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Land: Libyen
Termin: 09.10.2010 - 23.10.2010
- Leichte Wanderungen im Akakus – Faszination aus Sand und Fels
- Vielfalt der Sahara in einer Reise vereint
- Prähistorische Felsbilder im Akakus und Wadi Mathendous
- Die Mandara-Seen in den Dünen des Erg Ubari
- Ausgrabungen von Leptis Magna – faszinierende Stätte der röm. Antike
Hohe, verschiedenfarbige Dünen, starke Kontraste zwischen Sand und bizarren Felsformationen,
glitzernde Seen mitten in der Sahara – das ist Libyen. Zu Recht zählt Libyen zu
den Traumzielen jedes Sahara-Fans.
Von Djerba fahren Sie nach Ghadames. Die traditionelle Altstadt mit engen Gassen,
Moscheen und Oasengärten steht unter dem Schutz der UNESCO. Im Geländewagen fahren
Sie anfangs noch durch Steinwüste, schon bald tauchen vor Ihnen die Dünen des
westlichen Erg Ubari auf. Sie erreichen Ghat, das Zentrum der Tuareg. Im Akakus
wechseln sich eigenwillige Felstürme mit Sanddünen ab. Versteckt befinden sich
dort gut erhaltene Felsmalereien und -gravuren. Außer spektakulären Wüstenfahrten
unternehmen Sie immer wieder kleine Wanderungen. Die Wüstennächte verbringen Sie
an außergewöhnlichen Lagerplätzen – über Ihnen der weite und klare Sternenhimmel.
Im Wadi Mathendous, ebenfalls UNESCO-Welterbe, glaubt man sich in einem großen
Freilichtmuseum. Auf den Felsen haben prähistorische Künstler Wände voller eindrucksvoller
Darstellungen von Tieren hinterlassen. Nach einer erfrischenden Dusche in Germa
überwinden Sie mit den Jeeps die schwierigen Dünenpassagen des Erg Ubari. Zwischen
riesigen Dünen erscheinen die Mandara-Seen ganz unwirklich. Welch ein Gefühl,
in ihnen zu baden! Von Sebha fliegen Sie nach Tripolis, besichtigen die römischen
Ausgrabungen und Mosaiken von Leptis Magna und reisen über Djerba wieder nach
Hause.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Flug mit Tunis Air spätnachmittags oder abends direkt von Frankfurt nach Djerba
(ermäßigte Hauser Bahnanreise innerhalb Deutschlands möglich. Bitte bei Anmeldung
Abfahrtsbahnhof und ggf. Besitz einer Bahncard nennen!). Ankunft spätabends und
Transfer vom Flughafen zum Hotel. Wegen des unverhältnismäßig hohen Preises für
den Direktflug nach Tripolis sowie der Routenführung über Ghadames wird diese
Tour mit Anreise über Djerba/Tunesien durchgeführt.
Übernachtung im Hotel
2. Tag Nalut - Ghadames
Von Djerba aus fahren wir frühmorgens mit dem Bus zur tunesisch-libyschen Grenze
Ras Ajdir und erledigen die Grenzformalitäten für die Einreise nach Libyen. Wir
verlassen die Mittelmeerküste und fahren nach Süden über den schön gelegenen Ort
Nalut (Besichtigung der Speicherburg und Ölmühle) und kleine Oasen nach Ghadames,
das wir erst abends erreichen.
Übernachtung im Hotel [FMA]
3. Tag Ghadames – Fahrt in die Wüste
In der historischen Karawanenstadt Ghadames sind die eng zusammenstehenden, weiß
bemalten Häuser durch schmale, überdachte Gassen verbunden und der gesamte Oasenkern
steht unter dem Schutz der UNESCO. Die Region von Ghadames war schon in neolithischer
Zeit besiedelt. Später existierte hier ein wichtiges Zentrum der libysch-berberischen
Bevölkerung, die sich im Laufe der Geschichte immer wieder verschiedenen Invasoren
zur Wehr setzte. Nach der Römerzeit folgten die Vandalen, die Byzantiner und schließlich
im 7. Jh. die arabischen Armeen. Die Bewohner widersetzten sich zwar auch den
Arabern, allerdings erfolglos. Der Islam hielt Einzug und gleichzeitig entwickelte
sich Ghadames zu einem der bedeutendsten Karawanenknotenpunkte auf der Handelsroute
von der Zentralsahara zum Mittelmeer. Vormittags besichtigen wir das Museum und
die Altstadt von Ghadames. Sehr sehenswert sind die Moscheen, enge Altstadtgassen,
arabische Cafés und Oasengärten. Nach dem Besuch eines traditionellen und im Inneren
bunt verzierten Berberhauses lernen wir unsere libysche Fahrermannschaft für die
Wüstenreise kennen. Ab Ghadames ist die Piste Richtung Süden nur mit Allradfahrzeugen
befahrbar und wir legen noch heute eine kurze Etappe Richtung Wüste zurück. An
einem geschützten Platz in einem kleinen Wadi zelten wir.
