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Land: Marokko
Termin: 10.10.2010 - 23.10.2010

- 4 Tage Trekking im Dünenmeer bei Merzouga
- UNESCO-Weltkulturerbe: Königsstädte Rabat, Fès, Meknes und Marrakech
- Todra- und Dadès-Schlucht
- Straße der 1.000 Kasbahs
- Fahrt über die Pässe des Hohen Atlas
Inmitten der engen Gassen klopft der Schmied, Hufe beladener Esel klappern auf
dem Stein, Händler beschließen den Kauf mit Handschlag und aus vollen Säcken quellen
Kardamom und Tee. In der Medina von Fès pulsiert das Leben wie schon vor Jahrhunderten.
Den kulturellen Rahmen Ihrer Reise bilden neben Volubilis die Königsstädte Rabat,
Fès, Meknes und Marrakech. Sie schmücken sich mit einer Fülle an Palästen und
Koranschulen - an orientalischer Pracht kaum zu überbieten!
Durch duftende Zedernwälder, Wüstensteppe und die Ausläufer des Hohen Atlas erreichen
Sie riesige Palmenoasen-Gebiete. Sie vervollständigen nicht nur die landschaftliche
Vielfalt sondern verstärken den Kontrast zur Sahara. Für vier Tage betreten Sie
die "wahre" Wüste und tauchen in das Erg Chebbi ein, das größte und höchste Dünenmeer
Marokkos! Auf und ab geht es mit Lastkamelen im Stile der Karawanen durch die
Welt hoher, goldgelber Sanddünen.
Außer der legendären Straße der 1.000 Kasbahs und befestigten Wehrdörfern aus
Stampflehm entdecken Sie beim Wandern die imposante Schlucht des Dadès. Über den
höchsten Straßenpass Marokkos, den 2.260 m hohen Tizi-n-Tichka, reisen Sie in
das rote Labyrinth der Medina von Marrakech – Perle des Orients.
Tourverlauf
1. Tag Flug nach Casablanca und Fahrt nach Rabat
Nachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca. Ermäßigte
Hauser-Bahnfahrkarte innerhalb Deutschlands möglich (Bitte teilen Sie uns bei
der Anmeldung den Abfahrtsbahnhof mit und ob Sie eine Bahncard besitzen!).
Ankunft und Empfang durch den örtlichen Begleiter und ca. 100 km Busfahrt über
die Küstenstraße zur Königsstadt Rabat. Abendessen im Hotel.
Hotel in Rabat
2. Tag Königsstädte Rabat und Meknes, römisches Volubilis
Der Königspalast, die Kasbah des Oudaias mit ihrem reliefverzierten Tor, der
über 700 Jahre alte Hassan-Turm von Yakoub-el-Mansour und das neue Mausoleum von
Mohammed V. sind die architektonischen Schmuckstücke der am Atlantik gelegenen
Königsstadt Rabat. Nach dem Besuch dieser Sehenswürdigkeiten starten wir in Richtung
Meknes. In dieser Ville Impériale, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt
wurde, sehen wir uns das Bab el Mansour an, für viele das schönste Tor Marokkos.
Dann besuchen wir das Mausoleum von Moulay Ismail, das als einziges Mausoleum
des Landes von Nicht-Moslems betreten werden darf.
Zur Zeit von Sultan Moulay Ismail (17. Jh.) stieg Meknes zur Landeshauptstadt
auf und erlebte eine Blütezeit. Moscheen und Basare, aber auch Prunkbauten, wie
der von gewaltigen Befestigungsmauern umgebene Palast Dar Kebira, erinnern an
diese Periode. Auf der Weiterfahrt nach Fes machen wir einen Abstecher nach Volubilis,
der größten und am besten erhaltenen römischen Ruinenstadt des Landes, die für
ihre hübschen Mosaike bekannt ist und ebenfalls zum Weltkulturerbe zählt. Abends
erreichen wir unser Hotel in Fes.
