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Land: Libyen
Termin: 09.10.2010 - 23.10.2010
- 6 Tage Kamel-Trekking durch den Akakus
- Wunderwelt Tassili Maridet – Wald aus Stein und Fels
- Abstecher zu den Mandara-Seen im Erg Ubari
- Altstadt von Tripolis und Ausgrabungen von Leptis Magna
- Linienflug mit Lufthansa
Diese Tour ist für Wüstenliebhaber gedacht, die wenig fahren wollen und statt
dessen die Sahara zu Fuß sowie mit dem Kamel erkunden möchten. Oder für Libyen-Fans,
die intensiv im Akakus wandern und dabei neue Regionen kennen lernen wollen. Dass
eine Reise dieser Art trotz oder gerade aufgrund des Trekkings und dem Übernachten
in der Wüste zu den erholsamsten Reisen gehört, ist eine Erfahrung, die auch als
Wüsten-Virus bezeichnet wird. Wir möchten Sie warnen! Hat er einen erwischt, wird
man ihn meist nicht mehr los.
Im Akakus-Nationalpark treffen Sie Ihre Tuareg-Begleiter für die nächsten Tage.
Sie reiten und wandern durch Wadis, bizarre Felslandschaften, sehen Inselbergformationen
und Sanddünen. Auf alten Karawanenrouten und vorbei an prähistorischen Felsbildern
überschreiten Sie einen kleinen Gebirgspass im Akakus und halten auf den Kafichenoun
zu, den Geisterberg. Am Fuß hoher Sanddünen – vielleicht der höchsten von Libyen
– endet Ihr Kameltrekking.
Im zweiten Teil der Reise durchqueren Sie per Geländewagen das Tassili Maridet,
eine Wunderwelt aus Felsnadeln, -türmen und Sand. Zu Fuß erkunden Sie dieses Labyrinth
und genießen das Schauspiel des Sonnenuntergangs. In einen Ozean aus Sand tauchen
Sie ein auf dem Weg zu den Mandara-Seen. Sie liegen eingebettet in bildschöner
Dünenlandschaft und sind ein idealer Platz für eine letzte Nacht in der Sahara.
An Libyens Mittelmeerküste besichtigen Sie die römischen Ausgrabungen von Leptis
Magna und die Altstadt von Tripolis.
Tourverlauf
1. Tag Anreise direkt nach Libyen - Tripolis
Linienflug mit Lufthansa von Frankfurt nach Tripolis. Anschlussflüge ab/bis Deutschland
kostenlos, Österreich und Schweiz auf Anfrage und nach Verfügbarkeit. Ermäßigte
Hauser Bahnfahrkarte innerhalb Deutschlands möglich. Bitte bei Anmeldung Abfahrtsbahnhof
und ggf. Besitz einer Bahncard nennen.
Je nach Ankunftszeit (diese variiert je nach Flugtermin bei Lufthansa) besuchen
wir nachmittags Tripolis. Vorbei am Marc-Aurel-Bogen aus römischer Zeit erreichen
wir durch schmale Gassen den Suq (= Bazar) und können von einem Straßencafé aus
das Treiben beobachten. Sollte dies aus flugtechnischen Gründen heute nicht mehr
möglich sein, versuchen wir dies am Ende der Reise zu einzubauen. Diesen Punkt
müssen wir daher etwas flexibel halten.
Übernachtung im Hotel [A]
2. Tag Leptis Magna - UNESCO Weltkulturerbe
Wir fahren von Tripolis über die Küstenstraße entlang dem Mittelmeer zum etwa
120 km entfernten Leptis Magna. Die archäologische Stätte wurde zu Recht als UNESCO
Weltkulturerbe bewertet, denn es zählt zu den großartigsten Ausgrabungen des Römischen
Reiches. Ursprünglich um 800 v.Chr. von den Phöniziern als kleiner Handelshafen
gegründet, wurde Leptis unter der Herrschaft der Karthager stark erweitert, bis
es unter den Römern seine Blütezeit erlebte. Um das Jahr 200 wurde Leptis Magna
unter Kaiser Septimus Severus Hauptstadt der römischen Provinz "Africa Tripolitania".