Übernachtung im Zelt [FMA]
4.-5. Tag Wüstenfahrt bis Erg Ubari
Nach dem Frühstück belädt die Mannschaft die Jeeps und wir gehen im morgendlichen
Sonnenlicht schon einmal ein Stück zu Fuß voraus bis uns die Fahrer wieder einholen.
Die Fahrtroute während dieser zwei Tage hängt ab vom aktuellen Zustand der Pisten
und der Entscheidung unserer Fahrer, wahren Kennern der Wüste. Es geht in südliche
Richtung! Dabei erleben wir die verschiedenen Facetten, die eine Fahrt durch die
Wüste zu bieten hat: Fels- und Geröllwüsten, Wüstenlack, versteinertes Holz, an
das Wüstenklima angepasste Pflanzen wie Bittermelonen und Akazien. Häufig führt
die Strecke durch kleinere oder größere Wadis (= Trockentäler). Schließlich erreichen
wir die ersten beeindruckenden Dünenketten des riesigen Erg Ubari. Unsere Mittagspausen
verbringen wir zumeist im Schatten einzelner Tamarisken. Die Lagerplätze liegen
an windgeschützten Stellen in traumhafter Umgebung und laden nach dem Aufbau der
Zelte noch zu kleinen Abendwanderungen ein.
Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Beginn des Akasus-Massives
Im Laufe des Vormittags tauchen die ersten Gipfel des Akakus-Gebirges am Horizont
auf. In der Höhe von Al Awaynat erreichen wir erstmalig wieder die Asphaltstraße.
Hier haben wir die Möglichkeit, in einem Camp zu duschen. Nachmittags fahren wir
vorbei am Tafelberg Idinen, dem Geisterberg der Tuareg, auch Kafidjenoun (übersetzt
Höhle der Geister). Kurz vor Ghat errichten wir unser Lager am Fuße sehr hoher
Sanddünen. Ganz plastisch wirken die Kanten der Sandformationen - fast wie Wellen.
Gräser und Pflanzen werfen Schatten auf den Sand. Im Abendlicht wirken die vom
Wind gestalteten Konturen der Dünen wie ein Meer von Wellen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Ghat - Akakus
Ghat ist die einzige größere Oase der Region und wichtiges Handelszentrum der
Tuareg. An ein Labyrinth erinnern uns die leeren Gassen der verlassenen Altstadt
mit den ineinander verschachtelten, teilweise eingefallenen Lehmhäusern. In Ghat
lebt der Großteil der regionalen Tuareg-Bevölkerung; auch viele Tuareg-Schmiede
aus dem Niger halten sich hier auf und bieten Schmuck zum Kauf an. Die Gegend
um Ghat ist bereits seit Jahrtausenden besiedelt und seit Jahrhunderten Durchgangsstation
der Transsahara Karawanen. Nicht zuletzt aus diesem Grund fanden Afrikaforscher
wie z.B. Heinrich Barth, schon sehr früh den Weg hierher. Nach einem Altstadtbummel
ist das Akakus-Gebirge, aus geologischer Sicht die Fortsetzung des algerischen
Tassili N'Ajjier, unser nächstes Ziel. Es wird auch Tadrart Akakus genannt und
entspricht einer klassischen Tassili-Landschaft mit unterschiedlichsten Erosionsformen.
Am besten zugänglich ist der Zugang in das Innere des Felslabyrinthes durch die
Wadis an der Ostseite. Im Westen ragt eine zumindest für Fahrzeuge fast undurchdringliche
Felswand in die Höhe. Wir fahren nach Al Awainat, wo wir noch einmal duschen können.
Nachmittags dringen wir ins Akakus Massiv vor und gelangen zu einer riesigen freistehenden
Felsnadel, die von den Tuareg Adat (Daumen) genannt wird. In einem weit verzweigten
Talsystem, von monumentalen Felsformationen umgeben zelten wir.
Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Akakus
Morgens wandern wir ca 1,5 Stunden durch die schöne Wüstenlandschaft von Awiss.
Kaum biegen wir um eine Felswand oder steigen auf eine Anhöhe hinauf, bietet sich
uns ein ständig wechselnder Anblick. Wir fahren Richtung Süden zum Wadi Techuinet,
in dem es viele prähistorische Malereien und Gravuren zu entdecken gibt. Man kommt
sich vor wie in einem riesigen, offenen Freilichtmuseum. Diese - offensichtlich
von Künstlerhand geschaffenen Zeugnisse einer Zeit bis vor 10.000 Jahren - besitzen
auch heute noch eine faszinierende Ausdruckskraft und ermöglichen Schlüsse über
die damalige Lebensweise und Tradition. Teils in versteckten Tälern und Höhlen
legen diese Kunstwerke Zeugnis ab über die klimatische Veränderung der Sahara.
Darstellungen von Giraffen, Straußen, Elefanten und Rindern zeigen, dass die Sahara
einst fruchtbares Gebiet war. Auch Darstellungen von Jägern, Garamanten mit Streitwagen,
Musikern und Frauen sind im Akakus zu finden. Nach einer kleinen Wanderung zu
einer Guelta (zwischen den Felsen befindlicher Wassertopf) campen wir in der Näher
einer Elefantengravur.
Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Akakus - Erg Uan Casa
Nach dem Frühstück wandern wir ein Stück bis zu weiteren Felsmalereien. Die aus
verschiedenen Epochen stammenden Felsbilder sind für viele Reisende Höhepunkte
einer Libyenreise; manche kommen ausschließlich ihretwegen in das Land. Außerdem
sehen wir im Akakus eigenartig geformte Felsbögen, einer davon erinnert unweigerlich
an Elefantenfüße. Wir besuchen das Wadi Anshalt und dessen berühmte Felsmalereien.
Bald erkennen wir von der Ferne einen gigantisch großen Felsbogen, als ob er aus
einer überdimensional großen Düne wachsen würde und sich im Wüstenboden dann fest
verankert. Der Fozzidjaren-Bogen ist unser südlichster Punkt am unteren Ende des
Akakus-Gebirges. Während Jahrmillionen haben Wind und Erosion ein Wunderwerk der
Natur geschaffen. Im Wadi Tanshalt widmen wir uns weiteren Felsmalereien aus prehistorischer
Zeit.
Nach einer weiten Sandebene erreichen wir das Dünengebiet des Erg Uan Casa, wo
die Dünen je nach Lichtverhältnissen eine mehr oder weniger rötliche Färbung haben.
Das Gebiet entspricht wohl dem, was sich die meisten Menschen unter der Wüste
vorstellen. Für die meisten überraschend ist, dass nur etwa 20 % der Sahara aus
reiner Sanddünenlandschaft besteht. Der Rest wird geprägt durch Steinwüste, Fesformationen,
Wadis, Tafelberge und Tassili-Landschaften. Für alle Gegenden bezeichnend ist
die Erhabenheit der Natur, die Ruhe und Klarheit - eine Welt, die oft auch in
kleinen Dingen große Wunder aufweist. Wir entdecken die Sahara vom Kamm einer
Düne aus, erleben die verschiedenen Formen, die der Wind gestaltet und wie sich
das Abendlicht permanent verändert. Wir übernachten mitten im Erg Uan Casa.
Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Erg Murzouk
Mehrere Stunden durchqueren wir die Reg-Ebene von Tin-Abahua, einer schier unendlich
weiten Ebene. Wir erkennen in der Ferne links das langgezogene Felsplateau Messak
Settafet (schwarz) und rechts das Messak Mellet (weiß). Nachmittags erreichen
wir die hohen Dünen des Erg Murzouk, die rötlich schimmern und sich wie ein gewaltiger,
endloser Ozean wellenartig aufbauen. Wir „ankern" in einer geschützten Dünenbucht
und können noch so manche Sandwelle erklimmen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Wadi Mathendous - Germa
Kurze Zeit fahren wir am Erg Murzouk entlang, dann verschwinden die Dünen langsam.
