» weitere Reisen in Marokko «
Land: Marokko
Termin: 12.09.2010 - 25.09.2010

- 8 Tage anspruchsvolles Zelt-Trekking im Hohen Zentralatlas
- Überschreitung der Gipfelkette des Ighil Mgoun (4.068 m)
- Durchquerung der spektakulären Mgoun-Schlucht bis zum Vallée des Roses
- Ouzoud-Wasserfälle, Dadès-Schlucht und Taourirt-Kasbah
- Marrakech – orientalische Medina, rosarote Gassen und bunte Paläste
Sie wollen eine Atlas-Überschreitung machen, aber von der Strecke her nicht ganz
so lang wie die Hohe Atlas-Durchquerung? Sie reizt eine Trekking-Herausforderung
auf wenig bekannten Routen? Dann ist dies Ihre Reise!
Zu Beginn entdecken Sie die einzigartige Königsstadt Marrakech mit ihren Gauklern,
Märchenerzählern und orientalischen Basaren. Über Ouzoud, dort sind die größten
Wasserfälle des Landes, kommen Sie ins grüne Ait Bouguemez-Tal zum Startpunkt
des Trekkings. Sie wandern über einen 3.500 m hohen Pass und steigen dann im Angesicht
des Mgoun auf eine weite Hochebene. Diese Region bietet mit dem zweithöchsten
Gipfelmassiv Marokkos ein großartiges Erlebnis. An einem anstrengenden Trekkingtag
überschreiten Sie den Mgoun-Gipfel in Richtung Süden und erleben überraschende
Veränderungen in Landschaft und Vegetation. Es folgt das mehrtägige Passieren
der spektakulären Mgoun-Schlucht. Sie ist der Zugang in eine abgeschiedene Atlas-Region,
die nur durch diesen gewaltigen Einschnitt und teils nur durch das Flussbett watend
erreichbar ist. Ufergewächse wie blühender Oleander säumen den Weg, ab und an
tauchen kleine Dörfer mit Häusern aus Stampflehm auf.
Ihr Trekking endet in einem der schönsten Täler, dem von Kasbahs gesäumten „Vallée
des Roses". Sie fahren in ein Nachbartal, wo der Dadès-Fluss in Jahrmillionen
eine imposante Schlucht geschaffen hat. Zuletzt folgen Sie der Straße der 1.000
Kasbahs zur Oasenstadt Ouarzazate und besichtigen die imposante Kasbah und das
Lehmdorf Taourirt.
Tourverlauf
1. Tag Anreise mit Flug nach Marrakech
Nachmittags Linienflug mit Royal Air Maroc von Frankfurt nach Casablanca und
abends weiter nach Marrakech (ermäßigte Hauser Bahnfahrkarte innerhalb Deutschlands
möglich. Bitte bei Anmeldung Abfahrtsbahnhof und ggf. Besitz einer Bahncard nennen!).
Ankunft und Empfang durch die örtliche, Deutsch sprechende Reiseleitung und kurzer
Transfer zu einem Mittelklassehotel in der Neustadt von Marrakech.
Hotel in Marrakech
2. Tag Besichtigung von Marrakech - UNESCO Weltkulturerbe
Heute besichtigen wir zu Fuß die Medina von Marrakech, die zu Recht seit vielen
Jahren UNESCO Weltkulturerbe ist. Im 12. Jh. entstand eines ihrer wichtigsten
Bauwerke, die Koutoubia-Moschee mit dem 77 m hohen Minarett, das als Wahrzeichen
der Stadt gilt. Wir bestaunen das Tor Bab Agnaou als eines der monumentalen Stadttore
und besuchen die nahe gelegenen, reich ornamentierten Sultans-Gräber der Saadier-Dynastie.
Wir besichtigen den reich mit Mosaiken verzierten Bahia-Palast mit seinem idyllischen
Innenhof. Kleine Gassen mit Werkstätten und Kunsthandwerkläden führen zur Medersa
Ben Youssef.
