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Land: Ecuador
Termin: 19.03.2011 - 05.04.2011

- Quito, Äquator-Denkmal, Indianermarkt in Otavalo
- 12 Tage "Inselhüpfen" mit Wanderungen und Ausflügen
- 3-tägiges erlebnisreiches Galápagos-Trekking
- Besteigung des Vulkans Sierra Negra (1.490 m)
- Besonderheit der Reise: Übernachtung auf den Inseln in gemütlichen Hotels
Sicher wird Ihnen diese Reise „tierisch" gut gefallen, denn Sie lernen die „Arche
Noah im Pazifik" ohne Kreuzfahrtschiff kennen. Sie besuchen Quito, das Äquator-Denkmal,
den berühmten Indianermarkt in Otavalo und wandern im Pahuma-Nebelwald. Nach dem
Flug zur Insel San Cristobal unternehmen Sie erste Schiffsausflüge und Wanderungen.
Per Boot reisen Sie von Insel zu Insel: San Cristobal, Floreana, Isabela, Santa
Cruz.
Auf Isabela wandern Sie drei Tage zum Schildvulkan Sierra Negra und zu den aktiven
Vulkanen Chico und Azufre. Und natürlich finden Sie Zeit, die Unterwasserwelt
bei Schnorcheltouren zu erkunden oder an den wunderschönen Sandstränden zu baden.
Die Galapagos-Inseln stehen unter dem Schutz der UNESCO. Ihre Reiseleitung wird
Sie mit der einzigartigen Flora und Fauna sowie der äußerst interessanten Geschichte
der Entstehung und Besiedelung des exotischen Galápagos-Archipels bekannt machen.
Sie begegnen zutraulichen Tieren wie Riesenschildkröten, Seelöwen, Meerechsen,
Leguanen und zahlreichen Vogelarten. Nach zwölf erlebnisreichen Tagen im Paradies
am Ende der Welt heißt es Abschied nehmen von den Islas Encantadas, den verwunschenen
Inseln.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit LAN / Iberia von Deutschland via Madrid nach Quito.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Quito
Ankunft am Morgen in Ecuadors Hauptstadt Quito. Wir werden am Flughafen von unserer
Deutsch sprechenden Reiseleitung abgeholt und zu unserem Hostal gebracht. Wir
machen uns etwas frisch, dann fahren wir in das Zentrum von Quito und besichtigen
einige Sehenswürdigkeiten in Ecuadors Metropole. Im modernen Stadtteil sehen wir
die Parks La Alameda und El Ejido und die Avenida Rio Amazonas mit ihren vielen
Geschäften, Restaurants und Cafés. In der von der UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe
erklärten Altstadt besuchen wir die Plazas de la Independencia, Santo Domingo
und San Francisco. An diesen drei Plätzen liegen die bedeutendsten Baudenkmäler
und Kirchen aus der Kolonialzeit. Vom Panecillo aus, dem auf einem Vulkankegel
gelegenen Denkmal des Schutzengels der Stadt, können wir zum Abschluss und bei
klarer Sicht einen Panoramablick über die Stadt genießen.
Am späten Nachmittag sind wir zurück im Hostal und können uns ausruhen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hostal
3. Tag Pahuma - Mitad del Mundo
Von Quito fahren wir ca. 1 1/2 Std. nach Norden, unser Ziel ist der Pahuma-Nebelwald.
Das neu eröffnete private Naturreservat liegt in etwa 1.800 m Höhe und umfasst
ein Gelände von 1.000 Hektar. Wir unternehmen eine 2-stündige Wanderung im immergrünen
subtropischen Nebelwald, der sich in Höhenlagen zwischen 1.000 m - 2.500 m befindet.
Dieser zeichnet sich durch die ständig auf- und absteigenden Wolkenmassen und
ein verstärktes Temperaturgefälle aus. Zu den auffälligsten Pflanzen gehören zahlreiche
Orchideenarten, Bromelien, Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) und Baumfarne.
