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Land: Chile
Termin: 07.11.2010 - 27.11.2010

- Trekking in den 5 schönsten Nationalparks der chilenischen Schweiz
- Vulkanbesteigungen: Calbuco, Casa Blanca, Villarrica, Quetrupillan
- Fakultativ: Besteigung des Vulkanes Osorno (2.650 m)
- Wandern in den Urzeitwäldern der Araukarie
- Lago Todos los Santos, Insel Chiloé, Valdivia und Pucón
Trekken Sie durch eine Landschaft mit Flüssen, Seen, Wäldern und Bergen im Übermaß.
Zu Recht wird das Nordpatagonische Seengebiet auch die „Schweiz Südamerikas" genannt.
Hier reihen sich die schönsten Seen und Vulkane wie Perlen an einer Schnur. Hier
finden Sie Wälder der Araucaria araucana, jener Urbäume, die an riesige Regenschirme
erinnern. Ob Sie den Vulkan Osorno (2.650 m) besteigen wollen oder nur umwandern,
der Anblick dieses von riesigen Eiswülsten überzogenen Kegels hält Sie garantiert
in Bann. Auf Ihrer Reise durch das Seengebiet erwandern Sie alle lohnenden Vulkangipfel
und Nationalparks. Klingende Namen werden auf Ihrer Reiseroute Wirklichkeit: Sie
entdecken die Seen Todos los Santos, Llanquihue und Caburgua, die Orte Valdivia
und Pucón und die Vulkane Villarrica, Calbuco, Casa Blanca und Quetrupillan. Der
Villarrica (2.850 m) steht dem Osorno an Schönheit nicht nach. Als aktivster Vulkan
Südamerikas ist der Blick in seinen riesigen Krater, in dem die Magma brodelt,
für viele der Höhepunkt der Reise. Im Nationalpark Conquillio tauchen Sie in eine
vollkommen andere Urwelt ein. Hier wurde aus gutem Grund der Film Jurassic Park
gedreht. Ein krönender Abschluss dieser Trekking-Wochen.
Tourverlauf
1. Tag Frankfurt - Santiago de Chile
Linienflug mit LAN von Frankfurt über Madrid nach Santiago de Chile (kostenlose
Bahnzubringer ab allen deutschen Bahnhöfen inklusive, Anschlussflüge aus Österreich
und Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit).
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Santiago - Puerto Montt
Wir kommen morgens in Santiago an und fliegen gleich weiter nach Puerto Montt.
Während unseres 2-stündigen Fluges entlang der vergletscherten Andenkette erscheinen
zur linken Fensterseite jene Berge, an deren Flanken wir die nächsten Wochen wandern
werden. Die Vulkane Llaima, Villarrica und Osorno zeigen sich dabei besonders
eindrucksvoll; die zwei ersten lassen sich leicht an ihren Rauchfahnen erkennen.
Nachdem wir uns im Hotel etwas ausgeruht haben, schlendern wir noch die Straße
zum pittoresken Fischmarkt hinunter. Unser Spaziergang führt uns zum Regionalmarkt
mit landestypischen Produkten aus Wolle und Holz und vorbei an großen Fährschiffen,
die nach Südpatagonien aufbrechen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [A]
3. Tag Puerto Montt - Chiloé oder Alerce Andino National Park - Puerto Montt
Je nach Seewetterlage besuchen wir entweder eine meeresbiologische Forschungsstation
für Magellan- und Humboldtpinguine auf der Insel Chiloé oder wir weichen auf eine
mehrstündige Trekkingtour im Parque Nacional Alerce Andino aus, nahe Puerto Montt.