Entsprechend der bewegten Geschichte findet sich auf dem Ausgrabungsgelände eine
interessante architektonische Mischung. Hadriansbäder, Nymphäum, das Forum des
Septimus Severus, verschiedene Tempelruinen und christliche Basiliken; sogar marmorne
Verkaufstheken der Fischhändler sind noch auf dem Marktplatz vorhanden. Wir besichtigen
die Ausgrabungen und das Amphitheater.
Am späteren Nachmittag Rückfahrt nach Tripolis und gegen Abend Flug nach Sebha,
dem Zentrum des Fezzan.
Unterkunft im Hotel [FMA]
3. Tag Sebha - Al Awaynat - Akakus
Heute erwartet uns ein langer Fahrtag, allerdings auf gut ausgebauter Teerstraße.
Wir fahren zunächst durch ein fruchtbares Wadi, kommen durch den Ort Ubari und
erreichen am Nachmittag die Kleinstadt Al Awaynat. Von dort führt eine Piste hinein
in die nordöstlichen Ausläufer des Akakus-Gebirges. Hier treffen wir auch auf
unsere Tuareg-Begleiter, stolze Männer der Wüste mit ihren Reitkamelen. In der
Nähe eines markanten fingerförmigen Felsens, der auf einem Felssockel steht und
weit in den Himmel ragt, bauen wir erstmals unsere Zelte auf. Im Abendlicht sieht
man die in verschiedenen Farbabstufungen hintereinander liegenden Bergketten des
Akakus. Zu diesem Zeitpunkt können wir lediglich ahnen, welch gigantische Ausmaße
dieses Massiv haben muss. Die wahren Dimensionen werden uns erst beim Wandern
und tieferen Eindringen in den Akakus bewusst.
Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Beginn Kameltrekking im Akakus
Sobald wir und unsere Reitkamele startklar sind, beginnt das Abenteuer "Kameltrekking".
Am ersten Tag empfiehlt es sich noch, im Wechsel zu reiten und zu Fuß zu gehen.
Das Sitzen auf dem „Tarek", dem typischen Sattel der Tuareg, gehört zu den „bequemeren"
Reitarten auf einem Dromedar und schon bald finden wir immer mehr Gefallen daran,
passen uns dem gemächlichen Rhythmus der Wüstenschiffe an und betrachten die Landschaft
vom Kamelrücken aus. Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, ob er
lieber mehr gehen oder reiten möchte. Die Route führt über kleinere Sandebenen
und zwischen Felsformationen hindurch. Unterwegs sehen wir die ersten prähistorischen
Felsbilder, für die das Akakus-Gebirge berühmt ist. Sie sind Zeugnisse aus einer
Zeit, als in der Sahara aufgrund feuchterer klimatischer Verhältnisse noch günstigere
Lebensbedingungen herrschten. Nach einer längeren Rast im Schatten ziehen wir
nachmittags weiter und erreichen unser Lager in der Nähe einer bizarren Felsengruppe.
Übernachtung im Zelt [FMA]
5. Tag Kameltrekking - Täler und Dünen im Akakus
Nach dem Frühstück steigen wir zunächst zu einem Aussichtspunkt auf, von dem
wir einen atemberaubenden Blick auf eine zerklüftete Felslandschaft genießen können.
Anschließend ziehen wir mit unseren Kamelen hinüber in das weite Wadi Tahwine,
das von felsdurchsetzten Dünenrücken sowie einer höheren Bergkette gesäumt ist.