Nach einer kleinen Rast fahren wir weiter zum etwa 25 km nördlich von Quito gelegenen
Äquator-Denkmal "Mitad del Mundo" (Mitte der Welt). Eine 10 cm breite rote Linie
zieht hier die Trennung zwischen der Nord- und Südhalbkugel der Erde und ein Monument
in Form einer 30 m hohe Betonpyramide mit einem riesigen Metallglobus auf der
Spitze erinnert an die französisch-spanische geodätische Expedition von 1736-44,
welche die Position des Äquators festlegte. Mit einem Bein im Norden und dem anderen
im Süden ist das Erinnerungsfoto fast schon obligatorisch. An diesem beliebten
Besucherziel haben wir die Möglichkeit, das ethnografische Museum (fakultativ)
im Innern des Denkmals zu besuchen und Post mit dem Äquator-Poststempel aufzugeben.
Gehzeit: 2h; Fahrzeit: 3h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hostal [FM]
4. Tag Otavalo
Ein beliebter Tagesausflug mit dem Besuch des berühmten Indianermarktes in Otavalo
(2.530 m) steht bevor. Auf der Plaza de los Ponchos und in den umliegenden Straßen
werden neben farbenfrohen Ponchos und Decken, Wollsachen und Textilien auch Filzhüte
und Töpferwaren sowie Obst, Gemüse, Tiere und eine Vielzahl von Kunstartikeln
angeboten. Der ursprüngliche Markt der einheimischen Weber - weit über die Grenzen
der Stadt hinaus bekannt - zieht Anbieter aus dem ganzen Land an. Am Nachmittag
fahren wir die 90 km auf der Panamericana nach Quito zurück.
Fahrzeit: 5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hostal [FM]
5. Tag Galápagos-Inseln - San Cristobal
Wir deponieren nicht benötigtes Gepäck im Hostal und fliegen am Vormittag von
Quito auf die Galápagos-Inseln, auf denen wir 12 Tage mit naturkundlichen Erlebnissen
verbringen. Der Archipel liegt rund 1.000 km westlich vom Festland im Bereich
des Äquators. Der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt hat uns diese Inselwelt,
die 1959 zum Nationalpark mit strengen Schutzgesetzen erklärt wurde, mit seinem
1960 erschienenen Klassiker „Galápagos - Die Arche Noah im Pazifik" schmackhaft
gemacht. Die spontane Erlebnisfrische seiner Berichte und die sachkundige Deutung
des Verhaltens der Tierwelt machen dieses Werk zu einer spannenden Lektüre.
Vor ihm betrat bereits der berühmte Forscher Charles Darwin im Jahre 1835 mit
der „Beagle" im Rahmen einer Welt-Umseglung diesen „Garten Eden". Seine Erkenntnisse
aus den biologischen Beobachtungen (insbesondere der Darwin-Finken) gipfelten
20 Jahre später in der Evolutionstheorie, revolutionierten ein Weltbild und stellten
das kirchliche Dogma der Unveränderlichkeit der göttlichen Schöpfung in Frage.
Als offizieller Entdecker des Archipels gilt der spanische Bischof Tomás de Berlanga,
dessen Schiff im Jahre 1535 auf dem Weg von Panama nach Peru in eine Flaute geriet
und zu diesen unbekannten Gestaden getrieben wurde. Die Spanier tauften sie später
Islas Encantadas, die „verwunschenen Inseln", weil sie oft in geheimnisvollen
Nebelschleiern verschwanden und nicht zu finden waren. In den folgenden Jahrhunderten
nutzten Piraten und Freibeuter die Inseln als Versteck zwischen ihren Überfällen
entlang der südamerikanischen Küste, bis sie im 18. Jh. ein Stützpunkt für den
Walfang und langsam besiedelt wurden.
Unser Flugziel ist San Cristóbal, die mit 558 qkm fünftgrößte und östlichste
der Galápagos-Inseln. Zunächst werden wir zu unserem Hotel in der Provinzhauptstadt
von Galápagos, Puerto Baquerizo Moreno, gebracht, wo wir uns für drei Nächte einrichten.