Wenn durch das Forschungsinstitut grünes Licht gegeben wird, erreichen wir nach
einer 1-stündigen Fahrt den Seehafen Parqua. Wir setzen mit der Fähre über den
Canal de Chacao zur Insel Chiloé über. Die Sonne taucht hier das Meer in ein tiefes
Blau und lässt die Farbenwelt der Wiesen und die mit tropischen Bäumen durchsetzten
Waldhänge erstrahlen. Die Mythologie der Chiloten, wie die Bewohner genannt werden,
ist reich und unverfälscht. Noch immer sollen Götter und Göttinnen, Hexen und
Zauberer, Gnome und Tiermenschen im weitgehend unberührten Westteil der Insel
leben und starken Einfluss auf ihre Bewohner ausüben. Von der Forschungsstation
geht es mit motorisierten offenen Fischerbooten zu einer Kolonie von Magellan-
und Humboldtpinguinen. Bei letzteren handelt es sich um eine vom Aussterben bedrohte
Spezies. Wenn wir Glück haben, sehen wir auch Wale.
Kann die Pinguin-Tour wegen zu hohen Wellengangs nicht gemacht werden, folgen
wir von Puerto Montt aus der entgegengesetzten Küstenstraße zum Parque Nacional
Alerce Andino. Hier wandern wir ungefähr 5 Stunden durch dichten, immergrünen
Lärchen-Regenwald. Einige der Bäume werden bis zu 50 m hoch und ihr Alter wird
auf über 4.000 Jahre geschätzt. Zurück in Puerto Montt lassen wir den Tag bei
Fisch und Wein ausklingen.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 500m; Hotel [FMA]
4. Tag Puerto Montt - Nationalpark Llanquihue
Von Puerto Montt ist die Fahrt nicht weit bis zum Llanquihue-See, dessen Uferstrasse
wir nach Osten folgen, bis zu dem kleinen Ort Ensenada am östlichen Ende des Sees.
Auf dieser Strecke zeigt sich der Einfluss deutscher Kolonialisten besonders deutlich.
Auf einer Schotterstrasse erreichen wir schließlich den Naturschutzparks Llanquihue,
Ausgangspunkt für unsere erste Bergbesteigung, den Vulkan Calbuco 2015m. Wir wandern
auf schmaler werdenden Pfaden bergauf, bis uns der dichte Wald an einer riesigen
Lavazunge entlässt und der Blick zum Gipfel und hinüber zum Vulkan Osorno und
dem Lago Llanquihue hin frei wird. Übernachtung auf dem privaten Campingplatz
eines Landhauses. Sollten dort Zimmer frei sind, wird im Landhaus übernachtet.
Die Entscheidung dazu fällt vor Ort.
Gehzeit: 8h; Aufstieg: 1500m; Abstieg: 1500m; Übernachtung im Zelt oder im Hotel
[FMA]
5. Tag Lago Lanquihue - Weg der Jesuiten - Lago Todos Los Santos
Wanderung auf dem „Weg der Jesuiten". Die Tour beginnt von dem kleinen Ort Ralun,
gelegen am Ende des Meeresarms Reloncavi, der wie ein Wurmfortsatz zwischen 2000
m hohen Bergen 60 km tief ins Land einschneidet. Anfangs folgen wir noch einem
breiten Weg, der sich mit zunehmender Höhe immer mehr verengt. Noch bevor wir
den Lago Cayutué erreichen, ist der höchste Punkt unserer Wanderung erreicht und
wir steigen hinab zur tiefeingeschnittene Lagune des Lago Todos Los Santos, wo
unser Endziel, die von jeglicher Straßenverbindung abgeschnittene Ansiedlung Cayutué
liegt. Nach der Passüberschreitung ist der Blick zu den Vulkanen Osorno und Puntiagudo,
dem Matterhorn Chiles, schlichtweg atemberaubend. Über Funk fordern wir von Cayutué
ein Schiff aus Puerto Petrohué an, das etwa eine knappe Stunde später eintreffen
wird. Mit dem Boot geht es dann zurück in die „Zivilisation" wo bereits die Fahrzeuge
auf uns warten. Übernachtung wieder entweder im Zelt oder im Landhaus.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Übernachtung im Zelt oder im Hotel