Nachmittags führt der Weg durch ein Seitental an den Rand des Wadi Awiss. Am Fuße
einer großen, im Abendlicht rötlich scheinenden Düne stellen wir unsere Zelte
auf. Vom Dünenkamm bieten sich spektakuläre Ausblicke in die verschiedenen Talsysteme
und von Inselbergen durchzogene Sandebenen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Kameltrekking - Felsbögen und Gravuren im Akakus
Morgens unternehmen wir eine kleine Wanderung zu einer Aussichtsdüne in der Nähe
des Zeltlagers. Vor uns liegt eine im sanften Morgenlicht strahlende Wüstenlandschaft.
Mit den Kamelen gehen wir dann in einem weiten Bogen zunächst wieder an den Ostrand
des Akakus und anschließend über eine sandige Passage in einen weiten Talgrund,
der von kleineren Bergketten umgeben ist. In der Nähe eines Felsens, an dem es
interessante Felszeichnungen zu sehen gibt, legen wir unsere Mittagspause ein.
Nachmittags passieren wir zwei Felsbögen und überqueren eine kleine Kiesebene,
bevor wir in das große Wadi Awiss absteigen. Kurz vor Erreichen unseres Lagerplatzes
kommen wir an einer Felswand mit Felsgravuren vorbei. Es ist beeindruckend, in
welcher Vielfalt schon vor Tausenden von Jahren die Bewohner der Sahara ihre wichtigsten
Lebensinhalte in Stein gefasst haben. Gelangt man dann bei Wanderungen an abgelegene
Stellen, wo sich schon vor 5.000 bis 10.000 Jahren Menschen verewigt haben, erscheint
einem die Vorgeschichte hautnah.
Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Kameltrekking - Felsformationen im Akakus
Heute morgen unternehmen wir eine etwa 4-stündige Rundwanderung durch das Wadi
Awiss und seine weitläufigen Randbereiche - den Kamelen sei vormittags eine Pause
gegönnt. Wir aber wandern zwischen Dünen und bizarr geformten Felsformationen
(Felsbrücken, Kegelberge, Löcher in Felswänden!), queren dann den weiten Wadiboden
und erreichen den größten Abri des Akakus, eine von überhängenden Felswänden eingerahmte
Schlucht. Hier hat der italienische Felsbildforscher Fabrizio Mori Grabungen durchgeführt.
Vorbei an etlichen Felsbildfundstellen kehren wir zu unserem Lagerplatz zurück.
Nachmittags folgen wir dem nun immer enger werdenden Wadi Awiss aufwärts, bis
wir am Rande einer Kiesebene, die sich zu den hohen Randbergen des Akakus hin
erstreckt, unsere Zelte aufbauen. Vielleicht können wir abends zusehen, wie sich
unsere Tuareg-Begleiter ihr traditionelles Wüstenbrot, die Taguila, im Sand backen.
Bald werden sich die dunklen Konturen der Felsformationen gegen den noch leicht
verfärbten Wüstenhimmel abzeichnen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
8. Tag Kameltrekking - Passüberschreitung im Akakus Gebirge
Einem alten Karawanenweg folgend überschreiten wir den 1.050 m hohen Akbar Pass,
der einen der wenigen Übergänge über das nach Westen hin zumeist steil abfallende
Akakus-Gebirge darstellt und nur zu Fuß zu überqueren ist. Über diese Passage
müssen auch die Kamele separat und ohne Last geführt werden. Es sind etwa 250
m Auf- und 350 m Abstieg auf felsigem Weg zu gehen. Auf dem Pass haben wir ein
wirkliches Bergerlebnis! Unter uns liegen weit verzweigte Bergketten. Welch schöne
Wüstenlandschaften sich dazwischen verbergen, kann am besten ermessen, wer die
Täler durchwandert hat. Nach dem Abstieg in eine Art Mondlandschaft und einem
weiteren kleinen Aufstieg reiten wir über ein weites Hochplateau. Durch ein sandiges
Trockental führt die Route am Nachmittag abwärts, bis wir um einen Bergrücken
biegen und sich uns plötzlich der erste Blick auf den Kafichenoun eröffnet. Viele
Sagen ranken sich um diesen mystischen "Geisterberg der Tuareg" - in einem Roman
des libyschen Schriftstellers Al-Koni taucht er auch unter dem Namen Indenan auf.