Wir überqueren die Hochfläche des Messak Settafet, eine Hamada (Sandstein mit
Wüstenlack) und gelangen ins Wadi Mathendous, das von der UNESCO als Weltkulturerbe
klassifiziert wurde. In der Tat geben die Vielzahl der Darstellungen eine Vorstellung
des Lebens in der Sahara vor 10.000 Jahren. Großflächige Gravuren unterschiedlicher
Tiere wie Krokodile, Elefanten, Giraffen und Strauße sind an Felswänden ebenso
zu finden wie auf einzelnen Blöcken. Wir erkunden den spektakulären Steilabbruch
des Wadis, indem wir zu den teils höher gelegenen Gravuren aufsteigen. Im Vergleich
zum Akakus, wo es mehr Farbbilder gibt, findet man hier ausschließlich fein gestaltete
Gravuren. Die Künstler haben offensichtlich die Struktur der Felsen mit einbezogen
und mit unterschiedlichen Techniken gearbeitet. Am späten Nachmittag erreichen
wir Germa, einst die Hauptstadt der Garamanten, die bereits 1000 v.Chr. im Wadi
Adjal im Fezzan ein mächtiges Reich etabliert hatten. Wir besichtigen die Überreste
der antiken Siedlung. Je nach Zeit bietet sich noch heute eine echte Wohltat:
Wir können duschen! Wegen den zahlreichen Mücken übernachten wir aber nicht in
diesem festen Camp sondern in der Nähe in den Dünen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Mandara-Seen
Morgens besuchen wir Germa, sein Museum und falls gerade Markttag sein sollte,
auch den Suq. Über schwierige Dünenpassagen steuern wir danach die Mandara-Seen
mitten im Erg Ubari an. Es soll 10 bis 15 - teils ausgetrocknete - Seen geben,
die aktuelle Zahl hängt vom Grundwasserspiegel ab: Ist dieser hoch, bilden sich
Seen auch an Stellen, die normalerweise trocken liegen. Neben dem Mandara-See
(führt selten Wasser!) besuchen wir den „Bilderbuchsee" Umm el Maa und wandern
in der schönen Landschaft. Wir campieren ein letztes Mal in den Dünen. Unseren
letzten Abend in der Sahara verbringen wir mit unseren libyschen Begleitern am
Lagerfeuer - über uns das Lichtermeer des Sternenhimmels.
Übernachtung im Zelt [FMA]
13. Tag Sebha
Morgens fahren wir zum kleinen, von Schilf umgebenen Maflu-See und machen es
uns dann am paradiesischen Gabroon-See gemütlich. Unter Umständen können wir in
dem salzhaltigen Wasser, inmitten sehr hoher Dünen, umgeben von Schilf und Palmen
baden. Danach Dünen, Dünen und noch mal Dünen! Wir können nur noch an einen endlosen
Ozean denken. Unsere Fahrer zeigen all ihr Können und wenn die Beschaffenheit
der Dünen (abhängig von Wind und Wetter) es erlaubt, durchqueren wir das Erg Ubari
bis wir am Horizont die Stadt Sebha erkennen können. In einem Camp können wir
uns duschen, einen echten Cappuccino trinken und entspannen. Nach dem Abendessen
heißt es Abschied nehmen sowohl von der Sahara als auch von unserer Begleitmannschaft.
Abends Flug von Sebha nach Tripolis.
Übernachtung im Hotel [FMA]
14. Tag Leptis Magna – Altstadt Tripolis
Der ganze Tag steht in Leptis Magna zur Verfügung. Die archäologische Stätte
liegt ca. 120 km von Tripolis entfernt und wurde als UNESCO Weltkulturerbe bewertet.
Ursprünglich um 800 v.Chr. von den Phöniziern als kleiner Handelshafen gegründet,
wurde Leptis unter der Herrschaft der Karthager stark erweitert, bis es unter
den Römern seine Blütezeit erlebte. Viele der prunkvollsten Gebäude stammen aus
der Römerzeit. Um das Jahr 200 wurde Leptis Magna unter Kaiser Septimus Severus
Hauptstadt der römischen Provinz Africa Tripolitania. Durch die Vandalen zerstört,
errichteten die Byzantiner später auf dem Gelände neue Bauwerke. Entsprechend
der bewegten Geschichte findet sich auf dem Ausgrabungsgelände eine interessante
architektonische Mischung. Hadriansbäder, Nymphäum, das Forum des Septimus Severus,
verschiedene Tempelruinen und christliche Basiliken; sogar marmorne Verkaufstheken
der Fischhändler sind noch auf dem Marktplatz vorhanden. Wir besichtigen die Ausgrabungen
und das Amphitheater. Nachmittags Rückfahrt und Bummel durch die Altstadt von
Tripolis. Freitags sind die Läden im Suq zwar teilweise geschlossen, am Spätnachmittag
wird es in der Medina aber doch zunehmends lebendiger und ein Besuch lohnt sich.