Danach besuchen wir das Informationszentrum, um erste detaillierte Eindrücke von
der Natur-, Entwicklungs- und Siedlungsgeschichte dieses vulkanischen Inselreiches
inmitten des Pazifik zu bekommen. Im Hafenbecken des gemütlichen Fischerstädtchens
können wir Seelöwen zwischen den kleinen Booten umhertauchen sehen. Nachmittags
unternehmen wir einen Spaziergang durch die Trockenvegetation mit riesigen Kakteen
und gehen zum ersten Mal schnorcheln. Abends kehren wir zum Hotel an der Hafenbucht
zurück.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
6. Tag Laguna El Junco - Galapaguera - El Progreso
Morgens fahren wir nach Osten in das präriehafte Hochland der Insel zum Süßwasser-Kratersee,
der von Guave-Bäumen umgebenen Laguna El Junco. Dort können wir vom mit Binsen
(Juncos) bestandenen Ufer aus Fregattvögel, Teichhühner und Bahama-Enten beobachten.
Wir wandern um den See herum und genießen die schönsten Blicke auf die ganze Insel.
Nach dem Mittagessen besuchen wir die Galapaguera, ein Schildkröten-Reservat,
in dem wir die berühmten Riesenschildkröten in freier Wildbahn in Augenschein
nehmen. Diese gigantischen Tiere werden bis zu 200 Jahre alt und erreichen ausgewachsen
ein Gewicht von bis zu 300 kg. Anschließend besteht am Strand von Puerto Chino
die Möglichkeit zu schnorcheln. Auf dem Rückweg halten wir an der kleinen Siedlung
El Progreso. Diese war im 19. Jh. ein großes Landgut des Inseldespoten Manuel
Cobos, der in seinen Ländereien von Sklaven ausgedehnte Zuckerrohrplantagen anlegen
ließ.
Gehzeit: 1h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
7. Tag León Dormido - Playa Ochoa - Puerto Moreno
Nach dem Frühstück starten wir eine zweistündige Bootsfahrt entlang der Küste
nach León Dormido, einem kurioser Tuffkegel, dessen Silhouette einem schlafenden
Löwen ähnlich sieht. Wir beobachten u.a. Maskentölpel, Blaufußtölpel und Fregattvögel.
Auf der Hin- oder Rückfahrt halten wir an der Playa Ochoa, einem wunderbaren Strand
mit Meerechsen, vielen Vogelarten und einer Seelöwen-Kolonie. Wer möchte, kann
mit den Tieren baden und schnorcheln. Im Laufe des Nachmittags kehren wir per
Boot zu unserem Hotel in Puerto Moreno, dem mit über 4.000 Einwohner zweitgrößten
Ort des Archipels, zurück. Insgesamt sind nur vier Inseln dieser einmaligen Welt
dauerhaft von Menschen besiedelt. Der erste Siedler im Archipel war ein Matrose
namens Watkins, der 1812 auf Floreana von Bord eines Walfangschiffes ging.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
8. Tag Floreana
Drei morgendliche Stunden Bootsfahrt bringen uns zur Insel Floreana. Neben dem
offiziellen Namen Isla Santa Maria ist auch der englische Name Charles für die
sechstgrößte Insel (173 qkm) des Archipels gebräuchlich.
Auf dem Weg nach Floreana kommen wir an den kleinen, vorgelagerten Inseln Enderby
und Champion vorbei. Hier gibt es nicht nur viele Vogelarten zu sehen, sondern
auch Doktorfische, Sägebarsche, Meereschildkröten und Rochen, denn Champion gehört
zu den besten Schnorchelgründen auf Galápagos. Das lassen wir uns natürlich nicht
entgehen. An der Teufelskrone vorbei erreichen wir Puerto Velasco Ibarra. Wir
wohnen im Hostal Wittmer an der Bahía Negra, einem schönen schwarzen Strand. Die
Kölnerin Margret Wittmer, Autorin des empfehlenswerten Bestsellers „Floreana postlagernd",
lebte von 1932 - 2000 auf Floreana. In dieser Robinsonade mit dem Untertitel:
„Ein außergewöhnliches Frauenleben am Ende der Welt" wird die interessante Besiedlungsgeschichte
der Vulkaninsel beschrieben. Margret Wittmer kam mit ihrem Mann und dessen Sohn
auf dieses Eiland, um fernab von den europäischen Wirren das Land urbar zu machen
und ein neues Leben als Siedler zu versuchen. Der Kampf gegen die Natur war härter
als erwartet. In einer alten Piratenhöhle, die als provisorischer Wohnsitz diente,
gebar sie ihr erstes Kind. Später sah sie den Inselfrieden durch rätselhafte Todesfälle
bedroht, die als Galápagos-Affäre in der Weltpresse ihre Runde machten. Ihr 1959
erschienenes Buch dokumentiert ihr abenteuerliches Frauenleben abseits der Zivilisation.