Hotel in Fes [FMA]
3. Tag Königsstadt Fes
Heute besichtigen wir die älteste der Königsstädte Marokkos, Fes - das Zentrum
des religiösen Lebens des Landes, der Kunst, des Handwerks und der Wissenschaften.
Die Altstadt von Fes, die Medina Fes-el-Bali, gilt als eine der schönsten Städte
der Welt und steht bereits seit über 30 Jahren unter dem Schutz der UNESCO. Die
Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein. Schließen wir einmal die Augen, hören
das Hämmern der Schmiede und riechen den Duft der Gewürze! Da bekommen wir schon
Appetit auf orientalische Küche. Zu Mittag besuchen wir ein typisch marokkanisches
Restaurant in der Altstadt und können die Atmosphäre und das Essen genießen.
Wir bummeln durch die Medina mit ihren verschachtelten Gassen, den Souks (Basaren)
sowie dem Töpfer- und Gerberviertel. Seit Jahrhunderten berühmt sind die Gerberarbeiten
von Fes; das Leder wurde bereits im Mittelalter bis nach Bagdad exportiert.
Die ehemalige Koranschule Medersa Bou Inania ist ein besonders schönes Beispiel
maurischer Baukunst: Feinste Stuckarbeiten, Holzschnitzereien und bunte Fliesen-Mosaiken
zieren die Wände des Innenhofes. Zu sehen sind auch die ehemaligen kleinen Studienzellen.
Inmitten der Gassen des Souks mit ihrem geschäftigen Treiben erhebt sich der
große Komplex der berühmten Moschee und Hochschule Kairaouine - nach El Azhar
in Kairo die älteste Hochschule der islamischen Welt. Sie wurde im 10. Jahrhundert
gegründet. Als Nicht-Muslime können wir durch eines der 14 Tore einen flüchtigen
Blick in den gefliesten Innenhof werfen.
Hotel in Fes [FMA]
4. Tag Vormittag Fes und Fahrt über den Mittleren Atlas nach Midelt
Da Fes mit seiner großen, einzigartigen Medina eine der sehenswertesten Städte
Marokkos ist, steht der heutige Vormittag noch einmal für einen individuellen
Bummel durch die Altstadt zur freien Verfügung. Lassen Sie sich ganz ohne Programm
durch die engen Gassen treiben, beobachten Sie Händler und Handwerker oder besuchen
Sie evtl. die kleinen Geschäfte mit Kunsthandwerk.
Dann bringt uns unser Bus in die nördlichen Ausläufer des Mittleren Atlas und
wir fahren über den 1.660 m hoch gelegenen Wintersportort Ifrane nach Azrou (1.250
m). Bei einem Bummel lernen wir das Städtchen kennen. Es ist das Zentrum der Berber
vom Stamm der Beni Mguild; benannt wurde es nach einem markanten Felsen, auf dem
die Reste einer Kasbah stehen. Auf der Weiterfahrt durch die Forèts des Cèdres,
die berühmten Zedernwälder, können wir mit etwas Glück Berberaffen beobachten.
Schließlich überqueren wir den Straßenpass des Col du Zad (2.178 m) und erreichen
nach rund 205 km Midelt (1.490 m).
Gästehaus in Midelt [FMA]
5. Tag Über den Hohen Atlas und Oasen zu den Dünen von Merzouga
Morgens setzen wir die Fahrt durch die östlichen Ausläufer des Hohen Atlas fort
und passieren den Tizi-n-Talrhemt (1.907 m), bevor es in die Schluchten des Ziz-Flusses
hinabgeht. Unterwegs unternehmen wir eine etwa einstündige Wanderung durch die
Palmenhaine des schönen Ziz-Tales. Der Ziz ist ein Wüstenfluss, entlang seinem
Lauf reihen sich zahlreiche Oasen aneinander. Die Route führt weiter über die
Stadt Errachidia, wo wir eine Mittagsrast einlegen, und durch die Oasenstadt Erfoud
im Herzen des Tafilalet, des größten Dattelpalmen-Oasengebiets des Landes. Endlich
tauchen die großen Dünenfelder auf - mit dem Erg Chebbi breiten sich vor uns die
größten und höchsten Dünenfelder Marokkos aus, die bis zu 170 m Höhe erreichen.