Ein verschwenderisch mit Stuck und Mosaikfließen verzierter Innenhof bildet den
Mittelpunkt der über 400 Jahre alten Koranschule. Im großen Wasserbecken spiegelt
sich eindrucksvoll und farbenfroh die ganze Pracht orientalischer Zierde. Unser
Mittagessen nehmen wir in einem stilvollen Restaurant in der Medina ein. Der Nachmittag
steht und für individuelle Erkundungen zur Verfügung. (Rückkehr
zum Hotel in Eigenregie, z.B. per Taxi oder zu Fuß).
Lassen Sie sich einfangen vom bunten orientalischen Treiben in den überdachten
Souks und auf dem Djemaa el Fna mit seinen Schlangenbeschwörern, Märchenerzählern
und Betreibern von Garküchen, Obst- und Nuss-Ständen. Wer das ganze mehr aus der
Ferne betrachten will, ist bestens und vor allem zum Sonnenuntergang in einem
der Dachterrassen-Cafés aufgehoben, um das pulsierende Leben bei einem Thé à la
Menthe zu verfolgen. Zum Abendessen treffen wir uns wieder im Hotel.
Hotel in Marrakech [FMA]
3. Tag Über die Ouzoud-Wasserfälle nach Idoukalen
Morgens fahren wir im Kleinbus von Marrakech Richtung Hohen Atlas. Unterwegs
machen wir einen Abstecher zu den großen Cascades d´Ouzoud; sie gelten als die
höchsten und schönsten Wasserfälle von Marokko, die in mehreren Stufen über rötlichen
Fels herabrauschen. Zur Mittagspause halten wir in einem einfachen Restaurant
im Städtchen Azilal. Dann geht es weiter zum Dorf Idoukalen(ca. 1.850 m) im grünen
Bouguemez-Tal. Hier nächtigen wir in einer sog. Gite d´Etape, einem familiären
Berberhaus. Um den bepflanzten Innenhof befinden sich mehrere große Schlafräum,
wo wir in Mehrbettzimmern in unserem Schlafsack nächtigen.
Fahrzeit: 5-5,5h; Fahrstrecke: 250km; Berber-Herberge [FMA]
4. Tag Trekking nach Azib n´Ikiss
Wir treffen am Morgen die Begleitmannschaft mit den Mulis und starten zu unserem
achttägigen Zelttrekking. Zu Beginn haben wir eine gemütliche Tagesetappe vor
uns, die uns eine gute Höhenakklimatisation ermöglicht. Von Ait Bouguemez, dem
„glücklichen Tal", das sehr fruchtbar und weit ist, kommen wir durch die ersten
Berberdörfer Ait Said und Arous mit ihren mehreren Hundert Jahre alten Walnussbäumen.
Anschließend geht es hinauf zu den Almen von Azib n'Ikiss. Während der Sommermonate
werden diese von den Familien aus dem Tal bewirtschaftet. Wir übernachten auf
einer Höhe von 2.300 m im Zelt.
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 450m; Zelten bei Azib n`Ikiss [FMA]
5. Tag Über den Tarkeddit-Pass zum gleichnamigen Plateau
Auf einem Maultierpfad geht es in ca. 3 Std. gleichmäßig ansteigend zum Col Tarkeddit
auf 3.500 m hinauf. Vom Pass aus haben wir eine herrliche Sicht auf die Gipfelkette
des Mgoun. Es folgt der Abstieg hinunter zum Plateau Tarkeddit auf 2.900 m Höhe.
Dies ist die Hochebene der sog. Transhumanz, von Nomaden, die aus den Regionen
des Djebel Saghro und den Oasen des Dadès-Tals hier heraufziehen. Die restliche
Zeit dient der Akklimatisation und dem Ausruhen für die morgige Gipfeletappe.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 1200m; Abstieg: 600m; Zelten auf dem Tarkeddit-Plateau
[FMA]
6. Tag Überschreitung des Mgoun-Gipfels
Wir besteigen den zweithöchsten Gipfel Marokkos, den Ighil Mgoun mit 4.068 m.
