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Land: Jemen
Termin: 12.02.2011 - 26.02.2011
- Trekking durch Bergdörfer und Terrassen im Haraz-Gebirge
- Wanderungen im Nationalpark Bura: das grüne Herz des Jemen
- Begegnungen mit den herzlichen Bergjemeniten
- Lehmhochhäuser von Shibam – Chicago der Wüste
- Sanaa – Märchenstadt und Orient pur
Gezackt wie der Rücken eines Drachens erscheint die Silhouette des Bura- und
Haraz-Gebirges. Der Morgennebel gibt den Blick frei auf die wehrhaft gebauten
Dörfer, die kühn auf den Bergspitzen thronen. Diese „Dörfer des Himmels" durchwandern
Sie über steile Terassenfelder, Hochplateaus und durch tiefe Wadis. Unterwegs
erleben Sie die Kontaktfreudigkeit und Gastfreundschaft der Jemeniten, traditionelle
Werte werden hier besonders gepflegt. Sie übernachten in Zelten oder wohnen im
Funduk (arabische Herberge).
In der komplett im traditionellen Stil erhaltenen Altstadt von Sanaa, UNESCO-Weltkulturerbe,
sehen Sie eine im arabischen Raum einzigartige Bauweise. Die bis zu siebenstöckigen,
mit weißen Ornamenten geschmückten Häuser haben kleine Fenster aus Alabaster.
Bei Einbruch der Dunkelheit leuchten die mit farbigem Glas versehenen Oberlichter.
Der Duft orientalischer Gewürze strömt durch die engen Basargassen und in winzigen
Handwerksstuben hämmern die Schmiede in rhythmischem Gleichklang.
Sie fliegen von Sanah über die Wüste nach Seyun im Wadi Hadramaut. Nun ist klar,
warum Shibam auch Chicago der Wüste genannt wird. Mitten aus dem Tal ragen bis
zu 500 Jahre alte Lehmhochhäuser. Baustil, Landschaft und Tradition unterscheiden
sich völlig vom restlichen Jemen. Beinahe scheint man in einem anderen Land zu
sein. Sowohl hier als auch in Sanaa und den Bergen werden Sie immer wieder ein
herzliches „Welcome to Jemen!" hören.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug (Abflug mittags) mit Yemenia (Yemen Airways) von Frankfurt nach Sanaa.
Hauser-Bahnfahrkarte ab/bis deutscher Grenze gegen Aufpreis buchbar. (Bitte teilen
Sie uns ggf. Abfahrtsbahnhof mit und ob Sie eine Bahncard besitzen.) Abends landen
wir in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Wir werden in einem einfachen Hotel
in einem typisch jemenitischen Haus wohnen, dafür aber inmitten von Sanaas historischer
Altstadt. Sobald wir das Hotel verlassen, stehen wir in einer der engen Gassen,
umgeben von traditionellen Stadthäusern mit Buntglasfenstern und verzierten Fassaden.
Übernachtung im Hotel
2. Tag Sanaa - Altstadt und Bazar
Sanaa („die Befestigte") mit ihren prächtigen Wohntürmen und Moscheen wurde von
der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Vormittags besuchen wir die Altstadt und
den riesigen Suk von Sanaa (2.213 m). Im Jemen wird ein Markt oder der Bazar Suk
genannt und in Sanaa weist er auch heute noch die klare Struktur eines traditionellen
Suk auf. Ganze Gassen oder Plätze sind dem Handel mit einer bestimmten Ware vorbehalten.
So gibt es z.B. eine Gasse mit Zubehör für Wasserpfeifen und Metallwaren und eine
andere Gasse, in der Nüsse und Rosinen zu kaufen sind. Bieten in der einen Gasse
überwiegend Weihrauch- und Gewürzhändler ihre Produkte an, sind es in der nächsten
die Schreiner und Tischler mit ihren Erzeugnissen, und ganze Straßenzüge gehören
den Schneidern und ihren prachtvoll glitzernden Stoffen.
