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Land: Ecuador
Termin: 05.11.2010 - 20.11.2010
- Berühmte Bergsteigerziele: Cotopaxi (5.897m) und Chimborazo (6.310m)
- Optimale Akklimatisation am Vulkan Pasochoa, El Corazón und Illiniza Norte
- Reservetag für die Chimborazo-Besteigung
- Ruhetage zwischen den Bergtouren in gemütlichen Haciendas
- Besuch des Indianermarktes von Guamote
Eine Traumreise für Bergsteiger! Die vergletscherten Vulkankegel Ecuadors sind
das klassische Ziel für passionierte Alpinisten aus aller Welt. Dabei wandeln
Sie auf wissenschaftlich und bergsteigerisch bedeutsamen Pfaden: Alexander von
Humboldt hat hier 1802 naturkundliche Forschungen betrieben, Jahrzehnte später
führte Edward Whymper, der Erstbesteiger des Matterhorns, zahlreiche Erstbesteigungen
durch. Ihre Reiseroute entlang der „Straße der Vulkane" zählt zu den attraktivsten
Abschnitten der berühmten Panamericana. Akklimatisations-Touren führen zu den
Vulkanen Pasochoa und El Corazon, um Sie auf die Besteigung des Illiniza Norte
einzustimmen.
Welch grandioser Blick über die Anden! Ihr nächstes Ziel, die Besteigung des
Bilderbuchvulkans Cotopaxi, zweithöchster Gipfel des Landes und einer der höchsten
aktiven Vulkane der Erde, steht bevor: Sie lassen sich Zeit, übernachten zweimal
im Nationalpark und steigen erst dann zur José Ribas-Hütte hinauf, bevor Sie zum
eisgepanzerten Gipfel aufbrechen. Gut akklimatisiert erwartet Sie nun Ihre größte
Herrausforderung, der krönende Abschluss einer Reise voller erhebender Gipfelmomente:
Die Besteigung des Chimborazo, des höchsten Berges Ecuadors.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit LAN / Iberia von Frankfurt über Madrid nach Lima.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Quito
Ankunft am frühen Morgen in Ecuadors Hauptstadt Quito. Wir werden am Flughafen
von unserem Deutsch sprechenden Reiseleiter abgeholt und zu unserem Hotel gebracht.
Da wir sehr früh in Quito ankommen, kann es sein, dass unsere Zimmer noch nicht
zur Verfügung stehen. Wir frühstücken im Hotel und haben ein erstes kurzes Briefing
mit unserem Reiseleiter. Anschließend erkunden wir im neuen Teil von Quito den
Alameda Park und die Avenida Amazonas mit zahlreichen Restaurants und Läden. In
der Altstadt, seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe, besuchen wir die Plazas de la Independencia,
Santo Domingo und San Francisco. An diesen drei Plätzen liegen die bedeutendsten
Baudenkmäler aus der Kolonialzeit. Vom kleinen Vulkankegel "El Panecillo" aus
(der Name bedeutet "das Brötchen") haben wir zum Abschluss einen schönen Blick
über die Stadt - und bei klarem Wetter auf den schneegekrönten Cotopaxi. Am Nachmittag
kehren wir zu unserem Hotel zurück und haben den Abend zur freien Verfügung.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel
3. Tag Pasochoa
Morgens verlassen wir die Hauptstadt Ecuadors und fahren über Sangolqui an den
nördlichen Rand des Vulkans Pasochoa (4.200 m). Vom Ausgangspunkt Guendina (3.280
m) führt ein 4- bis 5-stündiger Wanderweg durch Páramo - eine typische Anden-Landschaft
- zur Caldera des Pasochoa. Nach dem 2- bis 3-stündigen Abstieg fahren wir zu
einer gemütlichen Hacienda, unserer Unterkunft für zwei Nächte, in der Nähe des
Ortes Machachi.
Gehzeit: 6-8h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 920m; Abstieg: 920m; Übernachtung in einer
Hacienda [FMA]
4. Tag El Corazón
Nachdem wir erste Eindrücke von Land und Leuten gesammelt haben, unternehmen
wir eine Tageswanderung in der Region des El Corazón. Der 4.788 m hohe Vulkan
liegt auf der Westkordillere im Nordwesten des Tals von Machachi und ist Teil
eines nur selten verschneiten Massivs mit drei Bergspitzen. Fühmorgens verlassen
wir unsere Unterkunft und wandern bis zum Vorgipfel des El Corazón in eine Höhe
von rund 4.500 m.
Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 1230m; Abstieg: 1230m; Übernachtung in einer Hacienda
[FMA]
5. Tag Avenida de los Volcanes
Am Morgen fahren wir auf der Avenida de los Volcanes, der „Straße der Vulkane",
in Richtung Süden. Unterwegs zeigen sich bei sonnigem Wetter die strahlenden Gipfel
des Cotopaxi, des Illiniza Norte und Illinaza Sur am Horizont. Über eine Schotterstraße
fahren wir zu unserem Ausgangspunkt auf ca. 3.400 m Höhe am Fuß der Illinizas
und wandern bis zu unserem Lagerplatz (3.860 m), „La Virgen" genannt. Am Nachmittag
machen wir noch einen kleinen Spaziergang.
Gehzeit: 2h; Fahrzeit: 0,5h; Aufstieg: 460m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt
[FMA]
6. Tag Illiniza Norte
Frühmorgens brechen wir zur Besteigung des Illiniza Norte (5.126 m) auf. Der
Anstieg ist bis auf das letzte Stück kurz vor dem Gipfel technisch nicht schwierig.
Bei unserem ersten hohen Gipfel sollte „nichts übers Knie gebrochen" werden. Nach
kurzer Blockkletterei (II) ist der höchste Punkt erreicht. Eine Pause haben wir
uns nun verdient. Fantastisch ist der Blick vom Gipfel über die Andenlandschaft!
Der Cotopaxi, unser nächstes Ziel, wächst direkt uns gegenüber in den Himmel.
Nach der Gipfelrast steigen wir zügig ab. Übernachtung wieder am Lagerplatz „La
Virgen".
Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 1266m; Abstieg: 1266m; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Cotopaxi-Nationalpark
Wir treten die Fahrt zum Cotopaxi-Nationalpark an, der zum Schutz der Páramo-Vegetation
eingerichtet wurde. Die folgenden zwei Nächte verbringen wir im Akklimatisationszentrum
Tambopaxi (3.720 m) am Rande des Cotopaxi-Nationalparks. Untergebracht sind wir
in Mehrbettzimmern. Für den Rest des Tages erholen wir uns von der ersten Bergbesteigung.
Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Hütte [FMA]
8. Tag Cotopaxi-Nationalpark
Anstatt heute schon zur José Ribas-Hütte aufzusteigen, ziehen wir es vor, eine
weitere Nacht hier zu verbringen. So können wir uns auch an diesem Tag Zeit lassen,
um uns besser an die Höhe zu gewöhnen und Kräfte für den Cotopaxi zu sammeln.
Wir können eine Wanderung am Rande des Berges Ruminahui und/oder zu den Ruinen
von Pucara unternehmen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer Hütte [FMA]
9. Tag José Ribas-Hütte
Weiterfahrt bis zum Parkplatz unterhalb der José Ribas-Hütte in ca. 4.500 m Höhe.
Der Aufstieg bis zur José Ribas-Hütte auf 4.800 m Höhe dauert ca. 1 Stunde. Wir
ruhen uns aus, prüfen unsere Ausrüstung und bereiten uns bei einem Gletschertraining
auf den morgigen Gipfelanstieg vor. Erstbestiegen wurde der Cotopaxi 1872 vom
deutschen Geologen Wilhelm Reiß und dem Kolumbianer Angel Escobar. Der größte
Ausbruch dieses Vulkans ereignete sich 1877, der Lavafluss erstreckte sich bis
zum 35 km entfernten Latacunga; nach 1942 gab es keinen Ausbruch mehr. In der
José Ribas-Hütte unterhalb des Gletscherrandes verbringen wir die kurze Nacht
im warmen Schlafsack.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 0,5h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 0m; Übernachtung in einer
Hütte [FMA]
10. Tag Cotopaxi
Ein sehr zeitiger Aufbruch (Mitternacht) zum Gipfel des Cotopaxi (5.897 m) -
einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde und zweithöchster Berg Ecuadors -
ist angesagt. Bei klarem Wetter können wir die Vulkangipfel von Cayambe, Antisana,
Illiniza und El Altar sowie unser nächstes Ziel, den 100 km entfernten Chimborazo,
sehen. Der Aufstieg ist bei normalen Verhältnissen technisch nicht sehr schwierig,
jedoch lang und anstrengend. Die Schnee- bzw. Gletschergrenze liegt bei ca. 5.000
m Höhe. Über mehrere Aufschwünge steigen wir mit Pickel und Steigeisen rechts
vorbei am felsigen, schon von Weitem sichtbaren Krateraufbau, wobei wir, je nach
Verhältnissen, des Öfteren Spalten umgehen müssen. Über einen zuletzt steileren
Hang gelangen wir an den Kraterrand (Gehzeit ab der Hütte zum Gipfel ca. 6-8 Std.,
für den Abstieg 2-3 Std.). Nach der Rückkehr zur Hütte gehen wir das kurze Stück
zum Parkplatz und fahren aus dem Nationalpark hinaus auf die Avenida. Beim Dorf
Lasso biegen wir zur wunderschön gelegenen Hacienda La Cienega (ca. 3.000 m) ab.
