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Land: Ecuador
Termin: 25.03.2011 - 14.04.2011
- Schneebedeckte Vulkane, einsames Andenhochland:
- 5 Tage Trekking im Pinan-Gebirge
- Mögliche Gipfel: Yanaurcu (4.535 m) und Cotopaxi (5.897 m)
- NEU: Wandern mit Blick auf den aktiven Vulkan Tungurahua
- 4 Tage Amazonas-Urwald mit viel Zeit für Tierbeobachtungen
Quito: Ein lang gezogenes Häuserband eingeklemmt in ein enges Andental, bei klarem
Wetter überragt von dem schneebedeckten Vulkankegel des Cotopaxi, die Altstadt
UNESCO-Weltkulturerbe. Hier beginnt Ihre Reise durch das kleine südamerikanische
Land, das neben seinen kulturellen Vorzügen vor allem mit einer rauen und einsamen
Andenlandschaft aufwartet, gekrönt von vielen Vulkanen. In der Abgeschiedenheit
des Pinan-Gebirges gelangen Sie durch Hochwälder in die Region des Páramo. Seen
mit kristallklarem Wasser, großzügig in der Graslandschaft verteilt, bestimmen
das Bild. Endlose Flächen harter Büschelgräser, einzeln am Horizont aufragende
Berge und vorbeiziehende Nebelschwaden vermitteln ein Gefühl von Weite und Einsamkeit.
Wenn Sie sich die Besteigung des Cotopaxi zutrauen, gelangen Sie bis in die Gletscherzone
des höchsten aktiven Vulkans der Erde. Mit der historischen Andenbahn befahren
Sie die steilste Bahnstrecke der Welt, bei Banos wandern Sie mit Blick auf den
rauchenden Tungurahua. Nach intensiven Tagen im Hochland fliegen Sie mitten in
den Amazonas. Erkunden zu Fuß den Primärurwald und gleiten im Kanu über Seen und
Flüsse, auf der Suche nach Brüllaffen und Riesenottern.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit LAN / Iberia von Frankfurt über Madrid nach Quito.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m;
2. Tag Quito
Ankunft am frühen Morgen in Ecuadors Hauptstadt Quito. Wir werden am Flughafen
von unserem Deutsch sprechenden Reiseleiter abgeholt und in unser Hotel gebracht.
Da wir sehr früh in Quito ankommen kann es sein, dass unsere Zimmer noch nicht
zur Verfügung stehen. Wir frühstücken im Hotel und haben ein erstes kurzes Briefing
mit unserem Reiseleiter. Anschließend erkunden wir bei einer Rundfahrt im modernen
Stadtteil von Quito die Parks La Alameda und El Ejido und die Avenida Rio Amazonas
mit ihren vielen Geschäften, Restaurants und Cafés. In der Altstadt, die von der
UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, besuchen wir die Plazas de la Independencia,
Santo Domingo und San Francisco. An diesen drei Plätzen liegen die bedeutendsten
Baudenkmäler und Kirchen aus der Kolonialzeit. Vom Panecillo aus, einem Vulkankegel,
auf dem das große Standbild der Virgen de Quito thront, können wir bei klarer
Sicht den Panoramablick über die Stadt genießen.
Am Nachmittag kehren wir in unser Hotel zurück und haben den Abend zur freien
Verfügung.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotelübernachtung [F]
3. Tag Laguna Cuicocha
Heute fahren wir in Richtung Norden über Otavallo zur Laguna Cuicocha (3.100
m). Die Wanderung um den Kratersee in vegetationsreicher Landschaft kommt unserer
Höhenanpassung zugute. Je nach Jahreszeit können wir viele Orchideenarten bewundern.
Wir übernachten in der gemütlichen Hosteria Pantavi (2.050 m) inmitten einer gepflegten
Gartenanlage - mit Blick auf den Vulkan Cotacachi. Es gibt eine Bar, einen Swimmingpool,
eine Bildergalerie und zwölf nett eingerichtete Zimmer.
Hinweis: Je nachdem, an welchem Ort mehr Tiere für den Gepäcktransport zur Verfügung
stehen, kann das Trekking der nächsten Tage auch in umgekehrter Reihenfolge, von
San Blas nach San Francisco, stattfinden.