Sanaa beeindruckt mit seiner Baukunst - ein echtes Kleinod, einzigartig im arabischen
Raum. Die besonders reichen Dekorationen der Gebäudefassaden zeigen verschiedene
Schmuckelemente, die durch ihren weißen Anstrich hervorgehoben werden. Von über
100 Moscheen in Sanaa haben ca. 40 religions- und kulturgeschichtliche Bedeutung.
Wir besichtigen das Nationalmuseum, welches im ehemaligen Palast des Imam untergebracht
ist. Sobald die Dunkelheit langsam hereinbricht, ergreift eine besondere Atmosphäre
die Altstadt: überall gehen die Lichter in den Häusern an und wir scheinen uns
in einer Märchenwelt zu befinden, in der viel Mühe darauf verwendet wird, die
Zimmer bunt leuchten und Passanten an der Schönheit teilhaben zu lassen.
Übernachtung im Hotel [FA]
3. Tag Sanaa - Thula - Kaukaban
Nach dem Frühstück verlassen wir Sanaa in Richtung Nordwesten. Durch vulkanische
Landschaft, vorbei an mit Kat bebauten Feldern, fahren wir nach Thula (2.600 m).
Wohltuende Stille herrscht in den Gassen, die für den Autoverkehr meist zu eng
sind. Thula ist von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer (17. Jh.) umgeben.
Die mehrstöckigen, mit Ornamenten geschmückten Häuser sind aus schwerem, behauenem
Stein; Mörtel wurde beim Bauen nicht verwendet. Hier beginnt unsere Wanderung
zum in der Nähe gelegenen Hababah, wo wir eine von alten Häusern umgebene Zisterne,
die noch benützt wird, besichtigen.
Unser Weg führt weiter zum Dorf Shibam (2.450 m). Der Ort liegt am Fuß und im
Schutz des steil aufragenden Jebel (= Berg) Kaukaban und ist nicht zu verwechseln
mit dem gleichnamigen Ort im Wadi Hadramaut, wo wir später hinreisen. Um das schöne
Stadttor erstrecken sich der alte und der neue Suk. Nach einer längeren Pause
wandern wir auf einem gut begehbaren Steinstufenweg aufwärts bis zum Bergdorf
Kaukaban, das auf dem Plateau des wuchtigen Felsmassivs liegt (ca. 2.700 m). Prachtvolle
Aussichten auf Shibam und die Ebene bis Thula „belohnen" für die Mühe des etwa
einstündigen Aufstiegs. Durch ein trutziges Stadttor betreten wir das vollständig
ummauerte und dadurch festungsähnliche Dorf Kaukaban, das früher als Fluchtburg
von Shibam diente.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 200m; Übernachtung im Funduk, einem einfachen,
landestypischen Gasthaus [FA]
4. Tag Kaukaban - At Tawilah - Shibam
Nach dem Frühstück wandern wir etwa 3 Std. über das Plateau (2.800 m) zum Festungsdorf
Bokhur. Unterwegs schweift der Blick über eine grandiose Landschaft mit tief eingeschnittenen
Canyons und weiten Wadis. Nach der Mittagsrast in Bokhur steigen wir auf einem
Pfad durch Hirse- und Weizenfelder bergab nach At Tawilah (Gehzeit etwa 3 Stunden).
Der Name bedeutet „die Lange" - der Ort zieht sich über mehrere Bergstöcke. Eng
schmiegen sich seine aus hellem Naturstein gebauten Häuser an die Felswand. Weiß
umrandete Fenster und Friese schmücken die Häuserfronten. Enge Gassen und durch
Arkadenbögen miteinander verbundene Gebäude bestimmen das Bild des schönen Suk.
Wir werden von unseren Fahrern abgeholt und erreichen nach etwa einer Stunde Fahrt
wieder Shibam, wo wir übernachten.
Gehzeit: 6h; Abstieg: 200m; Übernachtung im Hotel [FA]
5. Tag Manakha - Al Hotaib
Morgens Fahrt durch die Berglandschaft westlich von Sanaa, vorbei am höchsten
Berg Arabiens (Jebel Al Nabi Shuaib 3.760 m) nach Manakha (2250m). Carsten Niebuhr,
der berühmte deutsche Orientforscher kam 1760 als erster Europäer nach Manakha
und beschrieb die ´ansehnliche Stadt, in welcher sich an den markttagen viele
Leute zu versammeln pflegen´.