Im Jahr 1802 wohnte Alexander von Humboldt in dieser eindrucksvollen kolonialen
Anlage, um seine Studien über den Cotopaxi durchzuführen.
Gehzeit: 10-11h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 1097m; Abstieg: 1397m; Übernachtung
in einer Hacienda [FMA]
11. Tag Baños
Unser Bus bringt uns in das Pastaza-Tal. Wir bestaunen den Rio Verde-Wasserfall
und die „Teufelspfanne" (el pailon del diablo). Der Nachmittag steht uns im Wallfahrtsort
Baños zur freien Verfügung. Der gemütliche Badeort liegt am Fuß des aktiven Vulkans
Tungurahua. Wer möchte, kann durch die Straßen schlendern, eine Wanderung unternehmen
oder in den heißen Quellen baden.
Fahrzeit: 1,5h; Übernachtung im Hotel [FM]
12. Tag Whymper-Hütte
Über die Ortschaft Ambato gelangen wir zum Chimborazo. Durch eine malerische
Landschaft windet sich die kurvenreiche Straße entlang tiefer Schluchten. Bald
fahren wir über eine wunderschöne Hochfläche zum Ausgangspunkt der Chimborazo-Besteigung.
Unser Fahrer bringt uns bis zur ersten Hütte (ca. 4.800 m) am Ende der Piste.
Von hier steigen wir in ca. einer Stunde mit dem benötigten Gepäck hinauf zur
Whymper-Hütte auf 5.000 m Höhe. Als bergsteigerischer Höhepunkt steht uns die
Besteigung des Chimborazo, eines erloschenen Vulkans mit vielen einzelnen Kratern
und fünf Gipfeln, bevor. Alexander von Humboldt hielt ihn für den höchsten Berg
der Welt, tatsächlich ist er dies, aber nur vom Erdmittelpunkt aus gesehen. Beim
Versuch den Vulkan zu besteigen, scheiterte Alexander von Humboldt. Dem Erstbesteiger
des Matterhorns, Edward Whymper, gelang es 1880, als erster auch diesen Gipfel
zu bezwingen.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 200m; Übernachtung in einer Hütte [FMA]
13. Tag Chimborazo
Gegen Mitternacht brechen wir auf zum Gipfel. Die Aufstiegsroute wird, je nach
aktuellen Berg- und Schneeverhältnissen, am Abend vorher von unseren Bergführern
festgelegt. Durch das Abschmelzen des Gletschers ist mit Blankeis und Eisschlag
zu rechnen. Die Besteigung erfordert Hochtourenerfahrung und Trittsicherheit.
Etwa 8-10 Std. (je nach Verhältnissen) sind es von der Hütte bis zum höchsten
Punkt in Ecuador, dem 6.310 m hohen Chimborazo. Von oben haben wir einen herrlichen
Blick - tief unter uns liegt Riobamba. Für den Abstieg zur Whymper-Hütte benötigen
wir etwa 4-5 Stunden. Nach erfolgreicher Besteigung kehren wir nachmittags zum
Bus zurück und fahren zu unserem Hotel in Riobamba.
Sollte die Besteigung nicht möglich gewesen sein, verbringen wir den ganzen Tag
auf der Whymper-Hütte und unternehmen eine Wanderung, bevor wir den Aufstieg erneut
versuchen.
Gehzeit: 12h; Aufstieg: 1310m; Abstieg: 1510m; Übernachtung in einer Hosteria
[FMA]
14. Tag Reservetag
Sollte die Besteigung des Chimborazo an Tag 13 nicht möglich gewesen sein, bietet
sich heute Nacht erneut eine Chance, den Gipfel zu besteigen. Gegen Mitternacht
brechen wir, bei hoffentlich guten Witterungsverhältnissen, auf und kehren gegen
Mittag wieder zur Hütte zurück. Nach einem gemeinsamen Essen fahren wir im Laufe
des Nachmittags direkt zurück nach Quito.
War die Besteigung an Tag 13 erfolgreich, können wir den Tag anderweitig nutzen:
- Bei den Reisen im August und November fällt der heutige Reservetag auf einen
Donnerstag und wir können den Indianermarkt in Guamote besuchen. Der Markt findet
nur einmal in der Woche statt und gehört zu den schönsten in Ecuador.