Gehzeit: 3-4h; Fahrzeit: 4-5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hosteria [FMA]
4. Tag Cotacachi-Cayapas
Die wunderschöne Wanderregion Piñan liegt im Naturreservat Cotacachi-Cayapas
auf der Westkordillere in der Provinz Imbabura. Unser Bus bringt uns zum kleinen
Dorf Pablo Arenas. Das fünftägige Trekking beginnt! Stetig ansteigend wandern
wir vorbei an den bewirtschafteten Feldern der Bauern (Campesinos) und erreichen
am Nachmittag unseren Zeltplatz beim Bergdörfchen San Francisco auf 3.000 m Höhe.
Die Zelte sind schon aufgebaut, eingerichtet sind wir schnell, und so bleibt Zeit,
um sich in die Sonne zu legen und die umliegenden Berge zu fotografieren. Falls
das Wetter nicht mitspielt, ist im großen Gemeinschaftszelt genügend Platz, um
beim Kartenspielen und Teetrinken seine Mitreisenden besser kennen zu lernen.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]
5. Tag Yanacocha
Der erste Wegabschnitt führt uns durch einen Bergwald. Epiphyten (Aufsitzerpflanzen)
und von den Ästen herabhängende Flechten besiedeln die Bäume. Das feucht-kühle
Klima und die lichten Baumkronen begünstigen einen dichten Bodenbewuchs - Farne,
Moospolster und farbenfrohe, blühende Pflanzen. Das Gebiet ist die Heimat von
Brillenbären, Hirschen, Füchsen und zahlreichen Vogelarten. Bei heftigen Regenfällen
weicht der lehmige, teilweise von großen Steinen durchsetzte Boden stark auf;
dann ist gute Trittsicherheit gefragt und Trekkingstöcke sind äußerst hilfreich.
Mit zunehmder Höhe nimmt nicht nur die Anzahl der Bäume, sondern auch ihre Höhe
ab. Wir erreichen die einzigartige tropische Hochlandzone Lateinamerikas, das
feuchtkalte Grasland des Páramo. Im rauen, extremen Klima mit viel Niederschlag,
starken Winden, Kälte und gleichzeitig hoher Sonneneinstrahlung hat sich eine
spezielle Vegetation entwickelt. Büschelgräser, ungewöhnliche Farne und Polsterpflanzen
bestimmen die Landschaft, dazwischen leuchten unzählige bunte Blumen. Am auffälligsten
ist die stachelige Chuquiragua mit ihren großen, orangefarbenen Blüten. Am Yanacocha-See,
einer idyllischen Gebirgslagune auf 3.900 m Höhe, errichten wir unser Zeltlager.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]
6. Tag Parkacocha - Burrococha
Wir umrunden den Yanaurcu Richtung Südwesten. Erdige Trampelpfade führen durch
die weiten Graslandschaften und vorbei an kristallklaren Lagunen und Seen. Etwa
auf halber Strecke gelangen wir zu den zwei Lagunen von Parkacocha. Parka bedeutet
in der Quechua-Sprache Vereinigung - hier bezogen auf das Zusammenspiel von Sonne
und Erde. In der Abenddämmerung verschwindet die Sonne "in" den im Westen liegenden
Lagunen.