Nach einer Mittagsrast beginnt unser Trekking und wir wandern durch den alten
Markt auf einem gut begehbaren Weg den Berg hinauf bis zum malerischen Bergdorf
Laqamat Al Qadi. Unzählige kunstvoll angelegte Terrassenfelder, auf denen meist
Kaffee und Kat gedeihen, bedecken die Berghänge. Kaffee wird hier bis in eine
Höhe von ca 2300 m angebaut. Kat ist ein bis zu 4 Meter hoher Strauch, dessen
zarte Triebe gekaut werden. Im sozialen Leben der Jemeniten (Frauen und Männer)
spielen die nachmittäglichen Treffen zum Kat-Kauen eine zentrale Rolle. Wir wandern
vorbei an Bergdörfern und einem mächtigen, festungsartigen Berghaus zu einem der
wichtigsten Pilgerorte der Ismaeliten nach Al Hotaib (2.500 m). Auf einem Felsen
über den Bergen thront eine kleine weiße Moschee. Unweit von Al Hotaib zelten
wir.
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 400m; Übernachtung im Zelt [FA]
6. Tag Al Hotaib – Al Ianeh - Al Hajarah
Wie setzen unser Trekking fort ins Herz des Haraz-Gebirges. Auf alten Verbindungswegen
wandern wir mit immer wieder wunderschönen Ausblicken über Felsplateaus und Wadis
zum Dorf Al Ianeh (2.600m) und erreichen auf der anderen Talseite Arrjaz. Durch
weitere malerische Bergdörfer und auf schönen Pfaden durch bewirtschaftete Terrassen
erreichen wir Al Hajarah. Auf einem steilen Fels erbaut, scheint Al Hajarah wie
eine nicht bezwingbare Burganlage; seine Häuser stehen so dicht nebeneinander,
dass die Außenwände an eine mächtige Wehrmauer erinnern. Steinstufen und ein befestigtes
Tor führen ins Innere des mittelalterlichen Dorfes. In den engen Gassen, die von
prachtvollen, teilweise 5- bis 7-stöckigen, prunkvoll verzierten Wohnburgen gesäumt
werden, scheint die Zeit stehen geblieben. Das Haraz gilt als Heimat „echter Bergjemeniten",
die auf ihr Land und ihre Traditionen besonders stolz sind. Eine dieser Traditionen
ist das Tragen eines Krummdolches (Dschambija). Die Dschambija ist die Zierde
des Mannes und sagt viel über seinen Status aus. Material und Verarbeitung lassen
die Qualität des Dolches erkennen. So gibt es auch Griffe aus Elfenbein und Scheiden
aus Silber. Nach einem Rundgang durch die mittelalterliche, einer Wehrburg gleichenden
Altstadt erreichen wir unser Funduk, ein traditionellen Gasthaus mit familiärer
Atmosphäre.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 400m; Übernachtung im Funduk [FA]
7. Tag Al Hajara – Kahel – Jebel Bura Massiv
Während morgens ein Fahrzeug mit unserem Gepäck schon weiterfährt und unterwegs
für Proviant sorgt, unternehmen wir bei Al Hajara eine etwa 3-stündige Wanderung.
Als würden wir durch mittelalterliche Wehrburgen wandern, fühlen wir uns beim
Erkunden der Dörfer in eine andere Zeit versetzt. Wir erreichen Kahel. Auffällig
sind die üppig bemalten Hauswände und mit weiß getünchten Ornamenten verzierten
Steinfassaden. Die Dörfer gleichen Adlerhorsten und scheinen förmlich aus dem
felsigen Berggipfel zu wachsen. Wir steigen über Treppenstufen in Serpentinen
ab nach Manakha.
Nach der Mittagsrast verlassen wir die Gebirgsketten des Haraz und fahren über
Bajil, einem wichtigen Marktflecken der Tiefebene Tihama, hinein in das Bura-Gebirge.
Über eine teilweise abenteuerliche Piste durch das Wadi Seham, vorbei an zahlreichen
Dörfern erreichen wir das kleine, auf einem schmalen Bergabsatz liegende Bergdorf
Al Mugry (1.300 m). Hier werden unsere Zelte für die nächsten drei Nächte stehen.