[FMA]
6. Tag Lago Todos los Santos - La Picada - Lago Todos los Santos
Bevor wir vom Lago Todos los Santos im Nationalpark Vicente Perez Rosales zu
unserer Treckingtour starten, machen wir noch einen Halt bei den rauschenden Wasserfällen
von Petrohué. Unsere Wanderung führt uns schon bald aus dem dichten Vegetationsbereich
zu karstigen Lavafeldern. Das Auge kommt nicht zur Ruhe! Der Vulkan Osorno überstrahlt
gewaltig und majestätisch das Umland. Während des ganzen Aufstiegs haben wir ständig
seinen vergletscherten, spaltendurchzogenen Gipfelaufbau vor uns und im Rücken
das breite Massiv des 3491 m hohen Cerro Tronador (der Donnerer). Am Passübergang
La Picada kehren wir wieder um, diesmal dominiert der Blick hinunter auf den Lago
Todos Los Santos die Landschaftsszene. Noch am späten Nachmittag fahren wir zum
Lago Puyehue, Ausgangspunkt für den gleichnamigen Nationalpark.
Fakultative Besteigung des Osorno: Je nach Wetter steht heute für die angemeldeten
Bergsteiger die Besteigung des Osorno auf dem Programm. Frühmorgens Aufbruch vom
Lager und Fahrt bis zum Ausgangspunkt der Besteigung. Wir wandern zuerst über
schwarze Lava-Asche bis wir den imposanten Gletscher erreichen. Hier wird angeseilt,
um den technisch anspruchsvollen Anstieg bis zu 45 Grad zu bewältigen. Der Gipfel
gibt den Blick auf die unzähligen Vulkane des Seengebietes frei. Der Anstieg auf
die Gesamthöhe von 2.650m dauert 5 Stunden, der Abstieg 3 Stunden. Anschließend
Transfer zurück zur Gruppe.
Sollte das Wetter am Tag vorher besser aussehen, können vom Reiseleiter Tag 5
und 6 getauscht werden. Die Entscheidung darüber fällt vor Ort in Absprache mit
der Gruppe.
Gehzeit Osorno: 8 Std.; Aufstieg 1.600 m; Abstieg 1.600 m; Hotel, evtl. teilen
sich 3 Zimmer ein Badezimmer; (FMA)
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Hotel, evtl. teilen sich 3 Zimmer
ein Badezimmer [FMA]
7. Tag Lago Puyehue - Vulkan Casablanca - Lago Puyehue
Am Morgen Fahrt hinauf nach Antillanca (1.000 m), im Nationalpark Puyehue gelegen.
Von dort besteigen wir den Vulkan Casa Blanca (2.050 m). Die Besteigung ist so
schön wie einfach. In einer weitausholenden Schleife kehren wir zurück und sie
können die Termas Puyehue besuchen – deren Heilwasser eine fantastische Wirkung
gegen Muskelkater entfaltet. Anschließend Fahrt zurück zum Hotel am Lago Puyehue.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 1050m; Abstieg: 1050m; Hotel, evtl. teilen sich 3 Zimmer
ein Badezimmer [FMA]
8. Tag Lago Puyehue - Valdivia
Am Morgen Besuch eines mit vielen Preisen ausgezeichneten Museums mit technischen
Gegenständen und Autos aus der Kolonialzeit. Weiterfahrt nach Valdivia. Der Tag
steht dann zur freien Verfügung. Valdivia gehört zu den schönsten Städten Chiles
und bietet zahllose Möglichkeiten, sich den Tag erlebnisreich zu gestalten: Museen,
Strände, Baudenkmäler, Bootsausflüge, Tierbeobachtungen u.a. von Schwarzhalsschwänen,
Seelöwen und Seehunde sowie alle Arten von Wasservögeln.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FM]
9. Tag Valdivia - Pucon - Canon de Cani
Am Morgen fahren wir nochmals kurz zum Fischmarkt und zur Küste und verabschieden
uns von Seelöwen und vom Pazifik. Dann setzen wir unsere Fahrt nach Norden über
Villarrica und entlang dem gleichnamigen See bis zu dem Ort Pucón fort, dem „Sankt