- Bei der Reise im Dezember fällt der Reservetag auf einen Freitag und damit
auf einen der 3 Wochentage, an denen die Zugfahrt möglich ist. Am Bahnhof im Dörfchen
Alausi (2.350 m) beginnt unsere Zugfahrt auf der bereits 1902 fertiggestellten,
bis heute steilsten Bahnstrecke der Welt. An der sog. Teufelsnase bewältigt der
Zug die heikelste Passage: Im Schritt-Tempo meistert er in Zick-Zack-Kehren auf
kurzer Distanz etwa 500 Höhenmeter. Am Fuß der Teufelsnase ändert der Zug seine
Richtung und fährt wieder zurück nach Alausi. Bitte beachten Sie: Sollte die Bahnfahrt,
z.B. aufgrund eines Zugdefektes oder wegen Schäden an der Bahntrasse nicht möglich
sein, führen wir nach Absprache mit der Gruppe ein Alternativprogramm durch.
Fahrzeit: 3,5-4h; Übernachtung im Hotel [FMA]
15. Tag Quito
Der Tag in Quito steht zur freien Verfügung. Wir haben noch Zeit, um durch die
Straßen zu bummeln und einzukaufen. Am späten Abend werden wir zum Flughafen gebracht
und fliegen von Quito über Madrid nach Deutschland.[F]
16. Tag Ankunft
Ankunft in Madrid und Weiterflug zu Ihrem Zielflughafen.
Verlängerungen
Verlängerung Galápagos-Kreuzfahrt
Leistungen
- Linienflug mit LAN/Iberia Frankfurt – Madrid – Quito – Madrid – Frankfurt, weitere
Anschlussflüge von Deutschland nach Madrid nach Verfügbarkeit, Österreich und
Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Hotels, Haciendas, Hütten und im Zelt; meist Vollpension
- Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in ab/bis Quito, örtliche Bergführer (je 3 Teilnehmer 1 Bergführer)
- unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Fehlende Mahlzeiten und Getränke (ca. 200,- US$), ,
- Trinkgelder (ca. 80,- US$);
- Einzelzimmer-Zuschlag;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Flughafengebühren für den Rückflug aus Ecuador (z.Zt. in Quito 40,80 US$);
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Im Mittelpunkt dieser Reise stehen die Besteigungen der Vulkane und die großartigen
Naturlandschaften Ecuadors. Bei der Planung des Programms haben wir großen Wert
auf eine gute Akklimatisation gelegt und für die Besteigung des Chimborazo, des
höchsten Berges Ecuadors und Höhepunkt der Reise, einen Reservertag eingeplant.
Zwischen den Besteigungen sind Sie in gemütlichen Haciendas oder Hosterías untergebracht.
Die Besteigung der drei Vulkane Illiniza Norte (5.126 m), Cotopaxi (5.897 m)
und Chimborazo (6.310 m) ist nur für erfahrene und trainierte Hochtourengeher
geeignet. Die Touren weisen zwar keine übermäßigen technischen Schwierigkeiten
auf (keine Kletterei!), erfordern aber sehr gute Kondition und Trittsicherheit.
Die vergletscherten Hänge haben eine Neigung von etwa 30 Grad. Bei den sich ändernden
Schnee-und Eisverhältnissen ist am Chimborazo mit kurzen Passagen mit bis zu 45
Grad, mit Blankeis und Eisschlag zu rechnen. Eine sehr wichtige Voraussetzung
für die Teilnahme an den Bergtouren ist Höhenverträglichkeit. Nur mit einer ausgezeichneten
körperlichen Konstitution und Fitness ist die Belastung durch die ungewohnte Höhe
zu verkraften. Wir haben bei der Tageseinteilung darauf geachtet, genügend Zeit
für die Höhenanpassung einzuplanen; Ihr Herz und Kreislauf müssen in Ordnung sein.
Bitte konsultieren Sie vor Abreise Ihre Ärztin/Ihren Arzt.
Sie müssen die Sicherungs-und Spaltenbergungstechniken sowie den Umgang mit Eispickel,
Zwölf-Zacker-Steigeisen und Seil beherrschen. Wer über keine Hochtourenerfahrung
verfügt, dem empfehlen wir, unbedingt einen 1-wöchigen Eiskurs zu absolvieren
und im Anschluss einige Hochtouren zu unternehmen.