Nach dem Mittagessen im Hostal Wittmer wandern wir zum weißen Sandstrand La Loberia.
Seeleguane lassen sich hier besonders gut beobachten und der Strand lädt zu einem
Bad im Pazifik mit den Seelöwen ein.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hostal [FMA]
9. Tag Foreana - Isabela
Floreana ist eine der wenigen Inseln, die zwei Süßwasserquellen aufweisen kann,
die von den Regenfällen der Garúa-Zeit gespeist werden. Diese Quellen waren sicher
auch die Ursache für eine ganze Reihe von Besiedlungsversuchen, zuerst von Piraten,
später von Walfängern. Nach dem Frühstück fahren wir in das Hochland von Floreana.
Auf dem Weg zu einer Galapaguera, einer Aufzuchtstation von Riesenschildkröten,
besichtigen die Piratenhöhlen und eine der Süßwasserquellen.
Mit dem Boot geht es nach Nordwesten, und nach ca. 3 Stunden erreichen wir die
größte Galápagos-Insel, Isabela, welche mit 130 km Länge und 4.588 qkm etwa 60
% der Landfläche des ganzen Archipels einnimmt. Unser Ziel ist der Hafenort Puerto
Villamil im Südosten der Insel. Die Isla Isabela baut sich aus fünf miteinander
verschmolzenen Schildvulkanen auf. Da diese Insel direkt auf dem sog. Hot Spot
liegt, sind alle diese Vulkane aktiv. Auf den höchsten Vulkan des Archipels ganz
im Norden, dem exakt auf dem Äquator liegenden Volcán Wolf (1.707 m), folgt nach
Süden der Volcán Darwin (1.288 m) und in der Inselmitte der Volcán Alcedo (1.097
m), während sich im Südteil die Vulkane Sierra Negra (1.490 m) und Cerro Azul
(1.689 m) erheben.
Am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug nach Los Tintoreras, wo wir bei einer
kleinen Bootsfahrt und einer Wanderung über Lavafelder Galapagos-Pinguine, Blaufußtölpel,
Seelöwen, Pelikane und womöglich Haie beobachten können.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FMA]
10. Tag Vulkan Chico
Vom Hotel, wo wir nicht benötigtes Gepäck zurücklassen, gelangen wir in einer
3/4 Stunde per Bus auf einer Schotterpiste zum 20 km entfernten, verlassenen Weiler
El Cura. Hier hat die Nationalparkverwaltung einen einfachen Campingplatz eingerichtet,
hier schlagen wir unsere Zelte auf. Wir folgen dem ganz allmählich ansteigenden
Pfad auf den 1.490 m hohen Vulkan Sierra Negra. Mit zunehmender Höhe wandelt sich
das Vegetationsbild, 4 – 6 m hohe Scalesien-Bäume und Galápagos-Guaven säumen
den Weg. Dieses besondere Pflanzenwachstum ist durch die Südostpassate möglich,
die die Wolken an die Bergflanken drückt. Nach ca. 1-2 Stunden stehen wir an der
Nord-West Seite des Vulkans und blicken seine gigantische Caldera. Der Einsturzkrater
ist mit 11 km Durchmesser der Größte, den die Schildvulkane der Galápagos-Inseln
zu bieten haben, und einer der größten der Welt. Die flache, kreisförmige Einsenkung,
vor Tausenden von Jahren durch den plötzlichen Einbruch des Kraterbodens in eine
entleerte Magmakammer entstanden, birgt eine geographische Besonderheit, die Wissenschaftler
erst vor einigen Jahren herausgefunden haben. Strömt Magma von unten in den Vulkan
hinein, klappt sein Dach um mehrere Meter nach oben, ähnlich wie bei einem Sicherheitsventil,
und das Gas kann entweichen. 2005 ist der Vulkan zum letzten Mal ausgebrochen.
