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Land: Kolumbien
Termin: 19.02.2011 - 13.03.2011
- 6-tägiges Zelt-Trekking in der einsamen Sierra Nevada del Cocuy
- Gipfeloptionen Toti (5.000 m) und Cóncavo (5.200 m)
- 6-tägiges Regenwald-Trekking in der S.N. de Santa Marta zur Ciudad Perdida
- Traumhafte Karibikstrände im Tayrona-Nationalpark
- Cartagena – UNESCO-Weltkulturerbe
Verschlafen öffnen Sie das Zelt und sind schlagartig wach. Es ist noch kalt,
die Sonne ist gerade aufgegangen und in der glasklaren Lagune spiegeln sich die
bizarren Gipfel der Sierra Nevada del Cocuy. Sie schnaufen beim steilen Anstieg
über große Felsblöcke. Oben am Pass dann eine traumhafte Aussicht bis hinunter
ins venezolanische Tiefland. Sie trinken aus sprudelnden Bächen und hüpfen über
Moospolster. Szenenwechsel – Sie befinden sich mitten im Regenwald der Sierra
Nevada de Santa Marta. Geweckt von zirpenden Grillen und dem köstlichen Duft frisch
gebackener Maispfannkuchen springen Sie aus Ihrer Hängematte. Nach einem erfrischenden
Bad in den Gumpen ist die verwunschene Ciudad Perdida (Verlorene Stadt) über moosige
Stufen schnell erreicht. Im Tayrona-Nationalpark können Sie dann richtig faul
sein. Leguane flitzen über den Sand, Sie baden in der Karibik und lassen die Seele
baumeln. Meeresrauschen wiegt Sie in Ihren hübschen Cabanas in den Schlaf. Aufgewacht!
Die typischen Rhythmen Cartagenas schallen aus allen Ecken. Begeistert entdecken
Sie diese quirlige Hafenstadt mit ihren wunderschönen, gut erhaltenen Kolonialbauten
und einem Hauch von Karibik.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Iberia Frankfurt - Madrid - Bogotá. Ankunft am späten Nachmittag.
Empfang und Transfer zu unserem kleinen Hotel in der Altstadt. Die 9-Millionen-Metropole
Bogotá liegt auf 2.600 m Höhe und erstreckt sich von Nord nach Süd entlang der
Andenkette. Verkehrschaos prägt zu fast jeder Uhrzeit das Stadtbild: Vielspurige
Avenidas, farbenfrohe, röhrende Busse, eilige Fußgänger und Hupkonzerte empfangen
uns. Auch der Schnellbus Transmilenio, eine Art S-Bahn-Ersatz, hat noch keine
deutliche Besserung für die Bewohner der quirligen kolumbianischen Hauptstadt
gebracht. Zwei Stunden einfacher Arbeitsweg sind für die Bogotanos keine Seltenheit!
Wir sind deshalb froh, oben in der "Candelaria" zu wohnen. Die Luft ist angenehmer,
und das studentisch geprägte Viertel mit seinen steilen Gassen und Kolonialbauten
lädt abends noch zu einem kleinen Bummel ein.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel
2. Tag Bogotá - Salzkathedrale
Am Vormittag lernen wir auf einer Stadtrundfahrt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Bogotás kennen: u.a. die Plaza Bolivar mit den umliegenden Regierungsgebäuden,
die Iglesia San Francisco, die Iglesia Tercera und das berühmte Goldmuseum. Wir
fahren mit der Seilbahn auf den "Montserrate" (3.200 m) und genießen den spektakulären
Ausblick über die Stadt. Eventuell bleibt auch noch Zeit für einen Rundgang in
der Altstadt.
Am Nachmittag fahren wir nach Zipaquirá, seit der Zeit der Muisca (700 - 1.600
n.Chr.) Zentrum der Salzgewinnung. Die besondere Attraktion von Zipaquirá: die
Salzkathedrale - sie wurde zu Ehren der Schutzpatronin der Minenarbeiter mitten
in die Salzmine hineingebaut. Ein Kreuzweg führt uns durch die ehemalige Salzmine
zum riesigen Dom, der 8.000 Besucher fasst. Alles besteht aus Salz - die Dimensionen
sind gewaltig. Allein der Altar wiegt 22 Tonnen, und für den Bau wurde insgesamt
soviel Salz benötigt wie das gesamte Land sonst in zwei Jahren verbraucht!
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hotel [F]
3. Tag Bogotá - Laguna de Guatavita - Suesca
Wir verlassen Bogotá und fahren Richtung Berge. Kaum liegt die Stadt hinter uns,
prägen Hügel, Felder, Kühe und Schafe das Bild. Unser erstes Ziel ist die Laguna
de Guatavita, die wichtigste Kultstätte der Muisca und Ursprung der Legende von
El Dorado. Hier oben auf 3.000 m wurden die Thronfolger gekrönt und der Bund mit
den Göttern beschlossen. Während der Krönungszeremonie versenkten die Muisca Opfergaben
aus Gold, doch der legendäre Schatz von El Dorado wurde bis heute nicht gefunden.