Wir können durch den gelbroten Sand zu einem Aussichtskamm spazieren, um das Farbenspiel
bei Sonnenuntergang von dort zu genießen.
Übernachtung im Zelt [FMA]
6. Tag Beginn des Trekkings: Dünen, Dattelpalmen, Dromedare
Morgens treffen wir unsere Begleitmannschaft mit den Lastkamelen. Sobald unser
Gepäck sowie die Küchen- und Zeltausrüstung auf die Tiere verteilt und festgeschnürt
ist, brechen wir zum viertägigen Trekking auf. Zuerst im Angesicht der Dünenkämme,
dann diese überquerend, wandern wir durch das herrliche Sandmeer, das unendlich
weit erscheint. Es bietet nur sehr wenigen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum.
Da unsere Route meist durch die Dünenfelder führt und sich täglich im Auf- und
Abstieg bis zu 600 Höhenmeter ergeben können, wird kein Jeep als Begleitfahrzeug
eingesetzt. Wir sind nur mit Lastkamelen als Karawane unterwegs. Wer möchte, kann
vorab gegen einen Aufpreis von 100,- Euro ein extra Reitkamel bestellen (bitte
bei Buchung angeben). Die Trekkingroute und die Übernachtungsplätze können, je
nach den Weidemöglichkeiten für unsere Tiere, geringfügig variieren. Nach einer
Wegstrecke von rund 20 km - Mittagspicknick unterwegs - erreichen wir den Lagerplatz
Bou Ighd (gesprochen Bu Ird). Das Abendessen wird im Messezelt oder im Freien
immer erst nach Einbruch der Dunkelheit serviert und auf einer Matte auf dem Boden
sitzend eingenommen - über uns der Sternenhimmel!
Gehzeit: 5-6h; Zelten in den Dünen [FMA]
7. Tag Dünentrekking durch das Erg Chebbi
Weiter südwärts ziehen wir heute meist über die größeren Dünenkämme des Erg Chebbi.
Der Name bedeutet etwa „blonde Dünen", obwohl die Dünen eher rötlich oder orangefarben
sind. Am Fuß der bis zu 170 m hohen Dünen sind einige Fossilien und Mineralien
zu entdecken, die von einem mehrere Millionen Jahre alten Korallenriff stammen.
Sie sind der Beweis dafür, dass sich an dieser Stelle einst ein Ozean befand.
Heute besteht der weite Ozean nur noch aus "Dünenwellen". Mächtig sind die höchsten
Dünen Marokkos und keine gleicht der anderen. Sanfte Linien schwingen sich vom
Boden hinauf zum Dünenkamm. Von seiner höchsten Stelle schweift der Blick in die
Weite der Wüste. Harmonische Formen und Farben machen die Wüste zu einer Landschaft,
die zu Recht viele Liebhaber gewonnen hat. Unsere Zelte bauen wir inmitten der
Wüste auf, wie jeden Tag, und genießen das Farbenspiel in den Abendstunden.
Gehzeit: 5-6h; Zelten in der Wüste [FMA]
8. Tag Dünentrekking bis Hassi Merdani
Wir wandern mit unseren Kamelen und den Beduinen-Begleitern tiefer hinein ins
Herz des Dünenmeeres von Erg Chebbi. Dünen von 150 Metern Höhe bieten einen eindrucksvollen
Anblick. Sie zu besteigen, ist oft sogar eine sportliche Herausforderung. Vom
„Dünengipfel" bietet sich eine wunderbare Aussicht und der Sonnenuntergang wird
zum unvergesslichen Erlebnis.