Die "Fußbodenheizung", die unsere Sohlen wärmt, macht uns spürbar bewusst, dass
wir am Rand eines aktiven Vulkans stehen. Eine weitere Stunde wandern wir entlang
des Kraterrandes und steigen zum aktiven Vulkan Chico ab, dem „kleinen Vulkan",
aus dessen Krater Dampffumarolen (Gas- und Wasserdampf-Aushauchungen) aufsteigen.
Am Nachmittag treten wir den Rückmarsch zu unserem Lager an.
Falls Sie an den Wanderungen und Zeltübernachtungen nicht teilnehmen möchten,
haben Sie die Möglichkeit, an diesem und dem nächsten Tag in dem Hotel in Villamil
zu übernachten und Ihre Zeit selbst zu gestalten. Bitte fragen Sie den Aufpreis
bei uns an und geben Sie uns frühzeitig Bescheid, damit wir entsprechend Zimmer
für Sie reservieren können.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 260m; Abstieg: 80m; Zelt [FMA]
11. Tag Sierra Negra - Volcán de Azufre
Unser Gepäck, die Zelt- und Kochausrüstung wird auf Pferde gepackt, wir schultern
unsere Tages-Rucksäcke und so geht es nach dem Frühstück wieder aufwärts, diesmal
auf die Süd-West Seite der riesigen Caldera des Sierra Negra. 3 Stunden benötigen
wir bis zu unserem Lagerplatz am Kraterrand. Jetzt folgt der prickelnde Höhepunkt
unseres Trekkings: Wir steigen in den Krater hinein, um durch eine fantastisch
anmutende Landschaft nach etwa 40 Minuten zum inneren aktiven Krater zu gelangen,
dem tiefer gelegenen Volcán de Azufre, der „Schwefelvulkan". Die Dämpfe der Fumarolen
und die junge, bizarr und bunt gefärbte Landschaft am inneren Vulkan ziehen uns
in ihren Bann. Nach der aufregenden Tour in den Lavafeldern dieser urtümlichen
Gegend kehren wir zum Zeltlager am Kraterrand zurück, wo uns die Küchenmannschaft
bereits erwartet.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 280m; Abstieg: 130m; Zelt [FMA]
12. Tag Villamil
Am Vormittag treten wir den Rückweg vom Kraterrand der Sierra Negra an und treffen
nach ca. 2,5 Stunden wieder in El Cura ein. Hier werden wir abgeholt und fahren
hinunter zur Küste nach Villamil. Am Nachmittag besuchen wir die nahe dem Hafen
liegende Aufzuchtstation für Riesenschildkröten und wandern etwa 45 Minuten durch
Mangrovenwälder zur Laguna de Villamil. Sie ist auch als Flamingo-See bekannt,
da diese eleganten Stelzvögel hier das ganze Jahr über herumstolzieren und daneben
bis zu 20 weitere Arten an Stelzvögeln zu beobachten sind. Am Nachmittag sind
wir zurück in dem uns schon bekannten Hotel, den Rest des Tages haben wir zu unserer
freien Verfügung.
Gehzeit: 2,5h; Abstieg: 150m; Hotel [FMA]
13. Tag Los Túneles
Dieser Ausflugstag führt uns mit dem Boot die Küste entlang zum südlichsten Punkt
der Insel, nach Cabo Rosa. In den vom Meer ausgespülten Formationen eingebrochener
Lavatunnel haben wir gute Chancen, die "tierische" Vielfalt der Unterwasserwelt
zu beobachten. Mit etwas Glück sehen wir Mantarochen und Meeresschildkröten. Der
Vulkanismus hat hier bizarre unterirdische und überirdische Felsformationen geschaffen,
die wir schwimmend und schnorchelnd erforschen können. Allerdings ist der Besuch
der Lavatunnel bei starkem Seegang zu riskant, die Brandung kann dann lebensgefährlich
werden. Ihre Reiseleitung wird Ihnen in diesem Fall ein anderes Programm anbieten.
Im Laufe des Nachmittags kehren wir zur Unterkunft zurück.
