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Land: Kirgisistan
Termin: 25.06.2011 - 14.07.2011
S
o unterschiedlich eines jeden Menschen Traumbild vom Paradies auch sein mag:
ein Land voll unberührter Natur mit unzähligen kristallklaren Bächen, Flüssen
und Seen gesegnet, zu 90% aus Bergen und Gebirgen bestehend, mit üppiger Flora
und Fauna ausgestattet und zudem klimatisch begünstigt als eine der weltweit sonnenreichsten
Gegenden überhaupt kommt für viele diese Vorstellung schon recht nahe.
Die Vielfalt der von Menschenhand oft noch kaum berührten kirgisischen Landschaften
ist überwältigend - perfekte Sandstrände am gewaltigen Bergsee Issyk Kul sind
umsäumt von lieblichen, mit Sonnenblumenfeldern durchzogenen Wiesenlandschaften
und dicht hinter dem See ragen die schneebedeckten Bergriesen des „Himmelsgebirges"
Tienschan aus dunklen Fichtenwäldern und lichten Hochalmen gen Himmel. Ebenso
vielfältig sind die Eindrücke dieser Trekkingreise, die weitaus mehr für Sie bereithält,
als „nur" Wandern in einsamer Bergnatur.
Neben den Möglichkeiten zum Wandern, Reiten, Baden und Fischen rund um den gewaltigen
Issyk Kul bietet sich in diesem Schmelztiegel zentralasiatischer Nomadenkulturen
vielerorts ein tiefer Einblick in die vieltausendjährige Vergangenheit Kirgistans,
durch das seinerzeit die reich beladenen Karawanen auf der Seidenstraße ebenso
zogen wie die wilden Reiterhorden des Dschingis Khan…
Höhepunkte
- Kirgisische Hauptstadt Bischkek
- Tageswanderung im Ala-Archa Nationalpark
- Nomadenleben am idyllischen See Sön-Kul (optional: Reiten und Fischen mit den
Nomaden)
- Burana-Turm an der alten Seidenstraße
- Baden im Issyk-Kul – „Perle Zentralasiens"
- Rote „Sieben-Bullen-Felsen“ bei Djety Öguz
- 9-tägiges idyllisches Zelttrekking durch die schönsten Täler des Terskey Alatau
- Überquerung von Telety-Pass (3650 m) und Alakul-Pass (3600 m) zu Füßen eisgepanzerter
5000er
- Baden in den heißen Quellen von Altyn Arashan
- Basar und alte russische Holzkirche in Karakol
Reiseverlauf
1.Tag
Flug mit einem Zwischenstopp nach Bischkek. (-/-/-)
2.Tag
Ankunft in den frühen Morgenstunden und Transfer zum Hotel. Nach einer ausgiebigen
Rast und dem Frühstück haben Sie den ganzen Tag Zeit für die Besichtigung der
kirgisischen Hauptstadt. Nur 40km südlich der Stadt erheben sich die ersten schneebedeckten
4000er. Bischkek selbst präsentiert sich als fast etwas verschlafen wirkende Hauptstadt
mit breiten Straßen, schönen grünen Parks und schattigen Platanenalleen. Neben
dem zentralen Platz der Unabhängigkeit werden Sie das historische Museum besichtigen
und auf dem Osch-Basar in die farbenprächtige Gewürzwelt Zentralasiens eintauchen.
