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Land: Jemen
Termin: 09.10.2010 - 23.10.2010

- 7 Tage durch wildes Bergland im Indischen Ozean
- Wandern durch Urzeitlandschaften – einzigartige Pflanzenwelt
- Türkisfarbene Lagunen, weiße Strände und Delphine
- 4 Tage Erkundung des Djol, Wadi Doan und Hadramaut
- Alte Stadt Jibla – im Reich der Königin Arwa
Diese besondere Naturreise wurde von uns als erstem deutschen Veranstalter erkundet
und wird seit 2004 in dieser Form angeboten.
Auf Soqotra gibt es etwa 300 endemische Pflanzenarten, z. B. so fremdartige Gewächse
wie Flaschenbäume, Gurkenbäume und einen ganzen Wald von Drachenblutbäumen. Bei
den Wanderungen werden Sie sich ab und zu fühlen, als wären Sie auf einem anderen
Planeten in einer Art Urzeitlandschaft unterwegs. Unterschiedlichste Landschaftsformen
– wie Karstberge, ein Granitmassiv, weite Hochebenen und abgelegene Wadis – machen
die Insel zu einem idealen Trekkinggebiet! Die UNESCO hat Soqotra zum Mensch-
und Biosphärenreservat erklärt. Einstellen sollten Sie sich auf Komfortverzicht
und Hitze. Abkühlung verschaffen Bäder im Indischen Ozean oder im klaren Süßwasserpool.
Am Ende eines Trekkingtages zelten Sie im Bergland oder bei einer türkis schillernden
Lagune, wo abends Pyramidenkrabben Wettbewerbe im Sandhaufenbauen durchführen.
Im Anschluss an das intensive Wanderprogramm besuchen Sie den früheren Südjemen:
das endlos weite Hochplateau, den Djol und das Wadi Hadramaut. Riesige Dörfer
ziehen sich entlang dem Wadi Doan. Die teilweise sehr eigenwillig bemalten Häuser
sind in traditioneller Lehmbautechnik errichtet. Am bekanntesten ist Shibam, dessen
Kulisse sich mitten aus dem Wadi Hadramaut erhebt.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug (Abflug mittags) mit Yemenia (Yemen Airways) von Frankfurt nach Sanaa.
Hauser-Bahnfahrkarte ab/bis deutscher Grenze gegen Aufpreis buchbar. (Bitte teilen
Sie uns ggf. Abfahrtsbahnhof mit und ob Sie eine Bahncard besitzen.) Abends landen
wir in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa und werden zu unserem Hotel mitten in
der Altstadt gebracht.
Übernachtung im Hotel
2. Tag Sanaa - Jibla - Aden
Von Sanaa starten wir morgens mit einem Kleinbus durch Bergland und Terrassenfelder
Richtung Süden. Wir erreichen Jibla, das sich an den Fuß des mächtigen Berges
Jebel Takar schmiegt. Jibla war Ende des 11. Jahrhunderts die Hauptstadt des Jemen.
Das Land wurde damals von einer Frau regiert und noch heute genießt Königin Arwa
im Jemen höchstes Ansehen. Das kleine historische Städtchen ist eine der hervorragenden
Beispiele jemenitischer Steinarchitektur und ist geprägt durch alte Brücken, leuchtenweiße
Minarette und reich verzierte Kuppeln. Von der Grabesmoschee der Königin Arwa
streifen wir durch die engen Gassen des Suq (Bazar) und erleben eine der schönsten
Städte Jemens.
Über Ibb und Taiz setzen wir unsere Fahrt fort und erreichen am späten Nachmittag
Aden, wo wir übernachten.
Übernachtung im Hotel [FA]
3. Tag Soqotra
Morgens fliegen wir von Aden nach Soqotra. Wir möchten Sie darauf hinweisen,
dass die Inlandsflüge der Yemenia manchmal mit Wartezeiten oder Verspätungen verbunden
sein können. Soqotras Hauptstadt Hadibou ist aus überwiegend einstöckigen kubischen
Häusern erbaut. Der sogenannte Suq (Markt) in Hadibou besteht aus einer Straße
mit kleinen Geschäften, deren Waren fast ausschließlich vom Festland importiert
werden müssen. Nachdem unsere Jeeps gepackt sind, fahren wir über die Ostseite
der Insel zu einem Strand, wo wir uns den Rest des Tages akklimatisieren können.