Hotel [FMA]
14. Tag Insel Santa Cruz
Eine ca. 2-3 stündige Bootsfahrt bringt uns zur Isla Santa Cruz, die mit 986
qkm zweitgrößte Insel. Unser Ziel ist der Yachthafen Puerto Ayora. Im gleichnamigen
Städtchen befindet sich die Verwaltung des Galápagos-Nationalparkes sowie die
1964 gegründete Charles-Darwin-Forschungsstation, u.a. Heimat des wohl berühmtesten
Bewohners auf ganz Galápagos: „Lonesome George", der einzige Überlebende einer
Riesenschildkrötenart von der Insel Pinta. Alle Versuche, eine Partnerin der gleichen
Rasse für den über 55-jährigen Gesellen zu finden, scheiterten bisher, obwohl
mittlerweile eine Belohnung von 10.000 US$ ausgesetzt wurde. Wir unternehmen von
Puerto Ayora aus eine Fahrt ins Hochland der Insel, wo sämtliche Vegetationszonen
des Archipels vorkommen. Von der trockenen, kakteenreichen unteren Region geht
es hinauf bis zu den Scalesia-Wäldern im humiden Hochland. Dort erforschen wir
einen der riesigen verzweigten Lavatunnel, unter denen einige bis zu 2 km lang
und 10 m hoch sind und somit zu den größten der Welt zählen. Es bleibt noch Zeit,
um eine Schildkröten-Farm im Hochland zu besuchen, bevor wir in unser Hotel in
Puerto Ayora zurück kehren.
Fahrzeit: 2h; Hotel [FMA]
15. Tag Inseln North Seymour oder Plaza Sur
Ein Tagesausflug führt uns entweder zur Insel North Seymour oder zur Insel Plaza
Sur. Die Insel North Seymour, beliebter Nistplatz der Pracht-Fregattvögel, trennt
nur ein Kanal von der Insel Baltra. Auf den großen Lavablöcken vor der Küste aalen
sich Seelöwen und Meerechsen.
Die Insel Plaza Sur, nur 13 ha groß, liegt zusammen mit der Insel Plaza Norte
vor der Ostküste von Santa Cruz. Trotz ihrer kleinen Fläche beherbergt die Insel
eine nahezu unglaubliche Menge an pflanzlichem und tierischem Leben. Unser Augenmerk
gilt vor allem den Landleguanen. Männliche Landleguane unterscheiden sich von
ihren eher graubraunen Weibchen durch die Größe, dem gut ausgebildeten Rückenkamm
und die intensivere Gelbfärbung. Beide ernähren sich bevorzugt von Knospen und
Blüten.
Hotel [FMA]
16. Tag Los Gemelos - Insel Baltra - Quito
Morgens besuchen wir das Charles Darwin Reseach Center. Danach zieht es uns wieder
ins Hochland. Auf dem 1,5 Stunden langen Fahrweg nach Baltra besuchen wir nördlich
von Santa Rosa die „Zwillinge" Los Gemelos. Diese Zwillingskrater liegen zu beiden
Seiten der Straße zur Isla Baltra. Entlang ihren Einsturztrichtern (Calderas)
führt je ein Weg durch den Wald aus endemischen Scalesien - Sonnenblumen-Bäumen.
Hier finden sich auch rund 300 Farn- und zahlreiche Vogelarten. Nach einem kurzen
Ausflug fahren wir die Straße weiter nordwärts bis zum Itabaca-Kanal und setzen
mit einer Fähre zur Insel Baltra über, während des 2. Weltkrieges eine Luftwaffenbasis
der USA. Von hier fliegen wir nach Quito zurück und werfen nach dem Start einen
letzten Blick auf das einzigartige Paradies dieser „verzauberten Inseln". In Quito
quartieren wir uns für die letzte Nacht wieder in unserem Hostal ein.
Hostal [F]
17. Tag Quito - Abreise
Wir können ausschlafen und haben noch etwas freie Zeit. Abends erfolgt der Transfer
zum Flughafen für den Rückflug von Quito über Madrid nach Deutschland.[F]
18. Tag Ankunft
Ankunft in Madrid und Weiterflug zu Ihrem Zielflughafen.