Der Lagerplatz ist klein und manchmal staubig, aber in der steilen Berglandschaft
des Jebel Bura Massivs der einzige geeignete Platz zum Campen. Hier gibt es durch
eine Zisterne auch eine gewisse Wasserversorgung. Unser Standort für die nächsten
Tage gibt den Blick auf die verschiedenen Gipfel des Bura-Gebirges. Wir sind umgeben
von schmalen, mit Kat und Kaffee bepflanzten Terrassen, die das Dorf umgeben und
sich an den steilen Berghängen bis in Gipfelnähe hochziehen. Generationen von
Bergbauern haben an den Terrassen gearbeitet und für ihre Erhaltung gesorgt. Das
Jebel Bura Gebiet stellt von Westen her die erste Bergkette nach der heißen Küstenebene
der Tihama dar. Dank seiner Lage erhält der Berg reichlich Niederschläge und besitzt
eine natürliche Waldvegetation. Hier ist das Grüne Herz des Jemen!
Gehzeit: 3h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 450m; Übernachtung im Zelt [FA]
8. Tag Jebel Bura-Massiv – Besteigung Jebel Al Izan
Der heutige Wandertag entspricht beinahe einer 3-Fuß-Tour. Der Aufstieg ist technisch
nicht schwierig, erfordert aber Ausdauer und Trittsicherheit. Da es unterwegs
wenig Schatten gibt, kann es je nach Jahreszeit sehr heiß sein. Für die Anstrengung
werden wir jedoch reichlich mit schönen Aussichten belohnt.
Teilnehmer/-innen, die die Wanderung nicht machen möchten, haben die Möglichkeit,
diese Etappe auszulassen und die Zeit mit den Fahrern in den schattigen Katfeldern
rund um unseren Zeltplatz zu verbringen und kleine Spaziergänge durch die Dörfer
zu unternehmen. Die Gruppe fährt auf einer Piste nach Al Rebat (1.500 m). Auf
einem schmalen, alten Treppenweg aus Natursteinen steigen wir durch malerische,
mit Kaffee, Kat, Mais und Hirse bepflanzte Terrassen auf und kommen an kleinen
Dörfern vorbei. Noch heute werden die Steinhäuser nach jahrhundertealter Tradition
erbaut, die Steine aus der Umgebung ohne Zement zusammengefügt.
Hier sind die Jemenitinnen meist nicht verschleiert und tragen schwarze, mit
Goldstickerei verzierte Kleider (die Frauen wollen nicht fotografiert werden -
bitte respektieren!). Die Dorfbewohner begegnen eher selten Wanderern und sind
sehr freundlich und interessiert.
Wir wandern weiter und erreichen schließlich am Al Izan (2.200 m) einen der Gipfel
des Jebel Bura Massivs. An klaren Tagen können wir schon während des Aufstiegs
den atemberaubenden Blick auf die umliegenden Bergketten und auf tief eingeschnittene
Täler genießen; so manche Bergspitze wird von einem Dorf „gekrönt" und scheint
sich in den Wolken zu verlieren. Stimmungsvoll ist der Anblick der Wolken, die
die Berge des Öfteren in ein weiches Wattepaket zu wickeln scheinen. Nach einer
wohlverdienten Rast steigen wir auf einer anderen Bergseite ab und gelangen unterwegs
durch ein Dorf (1.450 m), dessen Moschee oft von Gläubigen verehrt wird, deren
Familien ein krankes Kind zuhause haben. Schließlich erreichen wir wieder unseren
Zeltplatz in Al Mugry.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 800m; Abstieg: 800m; Übernachtung im Zelt [FA]
9. Tag Jebel Bura-Massiv – Naturschutzgebiet bis Al Mauqa’a
Heute unternehmen wir eine ausgedehnte, mehrstündige Wanderung am Jebel Rugab,
wo wir das Jebel Bura Gebiet von einer anderen Seite des Berges her kennen und
so neue Ausblicke in die Tiefebene der Tihama gewinnen werden. Der Startpunkt
ist in etwa 1.500 m Höhe und wir wandern über das Dorf Al Judaidah und später
über einen gut begehbaren Weg über die Ortschaft Al Aayoun, wo es mehrere Wasserquellen
gibt nach Al Udschuor (1.300 m). Nach einer verdienten Mittagsrast steigen wir
auf kleinen Treppenwegen und Geröllwegen entlang der steilen Terrassenfelder ab.
Der Terrassenbau ist teils unglaublich perfekt. Oft sind die Natursteinmauern
bis zu 2 m hoch, doch die landwirtschaftlich nutzbare Fläche nur 50 cm breit!