Moritz" Chiles. Die Einheimischen sind ganz besonders stolz auf die außergewöhnliche
Schönheit ihrer Region und zeigen dies mit einer aufwendigen Blumen- und Pflanzenpracht
vor ihren Häusern. Der schmauchende Vulkan Villarrica, übrigens der aktivste Vulkan
Südamerikas, mit seinem aufgerissenen Gletscher dominiert den ganzen Tag über
die Szene – seine Besteigung steht aber erst in den nächsten Tagen auf unserem
Programm. Genügend Zeit also, um sich auf ihn einzustimmen. Wir fahren noch etwa
25 km über Pucón hinaus und errichten nahe unserer morgigen Trekkingtour für die
nächsten 2 Tage unser Zeltlager. Hier haben sie die Möglichkeit, eine der schönsten
und naturbelassensten Thermalbäder der Gegend zu besuchen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]
10. Tag Canon de Cani
Der Cañon de Cani ist ein steiler Bergrücken, der von einer Gruppe naturliebender
Ausländer aufgekauft wurde, um ihn in seiner Ursprünglichkeit zu erhalten. Gerade
die zweite Aufstiegshälfte bietet eine kaum zu überbietende Abwechslung. Der etwa
5-stündige Aufstieg durch Südbuchen-, Lärchen- und Aurakarienwälder, vorbei an
kleinen Seen, endet an einem ausgesetzten Felsgipfel, dem Cerro Redondo 1554 m,
von dem aus sich ein atemberaubendes Rundum-Panorama bietet. Später zurück ins
Zeltlager.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 1200m; Zelt [FMA]
11. Tag Canon de Cani - Nationalpark Huerquehue - Pucon
Kleine Nebenstrassen bringen uns zum Lago Tinquilco, an dessen Ende der Nationalpark
Huerquehue liegt. Unser Ziel ist diesmal kein Gipfel. Der Park besteht aus ausgedehnten
Wäldern von Südbuchen und Araukarien. Wir folgen einer Reihe von kleinen Seen,
von denen jeder in der Landschaft wie eine Perle in der Muschel eingebettet liegt.Wir
fahren zurück nach Pucon und beziehen unsere Unterkunft. In den schönen Bungalows
(Cabanas) teilen sich immer zwei Zimmer ein Bad.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 700m; Bungalows mit geteiltem Badezimmer
[FMA]
12. Tag Pucon - Villarica - Pucon
Die Besteigung des im Nationalpark Villarrica liegenden gleichnamigen Vulkans
beginnt. Für den Aufstieg zum Krater rechnen wir fünf Stunden. Aufbruch sehr früh
am Morgen, denn wir wollen den Berg nicht mit anderen teilen. Erstmals werden
wir mit Bestimmtheit nicht alleine am Berg sein, denn der Villarrica gehört zweifellos
zu den beliebtesten Vulkanen Chiles. Er wird schon deshalb gerne bestiegen, weil
in seinem Innern die „Hexenküche" noch richtig brodelt. Und keiner, der das Privileg
hat, in seinen Schlund blicken zu dürfen, bleibt davon unberührt. Später steigen
wir wieder ab nach Pucon.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 1600m; Abstieg: 1600m; Bungalows mit geteiltem Badezimmer
[FMA]
13. Tag Pucon
Der Tag steht zur freien Verfügung. Pucón bietet alles was ein Ferienort bieten
kann. Der Ort ist überaus reizvoll und die Möglichkeiten sich den Tag zu gestalten
sind grenzenlos: Rafting, Reiten, Segeln, Schwimmen, Shopping, Straßencafes, Kultur
oder sich einfach dem Charme von Pucón hingeben.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Bungalows mit geteiltem Badezimmer [F]
14. Tag Pucon - Radtour - Basislager Quetrupillan
Eine Radtour bringt uns zu den Wasserfällen von Ojos de Caburgua. Kaum vorstellbar,
dass der unterirdische Abfluss des Lago Carburgua nach so vielen Kilometern plötzlich