Übernachtung in Zelten [FMA]
4. Tag Soqotra
Bereits die alten Griechen im Gefolge Alexanders ließen sich auf Soqotra nieder
um von hier aus Einfluss auf den lukrativen Indien-Handel zu nehmen. Im 16. Jh.
diente Soqotra eine kurze Zeit den Portugiesen als Stützpunkt. Im 19. Jh. besetzten
die Briten sowohl Aden als auch Soqotra, 1967 fiel das Eiland an den kommunistischen
Südjemen und diente aufgrund seiner Unzugänglichkeit als Gefängnisinsel. Nach
der Wiedervereinigung der beiden Jemen (1990) nahm sich die UNESCO der Insel wegen
ihrer einzigartigen Pflanzenwelt an und erklärte sie zum Welt-Biosphärenreservat.
Die Vielfalt Soqotras, das von dem bis zu 1.500 m hohen Haghar Massiv überragt
wird, erkunden und erleben wir intensiv während der kommenden Tage. Nach einem
Aufstieg zwischen Flaschenbäumen und immer mit Blick auf den türkis farbenen Indischen
Ozean wandern wir zu einer bis heute kaum erforschten Tropfsteinhöhle. Unser Führer
zeigt uns nicht nur die geologische ´Unterwelt´ einer der größten Höhlen Arabiens,
sondern auch Zeugnisse von sehr früher Besiedlung innerhalb der am Berg oben liegenden
Höhle. Zurück an unserem Lagerplatz stärken wir uns für unsere Nachmittagswanderung.
Wir wandern auf das Hochplateau und Schutzgebiet von Homhil, wo unzählige Weihrauchbäume
und Drachenblutbäume wie pilzförmige Bäume in der Landschaft stehen.
Gehzeit: 5,5-6h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 500m; Übernachtung in Zelten [FMA]
5. Tag Soqotra
Unsere heutige Wanderung führt uns über eine weitere Plateaustufe, wir steigen
hinauf zur Karstlandschaft von Mumi. Die ist sehr weitläufig und karg und birgt
interessante Pflanzen- und Gesteinsformationen. Weiße, von Wind und Wetter erodierte
Felsgestalten prägen die weite Hochebene. Nachmittags fahren wir an die Küste
zum Meeresschutzgebiet von Dihamri. Dort besteht die Möglichkeit zum Schnorcheln
(nur für erfahrene Schnorchler und auf eigene Gefahr. Schnorchelausrüstung kann
in der Regel vor Ort geliehen werden. Eintritt fakultativ, ca. 10,- €). Schließlich
fahren wir entlang der Nordküste zur Hauptstadt Hadibou.
Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 300m; Übernachtung in Hadibou in einem einfachen Hotel
[FMA]
6. Tag Soqotra
Das vielfältige Wanderprogramm setzt sich fort. Unweit von Hadibou gelangen wir
in die Berglandschaft unterhalb des Haghar Massivs. Durch ein von vielfältiger
Flora (Aloe, Weihrauch, Myrrhe, Flaschenbäumen und Drachenblutbäumen) geprägtes
Wadi steigen wir etwa 3-4 Stunden steil bergauf und erreichen nach etwa weiteren
2 Stunden über einen Pass das Wadi Ayhaft, das im zentralen Bergland liegt. Wir
entdecken ausgesprochen wilde Berglandschaften, eine faszinierende Pflanzenvielfalt
und absolute Abgeschiedenheit - eine Region, die uns in eine andere Welt versetzt.
Unsere Fahrer holen uns nach der Wanderung ab und bringen uns zu einem regelrechten
Wald, der aus bis zu 1.000 Jahre alten Drachenblutbäumen besteht. Dies ist eine
weltweite Besonderheit, denn von den nächsten Verwandten dieses Baumes gibt es
z.B. auf den Kanaren oder Kap Verden nur noch einzelne Exemplare - hier finden
sich auf der Hochebene Diksum Hunderte davon und sie wirken wie überdimensional
große Schirmpilze, die aus der Landschaft sprießen. Unser heutiges Lager errichten
wir auf einer Felskanzel oberhalb eines Canyons.