Der Aufstieg beinhaltet keine technischen Schwierigkeiten, verlangt aber Ausdauer
und Anpassung an die Höhe. An einigen Stellen sind beim Aufstieg im Gipfelbereich
Fossilien zu finden. Nach ca. 5 Std. haben wir den Höhepunkt der Tour erreicht
und genießen die herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge. Da im Gipfelbereich
fast immer Wind herrscht, legen wir je nach Wetterlage eine Gipfelrast ein oder
steigen ein Stück ab, um an geschützter Stelle unser Picknick zu verzehren.
Dann folgt der lange Abstieg. Zunächst geht es über Geröll und Steine, später
wird es ein Fußweg, der uns bis zu unserem Lager am Fuße des Mgoun auf 2.600 m
führt. Bei sehr starken Höhenwinden kann der Gipfel aus Sicherheitsgründen nicht
bestiegen werden.
Hinweis: Der Aufstieg zum Gipfel ist fakultativ, denn es besteht alternativ die
Möglichkeit, mit der Begleitmannschaft und den Mulis in ca. 5 Std. über einen
Pass (ca. 3.700 m) bis zum Lager zu wandern.
Gehzeit: 8-9h; Aufstieg: 1170m; Abstieg: 1470m; Zelten am Fuße des Mgoun [FMA]
7. Tag Abstieg ins Oulilimt-Tal
Wir folgen einem Maultierpfad, der zunächst ein wenig ansteigt und steigen dann
hinab ins Oulilimt-Tal. Hier können wir die wunderschönen erodierten Felsformationen
bestaunen. Das Tal weitet sich und es gibt wieder Wasser in Hülle und Fülle. Wir
kommen vielleicht an Nomadenfamilien vorbei, eine der letzten, die in Grotten
und Felsvorsprüngen leben. Unser Lager liegt in der Nähe der Quelle Ain Aflafal
(ca. 2.300 m).
Gehzeit: 5,5h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 400m; Zelten bei Ain Aflalal [FMA]
8. Tag Durch das Tal von Ouzighimit
Wir folgen dem schönen Tal von Ouzighimit. Es gibt wieder Wasser in Hülle und
Fülle. Unterwegs kommen wir durch schöne Berberdörfer mit Häusern aus Stampflehm.
Weitab vom Fluss, der bei Gewittern und Schneeschmelze stark ansteigen kann, befinden
sich Terrassenkulturen. Beim Dorf Imin Irkt (ca. 2.100 m) schlagen wir unser Lager
auf.
Gehzeit: 5,5h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 400m; Zelten bei Imin Irkt [FMA]
9. Tag Durch die Achaabou-Schlucht nach Tiranimine
Für die Etappe durch die Achaabou-Schlucht sind anstatt der Wanderschuhe Turnschuhe
oder Trekkingsandalen oder sonstige "Wasserschuhe" wichtig. Mehrmals queren wir
den Fluss und bestaunen dabei die fantastischen Felsformationen in der Schlucht
mit über 100 m Höhe. Manchmal ist die Schlucht schmal, aber immer spektakulär!
Das Wasser kann an den schmalen Passagen bis zum Knie oder darüber reichen. Die
Mulis folgen uns ebenfalls durch die Schlucht. Nach dem Passieren der Schlucht
geht es weiter dem Fluss entlang bis zum Dorf Tiranimine (2.000 m).
Gehzeit: 6h; Abstieg: 100m; Zelten bei Tiranimine [FMA]
10. Tag Am Fluss entlang bis Alemdoune
Wir gehen weiter am Fluss entlang. Die Wasserquerungen sind weniger zahlreich
wie am Vortag. Mehrere große Dörfer zeigen an, dass das Tal sehr weit wird und
dichter besiedelt ist. Wir verlassen das Tal und gelangen in eine aride Landschaft
mit Wacholderbäumen. Nun wandern wir hinauf bis zu einem Pass und weiter zum Zeltlager
am Ausgang des Dorfes Alemdoune (ca. 1.750 m).