Das Wetter in dieser Region ist sehr wechselhaft. Gerade noch liegen wir in der
Sonne im warmen Gras, vor dem wolkenlosen blauen Himmel zeichnen sich die Vulkane
am Horizont ab; mit dem Blick können wir dem Lauf der Flüsse in den grünen Tälern
folgen. Wenige Minuten später kommt ein starker Wind auf, dichte Nebelschwaden
verhüllen die Sicht und wir finden uns in einer gedämpften, weißen Atmosphäre
wieder. Dann fängt es an zu tröpfeln, der Nebel verdichtet sich zu einem leichten
Regen. Am späten Nachmittag erreichen wir die Burrococha-Seenplatte in einer Höhe
von ca. 4.100 m.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]
7. Tag Yanaurcu
Wer möchte, kann den 4.535 m hohen Vulkan Yanaurcu, den höchsten Gipfel der Region,
besteigen. „Schwarzer Berg" bedeutet sein Name, da die steilen Felsen des Berges
aus Andesit bestehen. Der Aufstieg ist technisch nicht schwierig, teilweise aber
pfadlos und steil. Kurz vor dem Gipfel gelangen wir in den Superpáramo, eine Vegetationszone
mit einer artenreichen und wahrlich ungewöhnlichen Flora. Bei gutem Wetter können
wir die grandiose Fernsicht genießen und die „Schwester" des Yanaurcu, den etwa
gleich hohen Gipfel Piñan, sowie verschiedene Gebirgszüge der Anden sehen, die
in Richtung Küste und Amazonas verlaufen. An wolkenlosen Tagen eröffnet sich eine
weit reichende Aussicht: im Norden über das Becken des Rio Mira, im Westen über
die Täler und Kordilleren mit dichten, tropischen Regenwäldern und im Osten über
das innerandine Becken von Ibarra mit den Vulkanen Imbabura (4.560 m) und Cotacachi
(4.930 m) im Hintergrund. Mit etwas Glück entdecken wir einen Kondor, der hoch
über uns seine Kreise zieht. Im ersten Teil des Abstiegs folgen wir der bekannten
Route. Dann schlagen wir einen anderen Weg ein und erreichen schließlich unser
Lager in der Nähe der Lagune Albuji in etwa 3.900 m Höhe. Gehzeit: 5-6 Stunden,
Aufstieg: 435 m, Abstieg 635 m.
Im Lager erwarten uns bereits die anderen Gruppenmitglieder, die sich für eine
ca. 2-stündige Wanderung, gemeinsam mit der Begleitmannschaft und den Pferden,
entschieden hatten. Diese Wanderung - direkt von den Burrococha-Seen zur Lagune
Albuji - führt leicht auf- und absteigend auf Trampelpfaden durch die Páramo-Landschaft;
es sind keine großen Höhendifferenzen zu überwinden.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Zelt [FMA]
8. Tag Churoloma - San Blas
Vor uns liegt ein langer Abstieg von unserem letzten Lager bis zum Dorf San Blas
(2.500 m). Dort angekommen warten wir auf unseren Bus, der uns zur Hosteria Pantaví
zurückbringt. Als Entspannungsprogramm nach dem langen Trekking bietet sich ein
Besuch der Quellen von Chachimbiro an, ca. 8 km von unserer Unterkunft entfernt.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 1400m; Hosteria [FMA]
9. Tag Otavalo
Auf dem Rückweg nach Quito machen wir einen Abstecher zum berühmten Indianermarkt
in Otavalo. Auf der Plaza de los Ponchos und in den umliegenden Straßen werden
neben farbenfrohen Ponchos und Decken, Wollsachen und Textilien auch Filzhüte
und Töpferwaren sowie Obst, Gemüse, Tiere und viel Kunsthandwerk angeboten. Der
Markt (ursprünglich ein Markt der Weber) - heute weit über die Grenzen der Stadt
hinaus bekannt - zieht Anbieter aus dem ganzen Land an. Am späten Nachmittag /
Abend kehren wir ins etwa 90 km entfernte Quito zurück.
Da die Dezember-Reise am Sonntag statt Freitag beginnt (um eine Abreise von Deutschland
am 24.12. zu vermeiden), ist bei diesem Reisetermin der Besuch des Marktes in
Otavalo nicht möglich. Denn wir kommen am Montag in Otavallo vorbei und es ist
kein Markttag. Stattdessen besuchen wir an Tag 12 den Indianermarkt in Sasquili.
Fahrzeit: 3-4h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [FM]
10. Tag Mitad del Mundo
Von Quito fahren wir ca. 25 km in Richtung Norden zum Dorf San Antonio. Wir besuchen
das Denkmal Mitad del Mundo („Mitte der Welt"). Hier stellte eine französische
Expedition unter Charles Marie de la Condamine 1736 erstmals Messungen zur genauen
Lage der Äquatorlinie an. Das 30 m hohe, von einer riesigen Messingkugel gekrönte
Äquator-Denkmal markiert den Breitengrad Null und beherbergt ein ethnologisches
Museum. Am Nachmittag fahren wir zu einer schön gelegenen Hosteria auf dem Lande.
