen 2.000 und 4.500 m) werden die Nächte empfindlich kalt,
während Sie sich tagsüber vor der intensiven Sonne schützen müssen. Rechnen Sie
mit Temperaturen am Tage von bis zu 30°C bei den Frühjahrs-Terminen (April / Mai)
und ca. 15-20°C im Herbst (August / Oktober). Die Temperatur in den Nächten sinkt
je weiter es in unseren Sommer geht, so sind auf der April/Mai-Reise die Nächte
noch etwas weniger frostig (ca. -5 bis -10°C) als im August/Oktober (bis -20°C).
Die trockene Hitze und die extrem trockene Kälte sind sehr gut zu ertragen, allerdings
müssen Sie mit ständig leichtem Wind rechnen. Niederschläge treten nur selten
auf. In der Mitte des Landes (um Santiago) sind die Jahreszeiten den unseren entgegengesetzt.
In den chilenischen Wintermonaten hat es in Santiago oft Nebel mit Temperaturen
um die 10-15°C.
Ausrüstung
Da Sie in Wetterlagen von trockenem Wüstenklima bis hin zu sehr kalten Verhältnissen
geraten können, sollten Sie von warmer Skiunterwäsche über Wind- und Wetterjacke
(z .B. Goretex) bis zu luftigen Baumwollhemden und Shorts alles mitnehmen. Für
die Wanderungen sind bequeme knöchelhohe Trekkingschuhe mit stabiler und griffiger
Profilgummisohle erforderlich. Bei den Tageswanderungen und Trekkings tragen Sie
nur Ihren Tagesrucksack selbst (mit Pullover/Fleece, Anorak/Wind- und Regenschutz,
Trinkflasche, Fotoausrüstung, Lunchpaket etc.), das Hauptgepäck wird transportiert.
Für die Campübernachtungen auf der Rundreise werden Zwei-Personen-Zelte mit Isoliermatten
gestellt. Zum verbesserten Schlafkomfort empfiehlt sich die Mitnahme einer leichten
aufblasbaren Thermo-Liegematte. Sie müssen für diese Zeltnächte und die Nächte
in den Familienunterkünften einen warmen Schlafsack mitbringen, der - je nach
Jahreszeit (siehe Anmerkungen zum Klima) - zwischen -10 bis -20°C tauglich sein
sollte.
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 12 Personen
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