Bei diesem Abstieg bewältigen wir anstrengende 1.500 Höhenmeter und durchqueren
dabei ein Naturschutzgebiet, das zu den grünsten Regionen im Jemen gehört. Es
wachsen Akazien, Ficus-Bäume, Baobab-ähnliche Bäume und eine Menge Aloe Vera.
Mit etwas Glück entdecken wir vielleicht sogar Paviane. In Al Mauqa´a (350 m)
warten die Jeeps auf uns, um uns zum Lagerplatz zurückzubringen. Um der Hitze
und den Moskitos in den Tieflagen der Tihama zu entgehen, kehren wir zu unserem
Zeltplatz in den Bergen zurück.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 1500m; Übernachtung im Zelt [FA]
10. Tag Jebel Bura - Sanaa
Nach dem Frühstück fahren wir vom Jebel Bura über Bajil und den Jassleh Pass
(2.770m)nach Sanaa zurück. Die Fahrt wird etwa 6 Stunden dauern. Nachmittags bummeln
wir durch die Altstadt von Sanaa. Dies lohnt sich auch besonders am Abend. Bis
in die Nacht hinein herrscht reges Markttreiben und die Kulisse der von innen
beleuchteten Altstadtpaläste mit den schimmernden Buntglasfenstern scheint einem
Märchen aus 1001-Nacht zu entstammen.
Übernachtung im Hotel [FA]
11. Tag Sanaa – Seyun - Al Hajjarain
Morgens sehr früh Transfer zum Flughafen für den Flug nach Seyun im Wadi Hadramaut.
Mit der Ankunft im östlichen Landesteil des Jemen erleben wir starke Kontraste.
In Bezug auf Kultur, Bevölkerung, Landschaft und vor allem Baustil scheinen wir
beinahe in einem anderen Land angekommen. Wir werden vom Flughafen zum Hotel gebracht.
Nach einer kurzen Rast fahren wir vorbei am Heiligengrab Mashad Ali zu dem auf
einem steilen Bergrücken liegenden Dorf Al Hajjarain. Alleine der Anblick der
auf dem Felssporn liegenden Stadt gehört zu den prägenden Bildern des Jemen. Wir
erkunden die traditionelle Oberstadt, von der wir einen Blick hinunter ins Wadi
Doan und die Palmengärten haben.
Bei der Rückfahrt nach Seyun bekommen wir von Shibam einen ersten Eindruck, da
die Straße dort vorbei führt. Ausführlich Zeit für die Besichtigung und den Sonnenuntergang
dort nehmen wir uns morgen.
Übernachtung im Hotel [FA]
12. Tag Tarim - Ainat - Shibam
Von Seyun fahren wir ostwärts durch das Wadi vorbei an der Grabanlage des Ahmed
Ibn Issa nach Ainat. Wir besuchen die sehenswerten Kuppelgräber mit einzigartigen
Inschriften. Eine Besonderheit sind die Kalkbrennöfen am Wegesrand. Noch heute
wird hier auf traditionelle Art die Basis für die weiße Schicht der obersten Stockwerke
der typischen Lehmbauten des Hadramaut hergestellt. Wir erreichen Tarim, das bekannt
ist für das in quadratischer Form gearbeitete Minarett der Al Midhar-Moschee.
Es ist das höchste Minarett Südarabiens (50 m). In Tarim stehen zahlreiche, sehr
große Kaufmannshäuser der einflussreichen Familie Al Kaff, alle in Lehmbauweise
errichtet. Wir besichtigen die bedeutende Al Aghaf-Bibliothek mit etwa 5000, teils
400 Jahre alten handgeschriebenen Büchern und interessanten Kalligraphien.
Nachmittags fahren wir nach Shibam, das wegen seiner einzigartigen Lehm-Hochhäuser
von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Geht man durchs Stadttor, vorbei
an Teehäusern, in denen die Einheimischen Wasserpfeife rauchen, fallen zuerst
einmal die vielen Ziegen auf. Autos können in den engen Gassen kaum fahren. Shibam
wird auch das „Chicago der Wüste" genannt, denn seine mehrstöckigen, altarabischen
Lehmhäuser erinnern an Wolkenkratzer. Die meist 8-stöckigen, bis zu 500 Jahre
alten Lehmhochhäuser laufen nach oben trapezförmig zu. Die weißen Obergeschosse
sind mit Kalkfarbe als Schutz vor Wind und Wetter bemalt. Zum Sonnenuntergang
steigen wir auf der anderen Talseite auf einen Berg. Von dort aus betrachtet wirkt
die aus der Wüste aufragende Skyline der Stadt unvergleichlich. Rückkehr nach
Seyun zu unserem Hotel.