Gehzeit: 5-6h; Zeltlager am Fuße der Dünen [FMA]
9. Tag Dünentrekking bis zum Erg Znigui
Mit unserer Karawane ziehen wir nordwärts zu den Dünenfeldern des Erg Znigui.
Im Osten erscheinen in der Ferne die Berge von El Bega und die Hamada du Guir,
eine flache Steinwüste. Wir genießen noch einmal die Ruhe und die Weite der Sahara.
Auch unser heutiger Lagerplatz befindet sich in der Nähe von bis zu 150 m hohen
Dünen. Wer möchte, kann noch einmal in den Ozean aus Sand eintauchen, die höchsten
"Sandwellen" erklimmen und sich im immer wärmer strahlenden Abendlicht von der
einzigartigen Stimmung der Wüste verzaubern lassen. Vielleicht fühlen nun auch
Sie sich vom "Wüstenvirus" infiziert und denken bereits daran, die Sahara wieder
zu besuchen. Unser Wüstenabenteuer neigt sich dem Ende zu und wir verabschieden
die Begleitmannschaft mit den Tieren.
Gehzeit: 5-6h; Zeltlager am Fuße der Dünen [FMA]
10. Tag Oasendorf Rissani, Todra-Schlucht und Dadès-Schlucht
In Merzouga werden wir abgeholt und fahren zum Oasendorf Rissani, das uns mit
einem großen und prächtig verzierten Torbogen empfängt. Früher war der Ort sogar
ein bedeutender Karawanenstützpunkt. Elfenbein, Gold und Sklaven wurden gegen
Datteln, Salz und Lederwaren getauscht. Wir besuchen den bunten Marktplatz, der
von rosarot getünchten Lehmhäusern umgeben ist. Auf der Fahrt nach Tinejdad schauen
wir uns die „Foggaras" an, die früher hier üblichen unterirdischen Bewässerungskanäle
mit Erdhügeln um die Schächte. Zum Mittagessen erreichen wir die Großoase von
Tinerhir. Danach unternehmen wir einen Abstecher (20 km) in die Palmenoasen entlang
des Todra-Flusses. Vom Grunde der tief eingeschnittenen Todra-Schlucht aus bestaunen
wir die roten Felsformationen. An der engsten Stelle ist die von einer Straße
erschlossene Schlucht nur gut 10 m breit. Schließlich fahren wir in die herrliche
Dadès-Schlucht und quartieren uns in einer Herberge ein (Gästehaus, Zimmer mit
Dusche/WC).
Gästehaus in der Dadès-Schlucht [FMA]
11. Tag Wanderung in der Dadès-Schlucht und Straße der 1.000 Kasbahs
Morgens unternehmen wir eine kleine Wanderung in der Dadès-Schlucht mit ihren
bizarren Erosionsformen. Weiter fahren wir auf der „Straße der 1.000 Kasbahs".
Typisch für die Stadt Kelaâ M´Gouna sind die ausgedehnten Rosenplantagen; aus
den duftenden Blütenblättern wird Öl für die Parfümherstellung gewonnen. An den
Lehmburgen bei Skoura, die entweder dem Verfall preisgegeben sind oder stilecht
renoviert werden, legen wir Fotostopps ein. Unser Mittagessen nehmen wir in Ouarzazate
zu uns. Nun besichtigen wir die Glaoui-Kasbah von Taourirt, den einstigen Wohnsitz
des Berberfürsten El Glaoui, Pascha von Marrakech. Der Komplex mit der Wehrburg
und dem großen Wehrdorf mit seinen engen Gassen zählt zu den mächtigsten, aus
Stampflehm erbauten Wohnanlagen im Süden des Landes. Abends erreichen wir nach
180 km Fahrt unsere einfache Unterkunft im Kasbah-Stil in Ait Benhaddou.