Gehzeit: 4,5-5h; Aufstieg: 800m; Übernachtung in Zelten [FMA]
7. Tag Soqotra
Eine Art Garten Eden zeigt sich uns im zentralen Hochland, wo sich eine tiefe
Schlucht durch das Plateau gebildet hat. Nach dem steilen Abstieg in den Talboden
wandern wir hinein in die Schlucht und verbringen unsere Mittagsrast am klaren,
von rosafarbigen Sandsteinfelsen umgebenen Gebirgsbach. Im Tal, an dessen Hängen
Palmen und Gurkenbäumen wachsen, können wir in natürlichen Süßwasserpools ein
kühles Bad genießen. Nachmittags verlassen wir das Hochland und fahren etwa drei
Stunden an die Küste. zum Indischen Ozean. Türkisfarbenes, glitzerndes Wasser
in einer weiten Lagune, weißer, feiner Sand - ein klassisches Bild von einem Traumstrand
- nur Palmen gibt es keine! Den Abschluss auf Soqotra verbringen wir bei der Lagune
von Qalansiya.
Gehzeit: 4-5h; Abstieg: 350m; Übernachtung in Zelten [FMA]
8. Tag Soqotra - Bootsausflug
Heute unternehmen wir mit Fischern aus Qalansiya einen Bootsausflug entlang der
Küste. Wir folgen der wilden Küste, umrunden ein Kap, sehen mit etwas Glück unterwegs
Delphine und gelangen in eine einsame Bucht. Dort bereiten unsere Begleiter für
uns ein Mittagessen mit frisch gegrilltem Fisch. Im Laufe des Nachmittags kehren
wir zurück. (Die Durchführung dieses Ausfluges hängt von Wetter und Seegang ab,
Sicherheit geht immer vor!) Der Rest des Tages steht jedem zur Verfügung für Erkundungen
an der von Dünen und hohen Felsen umrandeten Bucht von Qalansiya. Ob wir die Zeit
mit Baden oder lieber mit dem Beobachten der neugierigen Pyramidenkrabben verbringen,
steht jedem frei. Die Kontraste dieser Bucht sind jedenfalls unvergleichlich.
Übernachtung in Zelten [FMA]
9. Tag Soqotra
Vormittags können wir einen Spaziergang entlang der Lagune unternehmen, auf einen
kleinen Aussichtsberg steigen oder einfach die außergewöhnliche Kulisse und Natur
genießen. Nach dem Mittagessen werden wir das Fischerdorf besuchen und fahren
danach entlang der Nordküste nach Hadibou zurück. Je nach Zeit der Rückkehr können
wir vielleicht noch die ´Soqotra Women's Association´ besuchen. Diese Frauen-Kooperative
ist eine Art Forum für die Inselbewohnerinnen, wo lokale Produkte wie Webteppiche,
Honig, Töpferei u.ä. verkauft werden - der Erlös wird zur Finanzierung eines Dorflehrers
oder ähnlichen Projekten genutzt.
Übernachtung in Hadibou im Hotel [FMA]
10. Tag Soqotra - Mukalla - Djol
Wir fliegen morgens von Soqotra nach Riyan bei Mukalla und werden von den dortigen
Fahrern erwartet. In den kommenden Tagen begeben wir uns auf die Spuren von Freya
Stark, der berühmten Entdeckungsreisenden, die in den 30-er Jahren des vergangenen
Jahrhunderts den Jemen intensiv bereiste und auch längere Zeit dort lebte. Ausgerüstet
mit voller Campingausrüstung fahren wir hinauf in die Einsamkeit des Hochplateaus
des Djol. Der Vergleich mit einer endlos weiten Mondlandschaft drängt sich unwillkürlich
auf. Dass sich aber in den tief eingeschnittenen Tälern teils große Dörfer mit
einer ganz eigenen und sehr intakten Lehmhausarchitektur befinden, lässt sich
von oben nicht sogleich vermuten.