Fahrzeit: 2,5h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hosteria [FMA]
10. Tag(B) Fakultativ: Cotopaxi-Besteigung / Aufstieg zur Hütte
Für uns Bergsteiger geht es Richtung Süden zum Nationalpark Cotopaxi. In einem
Museum informieren wir uns über den letzten Ausbruch des Vulkans und sehen uns
die aus der Umgebung stammenden, ausgestopften Tiere an. Wir fahren bis zum Parkplatz
unterhalb der José Ribas-Hütte in ca. 4.600 m Höhe. Der Aufstieg bis zur Hütte
auf 4.800 m Höhe dauert ca. 1 Stunde.
Die Besteigung des Cotopaxi ist fakultativ, der Aufpreis beträgt 75,- US$ pro
Person (bei einer Teilnehmerzahl von 3 und mehr Personen) und ist vor Ort zu entrichten.
Bitte geben Sie bereits auf Ihrer Reiseanmeldung an, ob Sie den Berg besteigen
möchten, da die Bergführer vorab benachrichtigt und eingeteilt werden müssen.
Gehzeit: 1h; Fahrzeit: 3h; Aufstieg: 200m; Hütte [FMA]
11. Tag Wandern im Nationalpark Cotopaxi
Morgens fahren wir den Bergsteigern hinterher zum Nationalpark Cotopaxi und unternehmen
eine Wanderung am Limpiopungo-See (ca. 1,5 Std.). Bei gutem Wetter haben wir von
hier einen schönen Ausblick auf den vergletscherten Vulkan. Kurz, aber mühsam
ist der anschließende Aufstieg vom Parkplatz zur José Ribas-Hütte. (Von hier sind
unsere Bergsteiger-Freunde letzte Nacht zum Gipfel aufgestiegen.) Die heiße Tasse
Tee auf 4.800 m Höhe - dem höchsten Punkt der Reise - haben wir uns redlich verdient.
Der Abstieg geht dafür umso schneller; hüpfend lässt es sich gut im Vulkangeröll
hinunterrutschen. Rechtzeitig zum Abendessen erreichen wir unsere Unterkunft für
diese Nacht, die Hacienda La Ciénega, ein koloniales Herrschaftshaus und Gut.
Gehzeit: 2-3h; Fahrzeit: 4h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 200m; Hacienda [FMA]
11. Tag(B) Fakultativ: Cotopaxi-Besteigung / Gipfel
Wir Bergsteiger starten gegen Mitternacht zum Gipfel des ebenmäßigen, vergletscherten
Vulkans Cotopaxi (5.897 m). Der Aufstieg zum Gipfel ist bei normalen Verhältnissen
technisch nicht schwierig, doch muss man im Umgang mit Steigeisen, Seil und Pickel
absolut sicher sein. Die Schnee- bzw. Gletschergrenze liegt bei ca. 5.000 m Höhe.
Über mehrere Aufschwünge steigen wir rechts vorbei am felsigen, schon von weitem
sichtbaren Krateraufbau, wobei wir, je nach Verhältnissen, des Öfteren Spalten
umgehen müssen. Über einen zuletzt steileren Hang gelangen wir bis an den Kraterrand.
Bei klarem Wetter zeigen sich die Vulkangipfel Antizana, Illiniza, El Altar und
der 6.310 m hohe Chimborazo. Für den Aufstieg müssen wir mit 6 - 8 Stunden, für
den Abstieg mit 2 - 3 Stunden rechnen. Zurück am Parkplatz erwartet uns unser
Fahrer und bringt uns zur Hacienda La Ciénega. In dem herrlich gelegenen, alten
Herrschaftshaus und Gut am Fuß des Vulkans Cotopaxi feiern wir unsere hoffentlich
erfolgreiche Besteigung und erwarten gegen Abend die Ankunft der Wanderer.
