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Land: Namibia
Termin: 04.10.2010 - 23.10.2010
- 2 Tage Trekking im Ai-Ais-Richtersveld Transfrontier Park
- Intensive Erkundung des Kgalagadi Transfrontier Park
- Wanderungen im Augrabies Falls-Nationalpark und im Goegap Nature Reserve
- Besteigung des "1717" in den Tiras-Bergen und der hohen Dünen im Sossusvlei
- Durchführung in persönlicher Kleingruppe von maximal 6 Teilnehmern

Frühstück mit Meerkatzen zwischen Sand, Fluss und Fels – Sie sind in der abwechslungsreichen
Bergwüste des grenzüberschreitenden /Ai/Ais-Richtersveld-Nationalpark unterwegs.
Er ist bekannt als "wilder Nordwesten" Südafrikas. Ein Paradies für Wanderer,
Fotografen, Off-Roader, Zeltliebhaber und Abenteuerfreunde! Sie wandern auf erodierten
Felsen und warten auf die rote Glut, die der Sonnenuntergang auf die golden-schimmernden
Köcherbäume zaubert. Auf den majestätisch hohen Dünen der Namib rinnt der Sand
unter Ihren Füssen, wenn Sie Schritt für Schritt den Dünenkamm erklimmen.
Die Felsen der Tirasberge geben Ihnen einen deutlich besseren Halt beim Besteigen
des "1717". Die rötlich-gelbe Landschaft der Namib liegt unter Ihnen in Ihrer
Weite und Stille. Die Augrabiesfälle ermöglichen bei Ihrer Wüstenreise weitreichende
Ausblicke auf den Oranje – ein feucht-fröhliches Wandererlebnis! Das "tierische"
Abenteuer folgt im grenzüberschreitenden Kgalagadi-Nationalpark. Seien Sie darauf
gefasst, in den Duschen nicht nur Mitreisende, sondern auch mal eines der ansässigen
Wildtiere anzutreffen – Safari und Natur gehören zusammen! Nach einer Campingreise
für Fortgeschrittene verabschieden Sie sich von den sanft-geschwungenen Dünen
der Kalahari mit Kameldornbäumen und dem wunderbaren Geruch der roten Wüste.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug mit Air Namibia von Frankfurt nach Windhoek.
2. Tag Eingewöhnung auf einer Lodge
Morgens Ankunft in Windhoek, hier erwartet uns bereits unsere Hauser-Reiseleitung.
Die Hauptstadt Namibias liegt im Zentrum des Landes auf ca. 1.600 m und ist von
Gebirgen umgeben. Die hohen Bergrücken um die Stadt überragen diese um einige
hundert Meter und bieten ein schönes Panorama. Über Rehoboth, Klein Aub und Rietoog
gelangen wir zu unserer Lodge am Rande der Naukluftberge.
Fahrstrecke: 300km; Übernachtung auf einer Lodge [MA]
3. Tag Sossusvlei - Dead Vlei - Crazy Dune
Eine kurze Fahrt führt uns zum Sesriem Camp. Nach einem zeitigen Mittagessen
brechen wir auf zum ca. 60 km entfernt gelegenen Sossusvlei. Immer tiefer dringen
wir in die Sandlandschaft vor. Die bis zu 388 m hohen Sandberge gelten als die
höchsten Dünen der Welt. In regenreichen Jahren fließt der Tsauchab bis ins Vlei,
dann staut sich das Wasser und lockt zahlreiche Tierarten wie Oryxantilopen und
Strauße an. Wir wandern über Dünen und ausgetrocknete Lehmflächen. Eine der höchsten
Dünen, auch unter dem Namen Crazy Dune bekannt, liegt nun vor uns. Sie liegt ca.
245 m über der Basis des Dead Vlei. Schritt für Schritt stiefeln wir hinauf. Im
tiefen Sand rückt der Dünengipfel nur sehr langsam näher. Von oben haben wir eine
eindrucksvolle Rundumsicht auf das unendlich erscheinende Dünenmeer der Namib.
Nach Süden erhebt sich der silberglänzende Witberg und zu unseren Füßen im Norden
erstreckt sich die Lehmpfanne des Sossusvlei. Der Abstieg über die Westflanke
der Düne ist leicht und bald erreichen wir an ihrem Fuß das sogenannte Deadvlei.