Wir nutzen die Gelegenheit zu einer Eingehtour und folgen einem bequemen Pfad
in zwei bis drei Stunden hinauf bis zur Lagune. Unser lokaler Führer vermittelt
uns nicht nur einen Einblick in die Geschichte, sondern erklärt uns auch die verschiedenen
Heilpflanzen, die schon die Muisca für Kult- und medizinische Zwecke verwendeten.
Bald stehen wir am Kraterrand und erblicken tief unter uns die Lagune. Ein magischer
Ort! Wir wandern am Kraterrand entlang und erreichen nach einer weiteren Stunde
den Parkplatz. Unser Bus erwartet uns schon und bringt uns nach Suesca, ein kleines
Städtchen und beliebtes Ausflugsziel vieler Wanderer und Kletterer aus Bogotá.
Auch Fernando, der berühmteste Bergsteiger Kolumbiens, lebt hier. Er war zusammen
mit seinem Freund Gonzalo bei der Ausarbeitung dieser Tour dabei. Fernando und
Gonzalo kennen die Sierra Nevada del Cocuy wie ihre Westentasche. Einer von ihnen
wird auch uns jetzt begleiten.
Wir beziehen unsere Zimmer in einer kleinen Posada im Ortszentrum.
Gehzeit: 3-4h; Fahrzeit: 2h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Hosteria [F]
4. Tag Suesca - Sierra Nevada del Cocuy
Ein langer, äußerst abwechslungsreicher Fahrtag steht auf dem Programm. Bald
liegt das grüne, hügelige Agrarland hinter uns. Es geht hinauf bis auf einen 3.400
m hohen Pass, Páramo-Vegetation begleitet uns. Auf der Rückseite des Passes wird
es schlagartig trockener, Kakteen und Sukkulenten stehen an den Berghängen. Unten
in Capitanejo auf 800 m, wo die Piste in die Sierra Nevada del Cocuy abzweigt,
ist es richtig heiß. Es sind zwar nicht einmal 80 km bis hinauf ins Bergdorf Guicán,
doch wir müssen für die Fahrt auf der Schotterpiste mit 3 bis 4 Stunden rechnen.
Tabak- und Bananenplantagen, kleine Fincas, steile Kletterwände und bizarre Erdpyramiden
fesseln unsere Aufmerksamkeit. In Guicán angekommen, können wir noch letzte Einkäufe
tätigen. Von hier aus fahren wir eine knappe Stunde weiter, bis wir auf 3.900
m Höhe unser Übernachtungsziel erreichen.
Fahrzeit: 8-9h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Cabanas mit Mehrbettzimmern [FA]
5. Tag Trekkingstart in Kanwara - Laguna Grande le los Verdes
Unsere Begleitmannschaft ist mit den Tragtieren angekommen, die Pferde sind beladen,
und los gehts! An unserem noch gemäßigten ersten Tag können wir bei schönem Wetter
auf dem sanft ansteigenden Weg ganz in Ruhe die herrliche Aussicht genießen: Die
Schneegipfel der über 5.000 m hohen Ritacubas, von San Agustín und Pan de Azúcar
leuchten zu uns herüber - ja genau, dort hinten wird unser Trekking enden … Riesige
Steinmännchen weisen uns den Weg, der Pfad wird steiler, und wir erreichen unseren
ersten Pass auf 4.390 m Höhe. Der Abstieg führt über stufenförmige Felsterrassen,
über Almgelände, über eisenhaltiges rotes, gelbes und grünes Moos mit großen weißen
Schimmelpilzen, bis wir schließlich - von Frailejones umgeben - an der Laguna
Grande de los Verdes (4.100 m) stehen. Wir zelten direkt am See.