Zudem wird das mittägliche Ausspannen in einem der schattigen Teehäuser nicht
zu kurz kommen und am Abend können Sie mit Plow, Schaschlik und Beschbarmak die
landestypische Küche entdecken. Ü im Hotel. (F/-/A)
3.Tag
Nicht mal eine Autostunde südlich von Bischkek führt die heutige Tagestour in
den Ala-Archa Nationalpark. Vom Talboden der engen Ala-Archa-Schlucht auf 2200m
gibt es eine Vielzahl lohnender Wanderungen, die neben einer ersten Akklimatisierung
auch die Begegnung mit der kirgisischen Flora und Fauna (Lärchen- und Wacholderwälder,
Adler, Bergziegen) ermöglichen. Alpinistisch am lohnendsten ist der ca. 3-4stündige
Aufstieg zur Ratzak-Hütte auf 3200m und zum gleichnamigen Wasserfall. Direkt hinter
der Hütte liegt zwischen den senkrechten Felswänden von Korona (4691m) und Pik
Swobodnoje Korea (4777m) der spektakuläre AkSay-Gletscher eingebettet. Ü im Hotel
in Bischkek. (F/M/A)
4.Tag
Ihre Rundreise durch Kirgistan beginnt 60km östlich von Bischkek mit der Besichtigung
des Burana-Turmes. Dieser an der alten Seidenstraße gelegene Wehrturm aus dem
11. Jh. ist eine der wenigen architektonischen Sehenswürdigkeiten eines Landes,
das seit Menschengedenken hauptsächlich von der „mobilen“ Kultur der Nomaden geprägt
wird. Nach fünf Stunden Fahrt erreichen Sie am malerischen Sön-Kul-See in 3000m
Höhe das Herzland der Nomaden und werden dort in einer der typischen kirgisischen
Jurten übernachten. (F/M/A)
5.Tag
Am See haben die kirgisischen Hirten ihre Jailoos, die Sommerweiden. In dieser
Gegend finden einige Erzählungen Tschingis Aitmatovs ihren Ursprung wie beispielsweise
„Du meine Pappel mit dem roten Kopftuch“. Sie nutzen den Tag für Wanderungen am
See und Begegnungen mit den Nomaden. Wer möchte, kann optional einen Reitausflug
unternehmen. Ü in einer Jurte. (F/M/A)
6.Tag
Sie verlassen den Sön-Kul-See und umfahren den Issyk Kul, die „Perle Zentralasiens“,
auf seiner Nordroute. Der Issyk Kul ist mit seinen 700m Tiefe nicht nur der zweittiefste
Binnensee der Erde, sondern er friert trotz seiner Höhenlage von 1700m ü.NN selbst
im Winter nicht zu, was er – ebenso wie den Namen Issyk Kul (kirg. für „Warmer
See“) – seiner Lage mitten im tektonisch aktiven Tienschan und den daraus resultierenden
heißen Quellen im See verdankt. Die ökologisch einmalig bevorteilte Lage wird
an seinem Fischreichtum ebenso deutlich wie an den Schneeleoparden in den Bergen
dahinter – heute leider weltweit den letzten ihrer Art. Auch der Mensch siedelt
seit Jahrtausenden in den Oasen rings um den See. Die Straße nach Karakol ist
auf der insgesamt achtstündigen Fahrt gesäumt von Pappel-, Aprikosen- und Apfel-Alleen.
Unterwegs nutzen Sie eine kleine Rast ggf. zu einem ersten Bad im Issyk Kul. Ü
im Hotel in Karakol. (F/M/A)
7.Tag
Heute beginnt die Wanderung durch den schönsten Teil des Terskey Alatau. Nach
dem Frühstück fahren Sie noch eine Stunde am Seeufer entlang zum alten sowjetischen
Sanatorium in Djety Öguz. Heiße Quellen mit heilendem Radon laden hier zum Baden
ein. Direkt gegenüber erhebt sich die rote Sandsteinformation der „Sieben Bullen“,
der Sie einen kurzen Besuch abstatten. Eine weitere Stunde Fahrt durch Wälder
voller Tienschan-Fichten bringt Sie zum Ausgangspunkt des Trekkings. Tragtiere
übernehmen Ihr Gepäck und Sie laufen mit dem Tagesrucksack noch weitere 3-4h ein
liebliches Tal entlang Richtung Öguz Bashi (5168m), des „Herrn der Bullen“, dessen
schneebedeckter Gipfel weithin sichtbar über Ihrem Lagerplatz auf etwa 2000m thront.
Ü im Zelt. (F/M/A)
8.Tag
Ganz gemächlich erkunden Sie heute in ca. 7-8h Tageswanderung und 600m im Auf-
und Abstieg den oberen Teil des Tales mit der Djety-Öguz-Eiswand. Auf steilen
Wegen wandern Sie durch die Fichtenwälder der Baytor-Felsschlucht hinauf zu den
alpinen Hochweiden mit ihren Murmeltieren. Oben belohnt ein Amphitheater aus Pik
Baytor (4700m) und Pik Aylanma (4800m) den beim Aufstieg vergossenen Schweiß.