Gehzeit: 6h; Abstieg: 250m; Zelten bei Alemdoune [FMA]
11. Tag Im Tal der Rosen und Kasbahs nach Tourbiste
Unsere letzte Trekkingetappe führt uns durch die Schluchten des Qati-Flusses
ins schönste Tal im Süden des Hohen Zentralatlas, dem Tal der Rosen und dem Tal
der Kasbahs. Wir durchqueren kleine Schluchten mit Oleanderbüschen und können
die berühmten Kasbahs aus Stampflehm bestaunen, die vom Reichtum der Berber zeugen.
Beim Dorf Tourbiste (ca. 1.500 m) übernachten wir wie zu Beginn des Trekkings
wieder in einer Gite d´Etape (Berberhaus mit Matratzenlager).
Gehzeit: 6,5h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 500m; Berber-Herberge [FMA]
12. Tag Fahrt in die Dadès-Schlucht
Morgens holt uns ein Kleinbus ab und bringt uns in ca. 3 Std. über Kelaa-Mgouna
und Boumalne in die herrlich erodierte Dadès-Schlucht nach Ait Oudinar (ca. 90
km). Gegen Mittag quartieren wir uns in einer netten Herberge (Gästehaus mit Zimmer
mit Dusche/WC) ein, und am Nachmittag unternehmen wir einen Ausflug tiefer in
die Dadès-Schlucht, um die bizarren Erosionsformen zu erleben.
Gästehaus in der Dadès-Schlucht [FMA]
13. Tag Über die Straße der 1.000 Kasbahs nach Ouarzazate
Wir kehren nach Boumalne zurück und sind nun auf der „Straße der 1.000 Kasbahs"
den Dadès flussabwärts bis nach Ouarzazate unterwegs. Typisch für die Stadt Kelaâ
M´Gouna sind die ausgedehnten Rosenplantagen; aus den Blütenblättern wird Öl für
die Parfümherstellung gewonnen. Wir besuchen eine der Lehmburgen bei Skoura, die
entweder dem Verfall preisgegeben sind oder stilecht renoviert werden. Nach rund
150 km Fahrt besichtigen wir am Nachmittag in Ouarzazate (1.160 m) die Glaoui-Kasbah
von Taourirt, den einstigen Wohnsitz des Berberfürsten El Glaoui, Pascha von Marrakech.
Der Komplex mit der Wehrburg und dem großen Wehrdorf mit seinen engen Gassen zählt
zu den mächtigsten, aus Stampflehm erbauten Wohnanlagen im Süden des Landes. Abends
im Hotel freuen wir uns auf das Abschiedsessen im Hotel.
Fahrstrecke: 150km; Hotel in Ouarzazate [FMA]
14. Tag Rückflug nach Frankfurt und Heimreise
Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Flug von Ouarzazate über Casablanca zurück
nach Frankfurt mit Ankunft am frühen Nachmittag und Heimreise.
Möchten Sie Ihren Aufenthalt in Marokko individuell verlängern, so teilen Sie
uns bitte das vorgesehene Leistungsvolumen und die gewünschten Rückflugdaten mit.
Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot !

Leistungen
- Linienflug mit Royal Air Maroc Frankfurt – Casablanca - Marrakech/Ouarzazate
– Casablanca – Frankfurt
- Übernachtungen in Hotels, Herbergen und Zelten; Vollpension
- Transfers und Überlandfahrten
- örtlicher, Deutsch sprechender Reiseleiter, Begleitmannschaft mit Mulis beim
Trekking
- Eintrittsgebühren; unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Getränke (auch Mineralwasser);
- Trinkgelder (ca. 80,- €);
- ggf. innerdeutsche Bahnfahrkarte;
- Zuschlag für Einzelzimmer, Zuschlag für Einzelzelt (+80 €);
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen, sowie Ausgaben persönlicher Art;
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Die Tagesetappen beim Trekking durch den Hohen Zentralatlas liegen bei etwa 5
bis 7 Stunden reiner Gehzeit. Sie sind von jedem geübten Wanderer mit guter Kondition,
Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Ausdauer und Klimaverträglichkeit zu schaffen.