Gehzeit: 4-5h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 300m; Zelt [FMA]
6. Tag Laguna Grande de los Verdes - Cueva Larga
Nach dem Frühstück gehen wir zunächst ein Stück am See entlang, dann steigen
wir in den Paso de los Frailes auf (4.200 m) und werfen einen Blick zurück. Es
folgt ein langer Abstieg über moosähnliche, hohe Polster, vorbei an rot und grün
leuchtenden Tümpeln, bis der Weg langsam wieder ansteigt. Nach ca. 2 Stunden Anstieg
über Moränengelände erreichen wir die Laguna de La Isla (4.455 m). Von hier aus
ist es nur noch ca. 1 Stunde bis hinauf in den Boquerón de la Sierra (4.650 m),
allerdings müssen wir uns diesen Pass hart verdienen. Doch der mühsame Aufstieg
durch das bröselige Schuttkar lohnt sich - bei klarer Sicht erwartet uns ein wunderbares
Panorama: alle 3 Ritacubas zur Rechten, tief unter uns die Laguna del Avellanal,
zur Linken die buntmelierten Felswände von Manaba und die spitzen Felsnadeln von
La Aguja. Nach einer ausgiebigen Brotzeit machen wir uns an den Abstieg zur Laguna
del Avellanal (4.398 m), über uns die gleißenden Gletscher. Dort, wo sie sich
schon zurückgezogen haben, rauschen Bäche über den Gletscherschliff, und die ersten
Blumen sprießen hervor. Am Bach entlang geht es weiter bergab, bis wir vor einer
riesigen Höhle stehen. Die Cueva Larga (4.240 m) hat schon Vielen als Zuflucht
gedient, und heute werden wir hier unsere Zelte aufschlagen.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 700m; Zelt [FMA]
7. Tag Cueva Larga - Laguna del Panuelo
Ab heute können uns die Pferde nicht mehr begleiten, wir treffen sie erst am
Abend des übernächsten Tages wieder. Jeder von uns nimmt sein persönliches Gepäck
für die nächsten 3 Tage mit, das Gruppengepäck geben wir an unsere Träger. Landschaftlich
erwartet uns mit der schönste Tag, auch wenn es nicht zuletzt wegen des Gewichts
im Rucksack etwas anstrengender wird. Zunächst steigen wir auf einem kleinen Pfad
ins Valle de los Cojines ab (4.130 m) und durchqueren einen Bach. Zur Linken stürzt
ein hoher Wasserfall über rote Felsen ins Tal, weit unten in der Ferne sehen wir
den Fluss Richtung Venezuela fließen. Wir bleiben hier, vor uns liegt eine wunderschöne
Durchquerung des Valle de los Cojines: der Name spricht für sich, wir hüpfen von
einem Mooskissen zum anderen, umgeben von blühenden Frailejones und überragt von
spektakulären Fels- und Eisgipfeln. Wir stärken uns und genießen noch einmal den
Blick über das Tal, bevor wir uns an den Aufstieg in den Passo de El Castillo
(4.530 m) machen. Es geht über eine Moräne, teils noch mit Weg, teils aber auch
weglos und über große Blöcke. Oben angekommen, bietet sich uns ein beeindruckendes
Panorama. Steinmännchen führen uns über Blockgelände hinunter zur Laguna del Panuelo,
unserem höchsten Übernachtungspunkt auf 4.300 m.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 500m; Zelt [FMA]
8. Tag Laguna del Panuelo - Laguna de La Plaza
Selbst wenn wir heute keine großen absoluten Höhenunterschiede zu überwinden
haben, wird dieser Tag nicht minder anstrengend als der vorhergehende. Denn wir
gehen fast den ganzen Tag über Moränen- und Blockgelände. Teilweise sind die Blöcke
wacklig und bei Nässe auch rutschig. Konzentration ist gefragt, vor allem im Abstieg.
Umso mehr freuen wir uns über die gemütliche Rast unten am Fluss, wo große Gumpen
bei Sonnenschein sogar zum Baden einladen. Schatten spenden die Frailejones. Erfrischt
gehen wir weiter, und bald erreichen wir die Laguna de La Plaza (ca. 4.150 m).
Der Weg führt am Ufer entlang, und wir suchen uns einen Zeltplatz zu Füßen von
Toti und den Portales. Die Laguna de La Plaza zählt zu den schönsten Plätzen in
der Sierra Nevada del Cocuy - ganze Wälder von Frailejones stehen am Ufer, darüber
winken die bizarren Gipfel aus Eis und Schnee.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 550m; Zelt [FMA]
9. Tag Trekker: Laguna de La Plaza - Laguna Grande de la Sierra
Vom Zeltplatz aus sehen wir den ostseitigen, steilen Anstieg - wir brechen daher
früh auf, um unseren höchsten Pass (4.800 m) zeitig zu erreichen. Das Schuttkar
mit Geröll und Blöcken ist zwar mühsam, aber für uns, inzwischen bestens akklimatisierte
Bergsteiger, gut machbar. Oben im Pass trennt sich die Gruppe. Wir Trekker steigen
zur Laguna Grande de La Sierra (ca. 4.250 m) ab. Zunächst gehen wir angeseilt
über den flachen Gletscher, für den wir, je nach Verhältnissen, auch Steigeisen
benötigen (siehe Charakter, Ausrüstung). Über Gletscherschliff gelangen wir hinunter
zur Lagune. Von hier haben wir einen gigantischen Ausblick auf Cóncavo, Pan de
Azúcar, Púlpito del Diablo und Toti. Vielleicht erblicken wir auch unsere Bergsteiger.
Wir treffen unsere Begleitmannschaft und die Pferde wieder - sie haben den Nachschub
an Essen und Kleidung mitgebracht, und so können wir das Lagerleben noch ein letztes
Mal genießen.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 600m; Zelt [FMA]
9. Tag(B) Bergsteiger: Laguna de La Plaza - Toti - Laguna Grande de la Sierra
Zusammen mit den Trekkern steigen wir hinauf in den Pass (4.800 m). Wir deponieren
die Rucksäcke mit den für die Gipfelbesteigung nicht benötigten Dingen und seilen
uns an. Wahrscheinlich legen wir auch die Steigeisen an und beginnen den Aufstieg
zum Toti. Der Gipfel ist knapp 5.000 m hoch, der teils steile Aufstieg über kombiniertes
Gelände dauert, je nach Verhältnissen am Berg und Gruppengröße, ca. 1 bis 2 Stunden.