Übernachtung in Zelten [FMA]
11. Tag Wadi Doan
Wir verlassen die Hochebene und unvermittelt taucht vor uns inmitten eines wüstenhaften
Tales ein unvorstellbar farbenprächtiger, reich verzierter Palast auf. Hier hat
ein reicher Kaufmann der kargen Landschaft ein buntes Gegenspiel geliefert. Wir
fahren mit den Jeeps hinunter ins Wadi Doan. Beeindruckende Dörfer wie Sif. Wir
wandern etwa 3 Stunden zum Dorf Rehab. Interessanterweise haben sich in dieser
Abgeschiedenheit Einflüsse indonesischer Architektur mit der jemenitischen Bauweise
vermischt. Ein Ergebnis der Auswanderung jemenitischer Kaufleute, die in Indonesien
Handel betrieben und in ihrer Heimat Jemen ein Haus für ihre Familie gebaut haben,
also fremde Einflüsse mit einheimischer Tradition verknüpft haben. Die ausschließlich
traditionellen Lehmhäuser passen sehr gut zur Landschaft, haben die gleiche Farbe
wie die Erde des Tales und teilweise die Größe von Palästen. Unsere Jeeps kämpfen
sich mühsam eine Felsschlucht hinauf und bei einem Übernachtungsplatz nahe eines
Steilabbruchs des Djol eröffnet sich uns eine beeindruckende Aussicht! Tief unten
liegt das riesige, langgezogene Wadi, wo sich zwischen grünen Palmenhainen das
große Dorf Khuraiba und andere abgelegene Orte eins ums andere aneinander reihen.
Gehzeit: 3h; Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Al Hajjarain - Seyun - Shibam
Wir verlassen das recht abgeschiedene Wadi Doan Richtung Hadramaut - die Route,
auf der sich auch Freya Stark während ihrer Forschungsreise bewegte. Das Dorf
Al Hajjarain thront stolz auf einem Felsen und wacht über den Eingang des Tales.
Unser Ziel ist Seyun im Wadi Hadramaut, wo wir wohnen werden. Wir besichtigen
den Sultanspalast von Seyun. Der prachtvolle Palast (Lehmbau) spiegelt den Reichtum
seiner Herrscher wider. Das Bauwerk besteht aus 110 Räumen, die auf 6 Stockwerken
verteilt sind. Vom Dach aus haben wir einen schönen Blick auf die Oase Seyun.
Zahlreiche, schlanke Minarette sowie die charakteristische grüne Kuppel des Heiligengrabes
am Friedhof überragen die Häuser der Stadt. Nachmittags fahren wir nach Shibam,
das wegen seiner einzigartigen Lehm-Hochhäuser von der UNESCO zum Weltkulturerbe
erklärt wurde. Wir gehen durchs Stadttor, vorbei an Teehäusern, in denen die Einheimischen
entspannt Wasserpfeife rauchen. Shibam wird auch das „Chicago der Wüste" genannt,
denn seine mehrstöckigen, altarabischen Lehmhäuser erinnern an Wolkenkratzer.
Die meist 8-stöckigen, bis zu 500 Jahre alten Lehmhochhäuser laufen nach oben
trapezförmig zu. Die weißen Obergeschosse sind mit Kalkfarbe als Schutz vor Wind
und Wetter bemalt. Im Inneren der Stadt herrscht alles andere als eine städtische
Atmosphäre. In den engen Gassen finden sich weitaus mehr Ziegen als Fahrzeuge
und alles folgt einem gemächlichen Tempo. Zum Sonnenuntergang besteigen wir einen
gegenüberliegenden Hügel und sehen, wie die untergehende Sonne die Lehmfassaden
langsam in rötliches Licht taucht.
Übernachtung in Seyun im Hotel [FA]
13. Tag Tarim - Flug über die Wüste - Seyun-Sanaa
Von Seyun fahren wir ostwärts nach Tarim (24 km), der heiligen Stadt des Hadramaut.
Bekannt ist Tarim auch für das in quadratischer Form gearbeitete Minarett der
Al Midhar-Moschee. Es ist das höchste Minarett Südarabiens (50 m). In Tarim stehen
zahlreiche, sehr große Kaufmannshäuser der einflussreichen Familie Al Aghaf, alle
in Lehmbauweise errichtet. Wir besichtigen die bedeutende Al Aghaf-Bibliothek
mit etwa 5000, teils 400 Jahre alten handgeschriebenen Büchern und interessanten
Kalligraphien. Tarim war einst eine wichtige Universitätsstadt.