Übernachtung im Hotel [FA]
13. Tag Seyun – Sanaa
Vormittags besichtigen wir den Sultanspalast von Seyun, dem einstigen Sitz des
Kathiri-Sultanates. Der prachtvolle Palast (Lehmbau) spiegelt den Reichtum seiner
Herrscher wider. Das Bauwerk besteht aus 110 Räumen, die auf 6 Stockwerken verteilt
sind. Vom Dach aus haben wir einen schönen Blick auf die Oase Seyun. Zahlreiche,
schlanke Minarette sowie die charakteristische grüne Kuppel des Heiligengrabes
am Friedhof überragen die Häuser der Stadt.
Nachmittags fliegen wir von Seyun nach Sanaa. Wenn wir Glück haben, können wir
kurz nach dem Start aus der Vogelperspektive noch einmal sehen, wie die Wolkenkratzer
von Shibam aus der Wüste herausragen. Nach Ankunft in Sanaa werden wir abgeholt
und zu unserem Hotel mitten in der Altstadt gebracht. Wer bei Dunkelheit noch
einmal durch die umliegenden Gassen läuft, erlebt Sanaa wie eine Märchenstadt.
Auf den ohnehin schon reich verzierten Fassaden der Häuser leuchten überall Buntglasfenster,
sobald in den Wohnungen die Lichter angehen.
Übernachtung im Hotel [FA]
14. Tag Wadi Dahr – Sanaa
Nur wenige Kilometer von Sanaa entfernt erstreckt sich das grüne Wadi Dahr, bekannt
für den schönen Sommerpalast des Imam Yahya. Weiße Gipsornamente und viele Buntglasfenster
zieren den erdfarbenen, auf einem steilen Fels thronenden Palast. Auf einem Plateau
oberhalb des Wadi Dahr treffen sich freitags Hochzeitsgesellschaften, um die Aussicht
zu genießen und zu tanzen. Mit etwas Glück sind wir heute Augenzeugen dieser jemenitischen
Tradition. Wer fotografieren möchte, sollte vorher um Erlaubnis bitten! Nach unserer
Rückkehr nach Sanaa haben wir nachmittags Zeit für letzte Einkäufe im Suk oder
einen Bummel durch die Gassen. Bis zum Abflug steht der Gruppe ein Zimmer zur
Gepäckaufbewahrung zur Verfügung. Am Abend treffen wir uns zu einem gemeinsamen
Abschiedsessen. Danach Transfer zum Flughafen und Abflug gegen Mitternacht nach
Frankfurt.[FA]
15. Tag Ankunft
Morgens Ankunft in Frankfurt.
Leistungen
-
Linienflug mit Yemen Airways Frankfurt – Sanaa – Frankfurt
-
Übernachtungen in Hotels, Gästehäusern und Zelten; meist Halbpension
-
Inlandsflüge mit Yemen Airways, Transfers und Überlandfahrten
-
örtlicher, Deutsch sprechender Reiseleiter
-
Eintrittsgebühren; unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
-
Visakosten (40,- Euro);
-
fehlende Mahlzeiten,
-
Getränke und Trinkgelder (zusammen ca. 80,-- bis 100,-- Euro);
-
Einzelzimmer/-zelt-Zuschlag;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen
sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und
Reiseabbruch-Versicherung.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Sie unternehmen 4- bis 8-stündige Wanderungen, die zwar keine technischen Schwierigkeiten
aufweisen, aber sehr gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit (d.h. sicheres
Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände) erfordern. Achtung: Die Wanderungen
am 8. und 9. Tag entsprechen bezüglich der erforderlichen Kondition einer 3-Fuß-Tour,
könnten aber notfalls von Teilnehmern auch ausgelassen werden und Sie können stattdessen
mit den Fahrern mitfahren. Ungewohnte klimatische Verhältnisse (wie Temperaturschwankungen
zwischen Tag und Nacht, in den höheren Lagen auch stechende Sonne und kühler Wind,
sommerliche, trockene Hitze v.a. im Hadramaut) können den Organismus belasten.