an die Oberfläche kommt und in verschiedenen Wasserfällen röhrend in die Tiefe
stürzt. Nach dem Mittagessen fahren wir dann durch tiefeingeschnittene Bergtäler
in den östlichen Teil des Nationalparks Villarrica. Wir schlagen am Fuß des Vulkans
Quetrupillan (2100 m) die Zelte auf und bereiten uns auf die Besteigung des Berges
am nächsten Tag vor. Spielen das Wetter und die Kondition mit, das entscheidet
sich am Gipfel, hängen wir noch eine lohnende Rundtour an.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]
15. Tag Gipfel Quetrupillan
Sehr früher Aufbruch, denn uns steht eine sehr lange Tour bevor. Durch dichten
Regenwald, bis dieser schließlich in einen Araukarienwald übergeht, nähern wir
uns dem Vulkan. Urplötzlich reißt der üppige Baumbewuchs ab. Wir steigen über
nacktes Lavagestein weiter und stehen bald auf Schnee und Eis. Bis zum Gipfel
des Quetrupillan (2.100 m) müssen wir mit sechs Stunden rechnen. Vorausgesetzt
Wetter und Kondition sind gut, steigen wir auf der anderen Bergseite ab, vorbei
an Wassertümpeln, in denen bis zu kopfgroße Bimssteine an der Oberfläche treiben.
Wir erwarten in dieser überaus abwechslungsreichen Mondlandschaft nichts weniger
als Farben. Und doch, innerhalb nur weniger Schritte liegt plötzlich ein riesiger,
smaragdblauer See wenige hundert Meter unter uns. Der Abstieg bis zu unserem Lager
zurück ist noch lang, doch die Fülle des Naturschauspiels lässt uns die Müdigkeit
am Ende der 11-stündigen Tour vergessen. Lassen Sie sich von der Zeitangabe nicht
abschrecken, Sie haben zwischenzeitlich eine gute Kondition, wir gehen gemächlich
und Pausen sind darin eingeschlossen.
Gehzeit: 10-12h; Aufstieg: 1600m; Abstieg: 1600m; Zelt [FMA]
16. Tag Basislager Quetrupillan - Pfad der 5 Wassefälle - Pucon
Der Vortag steckt uns sicher noch in den Knochen, doch die heutige Tour nach
Los Nevados, im Nationalpark Villarrica, ist weniger anstrengend, nur rund 800
Höhenmeter sind zu überwinden. Der letzte Teil der Zufahrtsstraße ist ziemlich
schlecht und wir wissen nicht wie weit uns der Wagen bringt. Bis wohin auch immer,
wir werden die Tagesrucksäcke schultern und schon bald auf den „Sendero de las
5 Cascadas" stoßen, den „Pfad der 5 Wasserfälle". Unser Pfad führt immer schön
den Rio Turbio hinauf, dem reißenden Bergbach, der sich aus dem Gletscher des
Vulkans Villarrica speist. Weit reicht unser Blick ins Land hinaus und ich glaube
nicht, dass wir auf diesem landschaftlich spektakulären Aufstieg überhaupt einem
Menschen begegnen werden. Nach der Tour kehren wir wieder in unsere vertraute
Unterkunft nahe Pucón zurück.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Bungalows mit geteiltem Badezimmer
[FMA]
17. Tag Conquillio Nationalpark
Endlich ein Morgen, an dem wir alle etwas länger ausschlafen können. Nach einem
kräftigen Frühstück brechen wir auf, verlassen die faszinierende Region rund um
den Vulkan Villarrica. Doch eine vergleichbar schöne Landschaft erwartet uns im
Nationalpark Conquillio, nur eben wieder ganz anders. Hier erhebt sich vor uns
der majestätisch und ewig rauchende Vulkan Llaima (3120 m) mit seinem Doppelgipfel,
zwischen denen ein riesiger Krater klafft. An seinem Fuße breiten sich zahlreiche
kleine Seen und Lagunen aus. Die Silhouetten der dichtstehenden Araukarien erinnern
mitunter an Regenschirme. Hier wären wir vielleicht gar nicht so erstaunt, wenn
plötzlich ein Dinosaurier hervortreten würde.