Kletterpassagen werden versichert. Bei guter Sicht haben wir von oben einen herrlichen
Tiefblick auf die Laguna del Panuelo und unseren heutigen Aufstieg. Ringsum erheben
sich die faszinierenden Gipfel der Sierra Nevada del Cocuy. Der Abstieg erfolgt
auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Vom Pass gehen wir über den Gletscherschliff
hinunter zur Laguna Grande de La Sierra (4.250 m), wo der Rest der Gruppe bereits
auf uns wartet. Auch unsere unsere Begleitmannschaft und die Pferde warten auf
uns, sie haben den Nachschub an Essen und Kleidung mitgebracht, und so können
wir das Lagerleben noch ein letztes Mal genießen.
Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 800m; Zelt [FMA]
10. Tag Trekker: Laguna Grande de La Sierra - Trekkingende in La Esperanza
Wir dürfen heute etwas länger im Zelt liegen bleiben und gemütlich zusammenpacken.
Unser letzter Trekkingtag in der Sierra Nevada del Cocuy führt auf einem angenehmen
Weg von der Seen- und Moränenlandschaft durch das Tal der Frailejones und immer
am Bach entlang hinunter zur Hacienda La Esperanza (3.600 m). Diese bzw. deren
ausgedehnte Weiden und Felder sehen wir schon von Weitem. Der Gutsbesitzer ist
in der ganzen Gegend bekannt und erzählt uns gern von seinen Erfolgen als Viehzüchter
- im Haus können wir einige Prämien bewundern. Die alte Hacienda wirkt zwar etwas
renovierungsbedürftig und unsere Zimmer sind einfach eingerichtet, doch das Flair
dieses alten Gutshofs mit dem gemütlichen Steinbrunnen bezaubert.
Gehzeit: 4-5h; Abstieg: 650m; Hacienda mit Mehrbettzimmern [FMA]
10. Tag(B) Bergsteiger: Laguna Grande de la Sierra - Cóncavo - La Esperanza
Wir verlassen das Zelt bei Kälte und Dunkelheit, denn je früher wir auf den Gipfel
des Cóncavo (5.200 m) gelangen, umso bessere Sichtverhältnisse erwarten uns. Wir
gehen zunächst über Schutt und Moränen, dann seilen wir uns an, legen die Steigeisen
an und ziehen über den anfangs flachen, später steiler werdenden Gletscher (stellenweise
40 bis 45°). Der Aufstieg ist technisch unschwierig, einige größere Spalten müssen
umgangen werden. Bestens akklimatisiert haben wir den Gipfel nach ca. 4 bis 5
Stunden Gehzeit erreicht. Die Sierra Nevada del Cocuy liegt uns zu Füßen - zackige
Gipfel und mächtige Gletscher, tief unten blaue Lagunen und grüne Täler. Wir genießen
die herrliche Aussicht und steigen dann ab zur Hacienda La Esperanza. Hier treffen
wir auf die übrigen Teilnehmer.
Gehzeit: 9-11h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 1600m; Hacienda mit Mehrbettzimmern
[FMA]
11. Tag Hacienda La Esperanza - Bucaramanga
Wir nehmen Abschied von der Sierra Nevada del Cocuy. Eine abwechslungsreiche
Fahrt vom Páramo bis hinunter ins Tiefland liegt vor uns, und wir starten daher
gleich nach dem Frühstück. Über Guicán und Capitanejo geht es zunächst nach Málaga.
Von hier aus fahren wir auf einer kleinen Bergstraße durch landwirtschaftlich
intensiv genutztes Bergland, vorbei an Almen und Fincas bis hinab zur großen Hauptstraße.
Bucaramanga liegt nur noch auf 960 m Höhe, es ist angenehm warm. Wir freuen uns
auf unser Hotel und - den Swimmingpool! Das Hotel liegt ruhig und außerhalb der
Stadt, also ideal zum Wäsche waschen, Lesen und Faulenzen.
Fahrzeit: 8-9h; Hotel [F]
12. Tag Bucaramanga - Santa Marta - Taganga
Wir fahren zu Beginn durch liebliche Hügellandschaft, dann weichen die Hügel
riesigen Savannen. Rinderfarmen und große Haciendas prägen das Bild. Je näher
wir der Küste kommen, desto häufiger werden Zuckerrohrfelder und Bananenhaine.
Es wird zunehmend heißer und schwüler. Spätestens beim Lesen des Straßenschildes
"Macondo" werden die Erinnerungen an die Romane von Gabriel Garcia Marquez wach.
Ja, es ist hier wirklich so wie in seinen Romanen beschrieben … Bald haben wir
die Küste bei Santa Marta erreicht. Wir lassen den Ort heute jedoch links liegen
und fahren gleich weiter nach Taganga, einem gemütlichen Fischerdörfchen. Wir
sind in einer kleinen Hosteria etwas oberhalb der Bucht untergebracht. Wer möchte,
kann einen Spaziergang zum Strand unternehmen.