Verlängerungen
Verlängerung im Amazonas-Regenwald
Leistungen
- Linienflug mit LAN/Iberia Frankfurt – Madrid – Quito – Madrid – Frankfurt, weitere
Anschlussflüge von Deutschland nach Madrid nach Verfügbarkeit, Österreich und
Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Hotels und Zelten; meist Vollpension
- 2 Inlandsflüge mit Tame/Aerogal, Transfers, Überlands- und Bootsfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in ab/bis Quito, Begleitmannschaft beim Trekking, örtliche
Naturführer
- unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Fehlende Mahlzeiten und Getränke (250,- USD);
- Trinkgelder (ca. 80,- USD);
- Einzelzimmer-Zuschlag;
- die Nationalpark-Gebühr Galápagos (z.Zt. 100,- USD) ist in bar vor Ort zu zahlen;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Flughafengebühr für den Rückflug aus Ecuador (z.Zt. 40,80 USD);
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Ein offenes Wort zum Preis-Leistungsverhältnis auf den Galápagos-Inseln: Bitte
erwarten Sie nicht denselben Service und dieselbe Qualität wie auf dem Festland.
Wie überall auf der Welt bestimmt auch auf den verwunschenen Inseln die Nachfrage
den Preis (und dieser ist auf Galápagos ungefähr doppelt so hoch wie auf dem Festland).
Zusätzlich wirft manchmal die Infrastruktur Probleme auf, die sich ständig ändernden
Regeln der Nationalparkverwaltung oder auch mal mangelnde Motivation auf menschlicher
Seite. Nicht alles können wir ändern, doch Sie können darauf vertrauen, dass Ihre
Reiseleitung und wir immer versuchen werden, die bestmögliche Lösung für Sie zu
finden und zu realisieren. Nichts desto trotz: Wir sind uns sicher, dass die Galápagos-Inseln,
und die einzigartigen Naturerlebnisse die auf Sie warten, eine Reise wert sind.
Die Wanderungen auf den Ausflügen dauern zwischen 1 und 4 Stunden; sie sind technisch
einfach, enthalten nur geringe Höhenunterschiede und weisen keine Schwierigkeiten
auf. Die Tagesetappen während des Trekkings auf der Insel Isabela belaufen sich
je nach Verhältnissen auf 4 bis 6 Stunden reiner Gehzeit. Die Auf- und Abstiege
an den Vulkanen können, je nach Wetterverhältnissen, durch den feuchten oder lockeren
Untergrund rutschige Passagen enthalten. Sie sollten trittsicher sein, Ausdauer
mitbringen und klimaverträglich sein. Bitte konsultieren Sie vor Reiseantritt
Ihre Ärztin/Ihren Arzt.
Bei den Bootsausflügen und -transfers sind Sie mit kleineren, einfachen Schnellbooten
unterwegs.
Die Hotels auf den meisten Inseln sind nicht besonders groß, weswegen wir nur
eine beschränkte Anzahl Einzelzimmer bestätigen können. Werden mehr Einzelzimmer
benötigt fragen wir diese gerne für Sie an, es kann dann aber sein, dass Sie in
verschiedenen Hotels untergebracht sind. Einige der Hotels haben kein eigenes
Restaurant, so dass das Mittag- und Abendessen in einem Restaurant im Ort eingenommen
wird.
Einreisebestimmungen
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz
ist kein Visum nötig. Der Reisepass muss nach Ankunft in Ecuador noch 6 Monate
gültig sein. Für Ecuador/Galapagos ist keine Impfung zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen werden: Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Ausführliche Informationen
erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken
im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter: www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bei dieser Reise kann es zu Programmumstellungen oder -änderungen kommen - bedingt
durch ungünstige Wetterverhältnisse, Routenänderung der Schiffe, Flugverzögerungen,
Restriktionen seitens der Nationalparkverwaltung, organisatorische Schwierigkeiten,
unvorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren wie z.B. Streiks. Je nach Flugplan
vom Festland nach Galápagos muss damit gerechnet werden, dass der Programmablauf
umgestellt wird. Sie sollten etwas Abenteuergeist und vor allem Flexibilität mitbringen,
verbunden mit der Bereitschaft, auf Komfort manchmal zu verzichten und Toleranz
und Geduld zu üben. Selbstverständlich werden Ihre Reiseleitung und unsere Agentur
stets darum bemüht sein, sämtliche Programmpunkte zu erreichen, doch können wir
für die exakte Durchführung der Ausschreibung keine Garantie geben. Zudem weisen
wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Wir danken für Ihr Verständnis. Für diese Reise gelten unsere Stornokosten lt.
AGB bei Pauschalreisen mit mehrtägigen Schiffsfahrten.