Zelt [FMA]
18. Tag Conquillio Nationalpark
Zuerst folgen wir dem Seeufer des Lago Conquillio und steigen dann durch dichten
Südbuchen- und Araukarienwald einen Höhenrücken der Sierra Nevada hinauf, von
wo aus sich immer wieder freie Ausblicke zu den umliegenden Vulkanen, Seen, Lagunen
und Lavaströmen auftun. Wer hier oben steht fühlt sich in der Zeit um 70 Millionen
Jahre zurück versetzt, erlebt eine Urwelt um sich herum, wie sie sich auf keinem
Fleck der Erde in vergleichbarer Weise noch finden lässt. Nicht umsonst filmt
Hollywood in dieser Landschaft die Hintergrundszenen für ihre Dinosaurier-Filme,
wie z.B. Jurassic Park.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 600m; Abstieg: 600m; Zelt [FMA]
19. Tag Conquillio Nationalpark - Temuco - Santiago
Noch einen halben Tag bleiben wir im Park, stoppen mit dem Wagen ein rundes Dutzend
Mal. Wir wandern zu kleinen Lagunen, Wasserfällen, suchen den Himmel nach Kondoren
ab, fotografieren, kraxeln auf haushohe Lavakrusten und nehmen damit einfach Abschied
von einer Welt, die einem in Europa so total fremd ist. Danach Fahrt zur Provinzhauptstadt
Temuco. Das weitere Umland der Stadt war vor und während der Kolonisation das
„Herz" der Mapuche-Indianer, das sie hartnäckig gegen die spanischen Eroberer
verteidigten. Zwischenzeitlich ist das Zentrum Temucos mit allen Stadtzentren
der Welt austauschbar. Wir essen noch in Temuco früh zu Abend, fahren dann zum
Flughafen und fliegen zurück nach Santiago, wo wir am späten Abend noch unser
Hotel beziehen.
Hotel [FMA]
20. Tag Santiago - Frankfurt
In der Hauptstadt bleibt ausreichend Zeit für die Besichtigung des historischen
Stadtkerns. Auch lohnende Museen für jeden Geschmack bietet die Metropole, doch
werden wir die reine Luft Nordpatagoniens, mit der wir unsere Lungen über so viele
Tage verwöhnten, bestimmt ein wenig vermissen. Am Nachmittag Fahrt zum Flughafen.
Rückflug nach Deutschland, mit hoffentlich einem Dutzend gelungener Treckingtouren
im Gepäck und auch sonst unvergesslichen Eindrücken von Land und Menschen.[F]
21. Tag Ankunft
Ankunft in Frankfurt am späten Nachmittag und Heimreise mit dem Rail & Fly
Bahnticket.