Klimaverträglichkeit ist daher sehr wichtig. Bei den längeren Wanderungen auf
Hochplateaus/durch Wadis besteht zum Teil die Möglichkeit, streckenweise im Jeep
zu fahren. Als Vorbereitung empfehlen wir regelmäßige, mehrstündige Bergwanderungen
und Waldläufe. Für die Fahrten stehen große Jeeps (maximal mit 4 Teilnehmern besetzt)
zur Verfügung. Die teilweise langen Fahrten setzen gutes Durchhaltevermögen voraus.
Auf den Hauptstrecken sind die Straßen in einem relativ guten Zustand und durchgehend
asphaltiert. Lediglich auf Nebenstrecken zu den Wandergebieten kann es auch einmal
über Staubpisten gehen, und streckenweise kann nur langsam gefahren werden. Die
Verpflegung besteht vor allem aus Reis, Fleisch und Gemüse, denen im Land reichlich
vorhandene Gewürze beigegeben werden. Zu den meisten Gerichten gibt es im Jemen
Fladenbrot, das je nach Region in verschiedenen Varianten zubereitet wird.
Einreisebestimmungen
Ein Visum ist erforderlich und wird von Hauser exkursionen für deutsche, österreichische
und Schweizer Staatsbürger anhand der von Ihnen - exakt - übermittelten Passdaten
vorbereitet und bei Einreise in den Pass eingetragen. Achtung ! Der Reisepass
darf keinen Eintrag aus Israel enthalten und muss noch mindestens 6 Monate nach
Ausreise aus dem Jemen gültig sein. Die Visagebühr beträgt 40,- Euro p.P. und
wird auf Ihrer Rechnung berücksichtigt.
Impfungen
Derzeit sind keine Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen werden: Tetanus, Diphtherie,
Polio und Hepatits A. Ausführliche Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen
Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer
des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900/1234-999 (1,80 € pro Minute) oder unter
www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Die touristische Infrastruktur im Jemen ist trotz deutlicher Verbesserungen während
der letzten Jahre noch am Anfang ihrer Entwicklung. Sie werden im Land einfache
Verhältnisse vorfinden, die eine gewisse Anpassungsfähigkeit und Toleranz voraussetzen
(z.B. die Übernachtungen in teilweise einfachen Hotels und für europäische Verhältnisse
nicht immer hundertprozentig sauber gehaltener Funduks). Auch Geduld, Gemeinschaftsgeist
und Flexibilität werden von allen Mitreisenden erwartet, sollte sich einmal der
Programmablauf verzögern oder gar ändern - sei es, weil die Witterungsbedingungen
oder die Straßenverhältnisse ungünstig sind, weil organisatorische Schwierigkeiten
einer reibungslosen Durchführung im Wege stehen, Flugverschiebungen auftreten
oder andere nicht vorhersehbare Faktoren den Ablauf der Reise erschweren. Bitte
bedenken Sie, dass Sie teilweise in abgelegenen Regionen unterwegs sind. Selbstverständlich
ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte
durchzuführen, doch können wir für die exakte Einhaltung vorliegender Ausschreibung
keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Die Teilnahme an einer Jemen Reise unterliegt Ihrer persönlichen Entscheidung.
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Nach einem Attentat im Wadi Doan im Januar 2008 (ein Seitental des Hadramaut),
hatten wir für das Frühjahr 2008 eine Routenänderung durchgeführt. Seit Herbst
2008 bereisen wir das Hadramaut wieder. Änderungen behalten wir uns vor. Wir beobachten
die Lage permanent und stehen im Austausch mit unseren langjährigen, zuverlässigen
Partnern im Jemen sowie den Deutschen Behörden.
Hinweise des Auswärtigen Amtes:
Am 17. September 2008 wurde ein schwerer Terroranschlag auf die Botschaft der
USA in Sanaa/Jemen verübt. Bereits am 18.03.2008 war die US-Botschaft von Terroristen
angegriffen worden. Die länderspezifischen Reise- und Sicherheitshinweise sollten
sorgfältig beachtet werden. Das Auswärtige Amt rät bei Reisen nach Jemen zu besonderer
Vorsicht.