Klima
Jahreszeiten wie in Europa sind auf dem Festland Ecuadors unbekannt. Das Klima
in der tropischen Zone wird an der Küste von den Meeresströmungen bestimmt, ist
in den Andenregionen von der Höhe abhängig und wird im Amazonasbecken von den
Winden beherrscht. Die Unterschiede zwischen wärmeren und kälteren Monaten belaufen
sich in Äquatornähe im Bereich von wenigen Graden. Die Trockenzeit dauert von
Juli bis September sowie von Mitte November bis Ende Januar, die Regenzeit nimmt
den Rest des Jahres ein und unterscheidet sich von der Trockenzeit durch regelmäßige,
kurze Niederschläge gegen Abend, die aber auch in der Trockenzeit nicht völlig
ausbleiben. Einige Sonnenstunden pro Tag sind sowohl in der Trocken- als auch
in der Regenzeit gewiss. In der Sierra in 2.000 - 3.000 m Höhe gilt das Klima
als gemäßigt mit einer Jahresdurchschnitts-Temperatur in Quito von 12,5°C; dabei
sind starke Temperaturschwankungen von 8 - 28°C am Tage möglich.
Für das Klima auf den Galápagos-Inseln sind folgende Faktoren entscheidend: ihre
Lage am Äquator und die Wechselwirkung zwischen den beiden vorherrschenden Meeresströmungen,
dem kalten Humboldt-Strom einerseits und dem warmen Niño-Strom andererseits. Von
Januar bis Juni liegen die Lufttemperaturen bei durchschnittlich 27°C bis maximal
30°C, die Luftfeuchtigkeit ist erträglich, die Wassertemperatur beträgt etwa 25°C.
Mit Ausnahme kurzer, heftiger Niederschläge sowohl im Landesinneren wie auch an
der Küste ist der Himmel meist blau. Nach einer kurzen Übergangsphase beginnt
im Juli bis November die kühlere Jahreszeit. Die Lufttemperaturen liegen bei durchschnittlich
21°C bis maximal 26°C, in den Hochlagen der Inseln ist es sehr feucht, an den
Küsten bleibt es trocken, die Wassertemperatur kann bis auf unter 20°C fallen.
Der Dezember bildet eine zweite Übergangszeit. In den Monaten Juli / August ist
das Meer sehr bewegt. Für die Zeltübernachtungen: Rechnen Sie mit Nachttemperaturen
von ca. 15° C bis 5° C in den wirklich kalten Nächten.
Ausrüstung
Ungeachtet dieser klimatischen Unterschiede herrscht auf Galápagos während des
gesamten Jahres Hochsommer, so dass es keine bevorzugte Reisezeit gibt.
Entsprechend den klimatischen Bedingungen sollten Sie leichte Baumwollkleidung
für die heißen Tage auf Galápagos sowie warme Sachen für die Tage um Quito, das
Trekking und die kühlen Abende einpacken. Wichtig sind ein guter Wind- und Regenschutz
und starker Sonnenschutz gegen die intensive Strahlung am Äquator (Creme mit hohem
Lichtschutzfaktor und Sonnenhut). Unterwegs bei den Wanderungen und Ausflügen
sowie während des Trekkings tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Nötigsten
(Regen- und Sonnenschutz, Trinkflasche, evtl. Badesachen, Wechselkleidung, Kamera
etc.). Beim 3-tägigen Trekking auf der Insel Isabela, zu dem die Zelte und Isoliermatten
gestellt werden, befördern Tragtiere das Hauptgepäck. Sie benötigen gute Wanderschuhe
mit griffiger Profilsohle und einen leichten Schlafsack.
An Bord des Schiffes und auf den Inseln ist legere und sportliche Kleidung üblich.
Ins Gepäck gehören somit T-Shirts, lang- und kurzärmelige Blusen bzw. Hemden,
Bermudas oder lange Hosen, leichte Sportschuhe und Sandalen sowie ein Pullover
und Badesachen. Schnorchelausrüstung kann vor Ort gemietet werden (ca. 8 USD /
Tag). Das während des Galápagos-Aufenthaltes nicht benötigte Gepäck kann (z.B.
in einer leichten, faltbaren Nylontasche) im Hostal in Quito deponiert werden.
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 15 Personen
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