Im Gegenlicht wirken abends die Umrisse des Berges wie eine gigantische Festungsanlage
mit Wachtürmen und Burgen. Unweit davon entfernt erkennen wir unser morgiges Ziel.
Aufstieg: 350m; Abstieg: 350m; Übernachtung im Zelt [FMA]
9. Tag Kameltrekking – Geisterberg Kafichenoun und höchste Dünen
Die letzte Etappe führt durch das weite Wadi Tanezrouft entlang der hoch aufragenden
Steilabstürze des Akakus und Sanddünen zum Geisterberg Kafichenoun. Die Tuareg
glauben, dass auf seinem Gipfel und in Höhlen die Djinnen wohnen, die Geister
der Wüste. Der berühmte Afrika-Forscher Heinrich Barth bekam den Verdruss der
Geister zu spüren, als er im Juli 1850 den Berg erforschen wollte. Die Tuareg
warnten ihn und wollten ihn nicht dorthin führen, er aber wagte die Erkundung
alleine und verirrte sich dabei, verdurstete fast und wurde in letzter Minute
von seinen Tuareg-Begleitern gerettet. Bevor wir unser Trekkingziel erreichen,
erwartet uns eine besondere Wohltat: Im weiten Wadiboden stehen zwei einfache,
kleine Badehäuschen, in die das Wasser einer warmen, schwefelhaltigen Quelle geleitet
wird. Auch Einheimische nutzen die Quelle für Heilbäder. Hier können wir den Sand
und Staub der vergangenen Tage abwaschen. Und dann ist es nur noch ein kurzes
Stück zu unserem Lager am Fuße bis zu 400 m hoher Dünen!! Hier haben wir Zeit,
uns eine einsame Dünenkante in einem Ozean aus Sand zu suchen und den Blick über
die Sahara schweifen zu lassen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
10. Tag Ghat, Stadt der Tuareg und Felsenlabyrinth Tassili Maridet
Nachdem wir uns von unseren Tuareg-Begleitern und den Kamelen verabschiedet haben,
steigen wir auf Geländefahrzeuge um. Wir fahren nach Ghat, der einzigen größeren
Oase der Region und wichtiges Handelszentrum der Tuareg. An ein Labyrinth erinnern
uns die leeren Gassen der verlassenen Altstadt mit den ineinander verschachtelten,
teilweise eingefallenen Lehmhäusern. In Ghat lebt heute der Großteil der regionalen
Tuareg-Bevölkerung, die Gegend ist jedoch bereits seit Jahrtausenden besiedelt
und seit Jahrhunderten Durchgangsstation der Karawanen der Sahara.
Nach einer kurzen Besichtigung führt unser Weg mit den Jeeps in das Tassili Maridet.
Wir passieren enge Dünenketten und erreichen schon bald das Tassili Maridet. Unzählige
Felstürme und -nadeln wachsen hier förmlich aus dem goldgelben Sand, man fühlt
sich stellenweise wie in einem Wald aus Stein. Inmitten dieser Traumlandschaft
bauen wir unsere Zelte auf, unternehmen einen ersten Erkundungsspaziergang und
genießen einen unvergesslichen Sonnenuntergang.
Übernachtung im Zelt [FMA]
11. Tag Tassili Maridet - Gravuren in Arramnudaden
Das Tassili Maridet - wie auch das Akakus - sind geologisch gesehen die Fortsetzung
des Tassili-Gebietes auf algerischer Seite. Vormittags unternehmen wir eine etwa
3-stündige Rundwanderung durch diesen „Zauberwald". Aufgrund des sehr unübersichtlichen
Geländes ist dies nur in der Gruppe möglich. Sicherlich ist dieses von Wind und
Sand gesägte Steinlabyrinth aus unzähligen Felsnadeln und -türmen einer der Höhepunkte
der Reise.