Auf dem Rückweg zum Lager werden Sie mit ein bißchen Glück von kirgisischen Hirten
in eine Jurte zu Kumys, der vergorenen Stutenmilch, eingeladen. Ü im Zelt. (F/M/A)
9.Tag
Entlang des Telety-Flusses steigen Sie in 7-8 Stunden etwa 1000 Höhenmeter aufwärts
bis unterhalb des Telety-Passes, wo Sie Ihr Lager unweit eines Wasserfalls auf
einer saftigen Wiese auf etwa 3000m Höhe aufschlagen. Ü im Zelt. (F/M/A)
10.Tag
Vielleicht werden Sie von den Pfiffen der Murmeltiere geweckt und Adler und Lämmergeier
segeln im Aufwind über dem Lager. Auf steinigem Pfad erklimmen Sie durch zerklüftetes
Geröll den Telety-Pass (3650m) und steigen über Hochwiesen und sumpfige, mit Bergknoblauch
bewachsene Lichtungen hinunter ins Tal des Karakol-Flusses, wo Sie nach ca. 8
Stunden Tagesetappe auf einer Flussbank in 2600m Höhe das Lager einrichten. Ü
im Zelt. (F/M/A)
11.Tag
Die heutige Rundwanderung führt Sie in insgesamt etwa 7 Stunden an den Fuß des
Pik Karakol (5281m). Zunächst verläuft der Weg durch dichte Fichtenwälder und
dann über blühende Wiesen mit Mohnblumen, Ringelblumen und Herzgespannkraut. Dahinter
öffnet sich der Blick zum atemberaubenden Gipfeltrapez des Pik Karakol. Es zieht
Sie noch ein wenig weiter hinauf bis zu den Gletscherseen am 5170m hohen Pik Djigit,
bevor Sie den Rückweg zum Lager antreten. Ü im Zelt. (F/M/A)
12.Tag
Immer entlang fröhlich sprudelnder kristallklarer Bergbäche steigen Sie 600m
aufwärts bis zum natürlichen Damm des Alakul-Sees. Sie erklimmen die Dammkrone
und vor Ihnen breitet sich ein azurblauer See aus – für viele der schönste See
im Terskey Alatau. Den Lagerplatz direkt am Seeufer erreichen Sie nach 5-7 Stunden
Wanderung und genießen den Nachmittag an diesem romantischen See. Ü im Zelt am
See. (F/M/A)
13.Tag
Der ganze Tag steht rund um den See zur freien Verfügung. Wer möchte, kann einen
Ruhetag einlegen oder auf eigene Faust kleine Wanderungen unternehmen. Für bergsteigerisch
ambitionierte Wanderer bieten sich auch Gipfelmöglichkeiten an den umliegenden
4000ern an. Je nach Wetter und alpiner Erfahrung der Teilnehmer wird der Reiseleiter
in Abstimmung mit der Gruppe entscheiden, welcher technisch einfache Berg der
Umgebung ggf. für eine Gipfeltour in Betracht kommt (oder ob man die Gipfeloption
ggf. besser an einem anderen Tag wahrnimmt). Ü im Zelt am See. (F/M/A)
14.Tag
Den Vormittag wandern Sie am südlichen Ufer des Alakul-Sees aufwärts zum gleichnamigen
Pass auf 3600m. Von dort haben Sie einen herrlichen Panorama-Blick zurück auf
den See und die umliegenden 5000er-Gipfel – landschaftlich sicher der Höhepunkt
dieser Reise. Dann geht es abwärts bis ins Arashan-Tal, wo Sie auf 2600m Höhe
oberhalb der Waldgrenze Ihr Lager beziehen. Ü im Zelt. (F/M/A)
15.Tag
Eine sechsstündige Rundwanderung führt Sie über blühende Edelweiß-Wiesen den
Arashan-Fluß aufwärts. Falken und Adler überfliegen auf der Suche nach Beute das
Tal und der Pfad zwängt sich schmal zwischen Fluß und Berghang. Links taucht über
dem Geldike-Tal der Gipfel des Pik Palatka (4800m, „Zelt-Berg“), auf und vor Ihnen
gleißt in der Sonne die majestätische gletscherbehangene Steilwand des Pik Aksu
(5020m). Ü im Zelt. (F/M/A)
16.Tag
Nach den vielen kalten Bergseen locken am Ziel der heutigen Etappe, in Altyn
Arashan, die heißen Quellen von Arashan. Auf der vierstündigen leichten Wanderung
talabwärts treffen Sie wieder vermehrt auf kirgisische Hirten mit ihren Jurten.