Kasbah-Hotel in Ait Benhaddou [FMA]
12. Tag Ait Benhaddou und Fahrt über den Hohen Atlas
Zunächst besuchen wir den großen Ksar Ait Benhaddou, das am Hang gebaute, befestigte
Berberdorf, das seit 1987 als Weltkulturerbe unter UNESCO-Schutz steht. Wir durchstreifen
das Labyrinth aus Häusern, Türmen und Gemeinschaftsspeichern. Der teils wieder
aufgebaute Ort gilt als hervorragendes Beispiel südmarokkanischer Architektur.
Sowohl der Ort als auch die ihn umgebende, grandiose Wüstenlandschaft dienten
schon oft als Kulisse für Verfilmungen. Nach einem Picknick überqueren wir den
2.260 m hohen Tizi-n-Tichka, den höchsten befahrbaren Gebirgspass des Landes.
Selbst wenn er als der am besten ausgebaute Pass Marokkos gilt, ist die Fahrt
auf dieser Strecke mit den schmalen Windungen doch aufregend. Vom Pass aus geht
es bergab in die Ebene und weiter nach Marrakech. Im Laufe des Nachmittags erreichen
wir die Stadt. Wer mag, kann sich etwas ausruhen oder bereits einen ersten Bummel
in die Medina, die rosarote Altstadt, unternehmen.
Hotel in Marrakech [FMA]
13. Tag Besichtigung von Marrakech – Orient pur!
Zu Fuß besichtigen wir heute die Medina von Marrakech, die zu Recht seit Jahrzehnten
als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist. Im 12. Jh. entstand eines ihrer wichtigsten
Bauwerke, die Koutoubia-Moschee mit dem 77 m hohen Minarett, das als Wahrzeichen
der Stadt gilt. Wir bestaunen das Tor Bab Agnaou, eines der monumentalen Stadttore,
und besuchen die nahe gelegenen, reich ornamentierten Gräber der Sultane der Saadier-Dynastie.
Wir besichtigen den reich mit Mosaiken verzierten Bahia-Palast mit seinem idyllischen
Innenhof. Kleine Gassen mit Werkstätten und Kunsthandwerkläden führen zur Medersa
Ben Youssef. Ein verschwenderisch mit Stuck und Mosaikfliesen verzierter Innenhof
bildet den Mittelpunkt der über 400 Jahre alten Koranschule. Im großen Wasserbecken
spiegelt sich eindrucksvoll die Pracht farbenfroher orientalischer Zierde. Unser
Mittagessen nehmen wir in einem stilvollen Restaurant in der Medina ein.
Der Nachmittag steht uns für individuelle Erkundungen zur Verfügung. (Rückkehr
zum Hotel in Eigenregie, z.B. per Taxi oder zu Fuß). Erleben Sie das bunte orientalische
Treiben in den überdachten Souks und auf dem Djemaa el Fna mit seinen Schlangenbeschwörern,
Märchenerzählern, duftenden Garküchen und verlockenden Obst- und Nuss-Ständen.
Wer das Ganze mehr aus der Ferne betrachten will, ist in einem der Dachterrassen-Cafés
bestens aufgehoben und kann das pulsierende Leben bei einem Thé à la Menthe beobachten.
Besonders schön ist die Stimmung bei Sonnenuntergang. Zum Abschiedsessen treffen
wir uns im Hotel.
Hotel in Marrakech
14. Tag Rückflug nach Frankfurt und Heimreise
Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Flug von Marrakech über Casablanca nach
Frankfurt. Ankunft am frühen Nachmittag und Heimreise.
Möchten Sie Ihren Aufenthalt in Marokko individuell verlängern (z.B. in Marrakech
oder Essaouira), so teilen Sie uns bitte Ihre Wünsche sowie die gewünschten Rückflugdaten
mit. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot!
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Beim Trekking in den Dünenlandschaften des Erg Chebbi sind für die fünf- bis
sechsstündigen Wanderetappen ein gesunder Kreislauf und eine gute Kondition erforderlich.