Gehzeit: 10-12h; Fahrzeit: 1h; Aufstieg: 1097m; Abstieg: 1297m; Hacienda [FMA]
12. Tag Avenida de los Volcanes
In unmittelbarer Nähe der Hacienda La Ciénega besuchen wir eine Rosenplantage
und erfahren viel Wissenswertes über die Pflege der Rosen, die in viele Länder
der Erde verkauft werden. Unsere Route führt weiter auf der Avenida de los Volcanes
in Richtung Süden. Nach dem Mittagessen setzen wir die Fahrt bis zu einer schönen,
etwas außerhalb von Riobamba gelegenen Hosteria fort. Der Rest des Tages steht
zur freien Verfügung.
Bei dem Reisetermin im Dezember fällt dieser Tag auf einen Donnerstag und wir
besuchen den Indianermarkt in Sasquili.
Fahrzeit: 2-3h; Hacienda [FMA]
13. Tag Zugfahrt
Die spannende Zugfahrt beginnt am frühen Morgen am Bahnhof in Riobamba oder,
nach einem Bustransfer, in Alausi. Es lohnt sich, zeitig am Bahnhof zu sein, damit
wir uns die besten Plätze sichern! Wir befahren die bereits 1902 fertig gestellte,
bis heute steilste Bahnstrecke der Welt - eine wahre technische Meisterleistung.
An der sog. Teufelsnase bewältigt der Zug die heikelste Passage: Im Schritt-Tempo
meistert er in Zick-Zack-Kehren auf kurzer Distanz etwa 500 Höhenmeter. Kurz vor
Sibamba fährt der Zug wieder zurück nach Alausi; hier wartet unser Bus auf uns.
Wir steigen in den Bus und sind noch eine Weile unterwegs, ehe wir unsere auf
dem Land gelegene Hacienda bei Patate, einem Nachbarort des Thermalbades Baños,
erreichen. Bereits auf der Fahrt dorthin bietet sich uns ein guter Blick auf den
rauchenden (und manchmal "grummelnden") Vulkan Tungurahua. Sollte die Bahnfahrt
wider Erwarten nicht möglich sein, führen wir ein Alternativprogramm, z.B. eine
Wanderung am Chimborazo, durch.
Fahrzeit: 4-5h; Hacienda [FMA]
14. Tag Baños
Ein Abstecher führt uns Richtung Amazonas-Becken, wo wir nach einer kurzen Wanderung
den Rio Verde-Wasserfall und den „Teufelskessel" bestaunen können. Anschließend
haben wir Freizeit in Baños und können die Thermalquellen besuchen oder durch
die Straßen bummeln. Wir gönnen uns eine weitere Übernachtung in der vielleicht
schönsten Hacienda auf dieser Reise und kehren am Abend nach Patate zurück.
Fahrzeit: 2h; Hacienda [FMA]
15. Tag Patate - Quito
Von unserer Hacienda aus wandern wir, mit Blick auf den aktiven Vulkan Tungurahua,
zu einer kleinen Lagune. Wer lieber etwas entspannen möchte kann auch das Schwimmbad
der Hacienda nutzen oder sich eine Spa - Behandlung gönnen (fakultativ, muss am
Tag vorher angemeldet werden). Nach dem Mittagessen fahren wir nach Quito zurück.
Gehzeit: 3,5h; Fahrzeit: 5h; Hotel [FM]
16. Tag Quito - Coca - Amazonas Lodge
Der Amazonas-Urwald erwartet uns! Mit einer kleinen Maschine fliegen wir (ca.
40 Minuten) nach Coca. Unweit des Flughafens liegt der kleine Hafen am Rio Napo,
wo wir auf ein Motorboot umsteigen und ca. 2 Stunden flussabwärts fahren. Von
der Anlegestelle aus wandern wir über Holzstege ein paar Minuten durch den Urwald.
Hier stehen die Kanus bereit, mit denen wir nach ca. 30 Minuten unsere direkt
am Ufer der Lagune und mitten im Primärurwald gelegene Lodge erreichen.