Es folgt eine fahrtechnisch etwas anspruchsvolle Passage über ein Plateau, bevor
wir Felsüberhänge (Abris) ansteuern, an denen wir bis zu zwei Meter große Gravuren
besichtigen können. Giraffen, Elefanten und Rinder sind von prähistorischen Künstlern
in feinster Qualität geschaffen und bis heute gut erhalten. Nach der Mittagspause
fahren wir zunächst weiter nach Regaya, einer größeren Felsengruppe, wo es einen
großen Felsbogen zu bestaunen gibt. Und dann ist es nur noch ein kurzes Stück
bis Arramnudaden, einer Mischung aus erodierten Felsformationen und Sanddünen
- ein wirklich schöner Lagerplatz.
Übernachtung im Zelt [FMA]
12. Tag Dünenmeer des Erg Ubari
Wir unternehmen eine Morgenwanderung und fahren danach weiter über eine weitläufige
Regebene (Kies-, Kieselwüste) und anschließend entlang prächtiger „Bilderbuchdünen".
Nach der Mittagspause erreichen wir schließlich die Hauptstraße nach Al Awaynat.
Hier schließt sich unser Kreis. In einem Camp haben wir die Gelegenheit, nach
so langer Zeit wieder einmal zu duschen. Nach einer kurzen Fahrt auf der Teerstraße
biegen wir ab zu einer Gruppe rötlicher Sanddünen, in der wir heute übernachten
werden.
Übernachtung im Zelt [FMA]
13. Tag Mandara-Seen
Auf der Teerstraße fahren wir bis Terkiba, dem „Eingangstor" zu den Mandara-Seen
und bald geht es in spannender Dünenfahrt zunächst zum Mandara-See, dem Namensgeber
für eine Gruppe von einst bis zu 15 Seen. Einige davon sind nur manchmal mit Wasser
gefüllt, trocknen zeitweise wieder aus, um dann aus bisher nicht geklärten Gründen
wieder vollzulaufen. Bei den Gewässern handelt es sich eventuell um Reste des
riesigen Binnensees, der vor ca. 400.000 Jahren das heutige Saharabecken nahezu
ausfüllte. Als nächstes besuchen wir den Umm el Maa, einen von Palmen und Schilf
gesäumten See, der wie eine blaue Perle inmitten der Dünenlandschaft des Erg Ubari
liegt. In seiner Nähe schlagen wir zum letzten Mal unsere Zelte auf.
Übernachtung im Zelt [FMA]
14. Tag Mandara-Seen – Sebha - Tripolis
Morgens besuchen wir den kleinen Maflu-See und erreichen schließlich den Gabroon-See,
den größten der Mandara-Seen, der nach Süden von einer gewaltigen Sanddüne begrenzt
wird. Hier machen wir unsere Mittagspause und können die Zeit zu einer kleinen
Dünenwanderung oder zu einem Bad in dem salzhaltigen Wasser nutzen. Auf der Wasseroberfläche
spiegeln sich die hohen Dünen und die Palmen des Ufers - ein wirklich außergewöhnliches
Bild! Nachmittags fahren wir nach Sebha zurück, nehmen Abschied von unseren Begleitern
und fliegen am späten Abend nach Tripolis zurück.
Übernachtung im Hotel [FMA]
15. Tag Tripolis und Heimflug
Heute morgen besichtigen wir das im Zentrum liegende Nationalmuseum von Tripolis.
Je nach Abflugszeit der Lufthansa (diese varriert je nach Reisetermin) werden
wir zum Flughafen gebracht und treten unseren Heimflug direkt nach Frankfurt an.