Pro Wandertag können sich die Auf- und Abstiege in den Dünenfeldern auf 500 bis
600 Höhenmeter summieren. Die Pfade sind am Rande der Dünen teils nur zu erahnen,
teils folgen Sie ausgetretenen Wegen. Das Wandern im lockeren Dünensand kann anstrengend
sein, besonders durch das Einsinken in den Sand bei den Anstiegen. Wem das Auf
und Ab über die Dünenkämme manchmal zu anstrengend ist, der kann streckenweise
auch mit Sichtkontakt in den Dünentälern wandern. Lastkamele übernehmen während
des Trekkings Ihr Hauptgepäck sowie die Küchen- und Zeltausrüstung. Ein Jeep als
Begleitfahrzeug ist auf dieser Route nicht im Einsatz. Stellen Sie sich auf Karawanen-Leben
ein. Schon bald gehört dieses Erlebnis zur Erfahrung Wüste dazu und wird zum selbstverständlichen
Tagesablauf. Morgens werden die Kamele bepackt und Sie wandern mit Ihrem Wanderführer
durch die Dünen. Beim Trekking tragen Sie nur Ihren Tagesrucksack mit dem persönlich
Notwendigen für unterwegs (Pullover/Fleece, Windschutz, Fotoausrüstung, Trinkflasche
etc.). Eine Begleitmannschaft sorgt für Ihr Wohl und ein angenehmes Lagerleben.
Trotzdem bitten wir Sie, bei während des Zeltens anfallenden Arbeiten aktiv und
kameradschaftlich mitzuhelfen (insbesondere beim Auf- und Abbau der Teilnehmerzelte).
Teamgeist trägt wesentlich zum Gelingen dieser Reise bei.
An den Trekkingtagen bereitet Ihre Begleitmannschaft die Mahlzeiten vor: Während
der Mittagsrast picknicken Sie in der Natur; meist wird eine bunte Salatplatte
mit Brot sowie Käse oder Fisch aus der Dose gereicht. Morgens steht Brot, Käse,
Marmelade und Margarine sowie Tee und Kaffee zur Verfügung. Abends bereitet der
Koch im Küchenzelt eine warme Mahlzeit mit ausreichend Suppe und einem Hauptgericht
zu, das abwechselnd aus den Nationalgerichten Tajine und Couscous oder aus Nudeln
mit Beilagen besteht. Zum Abschluss gibt es meist einen Nachtisch und traditionellen
Pfefferminztee. Vor Trekkingbeginn können Sie als Gruppe einen Vorrat an Mineralwasser
einkaufen. Unterwegs treffen Sie zwar auf einige Wasserstellen, welche allerdings
von recht unterschiedlicher Qualität und Quantität sein können. Das Mineralwasser
hat den Vorteil, dass es nicht behandelt werden muss.
Die Busfahrten führen teilweise durch Gebirgs- und Wüstenlandschaften. Die Asphaltstraßen
können nicht mit westeuropäischen Straßen verglichen werden, Schlaglöcher sind
durchaus üblich. In den Städten übernachten Sie in Hotels der Mittelklasse; in
Midelt und in der Dadès-Schlucht sowie zu Beginn des Trekkings in einfachen Gästehäusern
/ Herbergen mit Zweibettzimmern. Während des Trekkings nächtigen Sie 4-mal in
Zwei-Personen-Zelten; wer möchte, kann nachts auch unter freiem Himmel mit Blick
auf das Sternenzelt schlafen.
Die Speisen werden beim Camping - wie im Orient üblich - auf Matten auf dem Boden
sitzend eingenommen. Es steht ein Messezelt im Nomadenstil sowie ein Toilettenzelt
zur Verfügung. Hocker und Klapptische, wie sie z.B. in Nepal üblich sind, sind
in Marokko unüblich.