Das Management der La Selva Lodge legt großen Wert auf einen umweltfreundlichen
Tourismus. Die auf Stelzen stehenden Bungalows sind aus Bambus gebaut und mit
Palmblättern gedeckt. Jeder Bungalow hat eine kleine Veranda mit Hängematte und
ein eigenes Bad. Das Wasser kommt direkt aus dem See durch einen Filter in Ihre
Dusche. Warmes Wasser gibt es nicht, dies ist bei den üblichen Tagestemperaturen
aber auch nicht wirklich nötig. Keine Angst vor kleinen Tieren. Dass diese auch
den Weg in Ihre Unterkunft finden, lässt sich nicht vermeiden, doch sind alle
Betten mit Moskitonetzen ausgestattet. Strom gibt es in der Lodge nur abends und
am frühen Morgen; dann haben Sie auch die Möglichkeit, Batterien o.Ä. aufzuladen.
Am späten Nachmittag unternehmen wir bereits unsere erste, kurze Wanderung durch
den Urwald. Nach dem Abendessen wappnen wir uns noch einmal mit Gummistiefeln,
und diesmal auch mit Taschenlampen, um bei einer Wanderung durch die Dunkelheit
die nachtaktiven Tiere aufzuspüren.
Gehzeit: 1h; Regenwaldlodge [FMA]
17. Tag Amazonas Lodge
Heute sehr früh aufzustehen lohnt sich, denn vom Hochsitz aus lassen sich die
Vögel bei ihren Morgenaktivitäten gut beobachten. Auch die Totenkopf-Äffchen und
Brüllaffen sind bereits in der Dämmerung in den Baumwipfeln unterwegs. Wir erleben
den Sonnenaufgang über dem Urwald und kehren zur Lodge zurück, um zu frühstücken.
Den Vormittag über durchstreifen wir auf schmalen Trampelpfaden und über Holzstege
den Primärurwald, der sich rund um die Lodge ausdehnt. Je nach Größe der Gruppe
teilen wir uns auf, um unseren örtlichen Guides besser zuhören zu können, sooft
sie uns über die Fauna und Flora des Urwaldes erzählen. Z.B. wozu die Blattschneide-Ameisen
die Blätter brauchen, wie die Behausung einer Vogelspinne aussieht oder aus welcher
der steinharten Nüsse früher Knöpfe hergestellt wurden. Am Ufer des Madicocha-Sees
steigen wir in Kanus und paddeln den Mandiyacu-Fluss entlang. Wenn wir Glück haben,
können wir den Riesenotter beobachten, der hier zuhause ist. Zum Mittagessen sind
wir wieder in der Lodge und freuen uns im schön hergerichteten Speisesaal auf
die kulinarischen Köstlichkeiten des Tages.
Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung: Die Hängematten laden dazu ein,
die "Seele baumeln zu lassen", im See lässt sich ein erfrischendes Bad nehmen
und die Schmetterlingsfarm der Lodge steht jederzeit zur Besichtigung offen. Auch
heute endet unser Reisetag nicht mit Einbruch der Dunkelheit - bei einer nächtlichen
Fahrt über den See können wir die Augen der Kaimane glitzern sehen.
Gehzeit: 3-6h; Regenwaldlodge [FMA]
18. Tag Amazonas Lodge
Wir verbringen den Tag im benachbarten Yasuni-Nationalpark auf der anderen Seite
des Napo. Das Gebiet liegt ca. 100 m über dem der La Selva Lodge. Dieser Höhenunterschied
reicht bereits aus, um eine andere Vegetation hervorzubringen; dementsprechend
haben hier auch andere Tiere ihren Lebensraum gefunden. Das Besondere in diesem
Teil des Urwalds ist die Lehm-Lecke, ein Ort, der sich hervorragend eignet, um
Papageien zu beobachten. Die Vögel kommen zur freiliegenden Lehmwand, um an der
Erde zu lecken. Diese enthält Mineralien, welche die mit der Nahrung aufgenommenen
Pflanzengifte im Magen der Tiere neutralisieren. Experimentierfreudige unter uns
haben heute außerdem die Möglichkeit, eine Zitronen-Ameise zu kosten. Wer sich
für diese exotischen Gaumenfreuden nicht begeistern kann, muss bis zum Mittagessen
warten, wenn wir wieder in der Lodge sind….
Den Nachmittag nutzen wir für eine letzte Exkursion per Kanu entlang dem Seeufer.
Vielleicht haben Sie nach dem Abendessen, wenn Sie noch nicht zu Bett gehen wollen,
Lust auf eine gesellige Runde bei einem tropischen Drink in der gemütlichen Bar.