In der ausgetrockneten und aufgeplatzten Lehmsenke stehen abgestorbene Kameldornbäume,
Zeugen vergangener Zeiten, als der Tsauchab Wasser aus den Naukluft Bergen heranführte.
Über das Naravlei, und nach einer letzten Dünenüberquerung, kehren wir an den
Ausgangspunkt der Wanderung zurück.
Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 120km; Zeltübernachtung [FMA]
4. Tag Fahrt in die Tiras Berge
Wir beschäftigen uns heute morgen zunächst mit der Geologie und Bedeutung des
Sesriem Canyons. Bis zu 30 m hat sich der Tsauchab-Fluss vor ungefähr 3 Millionen
Jahren in das 15 Millionen Jahre alte Konglomeratsgestein gegraben. Der Canyon
ist ca. 1 km lang und verengt sich an seinem Rand stellenweise auf zwei Meter.
In südlicher Richtung setzen wir unsere Fahrt fort und gelangen zu den Tiras Bergen,
am nördlichen Rand des Winterregen-Gebietes gelegen. Die hier vorherrschende abwechselungsreiche
Flora und Fauna erklärt sich durch die Grenzlage an vier Vegetationszonen: die
Savannenübergangszone, die Sukkulentensteppe, das Sandmeer der südlichen Namib
und die Kurzstrauchsavanne. Wir finden eine Vielzahl an bizarr geformten Granitformationen.
Die großen Blöcke verlieren als Folge der Temperaturverwitterung nicht nur an
Größe sondern werden zusätzlich von ihrer ursprünglich eckigen Form mehr und mehr
zugerundet, so daß regelrechte Kugeln entstehen, sogenannte Wollsackformationen.
Gehzeit: 1h; Fahrstrecke: 300km; Zeltübernachtung [FMA]
5. Tag Besteigung des "1717"
Bei unserer heutigen Wanderung mangelt es nicht an eindrucksvollen Fotomotiven:
rote, durch Erosion bizarr geformte Granitformationen, weite gelbe Grasflächen,
baumgesäumte Revierläufe (Reviere sind Trockenflüsse), malerische Köcherbäume
- und immer leuchten im Hintergrund die der Farm vorgelagerten, roten Dünen der
Namib. Die Berge steigen übergangslos steil aus der Ebene empor und ihre Gipfel
ragen hoch in den stahlblauen Himmel (1.060 m – 1.960 m). Wir folgen einem alten
Wildpfad eine Schlucht hinauf, in den Flussbetten verlassen wir zum Teil unseren
Weg und müssen über den einen oder anderen Gesteinsblock klettern. Eine richtige
Herausforderung - immer wieder wird der Blick frei auf die in der Sonne blitzenden
roten Dünen unter uns. Wir gelangen in eine raue, völlig unberührte Natur. Das
Gebiet wird zerklüfteter, wir wandern immer höher hinauf durch kleine Täler und
entlang von ausgetrockneten Wasserläufen. Und dann stehen wir auf dem sogenannten
„1717", der diesen Namen aufgrund seiner Höhe über dem Meeresspiegel trägt. Wir
werden belohnt mit einem atemberaubenden Rundumblick. Zurück zum Campingplatz
genießen wir unseren Sundowner und lassen in aller Ruhe diesen Tag ausklingen.
Am Nachmittag besteht fakultativ die Möglichkeit zu einer Farmrundfahrt, wir erhalten
einen guten Einblick durch den Farmer in die Problematik der Landwirtschaft in
Namibia. (Preis p.Pers. N$ 150,- Stand 08/09)
Gehzeit: 3-4h; Fahrstrecke: 100km; Aufstieg: 300m; Abstieg: 300m; Zeltübernachtung
[FMA]
6. Tag Fahrt zum Fischfluss Canyon
Unsere Fahrt führt entlang der Klein Karasberge zum Fish River Canyon. Vereinzelt
ragen Euphorbien-Büsche aus der Ebene, die für diese Landschaft typischen gelbrindigen
Köcherbäume säumen die Bergrücken, vielleicht lässt sich eine Herde Bergzebras
blicken. Typisch für dieses Gebiet sind die eindrucksvollen Tafelberge und die
weitläufigen Ebenen durchzogen mit Granit- und Doleritkuppen. Wir halten Ausschau
nach den typischen Wildarten dieser Region wie Springböcke, Oryx, Kudus, Bergzebras
und Strauße.