Fahrzeit: 8-9h; Hosteria [F]
13. Tag Santa Marta - Beginn Trekking Ciudad Perdida
Nach dem Frühstück bringt uns unser Bus nach Santa Marta, der ersten spanischen
Siedlung auf kolumbianischem Boden: einige alte Kirchen, Häuser und Plätze sind
noch erhalten. Während unser Jeep für die Fahrt in die Sierra Nevada de Santa
Marta beladen wird, können wir einen kurzen Bummel durch das kleine Zentrum machen
oder beim Beladen der großen Dampfer an der Hafenpromenade zusehen. Am späten
Vormittag brechen wir auf. Auf der Fahrt in die Berge legen wir einen Stopp bei
der Hacienda von Simón Bolivar ein. Ein großer Park mit jahrhundertealten Bäumen
umgibt die Villa, in dem der große Held gestorben ist - über seinem Sterbebett
liegt die kolumbianische Fahne, die Wanduhr zeigt seine Todesstunde an. Zunächst
geht es weiter auf der Teerstraße, doch nach 1,5 Stunden biegen wir auf eine Piste
ab, auf der das Vorwärtskommen je nach Witterung wahre Leistung für unseren Jeep
bedeutet.
Die Sierra Nevada de Santa Marta, das höchste Küstengebirge der Welt (Pico Cristobal
Colón und Pico Bolivar sind die höchsten Erhebungen Kolumbiens), umfasst 9 Klimazonen
auf engstem Raum. Viele Tier- und Pflanzenarten gibt es nur hier. Die Auswirkungen
der Erderwärmung sind durch das Abschmelzen der Gletscher sichtbar, und so verwundert
es nicht, dass die "Herren" der Sierra - die Kogi- und die Arhuaco-Indianer, sehr
zurückhaltend auf Einwirkungen von außen reagieren. Sollten wir unterwegs auf
Kogi treffen, respektieren wir, dass sie sehr zurückgezogen leben und meist auch
nicht fotografiert werden wollen. Wir kommen auf unserem Weg immer mal wieder
an Kogi-Dörfern vorbei. Die lokalen Führer werden uns von ihrem Leben erzählen,
ggfs. ist es dann auch möglich, ein paar Worte zu wechseln.
Nach ca. drei Stunden Fahrt erreichen wir das kleine Dorf Mamey (200 m). Dort
essen wir zu Mittag und brechen danach gestärkt zu unserem Trekking auf. Wir tragen
unser ganzes Gepäck selbst, doch das macht uns nichts mehr aus, denn wir sind
nach dem ersten Trekking jetzt topfit. Auf schmalen, oft steilen Wegen - teilweise
nur ein Tunnel durchs Grün - kommt ganz schnell Regenwaldfeeling auf! Vögel zwitschern,
Grillen zirpen und fleißige Blattschneideameisen lassen sich von uns nicht stören.
Am Nachmittag gelangen wir in unser erstes Camp bei Adan (400 m). Unser Guide
hängt für jeden eine Hängematte mit Moskitonetz an die Balken - so schlafen wir
ganz luftig im überdachten Camp in Flussnähe.
Gehzeit: 3h; Fahrzeit: 3h; Aufstieg: 500m; Abstieg: 200m; Camp / Hängematte [FMA]
14. Tag Trekking Ciudad Perdida
Einst zählte die Sierra Nevada de Santa Marta zu den größten Koka-Anbaugebieten
der Welt. Im Kampf gegen den Drogenhandel wurden die Bauern auch hier bei der
Umstellung auf alternative Produkte gefördert. Die Kokapflanze wirft jedoch immer
noch den besten Ertrag ab, und niemand weiß, wie viele geheime "Fabriken" heute
noch unter dem grünen Blätterdach der Sierra Nevada de Santa Marta stehen.
Unser Pfad führt die ersten zwei Stunden bergauf, nicht ganz so steil wie gestern,
dann überwiegend bergab. Maracuja- und Bananen-Blüten schmücken den Weg. Wir passieren
Kogi-Dörfer, eventuell dürfen wir auch ein paar leckere, frisch geerntete, kleine
Bananen probieren. Im Camp Gabriel (440 m) angekommen, locken wieder herrliche
Badegumpen im Fluss. Nach Einbruch der Dunkelheit können wir Glühwürmchen und
Fledermäuse sehen.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 400m; Abstieg: 200m; Camp / Hängematte [FMA]
15. Tag Ciudad Perdida
Wir starten etwas früher, denn die heutige lange Etappe erfordert viel Konzentration:
Der Weg führt am Bach entlang, oft auch oberhalb und über bei Nässe glitschige
Felsen. Immer wieder heißt es "Schuhe ausziehen" und den Bach überqueren. Natürlich
haben wir Trekkingsandalen oder ein altes Paar Turnschuhe zum Wechseln dabei.