An mehreren Trekkingtagen sind im Auf- oder im Abstieg über 1.000 Höhenmeter zu
bewältigen, an Tag 5 und 6 rund 1.200 m im Aufstieg, an Tag 6 auch rund 1.500
m im Abstieg. Die technisch einfache Überschreitung des Ighil Mgoun (4.068 m Höhe
mit 8-9 Stunden reiner Gehzeit) bietet das erste Trekking-Highlight, das Durchschreiten
der gewaltigen Mgoun-Schlucht teils im Flussbett das zweite. Beim Trekking übernehmen
Tragtiere den Transport Ihres Hauptgepäcks sowie der Küchen- und Zeltausrüstung.
Sie selbst tragen nur das Notwendigste für den Tag in Ihrem Tagesrucksack. Die
Begleitmannschaft sorgt für Ihr Wohl und ein angenehmes Lagerleben. Trotzdem bitten
wir Sie, bei während des Zeltens anfallenden Arbeiten aktiv und kameradschaftlich
mitzuhelfen (insbesondere beim Auf- und Abbau der Teilnehmerzelte). Teamgeist
trägt wesentlich zum Gelingen dieser Reise bei.
An den Trekkingtagen bereitet Ihre Begleitmannschaft die Mahlzeiten vor: Während
der Mittagsrast picknicken Sie in der Natur; meist wird eine bunte Salatplatte
mit Brot sowie Käse oder Fisch aus der Dose gereicht. Morgens steht Brot, Käse,
Marmelade und Margarine sowie Tee und Kaffee zur Verfügung. Abends bereitet der
Koch im Küchenzelt eine warme Mahlzeit mit ausreichend Suppe und einem Hauptgericht
zu, das abwechselnd aus den Nationalgerichten Tajine und Couscous oder aus Nudeln
mit Beilagen besteht. Zum Abschluss gibt es meist einen Nachtisch und traditionellen
Pfefferminztee. Da Sie vor dem Trekking nur einen kleinen Vorrat an Mineralwasser
einkaufen können und es unterwegs nur vereinzelt in Dörfern Mineralwasser und
Softdrinks zu kaufen gibt, müssen Sie ein Wasserentkeimungsmittel (z. B. Micropur
forte) dabei haben, um selbst aus Quellen, Brunnen, Leitungen oder Bächen Ihren
Getränkevorrat für den Tag in Ihre beiden Trinkflaschen abfüllen und desinfizieren
zu können. Dem Koch ist es nicht möglich, für die gesamte Gruppe alles für einen
Tag benötigte Wasser abzukochen. An vielen Lagerplätzen besteht die Möglichkeit,
sich unterhalb der Trinkwasser-Entnahmestelle mit Bach- oder Flusswasser zu waschen.
Die Busfahrten führen teilweise durch Gebirgs- und Wüstenlandschaften. In den
Städten übernachten Sie in Hotels der Mittelklasse, zu Beginn und am Ende des
Trekkings in einer einfachen Gite d´Etapes (Berberhaus mit Schlafräumen) und nach
dem Trekking in einer Auberge (Gästehaus) mit Zweibettzimmern. Während des Trekkings
nächtigen Sie in Zwei-Personen-Zelten (Schaumstoffmatten werden gestellt). Die
Speisen werden beim Camping auf Matten auf dem Boden sitzend, eingenommen. Es
steht ein Messezelt im Nomadenstil sowie auch ein Toilettenzelt zur Verfügung.
Hocker und Klapptische, wie sie z.B. in Nepal üblich sind, sind im Orient unüblich.