Verlängerungen
Baustein "Osterinsel" (5 Tage / 4 Nächte)
Leistungen
- Linienflug mit LAN Frankfurt – Santiago – Frankfurt, kostenloses Rail & Fly
Bahnticket ab/bis deutscher Grenze, Anschlussflüge Österreich und Schweiz gegen
Aufpreis und nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Hotels, Hütten und Zelten; meist Vollpension
- 2 Inlandsflüge mit LAN, Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in ab Puerto Montt/bis Santiago
- unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- fehlende Mahlzeiten, Getränke;
- Trinkgelder (ca. Euro 50,-);
- Einzelzimmer-Zuschlag;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- fakultative Besteigung des Osorno (Euro 180,- pro Person)
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Nordpatagonien, auch das "Seengebiet" genannt, ähnelt landschaftlich unseren
Alpen und ist demnach ein ideales Gebiet zum Wandern, Bergsteigen, Mountainbike
Fahren und Raften. Daher ist es auch eine der beliebtesten Urlaubsregionen für
die Chilenen selbst, was in Europa wenig bekannt ist.
Vornehmlich deutsche Kolonialisten prägten Nordpatagonien und das ist kein Zufall.
Hier trafen sie ein mildes Klima und gute Erde an und die Landschaft hielt die
aus wirtschaftlicher Not zurückgelassene Heimat in ihnen wach. Sie verwandelten
diesen einst fast unzugänglichen Landstrich zur Kornkammer Chiles und noch heute
werden Sie auf Schritt und Tritt altem Deutschtum begegnen. Hier leben auch noch
die meisten Mapuches. Rund 250.000 Voll- oder Halbblutindianer sollen es sein,
die diesem stolzen Stamm angehören.
Bei dieser Tour lernen Sie die "Chilenische Schweiz" intensiv kennen. Sie wandern
in den 6 schönsten Nationalparks Nordpatagoniens, besteigen vier Vulkane und erleben
auf den Überlandfahrten wunderbare Naturlandschaften. Ein Kleinbus und ein Allrad
Pick-Up Fahrzeug (je nach Gruppengröße) begleiten die Gruppe. Die Camping- und
Kochausrüstung wird gestellt und mit dem Fahrzeug transportiert. Sie brauchen
nur Ihren Tagesrucksack zu tragen. Auch an kulturellen Besichtigungen wird es
auf der Tour nicht fehlen.
Die Wanderungen und Bergbesteigungen erfordern Trittsicherheit und eine gute
Kondition, erfordern aber keine Schwindelfreiheit oder technisches Können. Bei
den zum Teil langen Bergtouren achtet Ihr Reiseleiter ganz besonders auf ein langsames,
stetiges Gehtempo und ausreichend Pausen. Für die meisten der Vulkane sind aufgrund
des harschigen Schnees am Morgen Steigeisen und Pickel notwendig, sie bergen aber
keine technischen Schwierigkeiten. Steigeisen und Pickel werden auf Wunsch gestellt,
bitte geben Sie Bescheid, sollten Sie diese benötigen. Die genauen Anforderungen
der Wanderungen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Tagesbeschreibungen.
Die Osorno-Besteigung ist fakultativ. Je nach Wetterlage ist die Tour am 5. oder
6. Reisetagtag möglich. Die Besteigung wird entweder vom Reiseleiter selbst oder
von einem spezialisierten Tourunternehmen ausgeführt mit deren erfahrenen örtlichen
Englisch sprechenden Bergführern. Ausrüstung wie Steigeisen, Eispickel, Steinschlaghelme,
Seile, Rettungsausrüstung usw. werden für diese Besteigung gestellt. Der Transport
ist eingeschlossen, ebenso die Park- und Besteigungsgebühren.
Für die Besteigung des Osorno benötigen Sie Hochtourenerfahrung. Eine sehr gute
Kondition, Erfahrung im sicheren Gehen mit Steigeisen und Kenntnisse in der Spaltenbergung
sind Voraussetzung. Der Aufpreis beträgt bei einer Person Euro 350,-, ab 2 Personen
Euro 180,- (Stand September 2009) und wird vorab an Hauser exkursionen entrichtet.