Marokko ist ein islamisches Land. Rücksichtnahme und Toleranz in Bezug auf die
religiösen Gefühle der Bevölkerung sollten allen Gruppenmitgliedern selbstverständlich
sein. Shorts oder Bermudas (an Frauen und Männer), kurze Röcke und ärmellose Kleidung
sind ebenso wenig angebracht wie tiefe Ausschnitte! Nicht nur bei den Berbern
im Gebirge, sondern auch in den Städten beleidigt freizügige Kleidung das Anstandsgefühl
der Menschen. Beim Fotografieren bitten wir ebenfalls um Zurückhaltung. Die recht
einfache Lebensweise im Land setzt bei allen Mitreisenden Anpassungsfähigkeit
voraus. Wir danken für Ihr Verständnis.
Einreisebestimmungen
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs, Italiens und der
Schweiz ist bei der Einreise nach Marokko kein Visum erforderlich. Der Reisepass
muss noch mindestens 6 Monate ab dem Reisedatum gültig sein. Bitte beachten Sie
die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de.
Imfpungen
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen wird Impfschutz gegen: Hepatitis
A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Ausführliche Informationen erhalten Sie z.B.
bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im
Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900 /
1234-999 (ca. 1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische
Schwierigkeiten, unvorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es während
dieser Reise zu Programmverschiebungen oder -änderungen kommen. Trotz sorgfältiger
Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros können Feiertage oder überraschende
Restaurierungsarbeiten zu unvorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten
führen, dann werden Alternativen geboten. Selbstverständlich werden Ihre Reiseleitung
und unsere Agentur bemüht sein, sämtliche Programmpunkte durchzuführen, für die
exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir aber keine Garantie übernehmen.
Klima
Marokko kann in verschiedene Klimazonen eingeteilt werden: die klimatisch ausgeglichene
Zone der Küstengebiete, die Zone mit kontinentalen Einflüssen im Landesinneren
und die Wüstenzone mit hohen Tagestemperaturen und den manchmal unter den Gefrierpunkt
sinkenden Nachtwerten. Während der ausgeschriebenen Reisetermine herrschen in
Ouarzazate im Monatsmittel Tiefstwerte nachts um 0°C und Höchstwerte mittags um
25°C. In diesem Wüstenbereich fallen jährlich, über alle Monate im Jahr verteilt,
gut 200 mm Regen (während im Atlas-Gebirge bis zu 1.000 mm Niederschlag im Jahr
möglich sind). Südlicher im Bereich um Erfoud liegen die Temperaturwerte etwas
höher und Niederschläge sind noch geringer. Es ist zu beachten, dass das Temperaturgefälle
zwischen Tag und Nacht recht groß ist und es nachts durchaus leichten Frost geben
kann. Die Mittelwerte bei Ouarzazate liegen bei 17-27°C tagsüber bzw. bei 2-10°C
nachts. Um Erfoud ist mit 21-30°C am Tag bzw. mit 4-13°C in der Nacht zu rechnen.
Im gesamten Süden müssen Sie sich auf heißes und trockenes Wüstenklima, vereinzelt
auch auf starken Wind und Regenschauer einstellen. Im Winter kann es auch im Wüstenbereich
tagsüber kühl sein, mal regnen, neblig oder dunstig sein oder ein Sandsturm kann
aufkommen.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Verhältnissen brauchen Sie neben leichten Sommersachen
auch warme Kleidung (Pullover oder Fleece) sowie Wind- und Regenschutz. Knöchelhohe
Trekkingschuhe mit griffiger Profilgummisohle sind erforderlich. Wenn Sie ans
Gehen mit Teleskop-Stöcken gewöhnt sind, nehmen Sie Ihre Tourenstöcke mit. Für
die Aufenthalte an den Lagerplätzen empfehlen wir leichte Sportschuhe und Sandalen.
Außerdem benötigen Sie eine Isolier- oder Thermomatte als Schlafunterlage und
einen guten Schlafsack (Daune oder Kunststoff) mit Komfortbereich bis etwa 0°C.
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 14 Personen
» PDF Reiseinfos Preise: |