Sobald der Bach das letzte Mal überquert ist, stehen wir vor einer steilen Steintreppe
mit moosigen Stufen: Bald haben wir die letzten Meter bis zur Ciudad Perdida (1.200
m) hinter uns! Die "verlorene Stadt" der Tayrona liegt so versteckt im Regenwald,
dass sie erst im Jahr 1975 von Grabräubern entdeckt wurde. Zur Blütezeit standen
auf den ovalen Steinplattformen von den Kogi mit Strohdächern erstellte Rundhütten.
Wir können die von der Vegetation freigelegten Steinplattformen, die präzise gebauten
Treppen und Verbindungswege bewundern. Einige riesige Palmen scheinen den Hauptplatz,
auf dem einst die beiden Tempel standen, zu bewachen.
Heute schlafen wir ausnahmsweise nicht in Hängematten, sondern auf Matratzen
in einem sehr einfachen, überdachten Lager.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 900m; Abstieg: 150m; Holzhütte mit Matratzenlager [FMA]
16. Tag Ciudad Perdida - Alto del Mira
Aufgrund der besonders schönen morgendlichen Lichtverhältnisse über der Ciudad
Perdida, besuchen wir die Stätte in der Früh noch einmal und haben Zeit zum Fotografieren.
Danach schultern wir wieder die Rucksäcke und machen uns auf den Rückweg. Dieser
ist zwar etwas anstrengender und abenteuerlicher, dafür aber noch beeindruckender
als der Hinweg. Neben zahlreichen Flussdurchquerungen erwarten uns gleich zwei
steile Ab- und Anstiege durch die "grüne Hölle" - oft lässt sich der Weg kaum
erahnen. Unterwegs erfrischen wir uns in den Gumpen. Und die Mühe lohnt sich:
Wir übernachten bei einer kleinen Klimaforschungsstation einer privaten Stiftung
auf 1.000 m Höhe in einem hübschen kleinen Dorf und haben sogar einen Waschraum
mit herrlicher Aussicht ins Tal!
Gehzeit: 7h; Aufstieg: 1000m; Abstieg: 600m; Forschungsstation / Hängematte [FMA]
17. Tag Alto del Mira - Filo Cartagena
Die Mitarbeiter der Stiftung Pro Sierra haben vor den Hütten offene Vogelhäuschen
aufgestellt. Beim Frühstück können wir winzige, leuchtend gelbe, rote, blaue und
grüne Vögelchen und mit etwas Glück sogar Tukane beobachten. Nach einem angenehmen
Aufstieg bis auf 1.400 m erwartet unsere Knie ein steiler Abstieg. Die Pferde
und Rinder der Bauern haben den Weg in eine steile und bei Nässe schlammige Rutschpartie
verwandelt. Doch mit Hilfe unserer Stöcke meistern wir diese Etappe gut und freuen
uns unten auf ein Bad im Fluss. Noch ein kurzer Gegenanstieg, und wir gelangen
in unser letztes Trekkingcamp auf ca. 800m.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 700m; Abstieg: 600m; Camp / Hängematte [FMA]
18. Tag Trekkingende - Rückfahrt - Tayrona-Nationalpark
Wir stehen früh auf, denn wir haben einen langen Aufstieg vor uns. Der Weg verläuft
heute zwar nicht direkt, sondern in angenehmem Zickzack, doch im teilweise lichten
Wald sind wir der Sonne mehr ausgesetzt. Dafür genießen wir einen Rundblick über
den Regenwald und können erahnen, wo wir die vergangenen Tage unter Baumfarnen,
Bananenstauden und Baumriesen gelaufen sind. Pünktlich zum Mittagessen erreichen
wir ein kleines Dorf auf 2.000 m, wo uns bereits der Jeep und unser Koch erwarten.
Auf einer holprigen Piste geht es in drei Stunden zurück zur Hauptstraße. Bei
klarer Sicht reicht der Blick bis zur Küste und eventuell auch bis zu den über
5.700 m hohen Gipfeln der Sierra Nevada de Santa Marta. Kurz vor Santa Marta biegen
wir ab und passieren den Eingang zum Tayrona-Nationalpark. Noch ein paar Kilometer
fährt der Bus, dann schultern wir unseren Rucksack erneut und laufen eine knappe
Stunde nach Arrecifes. Um die Tiere und Pflanzen im Park zu schützen, gibt es
bis heute keine Straße nach Arrecifes. Wer hier an den paradiesischen Stränden
des Tayrona-Nationalparks Urlaub machen möchte, muss entweder hinlaufen oder ein
Pferd mieten. Auch die gesamte Versorgung der Hotels erfolgt mit Pferden und Maultieren.