Von einem Café aus können wir das Treiben beobachten.
Übernachtung im Hotel [FMA]
15. Tag Heimreise
Von Tripolis fahren wir nach dem Frühstück direkt in Richtung Grenze und reisen
wieder von Libyen nach Tunesien ein. Weiterfahrt zum Flughafen und anschließend
direkter Rückflug von Djerba nach Deutschland. Ankunft am späten Nachmittag. [FMA]

Leistungen
- Linienflug mit Tunis Air Frankfurt – Djerba – Frankfurt
- Übernachtungen in Hotels, Gästehäusern und Zelten; Vollpension
- Inlandsflug mit Buraq Air oder Libyan Airlines, Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in, örtliche Führer
- Eintrittsgebühren; unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Visagebühren (Euro 30,-),
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- Trinkgelder,
- Getränke,
- Ausgaben persönlicher Art;
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Libyen ist ein riesiges Land und seine Größe entspricht der 5-fachen Fläche Deutschlands
- wir konzentrieren uns bei dieser Reise im Wesentlichen auf den West- und Südwestteil
des Landes. Zwischen den einzelnen Stationen dieser Reise sind weite Fahretappen
zu bewältigen, die nicht zuletzt wegen der hohen Temperaturen sehr anstrengend
werden können und Ausdauer sowie Durchhaltevermögen erfordern. Mit Ausnahme des
zweiten Tages (langer Fahrtag) sind Sie durchschnittlich an den „Fahrtagen" 5
bis 6 Stunden im Auto unterwegs, dies kann je nach Streckenbeschaffenheit und
Wahl der Etappeneinteilung variieren. Die Route verläuft meist über Pisten und
asphaltierte Strecken, einige Abschnitte führen „offroad" durch Wadis (= Trockentäler)
oder Dünengebiete. Als Fahrzeuge stehen ab Djerba ein Kleinbus bzw. ab Ghadames
bis Sebha wüstentaugliche Geländewagen (in der Regel Toyota Landcruiser o.ä.)
zur Verfügung (Besetzung mit max. 4 Teilnehmern).
Bei dieser Tour steht die Vielfalt des Landes mit seinen Höhepunkten im Vordergrund.
Sie besuchen zahlreiche unterschiedliche Landschaften und kulturelle Plätze (auch
die folgenden UNESCO Weltkulturerbestätten: Ghadames, Felsbilder im Akakus, Leptis
Magna und Sabratha). Während der Reise wird jede Gelegenheit genutzt, morgens
nach dem Frühstück, nachmittags nach Ankunft am Lager und bei Besichtigungen in
der Wüste kleine Wanderungen zu unternehmen. Diese dauern in der Regel bis zu
zwei Stunden. (Für ein intensiveres und längeres Trekking vergleichen Sie bitte
auch unsere Tour ‚Mit Kamelen zum Geisterberg der Tuareg' oder ´Die Entdeckung
der Langsamkeit´).
Während der Übernachtungen in Djerba zu Beginn und am Ende der Reise sowie in
Tripolis und Ghadames sind Sie in Hotels untergebracht. Ansonsten übernachten
Sie an geeigneten Lagerplätzen in 2-Mann-Zelten, meist in freiem Gelände in der
Wüste. In der Wüste ist das Übernachten im Freien ein besonderes Erlebnis. Unbeschreiblich
ist der klare Sternenhimmel der Sahara. Im Bezug auf Sitzmöglichkeiten beim Camping
unterscheidet sich diese Tour von allen anderen Sahara- und Libyen-Reisen. Ausschließlich
bei dieser Tour hat unser Partner vor Ort die Möglichkeit, eine Art Bierbänke
zum Sitzen stellen.
Im Reisepreis ist volle Verpflegung eingeschlossen. Morgens gibt es Tee oder
Kaffee, Brot, Margarine, Marmelade und Schmelzkäse. Wegen der Hitze wird mittags
ein kalter Imbiss gereicht, es gibt wohlschmeckende, gemischte Salate (mit Reis,
Hülsenfrüchten, Bohnen, Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Oliven u.ä.) sowie ab und
zu Käse oder Thunfisch. Am Abend wird eine warme Hauptmahlzeit zubereitet (Nudel-
oder Reisgerichte, meist mit Gemüse, selten mit Fleisch).