Ankunft in der Regel nachmittags oder spätnachmittags.[F]
Leistungen
- Linienflug mit Lufthansa Frankfurt – Tripolis – Frankfurt, innerdeutsche Anschlussflüge
kostenlos und nach Verfügbarkeit, Österreich und Schweiz gegen Aufpreis und jeweils
nach Verfügbarkeit
- Übernachtungen in Zelten und Hotels; Vollpension
- Inlandsflüge mit Buraq Air oder Libyan Airlines, Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in, örtliche Führer, ein Reitkamel pro Person
- Eintrittsgebühren; unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Visagebühren (Euro 30,- Stand 09/09);
- Trinkgelder (ca 80-90 Euro),
- Getränke,
- Hauser-Bahnanreise auf Wunsch und gegen Aufpreis,
- individuelle Ausflüge sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- evtl. nach Katalogdruck neu erhobene Kerosinzuschläge der Fluggesellschaften.
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Das Reiten auf den Kamelen erfolgt im Stil der Tuareg, d.h. Sie tragen keine
Schuhe (nur Socken) und stützen sich mit den Füßen am Hals des Kamels ab. Schuhe
und Tagesrucksack werden am Sattel (Tarek) befestigt. Die durchschnittliche tägliche
Reitdauer (oder Wanderzeit) beträgt etwa 6 Stunden, unterbrochen von entsprechenden
Pausen, wobei der längere Teil am Vormittag zurückgelegt wird. Während des ersten
Tages wird diese Fortbewegungsform und vor allem das Sitzen auf dem Kamelsattel
ungewohnt sein. Selbstverständlich haben Sie jederzeit die Möglichkeit, Strecken
zu Fuß zurückzulegen. Das Gelände ist meist eben mit nur kleineren Auf- und Abstiegen
und führt in der Hauptsache über Sand- und Kiesebenen.
Das Gepäck wird während des Kameltrekkings von einem Begleitfahrzeug befördert,
welches tagsüber Fahrstrecken fern von der Gruppe wählt.
Mit Ausnahme des zweiten Tages sind die Fahrstrecken für Wüstenverhältnisse eher
kurz und werden durch Stopps an interessanten Plätzen unterbrochen. Die Route
verläuft über Asphaltstraßen und Pisten, aber auch durch raues, pistenloses Gelände
sowie durch Dünen. Als Fahrzeuge stehen ab Sebha wüstentaugliche Geländewagen
(meist Toyota Landcruiser o.ä.) zur Verfügung (in der Regel Besetzung mit max.
4 Teilnehmern). Wir weisen darauf hin, dass Wüstenfahrten für Personen mit Bandscheibenproblemen
zwar beschwerlich sein können, bei dieser Reise für Wüstenverhältnisse aber relativ
wenig gefahren wird. Mit dem Kamelreiten haben selbst Teilnehmer mit Rückenbeschwerden
sehr gute Erfahrungen gemacht.
Während der Übernachtungen in Tripolis sowie in Sebha sind Sie in Hotels untergebracht.
Ansonsten übernachten Sie an landschaftlich schön gewählten Lagerplätzen in 2-Personen-Zelten.
Im Reisepreis ist volle Verpflegung eingeschlossen. Morgens gibt es Tee oder
Kaffee, Brot, Margarine, Marmelade und Schmelzkäse. Wegen der Hitze wird mittags
eine kalte Mahlzeit gereicht; es gibt wohlschmeckende Salate (mit Reis, Hülsenfrüchten,
Tomaten, Gurken, Oliven u.ä.) sowie ab und zu Käse oder Thunfisch dazu. Am Abend
wird eine warme Hauptmahlzeit zubereitet (Nudel- oder Reisgerichte, meist mit
Gemüse, selten mit Fleisch). Bitte stellen Sie während der Wüstentour keine hohen
Ansprüche an die Vielfalt der Verpflegung und bringen Sie Verständnis auf, wenn
die Mahlzeiten etwas einseitig ausfallen. Trinkwasser wird in Kanistern mitgeführt.