Der Weg schlängelt sich gemütlich durch den Wald, Affen springen von Ast zu Ast,
grünblau schillernde, kleine Echsen huschen über den Sand. Wir übernachten in
hübschen Cabanas mit Terrasse und Hängematte.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 200m; Hotel [FM]
19. Tag Tayrona-Nationalpark
Faulenzen ist angesagt. Wer möchte, kann einfach nur am Strand entlanglaufen,
die Fischer beobachten und der Brandung zusehen. Wer schwimmen will, läuft am
besten zum Nachbarstrand La Piscina oder noch eine Bucht weiter und sucht sich
ein ruhiges Plätzchen unter Palmen. Eine herrliche Gegend, um zu entspannen und
die Eindrücke der letzten Tage Revue passieren zu lassen. Der Duft von frisch
gebratenem Fisch steigt uns in die Nase, Meeresrauschen wiegt uns in den Schlaf.
Hotel [F]
20. Tag Tayrona-Nationalpark - Cartagena
Nach dem Frühstück laufen wir zurück zum Parkeingang, wo der Bus uns bereits
erwartet. Über Santa Marta und Baranquilla, vorbei an der großen Lagune La Ciénaga
und durch Bananenhaine fahren wir die Karibikküste entlang nach Cartagena, die
zurecht als eine der schönsten Städte Südamerikas in kolonialem Baustil gilt.
Die gesamte, von einer massiven Stadtmauer umgebene Altstadt wurde zum UNESCO
Weltkulturerbe erklärt. Unser kleines Hotel liegt im Herzen der Altstadt. Gegen
Abend brechen wir noch zu einem kleinen Bummel durch die Gassen auf.
Auf den Plätzen wird musiziert und getanzt, die Lebensfreude der Costenos steckt
auch uns an. Auf Romantiker wartet eine Kutschfahrt durch die abendliche Altstadt
(fakultativ).
Fahrzeit: 4h; Hotel [F]
21. Tag Cartagena - Stadtrundfahrt
Während einer Stadtbesichtigung von Cartagena de las Indias besuchen wir am Vormittag
die trutzige Festung San Felipe und den Augustinerkonvent La Popa. Bei unserem
Rundgang durch die Altstadt sehen wir u.a. den Kutscherplatz mit dem Uhrturm und
den Jesuitenkonvent San Pedro Claver. San Pedro Claver gilt als Schutzpatron der
Sklaven, weil er sich ihrer bei Ankunft in Amerika in selbstloser Weise annahm
und ihnen Essen und medizinische Versorgung zukommen ließ.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Wir können sehr gut Mitbringsel einkaufen.
Die Altstadt mit ihren vielen einzelnen, hübsch restaurierten Bauten im Kolonialstil,
seinen Kirchen und Klöstern, Villen mit Holzbalkonen, urigen Kneipen und Cafés
will immer wieder neu entdeckt werden. Obstfreunde kommen voll auf ihre Kosten:
Es gibt frisch gepressten Orangensaft, Mangos, Guanábana, Zapote und noch viele
andere, bei uns kaum bekannte exotische Früchte. "En agua o en leche ?" (Mögen
Sie den Obstsaft lieber mit Wasser oder mit Milch?) Einfach probieren, es schmeckt
himmlisch!
Hotel [F]
22. Tag Rückflug
Nach einem gemütlichen Frühstück in unserem Hotel und einem letzten Bummel durch
Cartagena fahren wir zum Flughafen und fliegen via Bogotá zurück nach Europa.[F]
23. Tag Ankunft
Ankunft in Madrid und Weiterflug nach Deutschland.
Leistungen
- Linienflug mit Iberia Frankfurt – Madrid – Bogotá – Frankfurt, weitere Anschlussflüge
von Deutschland nach Madrid nach Verfügbarkeit, Österreich und Schweiz gegen Aufpreis
und nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Hotels, Hängematten und Zelten; meist Vollpension
- Inlandsflug; Transfers und Überlandfahrten
- örtliche/r Deutsch sprechende/r Reiseleiter/in, lokale Bergführer, Begleitmannschaft
beim Trekking
- unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Fehlende Mahlzeiten und Getränke (ca. 150,- Euro);
- Trinkgelder (ca. 100,- Euro);
- Einzelzimmer-Zuschlag;
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Die Trekkingrunde in der Sierra Nevada del Cocuy ist eine anspruchsvolle Trekkingtour.
Wir bewegen uns die ganze Zeit in Höhen zwischen 3.900 m und 4.600 m. Es werden
viele Pässe überschritten, der höchste misst rund 4.800 m. Höhenverträglichkeit
und sehr gute Kondition sind unbedingte Voraussetzung für die Teilnahme an dieser
Tour. Zwar ist sie so konzipiert, dass Sie sich gut akklimatisieren können, dennoch
darf die Gefahr einer Höhenkrankheit nicht unterschätzt werden. Die Gehzeiten
liegen bei 6 - 8 Stunden pro Tag, wobei Höhendifferenzen von bis zu ca. 1.200
m im Auf- bzw. Abstieg zu bewältigen sind. Die teils steilen Wege und das Blockgelände
setzen voraus, dass Sie ein geübter Bergwanderer sind. Sie müssen trittsicher
und schwindelfrei sein und sollten ein gesundes Herz und einen guten Kreislauf
haben. Bitte konsultieren Sie vor der Reise Ihren Arzt/Ihre Ärztin!