Gehzeit: 3h; Regenwaldlodge [FMA]
19. Tag Amazonas Lodge - Coca - Quito
Nach dem Frühstück treten wir den Rückweg über Coca nach Quito an. Der Nachmittag
steht uns zur freien Verfügung. Wir beenden unsere Reise ganz entspannt, nutzen
den Hotelpool oder unternehmen einen Stadtbummel auf eigene Faust und gehen am
Abend noch ein letztes Mal zusammen essen.
Hotel [F]
20. Tag Rückflug
Da unser Flug erst am späten Abend von Quito abfliegt können wir in Ruhe ausschlafen,
Frühstücken, Packen und sind frei für ein paar letzte Besorgungen, einen Blick
in eines der Museen Quitos oder für eine Seilbahnfahrt auf den "Hausberg" Quitos,
den Pinchincha (fakultativ). Dann werden wir zum Flughafen gebracht und treten
unseren Rückflug von Quito über Madrid nach Deutschland an.[F]
21. Tag Ankunft
Ankunft in Madrid und Weiterflug zu Ihrem Zielflughafen.
Verlängerungen
Verlängerung Galápagos-Kreuzfahrt
Leistungen
- Linienflug mit LAN/Iberia Frankfurt – Madrid – Quito – Madrid – Frankfurt, weitere
Anschlussflüge von Deutschland nach Madrid nach Verfügbarkeit, Österreich und
Schweiz gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Hotels, Haciendas, einer Urwaldlodge und im Zelt; meist Vollpension
- 2 Inlandsflüge, Transfers und Überlandfahrten, Bahn- und Bootsfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in ab/bis Quito, Begleitmannschaft beim Trekking
- unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Reisegepäck- Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- fehlende Mahlzeiten und Getränke (ca. 250,- USD);
- Trinkgelder (ca. 80,- USD);
- Einzelzimmer-Zuschlag;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Flughafengebühren für den Rückflug aus Ecuador (z.Zt. in Quito 44,30 US$);
- fakultative Besteigung des Cotopaxi (75,- US$ ab einer Teilnehmerzahl von 3 Personen)
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Das 5-tägige Trekking weist keine technischen Schwierigkeiten auf, erfordert
aber Trittsicherheit und gute Ausdauer. Schwindelfreiheit ist, außer für die fakultative
Besteigung des Cotopaxi, nicht erforderlich. Sie sind in Höhen zwischen 2.050
m und 4.100 m unterwegs. Rechnen Sie mit Gehzeiten von 5 - 7 Stunden pro Wandertag.
Bitte konsultieren Sie vor Reisebeginn Ihren Arzt/Ihre Ärztin.
Fakultative Bergbesteigungen:
Yanaurcu (4.535 m): Der Auf- und Abstieg führt über steile, felsige Passagen,
Schwindelfreiheit oder Kletterererfahrung sind jedoch nicht nötig.
Cotopaxi (5.897 m): Für die Besteigung sind Hochtourenerfahrung sowie gute Kenntnisse
im Umgang mit Steigeisen, Seil und Pickel Voraussetzung. Der Berg ist technisch
nicht sehr schwierig, aber entsprechende Erfahrung im bis zu 40 Grad steilen Gelände
und sehr gute Kondition sind erforderlich. Ein Bergführer geht mit maximal 3 Teilnehmern
in einer Seilschaft. Die Besteigung des Cotopaxi entspricht dem Schwierigkeitsgrad
V. Bitte informieren Sie uns bereits bei Ihrer Anmeldung, ob Sie den Berg besteigen
möchten.
Urwaldexkursion
Während des 4-tägigen Aufenthalts stellt das feucht-heiße Klima erhöhte Anforderungen.
Sie sind während dieser Tage in einer Lodge untergebracht und übernachten in Zweibett-Bungalows.
Sie sollten jedoch keinen Hotelstandard erwarten!
Einreisebestimmungen
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz
ist kein Visum nötig. Der Reisepass muss nach Ankunft in Ecuador noch 6 Monate
gültig sein. Für Ecuador/Galapagos ist keine Impfung zwingend vorgeschrieben.