Nachmittags fliegen wir von Seyun über die Wüste nach Sanaa. Wenn wir Glück haben,
können wir kurz nach dem Abflug noch einmal Shibam von der Vogelperspektive aus
sehen. Ankunft am späten Nachmittag in Sanaa und Transfer zu unserem Hotel mitten
in der Altstadt. Wer mag kann abends noch einen Bummel durch die Altstadtgassen
unternehmen und den Charme der vielleicht schönsten Stadt des Orients erleben.
Bei Dunkelheit gehen nach und nach die Lichter hinter den Buntglasfenstern an
und verleihen der Stadt ein ganz anderes Bild als tagsüber.
Übernachtung in Sanaa im Hotel [FA]
14. Tag Wadi Dhar - Sanaa
Von Sanaa aus unternehmen wir morgens einen kleinen Abstecher in das nahe gelegene
Wadi Dhar und besuchen den berühmten und sehenswerten Felsenpalast. Wir kehren
vormittags zurück und tauchen ein in das orientalische Leben der Altstadt Sanaas,
Weltkulturerbe der UNESCO. Sanaa zählt zu den faszinierendsten Städten Arabiens
und seine altarabische Ursprünglichkeit ist allgegenwärtig. Die traditionelle
Architektur ist durchweg erhalten; die Gebäude sind in Lehm- und Ziegelbauweise
errichtet und die Fassaden mit weißen Ornamenten bestückt. Mittags können wir
in einem Fischlokal essen, dann bummeln wir durch den weit verzweigten Suq (Bazar)
- sicher einer der nachhaltigsten Erlebnisse einer Jemen-Reise.
(Hinweis: Auf Wunsch buchen wir gerne eine dreitägige Verlängerung in unserem
Altstadthotel, einem jemenitischen Stadthaus).
Nachts Transfer zum Flughafen und Heimflug von Sanaa nach Frankfurt.
Übernachtung im Hotel [FA]
15. Tag Ankunft in Deutschland
Morgens Ankunft in Frankfurt.
Leistungen
- Linienflug mit Yemen Airways Frankfurt – Sanaa – Frankfurt
- Übernachtungen in Hotels, Gästehäusern und Zelten; meist Vollpension
- Inlandsflüge mit Yemen Airways, Transfers und Überlandfahrten
- örtlicher, Deutsch sprechender Reiseleiter
- Eintrittsgebühren; unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Visakosten 40,- Euro;
- fehlende Mahlzeiten,
- Getränke und Trinkgelder (zusammen ca. 90,- - 100,- Euro);
- Einzelzimmer/-zelt-Zuschlag;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Aufgrund der kaum vorhandenen Infrastruktur auf Soqotra campen wir hauptsächlich
im Hochland und an der Küste. Von schönen Lagerplätzen aus unternehmen wir abwechslungsreiche
Wanderungen. Die Wanderungen dauern zwischen 3 und 6 Stunden. Es sind einige anstrengende
Auf- und Abstiege enthalten, meist auf guten Wegen und kleinen Pfaden der Einheimischen.
Öfters muss auch weglos oder auf felsigem Gelände und Geröll gegangen werden.
Trittsicherheit und eine gute Kondition bzw. Ausdauer für die Wanderungen ist
daher für diese Reise sehr wichtig. Während die Gruppe auf direktem Weg zu Fuß
zum nächsten Lagerplatz unterwegs ist, werden die Begleitmannschaft bzw. die Fahrer
auf oft weiten Umwegen mit den Jeeps dorthin fahren und Ihr Gepäck befördern.
Manchmal erwarten die Fahrer die Teilnehmer auch am Endpunkt der Wanderung und
alle fahren dann zum nächsten geeigneten Lagerplatz.
Wenn Sie einen Tag beim Wandern nicht teilnehmen möchten, können Sie jederzeit
auch mit den Fahrern fahren und die Gruppe wieder am Ende der Wanderung treffen.