Die heißen Quellen werden auch von den Einheimischen sehr geschätzt und sind sicher
auch für Ihre Muskeln eine Wohltat. Abends verabschieden Sie sich von der kirgisischen
Begleitmannschaft. Ü im Zelt. (F/M/A)
17.Tag
Am Morgen können Sie ein weiteres Mal die heißen Quellen genießen und fahren
dann das Arashan-Tal hinab in die Stadt Karakol. Dort bleibt Zeit für einen Bummel
über den Basar oder die Besichtigung der sehenswerten alten Holzkirche, bevor
Sie an der Südküste des Issyk Kul Ihre Tour mit einem Strandaufenthalt ausklingen
lassen. Ü am Strand im Zelt oder Jurten. (F/M/A)
18.Tag
Der sowohl am Nord- als auch am Südufer von schneebedeckten Bergen überragte
riesige Issyk Kul ist landschaftlich gesehen ganz sicher einer der faszinierendsten
Badeseen der Welt. Bei Wind lässt der starke Wellengang sogar richtiges „Meeres-Feeling“
aufkommen. Der ganze Tag steht zum Baden, Relaxen oder einer Strandwanderung zur
Verfügung. Ü am Strand im Zelt oder Jurte. (F/M/A)
19.Tag
Für Frühaufsteher besteht eine letzte Möglichkeit zu einem Bad im Issyk Kul.
Nach dem Frühstück fahren Sie in ca. 4h zurück nach Bischkek. In der kirgisischen
Hauptstadt bleibt ausreichend Zeit für letzte Einkäufe auf dem Basar, bevor Sie
beim Abschiedsessen noch einmal die traditionelle zentralasiatische Küche genießen
können. Ü im Hotel. (F/-/A)
20.Tag
In den frühen Morgenstunden Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt.
(-/-/-)
Änderungen von Reiseroute und Fluggesellschaften bleiben vorbehalten.
Leistungen
- Linienflug ab/an Deutschland mit Turkish Airlines oder anderer Fluggesellschaft
nach Bischkek in Economy Class inkl. Tax Europa und Kerosinzuschlägen (Stand 1.8.09);
- DIAMIR-Tourenleitung;
- 4 Ü im Hotel im DZ;
- 14 Ü in Doppelzelten oder Jurten;
- 16xF, 14xM, 16xA;
- alle Transfers, Besichtigungen und Eintrittsgelder lt. Programm;
- Gepäcktransport für max. 15kg persönliches Gepäck;
- Trekkingsack
nicht in den Leistungen enthalten
- Nicht genannte Mahlzeiten und Getränke;
- Einreisevisum für Kirgistan (ca. 60,- €);
- Flughafengebühren bei der Ausreise aus Kirgistan;
- Ausgaben für Unterwegsverpflegung (z.B. Schokolade und Energieriegel) für die
Wander- und Bergetappen;
- evtl. Erhöhungen von Gebühren und/oder Kerosinzuschlägen nach dem 1.8.09;
- Trinkgelder;
- Souvenirs;
- Persönliches
- Rail & Fly 80,00 EUR
Anforderungen
Erforderlich sind Trittsicherheit sowie sicheres Gehen auf unwegsamen Pfaden
sowie ausreichende Kondition für bis zu 8-stündige Wanderetappen, körperliche
Gesundheit und gute Höhenverträglichkeit.
Teilnehmer
min.8 - max.12 Personen
Preise: |