Sollten Sie sich vor Ort kurzfristig gegen eine Besteigung entscheiden, kann der
Betrag leider nicht erstattet werden, da der Bergführer auf jeden Fall bezahlt
werden muss, wir bitten um Ihr Verständnis. Bitte geben Sie bei Anmeldung mit
an, ob Sie den Osorno besteigen möchten.
Sie übernachten entweder im Zelt, in "Cabañas", also in Ferienhäusern mit Zimmern
für 2-4 Personen und geteiltem Badezimmer oder in kleinen gemütlichen Hotels und
Pensionen. Alle Unterkünfte entsprechen mittlerer chilenischer Kategorie.
Sie wählen eine Aktivtour für Genuss-Bergsteiger. Anpassungsfähigkeit an einfache
Verhältnisse, Bereitschaft zum Komfortverzicht und zu aktiver Mithilfe beim Lagerleben
(Zeltaufbau, Mithilfe beim Kochen, etc.) sind Voraussetzung für die Teilnahme.
Einreisebestimmungen
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist kein Visum erforderlich.
Gültigkeit des Reisepasses: 6 Monate nach Ankunft in Chile.
Impfungen
Für Chile sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Polio.
Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice
für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des
Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter
www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische
Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es
bei dieser Reise zu Programmumstellungen oder -änderungen kommen. Sollten bestimmte
Gipfel aus wettertechnischen Gründen nicht machbar sein, wird Ihre Reiseleitung
ein Ersatzprogramm anbieten. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung
sämtliche Programmpunkte zu erreichen, dennoch bitten wir wegen des oft unvorhersehbaren
Wetters in Nord-Patagonien um Ihr Verständnis für kurzfristige Änderungen vor
Ort. Für die exakte Durchführung der Ausschreibung können wir leider keine Garantie
geben. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an
der Reise teilnehmen.
Klima
Die „Chilenische Schweiz" trägt ihren Namen nicht ausschließlich der Landschaft
wegen, ebenso alpenländisch wechselhaft ist das Klima. In den Monaten November
bis einschließlich April liegen die Temperaturen von 15-25°C tagsüber und in den
Basislagern bis zu 0°C während der Nacht. Mitunter können starke Winde in den
Gebirgsregionen auftreten. Dementsprechend sollten Sie sowohl leichte Baumwollkleidung
für sonniges Wetter wie auch warme Sachen für abends mitbringen. Auf den Bergen
kann es empfindlich kalt werden, vergleichbar mit der Zugspitze. Besonderen Wert
müssen Sie auf einen praktischen, funktionellen Regenschutz legen (Goretex ist
zu empfehlen). Ihr Schlafsack sollte einen Komfortbereich bis -10°C aufweisen.
Gut eingelaufene Trekkingschuhe mit griffiger Profilsohle sind für die Wanderungen
notwendig.
Ausrüstung
Für alle Vulkanbesteigungen benötigen Sie festes Schuhwerk, da Sie, je nach Verhältnissen,
mit Steigeisen gehen müssen. Bedingt steigeisenfeste Schuhe reichen aus. Ferner
benötigen Sie einen Eispickel. Wer keines dieser Geräte besitzt, kann Sie auch
beim Reiseleiter vor Ort in Pucon ausleihen (Leihgebühr inklusive im Reisepreis,
bitte unbedingt vorher bestellen!). Die Mitnahme von Teleskop-Stöcken ist ratsam.
Drei-Personen-Zelte (für je 2 Leute), Isoliermatten und die Kochausrüstung inklusiv
Geschirr und Besteck werden gestellt. Zum verbesserten Schlafkomfort empfiehlt
sich die Mitnahme einer leichten Therm-a-rest-Matte. Wer den Vulkan Osorno besteigen
möchte, benötigt steigeisenfeste Bergschuhe, sehr warme Handschuhe und eine warme
Jacke. Die komplette Hochtourenausrüstung wird gestellt. Bitte beachten Sie dazu
auch unsere Ausrüstungsliste, die Sie bei Buchung erhalten.
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 12 Personen
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