Reisenden wird aufgrund der komplexen Sicherheitslage im Land besonders sicherheitsbewusstes
Verhalten und das Treffen angemessener Sicherheitsvorkehrungen empfohlen. Besondere
Vorsicht sollte bei Menschenansammlungen, beim Besuch staatlicher Einrichtungen
und Lokalitäten mit überwiegend westlichen Besuchern (z.B. Kettenrestaurants,
Hotels, westliche Markengeschäfte) geübt werden.
Die jemenitische Regierung bemüht sich mit Nachdruck, die Bevölkerung wie auch
Touristen und im Lande lebende Ausländer vor Gewaltakten zu schützen.
Es wird dringend empfohlen, Reisen im Jemen immer durch eine Reiseagentur organisieren
zu lassen oder in Kooperation mit zuverlässigen und erfahrenen jemenitischen Partnern
zu unternehmen. Von Einzelreisen durch das Land wird nachdrücklich abgeraten.
Aktuelle Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für den Jemen sind zu finden
unter: http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Jemen/Sicherheitshinweise.html#t3
Klima
Im Jemen ändert sich das Klima mit der Höhenlage. Während es an der Küste ganzjährig
heiß ist, wird das Klima im Hochland als angenehm empfunden. Hier sind die Tage
im Frühjahr und Herbst in der Regel angenehm, die Luft ist kühl und die Nächte
sind kalt. Im Wadi Hadramaut sind die Temperaturen höher, doch wegen der geringeren
Luftfeuchtigkeit leichter erträglich als beispielsweise an der Küste. Als Anhaltspunkt
kann folgende Übersicht mit einigen Durchschnittswerten dienen:
Sanaa (2.200 m) Wadi Hadramaut
Januar: max. 24°C / min. 4°C max. ca. 33°C / min. ca. 20°C
März: max. 26°C / min. 9°C max. ca. 35°C / min. ca. 26°C
November: max. 25°C / min. 5 °C max. ca. 36°C / min. ca. 25°C
Ausrüstung
Da es in den einfachen Unterkünften – vor allem im Gebirge/Hochland – selten
eine Heizung gibt, benötigen Sie neben leichter, gut waschbarer und atmungsaktiver
Kleidung auch warme Sachen (Jacke, Pullover, lange Hosen, warme Strümpfe), besonders
für die Wintermonate mit Temperaturen tagsüber 25° bis 30°C, abends/nachts bis
6°C absinkend im Hochland. Für die Übernachtungen in Funduks (jemenitische Herbergen)
oder Zelten brauchen Sie einen Schlafsack, für die Wanderungen möglichst bis über
die Knöchel reichende, aber nicht zu warme Schuhe mit guter Profilsohle. Auch
für den Besuch von Städten und kleineren Orten sind wegen der meist steinigen
und nicht instand gehaltenen Straßen robuste, aber bequeme Schuhe gut geeignet;
Kopfbedeckung gegen Sonne und Staub ist praktisch. Für Ihre persönlichen Sachen
(z.B. Windjacke, Trinkflasche etc.) benötigen Sie einen Tagesrucksack, den Sie
während der Wanderungen selbst tragen. Eine ausführliche Ausrüstungs-Checkliste
für diese Reise geht Ihnen nach Ihrer Anmeldung zu. Bitte erwarten Sie während
der Wanderungen im Jemen nicht den Service, der Ihnen beispielsweise in Nepal
oder Peru geboten wird. Zwar werden Sie von einer Mannschaft begleitet und betreut,
und diese ist Ihnen vielleicht beim Aufstellen der Zelte behilflich, doch das
ist in einem arabischen Land vom Servicegedanken her nicht selbstverständlich.
Wir möchten Sie daher bitten, aktiv bei allen während des Zeltens anfallenden
Arbeiten (z.B. Auf- und Abbau der Zelte etc.) mitzuhelfen. Um die Zubereitung
des Essens brauchen Sie sich nicht zu kümmern.
Sie sind in einem strenggläubigen islamischen Land unterwegs. Bedenken Sie bitte,
dass angemessene Kleidung ein Ausdruck Ihrer Achtung für die religiösen Gefühle
der Menschen ist. Auch beim Fotografieren ist Rücksichtnahme und Zurückhaltung
angebracht: Fotografieren Sie keinesfalls Frauen und bitten Sie Männer (die sich
manchmal gerne fotografieren lassen) unbedingt vorher um Erlaubnis.
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 16 Personen
» PDF Reiseinfos Preise: |