Nur bis zu drei Teilnehmer/Teilnehmerinnen pro Seilschaft werden bei der Besteigung
von Cotopaxi und Chimborazo von einem einheimischen Bergführer begleitet. Wer
lieber allein mit einem eigenen Bergführer am Cotopaxi und/oder am Chimborazo
unterwegs sein möchte, dem können wir bei vorheriger Anmeldung und gegen einen
Aufpreis (z.Z. 200,- US$ pro Berg und Person) einen zusätzlichen Bergführer zur
Verfügung stellen.
Bei der Besteigung des Cotopaxi und des Chimborazo werden Sie mit Ihrem Gepäck
jeweils zum Ende der Straße gefahren. Dann tragen Sie Ihre notwendige Ausrüstung
für die kurze Nacht und die Bergbesteigung im eigenen Rucksack bis zur Hütte (ca.
1 Std. Aufstieg). Die Verpflegung wird von einer Küchenmannschaft, die für Ihr
leibliches Wohl sorgt, zur Hütte gebracht.
Einreisebestimmungen
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz
ist kein Visum nötig. Der Reisepass muss nach Ankunft in Ecuador noch 6 Monate
gültig sein. Für Ecuador/Galapagos ist keine Impfung zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen wird Impfschutz gegen: Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Ausführliche
Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice für
Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen
Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bei dieser Reise kann es zu Programmumstellungen oder Routenänderungen kommen
- bedingt durch ungünstige Witterungsverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische
Schwierigkeiten, Streiks oder sonstige Faktoren. Sie sollten daher Abenteuergeist
mitbringen, verbunden mit der Bereitschaft, auf Komfort manchmal zu verzichten
und ggf. Toleranz und Geduld zu üben. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer
Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen, doch
können wir für die exakte Durchführung der Ausschreibung keine Garantie geben.
Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass
Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Windverhältnisse bestimmen das
Klima des Landes. Ecuador liegt am Äquator im Bereich der inneren Tropen. Das
heißt vor allem, dass geringe Temperaturschwankungen im Jahresverlauf und große
Temperaturschwankungen (8-28 Grad) im Tagesverlauf auftreten. Man spricht daher
von einem Tageszeitenklima. Es existieren keine Jahreszeiten wie in Mitteleuropa.
In der Sierra variiert das Klima in erster Linie mit zunehmender Höhe, Bergbesteigungen
sind prinzipiell das ganze Jahr über möglich. Die Schneegrenze liegt in der Ostkordillere
mit 4.500 m gegenüber der Westkordillere mit 4.700 m etwas tiefer, was auf die
Einwirkung des feuchten Südpassats zurückzuführen ist. Er bringt dem Hochland
feuchte Luftmassen aus dem Amazonastiefland, die sich in den höchsten Lagen der
Ostkordillere als Schnee niederschlagen. In der Westkordillere (in der sich die
Vulkane Illiniza Norte und Chimborazo befinden) gelten Dezember bis Januar, Mai
bis August und der November als die Monate mit geringeren Niederschlägen. Die
Querrücken (im spanischen Nudos genannt), in denen sich der Cotopaxi befindet,
werden von der West- und Ostkordillere abgeschirmt. Dadurch herrschen hier stabilere
Wetterverhältnisse als in der West- und Ostkordillere.
Für die Besteigung des Cotopaxi und des Chimborazo können Sie bei Aufbruch in
der Nacht mit Temperaturen zwischen -10°C bis -15°C rechnen, wobei der teilweise
starke Wind dazu führt, dass Sie das Klima als kälter empfinden.
Ausrüstung
Sie benötigen komplette Hochtourenbekleidung (Goretex-Jacke, Überhose, leichte
Daunenjacke, Thermo-Unterwäsche, Fleece etc.), steigeisenfeste Bergschuhe, einen
Schlafsack für die Hütten- und Zeltübernachtungen sowie einen Hochtouren-Rucksack,
ebenso eine Brust- und Sitzgurt-Kombination, Steigeisen und Pickel, die notwendigen
Karabiner und einen Helm. Schützen Sie sich gut gegen die intensive Sonneneinstrahlung
am Äquator mit Kopfbedeckung, Gletscherbrille und Creme mit hohem Lichtschutzfaktor.
Es besteht die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung Pickel, Helm und Gurt über
unsere Agentur vor Ort zu leihen (ca. 3,- US$ pro Ausrüstungsgegenstand / Tag).
In diesem Fall bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, die Bezahlung erfolgt direkt
an die Agentur vor Ort. Da die Steigeisen optimal auf Ihre Schuhe passen müssen,
bitten wir Sie, Ihre eigenen Steigeisen mitzunehmen.
Mindestteilnehmerzahl 8 Personen
Höchstteilnehmerzahl 15 Personen
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