Jeweils nach 2-3 Tagen Camping kehren Sie wieder zur Hauptstadt Hadibou zurück,
wo Sie in einem sehr einfachen Hotel übernachten und wieder frische Vorräte aufgefüllt
werden. Da es außerhalb Hadibous fast nichts zu kaufen gibt, muss alles mitgenommen
werden. Soqotra gehört zu den sehr armen Gegenden dieser Welt, in denen aufgrund
der Abgeschiedenheit nur eine einfache Versorgung besteht. Ihre Begleiter geben
sich die größte Mühe, aus dem Vorhandenen schmackhafte und vielfältige Mahlzeiten
zuzubereiten. Trotzdem möchten wir Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass es
wichtig ist, dass Sie neben einer Portion Abenteuerlust für diese Reise auch eine
große Bereitschaft für einfache Verhältnisse und Komfortverzicht mitbringen. Entschädigt
werden Sie durch einzigartige Naturerlebnisse, wie es sie sicherlich selten gibt.
Während auf Soqotra intensiv und viel gewandert wird, ist am Festland des Jemen
etwas Durchhaltevermögen für die Überlandfahrten gefragt. Die Fahrt durch das
Wadi Doan führt teilweise über holprige Pisten.
Einreisebestimmungen
Ein Visum ist erforderlich und wird von Hauser exkursionen für deutsche, österreichische
und Schweizer Staatsbürger anhand der von Ihnen - exakt - übermittelten Passdaten
vorbereitet und bei Einreise in den Pass eingetragen. Achtung ! Der Reisepass
darf keinen Eintrag aus Israel enthalten und muss noch mindestens 6 Monate nach
Ausreise aus dem Jemen gültig sein. Die Visagebühr beträgt 40,- Euro p.P. und
wird auf Ihrer Rechnung berücksichtigt.
Imfpungen
Derzeit sind keine Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen werden: Tetanus, Diphtherie,
Polio und Hepatits A. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen
Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer
des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,80 € pro Minute) oder unter
www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Die touristische Infrastruktur im Jemen ist trotz deutlicher Verbesserungen während
der letzten Jahre noch am Anfang ihrer Entwicklung. Sie werden im Land einfache
Verhältnisse vorfinden, die eine gewisse Anpassungsfähigkeit und Toleranz voraussetzen
(z.B. die Übernachtungen in teilweise einfachen Hotels und für europäische Verhältnisse
nicht immer hundertprozentig sauber gehaltener Funduks). Auch Geduld, Gemeinschaftsgeist
und Flexibilität werden von allen Mitreisenden erwartet, sollte sich einmal der
Programmablauf verzögern oder gar ändern - sei es, weil die Witterungsbedingungen
oder die Straßenverhältnisse ungünstig sind, weil organisatorische Schwierigkeiten
einer reibungslosen Durchführung im Wege stehen, Flugverschiebungen auftreten
oder andere nicht vorhersehbare Faktoren den Ablauf der Reise erschweren. Bitte
bedenken Sie, dass Sie teilweise in abgelegenen Regionen unterwegs sind. Selbstverständlich
ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte
durchzuführen, doch können wir für die exakte Einhaltung vorliegender Ausschreibung
keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Die Teilnahme an einer Jemen Reise unterliegt Ihrer persönlichen Entscheidung.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Nach einem Attentat im Wadi Doan im Januar 2008 (ein Seitental des Hadramaut),
hatten wir für das Frühjahr 2008 eine Routenänderung durchgeführt. Seit Herbst
2008 bereisen wir das Hadramaut und Doan wieder. Änderungen behalten wir uns vor.
Wir beobachten die Lage permanent und stehen im Austausch mit unseren langjährigen,
zuverlässigen Partnern im Jemen sowie den Deutschen Behörden.
Hinweise des Auswärtigen Amtes
Am 17. September 2008 wurde ein schwerer Terroranschlag auf die Botschaft der
USA in Sanaa/Jemen verübt. Bereits am 18.03.2008 war die US-Botschaft von Terroristen
angegriffen worden. Die länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise sollten
sorgfältig beachtet werden. Das Auswärtige Amt rät bei Reisen nach Jemen zu besonderer
Vorsicht.