Bitte stellen Sie während der Wüstentour keine hohen Ansprüche an die Vielfalt
der Verpflegung. Zum Trinken (ausschließlich!) erhalten Sie genügend abgepacktes
Wasser in Flaschen. Ansonsten ist es ein Gesetz der Wüste, dass mit den Gebrauchswasserreserven
sehr sparsam umgegangen werden muss. Während der Wüstentour gibt es insgesamt
zwei- bis dreimal die Möglichkeit, unterwegs zu duschen. Anpassung an einfache
Verhältnisse sowie Mithilfe beim Zeltauf- und abbau sollte allen Teilnehmern und
Teilnehmerinnen selbstverständlich sein.
Einreisebestimmungen
Das Visum für diese Reise besorgen wir anhand Ihrer Passdaten über das Libysche
Ministerium. Dazu übermitteln Sie uns bei Anmeldung bitte Ihre exakten Passdaten
und senden uns eine Kopie des Passes zu. Sollte in Ihrem Pass ein Eintrag von
Israel sein, bitten wir Sie, einen Ersatzpass zu besorgen. Die Visagebühr von
30 Euro werden wir auf Ihrer Rechnung berücksichtigen und wiederum an die zuständigen
Behörden abführen.
Hinweis: Eine deutliche Erleichterung der Formalitäten ist im Sommer 2009 in
Kraft getreten. Die libyschen Einreisebehörden verlangen seither KEINE Passübersetzung
ins Arabische mehr.
Impfungen
Es bestehen keine Impfvorschriften. Empfohlen werden: Hepatitis A und B, Tetanus,
Polio. Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen
Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer
des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900 / 1234-999 (ca. 1,98 € pro Minute)
oder unter www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise
Durch organisatorische Schwierigkeiten, schlechtes Wetter, ungünstige Straßenverhältnisse,
Flugverspätungen und Flugausfälle sowie sonstige, nicht vorhersehbare Ereignisse
kann es bei dieser Reise zu Routenänderungen und/oder Programmumstellungen kommen.
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihres Reiseleiters/Ihrer Reiseleiterin, sämtliche
Programmpunkte zu erreichen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung
können wir jedoch nicht geben. Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise des
Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de. Wenn Sie Fragen zur Sicherheitslage
in Libyen haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir kennen das Land und die
Begebenheiten sehr gut und arbeiten seit vielen Jahren mit zuverlässigen Partnern
vor Ort.
Klima
Im Landesinneren von Libyen herrscht typisches Wüstenklima, das durch große Temperaturschwankungen
zwischen Tag und Nacht gekennzeichnet ist. Tagsüber typisch sind durchschnittlich
ca. 25-30° C (ohne weiteres kann das Thermometer aber auch auf 35°C klettern)
und nachts in den wärmeren Monaten ca. 05-10°C. Angenehm ist, dass eine trockene
Hitze herrscht. In den milden Wintermonaten Dezember-Januar beträgt die Durchschnittstemperatur
tagsüber ca. 18-25° C. Nachts können die Temperatur dann bis unter den Gefrierpunkt
sinken. Hitzeverträglichkeit und ein gesunder Kreislauf sind notwendig. Bitte
bedenken Sie, dass in Tripoli und Umgebung die Temperaturen niedriger sind als
in der Wüste und typisches Mittelmeerklima herrscht.
Ausrüstung
Sie benötigen leichte, atmungsaktive Kleidung für tagsüber ebenso wie warme Kleidung
für die kühlen Abende und in den Wintermonaten kalten Nächte. Für die kleinen
Wanderungen empfehlen wir strapazierfähige, feste Sportschuhe; wichtig sind zudem
Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Bitte denken Sie daran,
dass Sie sich in einem islamischen Land befinden und vermeiden Sie im Hinblick
auf die Landessitten freizügige Kleidung (Schultern bedeckt, keine weiten Ausschnitte
am T-Shirt, keine Bermudas, vor allem bei Frauen). Eine Ausrüstungs-Checkliste
für die Reise senden wir Ihnen nach der Anmeldung gerne zu.
Mindestteilnehmerzahl 9 Personen
Höchstteilnehmerzahl 16 Personen
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