Marokko ist ein islamisches Land. Rücksichtnahme und Toleranz in Bezug auf die
religiösen Gefühle der Bevölkerung sollten allen selbstverständlich sein. Shorts
oder Bermudas (für Frauen und Männer), kurze Röcke und ärmellose Kleidung sind
ebenso wenig angebracht wie tiefe Ausschnitte! Nicht nur bei den Berbern im Gebirge,
sondern auch in den Städten beleidigt eine freizügige Kleidung das Anstandsgefühl
der Menschen. Auch beim Fotografieren bitten wir um Zurückhaltung. Die teils recht
einfache Lebensweise im Land setzt bei allen Mitreisenden Anpassungsfähigkeit
voraus. Wir danken für Ihr Verständnis.
Einreisebestimmungen:
Für Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland, aus Österreich, Italien und
der Schweiz ist bei der Einreise nach Marokko kein Visum erforderlich. Der Reisepass
muss noch mindestens 6 Monate ab dem Reisedatum gültig sein. Bitte beachten Sie
die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes unter www.auswaertiges-amt.de.
Impfungen
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben, empfohlen wird Impfschutz gegen: Hepatitis
A, Tetanus, Diphtherie und Polio. Ausführliche Informationen erhalten Sie z.B.
bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über Gesundheitsrisiken im
Ausland unter der Service-Nummer des Reisemedizinischen Zentrums, Tel. 0900 /
1234-999 (ca. 1,98 € pro Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de.
Wichtige Hinweise
Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen, organisatorische
Schwierigkeiten, unvorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es während
dieser Reise zu Programmverschiebungen oder -änderungen kommen. Trotz sorgfältiger
Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros können Feiertage oder überraschende
Restaurierungsarbeiten zu unvorhersehbaren Schließungen von Besichtigungsobjekten
führen, dann werden Alternativen geboten. Selbstverständlich werden Ihre Reiseleitung
und unsere Agentur bemüht sein, sämtliche Programmpunkte durchzuführen, für die
exakte Einhaltung dieser Ausschreibung können wir aber keine Garantie übernehmen.
Klima
Im Landesinneren von Marokko sind Sie in der Zone mit kontinentalen Einflüssen
unterwegs. In Ihrer Reisezeit herrschen in Marrakech im Monatsmittel Tiefstwerte
um 15-20°C und Höchstwerte um 28-33°C. Mit zunehmender Höhe nehmen die Temperaturen
an den Flanken des Hohen Atlas ab. Während es tagsüber angenehm warm sein kann,
fallen die Temperaturen oberhalb 3.000 m nachts manchmal unter den Gefrierpunkt.
Mit Niederschlägen und starken Winden ist zu jeder Jahreszeit zu rechnen. In Marrakech
fallen jährlich etwa 200 mm Regen; im Hohen Atlas sind bis zu 1.000 mm Niederschlag
im Jahr üblich. Bei der Besteigung des Ighil Mgoun im Juni sind eventuell noch
Schneefelder zu queren. Stürmische Winde im Gipfelbereich sind auch bei strahlendem
Sonnenschein möglich.
Ausrüstung
Entsprechend den klimatischen Verhältnissen empfehlen wir neben leichten Sommersachen
für das Trekking auch warme Kleidung (Pullover / Fleece) sowie Wind- und Regenschutz.
Sie brauchen feste Bergschuhe mit guter Profilsohle. Da die Wanderrouten oft über
Geröll oder Schotter und mehrmals durch das Flussbett führen, sind Teleskop-Tourenstöcke
als „Gehhilfe" sehr nützlich. An mehreren Tagen benötigen Sie leichte Sportschuhe
oder Trekkingsandalen für Bach- und Flussquerungen mit knöchel- bis kniehohem
Wasser (hier sind auch Bermudas erlaubt). Diese Schuhe/Sandalen sind auch gut
für die Aufenthalte an den Lagerplätzen zu tragen. Ein guter Schlafsack (Daune
oder Kunststoff) mit Komfortbereich bis minus 5°C sind mitzubringen.
Mindestteilnehmerzahl 8 Personen
Höchstteilnehmerzahl 14 Personen
» PDF Reiseinfos Preise: |