Selbstverständlich ist es ein Gesetz der Wüste, dass mit Gebrauchswasser sehr
sparsam umgegangen werden muss. Während der Wüstentour gibt es voraussichtlich
zweimal die Möglichkeit, unterwegs zu duschen. Anpassung an einfache Verhältnisse
sowie Mithilfe beim Zeltauf- und Abbau sollten allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen
selbstverständlich sein.
Einreisebestimmungen
Das Visum für diese Reise besorgen wir anhand Ihrer Passdaten über das Libysche
Ministerium. Dazu übermitteln Sie uns bei Anmeldung bitte Ihre exakten Passdaten
und senden uns eine Kopie des Passes zu. Sollte in Ihrem Pass ein Eintrag von
Israel sein, bitten wir Sie, einen Ersatzpass zu besorgen. Die Visagebühr von
30 Euro werden wir auf Ihrer Rechnung berücksichtigen und wiederum an die zuständigen
Behörden abführen.
Hinweis: Eine deutliche Erleichterung der Formalitäten ist im Sommer 2009 in
Kraft getreten. Die libyschen Einreisebehörden verlangen seither KEINE Passübersetzung
ins Arabische mehr.
Imfpungen
Es bestehen keine Impfvorschriften. Empfohlen werden: Hepatitis A und B, Tetanus,
Polio. Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen
Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer
des Reisemedizinischen Zentrums, TTel. 0900 / 1234-999 (ca. 1,98 € pro Minute)
oder unter www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise
Durch organisatorische Schwierigkeiten, schlechtes Wetter, ungünstige Straßenverhältnisse,
Flugverspätungen und Flugausfälle sowie sonstige, nicht vorhersehbare Ereignisse
kann es bei dieser Reise zu Routenänderungen und/oder Programmumstellungen kommen.
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihres Reiseleiters/Ihrer Reiseleiterin, sämtliche
Programmpunkte zu erreichen. Eine Garantie für die exakte Einhaltung dieser Ausschreibung
können wir jedoch nicht geben. Bitte beachten Sie die Sicherheitshinweise des
Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de. Wenn Sie Fragen zur Sicherheitslage
in Libyen haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir kennen das Land und die
Begebenheiten sehr gut und arbeiten seit vielen Jahren mit zuverlässigen Partnern
vor Ort.
Klima
Im Landesinneren von Libyen herrscht typisches Wüstenklima, das durch große Temperaturschwankungen
zwischen Tag und Nacht gekennzeichnet ist. Tagsüber typisch sind durchschnittlich
ca. 25-30° C (ohne weiteres kann das Thermometer aber auch auf 35°C klettern)
und nachts in den wärmeren Monaten ca. 08-10°C. Angenehm ist, dass eine trockene
Hitze herrscht. In den Wintermonaten Dezember-Februar beträgt die Durchschnittstemperatur
tagsüber ca. 18-25° C. Nachts können die Temperatur dann bis unter den Gefrierpunkt
sinken. Hitzeverträglichkeit und ein gesunder Kreislauf sind notwendig. Bitte
bedenken Sie, dass in Tripoli und Umgebung die Temperaturen niedriger sind als
in der Wüste und typisches Mittelmeerklima herrscht.
Ausrüstung
Sie benötigen leichte, atmungsaktive Kleidung für tagsüber ebenso wie warme Kleidung
für die kühlen Abende und in den Wintermonaten kalten Nächte. Für die kleinen
Wanderungen empfehlen wir strapazierfähige, feste Sportschuhe; wichtig sind zudem
Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor. Bitte denken Sie daran,
dass Sie sich in einem islamischen Land befinden und vermeiden Sie im Hinblick
auf die Landessitten freizügige Kleidung (Schultern bedeckt, keine weiten Ausschnitte
am T-Shirt, keine Bermudas, vor allem bei Frauen). Eine Ausrüstungs-Checkliste
für die Reise senden wir Ihnen nach der Anmeldung gerne zu.
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 15 Personen
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