Für die fakultative Besteigung des Cóncavo (5.200 m) ist eine komplette Hochtourenausrüstung
und Erfahrung am Gletscher sowie Seil- und Sicherungstechnik erforderlich. Für
den Gipfelanstieg zum Toti (4.990 m) ist, je nach Verhältnissen, ebenfalls Hochtourenausrüstung
nötig, außerdem sollten Sie absolut schwindelfrei und im Klettern (I bis II) geübt
sein. Für die Gipfelbesteigungen nicht benötigtes Gepäck kann deponiert werden.
Während des Trekkings übernachten Sie in Zwei-Personen-Zelten. Eine Begleitmannschaft
betreut Sie, baut die Zelte auf und ab und kocht etc. Pferde transportieren während
der ersten beiden Tage das gesamte Gepäck und die Zeltausrüstung, so dass Sie
unterwegs nur das Notwendigste (Fleece/Jacke, Trinkflasche, Fotoausrüstung etc.)
in einem Tagesrucksack mitführen. Während des Trekkings in der Sierra Nevada de
Cocuy müssen an den Tagen 7 bis bis 9 Ihr eigenes Gepäck selbst tragen, da die
Pferde nicht über alle Pässe gehen können. Während des Regenwaldtrekkings tragen
Sie Ihr persönliches Gepäck an allen 6 Tagen selbst. Bitte achten Sie darauf,
dass Ihr Rucksack das nötige Volumen hat (siehe dazu auch unter Ausrüstung). Das
Gruppengepäck übernehmen Träger.
Das Regenwaldtrekking in der Sierra Nevada de Santa Marta führt über kleine,
schmale Pfade. Teilweise sind sie sehr steil und je nach Witterung auch glitschig.
Sie benötigen daher gute, möglichst knöchelhohe Trekkingschuhe mit Profilgummisohle.
Einreisebestimmungen
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz
ist kein Visum nötig. Der Reisepass muss nach Ankunft in Kolumbien noch 6 Monate
gültig sein. Für Kolumbien ist keine Impfung zwingend vorgeschrieben. Empfohlen
werden: Gelbfieber, Hepatitis A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Ausführliche Informationen
erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken
im Ausland unter der Tel. 0900/1234 999 (1,98 Euro pro Minute) oder unter: www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bei dieser Reise kann es zu Programmumstellungen oder Routenänderungen kommen
- bedingt durch schlechtes Wetter, Flugverzögerungen, ungünstige Verhältnisse,
organisatorische oder sonstige Gründe. Selbstverständlich ist es Ziel Ihrer Reiseleitung
und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen, doch können wir für
die exakte Durchführung der Ausschreibung keine Garantie geben. Wir danken für
Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene
Gefahr an der Reise teilnehmen. Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis
des Auswärtigen Amtes - wir bitten um Beachtung! Nähere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de
oder kontaktieren Sie unser Service Team unter der Telefonnummer 089-235006-0.
Klima
Sie werden auf Ihrer Reise in sehr unterschiedlichen Klimazonen unterwegs sein:
Im Hochland und in der Sierra Nevada del Cocuy ist es zwar tagsüber durch die
starke Sonneneinstrahlung recht warm, nachts kann es jedoch stark abkühlen (bis
zu minus 5°C). Im Tiefland und an der Karibikküste erwarten Sie Temperaturen um
und über 30°C , teilweise kann es auch schwül-warm sein.
Ausrüstung
Dem Klima entsprechend sollten Sie sowohl warme Anziehsachen als auch luftige
Baumwollkleidung mitnehmen. Für das Trekking in der Sierra Nevada del Cocuy empfehlen
wir eine Daunenjacke, Fleece, Pullover, Wind- und Regenschutz. Wichtig sind ein
sehr guter, bis zu minus 5°C Komforttemperatur tauglicher Schlafsack für die Zeltnächte
sowie steigeisenfeste Bergschuhe mit griffiger Profilgummisohle. Wer die geplante
Besteigung der Gipfel mitmachen möchte, benötigt auch eine komplette Hochtourenausrüstung.
Ihr Rucksack muss 60 bis 70 Liter fassen.
Für das Regenwaldtrekking zur Ciudad Perdida brauchen Sie nur einen Hüttenschlafsack,
leichte Trekkingbekleidung und Badezeug. Für die Flussdurchquerungen bringen Sie
am besten Trekkingsandalen oder alte Turnschuhe mit. Sonnenschutz nicht vergessen!
Tourenstöcke sind für beide Trekkings sehr nützlich und unbedingt empfehlenswert.
Pickel, Steigeisen und Klettergurt können vor Ort über unsere Agentur gegen Gebühr
geliehen werden. Bitte bei der Anmeldung mit angeben, auch Ihre Schuhgröße, damit
wir die entsprechenden Steigeisen für Sie reservieren können.
Mindestteilnehmerzahl 7 Personen
Höchstteilnehmerzahl 15 Personen
Preise: |