Reisenden wird aufgrund der komplexen Sicherheitslage im Land besonders sicherheitsbewusstes
Verhalten und das Treffen angemessener Sicherheitsvorkehrungen empfohlen. Besondere
Vorsicht sollte bei Menschenansammlungen, beim Besuch staatlicher Einrichtungen
und Lokalitäten mit überwiegend westlichen Besuchern (z.B. Kettenrestaurants,
Hotels, westliche Markengeschäfte) geübt werden.
Die jemenitische Regierung bemüht sich mit Nachdruck, die Bevölkerung wie auch
Touristen und im Lande lebende Ausländer vor Gewaltakten zu schützen.
Es wird dringend empfohlen, Reisen im Jemen immer durch eine Reiseagentur organisieren
zu lassen oder in Kooperation mit zuverlässigen und erfahrenen jemenitischen Partnern
zu unternehmen. Von Einzelreisen durch das Land wird nachdrücklich abgeraten.
Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für den Jemen sind zu finden
unter: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Jemen/Sicherheitshinweise.html#t3
Umwelt- und Sozialprojekte
Wie in der Programmübersicht und im Internet dargestellt, sind uns Sozial- und
Umwelt-Engagement wichtig. Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur gilt uns
als ebenso selbstverständlich wie Respekt vor der Kultur unserer Gastgeber. In
verschiedenen Ländern unterstützen wir und Sie als Teilnehmer oder Teilnehmerin
bestimmter Hauser-Reisen diverse Projekte.
Die Natur Soqotras ist geschützt. Es darf keinerlei biologisches oder organisches
Material von der Insel oder aus dem Meer mitgenommen werden. (Kontrollen am Flughafen!)
Das heißt, dass weder Muscheln noch abgestorbene Pflanzenteile oder Steine entwendet
werden dürfen. Vermeiden Sie Müll und helfen Sie mit, dass alles mit zurück nach
Hadibou genommen wird. Indem wir als Touristen die Insel bzw. die Bevölkerung
wirtschaftlich direkt unterstützen, ermutigen wir die Einheimischen, ihre Insel
als besonderes Ökosystem zu erhalten und der Tradition nach im Einklang mit der
Natur zu leben. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen im Tourismus schaffen wir
eine Lebensgrundlage und die Abwanderung von der Insel kann gebremst werden. Die
Fahrer sind in einer Kooperative organisiert und werden tariflich bezahlt sowie
nach einem rotierenden System gleichmäßig zum Einsatz gebracht. Hauser exkursionen
unterstützt und kooperiert mit dem auf der Insel aktiven Projekt der UNDP (United
Nations Development Program). Nur behutsamer Tourismus hat eine Zukunft auf Soqotra!
Klima
Zu beachten ist, dass die Wanderungen durch die Hitze und Luftfeuchtigkeit anstrengend
sind. Temperaturen von 30 bis 35°C sind tagsüber üblich. Hitzeverträglichkeit
ist daher unbedingt wichtig. Ab und zu kann es windig sein. Da Soqotra zu der
ariden Tropenzone gehört, ist die so genannte Monsunzeit weniger durch Niederschläge
als heftigen Winde geprägt. Unsere Termine sind außerhalb der Monsun-Zeiten geplant.
Einzelne Regenfälle können immer vorkommen, in der Regel ist es aber eher trocken.
Am Festland des Jemen ändert sich das Klima mit der Höhenlage. Während es an
der Küste ganzjährig heiß ist, wird das Klima im Hochland als angenehm empfunden.
Hier sind die Tage im Frühjahr und Herbst in der Regel angenehm, die Luft ist
kühl und die Nächte sind kalt. Im Wadi Hadramaut sind die Temperaturen höher,
doch wegen der geringeren Luftfeuchtigkeit leichter erträglich als beispielsweise
an der Küste. Als Anhaltspunkt kann folgende Übersicht mit einigen Durchschnittswerten
dienen:
Sanaa (2.200 m) Wadi Hadramaut
März: max. 26°C / min. 9°C max. ca. 35°C / min. ca. 26°C
November: max. 25°C / min. 5°C max. ca. 36°C / min. ca. 25°C
Dezember: max: 25°C / min. 4°C max. ca. 33°C / min. ca. 15°C
Mindestteilnehmerzahl 9 Personen
Höchstteilnehmerzahl 14 Personen
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