Empfohlen wird Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie, Polio und Gelbfieber
sowie Malariaprophylaxe. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen
Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel.
0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter: www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bei dieser Reise kann es zu Verzögerungen, Routenänderungen oder Programmumstellungen
kommen - bedingt durch ungünstige Verhältnisse, schlechtes Wetter, organisatorische
Schwierigkeiten oder sonstige Faktoren, wie z. B. Streiks. Sie sollten für diese
Reise Abenteuergeist mitbringen verbunden mit der Bereitschaft, auf Komfort manchmal
zu verzichten und ggf. Toleranz und Geduld zu üben. Selbstverständlich ist es
das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte durchzuführen.
Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir aber nicht
geben. Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin,
dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
Ecuador liegt am Äquator im Bereich der inneren Tropen. Das heißt vor allem,
dass geringe Temperaturschwankungen im Jahresverlauf und große Temperaturschwankungen
(8-28 Grad) im Tagesverlauf auftreten. Man spricht daher von einem Tageszeitenklima.
Es existieren keine Jahreszeiten wie in Mitteleuropa. Das Klima wird in den verschiedenen
Regionen Ecuadors von unterschiedlichen Faktoren bestimmt. An der Küste ist entscheidend,
welche Meeresströmungen (kalte oder warme) vorherrschen. In der Andenregion kann
das Klima, abhängig von der Höhe, von feucht-gemäßigt bis feucht-kalt variieren.
Im Amazonas sorgen die Südostpassate für ein feucht-warmes bis feucht-heißes Klima
mit den höchsten Niederschlagswerten des Landes.
Bei Ihrem Trekking im Piñan-Gebirge können Sie bei schönen Wetter Tagestemperaturen
von bis zu 25°C erwarten, es kann aber auch recht kühl, feucht und windig werden.
Nachts fallen die Temperaturen bis auf 0°C. Das Wetter in den höheren Lagen der
Andenkette ist generell sehr wechselhaft, in der Zeit von November bis März/April
fällt etwas mehr Regen, meist am Nachmittag und in der Nacht.
Im Amazonas-Becken herrschen das ganze Jahr über Sonne und Regen in ständigem
Wechsel vor. Die Temperaturen steigen im Laufe des Tages an, wassergesättigte
Luftmassen steigen auf, verdichten sich und gehen am Nachmittag in heftigen Regenschauern
nieder. Die mittlere Jahrestemperatur variiert zwischen 24°C und 38°C, in der
Nacht ist es ebenfalls warm und schwül.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Bedingungen sollten Sie leichte Kleidung für die
heißen Tage und den Dschungel sowie warme Sachen für das Trekking und die kühlen
Abende einpacken. Wichtig sind gute Bergschuhe, ein guter Regenschutz und Sonnenschutz
mit hohem Lichtschutzfaktor gegen die intensive Sonneneinstrahlung am Äquator.
Beim Trekking werden Zelte und einfache Isoliermatten gestellt. Auch wenn die
Temperaturen nachts beim Trekking "nur" bis 0°C sinken, benötigen Sie aufgrund
des feucht-kalten Klimas einen Schlafsack mit einem Komfortbereich bis minus 10°C.
Unterwegs tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem Nötigsten (Regen- und Sonnenschutz,
Trinkflasche, Wechselkleidung, Kamera etc.), während Tragtiere das Hauptgepäck
befördern.
Wenn Sie den Cotopaxi besteigen möchten, benötigen Sie eine komplette Hochtourenausrüstung
(steigeisenfeste Bergschuhe, Sitz- oder Kombigurt, Steigeisen, Pickel, Hochtouren-Rucksack).
Es besteht die Möglichkeit, nach vorheriger Anmeldung Sitzgurt und / oder Pickel
bei unserer Agentur vor Ort zu leihen (ca. 2,- USD pro Ausrüstungsgegenstand und
Tag ab/bis Quito). In diesem Fall bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, die Bezahlung
erfolgt direkt an die Agentur vor Ort. Da die Steigeisen optimal auf Ihre Schuhe
passen müssen, empfehlen wir dringend, Ihre eigenen Steigeisen mitzunehmen.
Mindestteilnehmerzahl 7 Personen
Höchstteilnehmerzahl 16 Personen
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