Fahrstrecke: 300km; Camping-Übernachtung [FMA]
7. Tag Fish River Canyon
Unbestritten zählt der Fischfluss Canyon zu den Naturwundern Afrikas. Mit 161
km Länge, 27 km Breite und einer Tiefe zwischen 450 und 550 m ist der Fish River
Canyon nach dem Grand Canyon in den USA die zweitgrößte Schlucht der Welt. An
den mächtigen Gesteinsschichten der Felswände lassen sich dramatische Kapitel
der Erdgeschichte ablesen. Auf Zebrapfaden gelangen wir in die Schlucht, erklimmen
und überqueren Plateaus und genießen die Sicht über die weite Canyon-Landschaft.
Gehzeit: 3-4h; Camping-Übernachtung [FMA]
8. Tag Richtersveld/Ai-Ais Transfrontier Park
Eine kurze Fahrt führt uns zum Hauptaussichtspunkt des Fishriver Canyons, wir
wandern ca. 1 Stunde entlang des Canyon Rands entlang und genießen atemberaubende
Blicke in die Felskluft. Heute verlassen wir Namibia und kreuzen mit der Fähre
bei Sendlingsdrift nach Südafrika. Der Richtersveld/Ai-Ais Transfrontier Park
ist eine Vereinigung zwischen dem Ai-Ais Hot Springs Game Park mit dem zweitgrößten
Canyon der Welt und dem Richtersveld Nationalpark, getrennt nur durch den Oranjefluss.
Der Richtersveld Teil vom Park ist eine aride, wilde, fast unerschlossene, sehr
gebirgige Halbwüste. Der hier vorherrschende Landschaftstyp wird als Nama Karoo
bezeichnet, bekannt für die Vielfalt der hier beheimateten Sukkulentenarten. Bei
ausreichendem Winterregen überziehen sich die Ebenen mit einem blühenden Pflanzenteppich.
Wie der Name schon besagt, fällt der Regen in der kälteren Jahreszeit hauptsächlich
von Juni bis September.
Die Geologie des Park ist für Naturwissenschaftlicher genauso interessant wie
für Phantasten oder natürlich auch für uns.
Gehzeit: 1h; Fahrstrecke: 390km; Camping-Übernachtung im Park [FMA]
9. Tag Wandern im Richtersveld/Ai-Ais Transfrontier Park
Die Gesteinswelt überrascht uns mit den faszinierendsten Farbspielen. So leuchten
die Gesteinsformationen in grau, aber auch mal in weiß, rot, pink oder malvenfarben.
Die Geschichte der Steine" wird uns unser Reiseleiter abends am Lagerfeuer ausführlich
berichten. Wind, Wasser und die vulkanische Aktivität haben hier wahre Kunstwerke
geschaffen, die jedes Fotografenherz höher schlagen lassen. So erwandern wir die
Welt und bewundern die von jedem Blickwinkel unterschiedlich erscheinenden Formationen,
die so schöne Namen haben wie „Giant's Playground", „The Witches Family", „The
Mummy" oder „The Screaming Skull". Die Namensgebung können wir gerne weiterführen
und werden jeden Tag aufs neue faszinierende „Gestalten" und „Namen" finden.
Gehzeit: 5-6h; Fahrstrecke: 50km; Zelt-Übernachtung im Park [FMA]
10. Tag Richtersveld/Ai-Ais Transfrontier Park
Aber der Park hat noch eine ganz andere Seite. Wir werden etwas überrascht sein,
hier im Nationalpark Nama mit ihren Ziegenherden zu treffen. Ganz geschickt laufen
großen Herden durch die Bergwelt und oft wissen wir nicht, ob wir unbemerkt überholt
wurden oder bei unserer Erkundung auf eine neue Herde getroffen sind. In den jahrelangen
Verhandlungen zur Entstehung des Transfrontierparks wurde vereinbart, dass die
Nama auch im Nationalpark mit ihren Herden leben dürfen. Es gibt strenge Regulierungen
zur Tieranzahl, die nicht nur auf Ziegen beschränkt ist. So kann es uns auch passieren,
dass ein Esel fröhlich vorbeitrottet oder wir einer Kuh begegnen. Die Besucheranzahl
des Parks ist noch strenger reguliert. So treffen wir selten auf andere Fahrzeuge
oder Camper und haben oft das Gefühl alleine in diesem großen Gebiet zu sein.
Eine Respekt einflößende und faszinierende Ruhe und Stärke strahlen diese oft
kargen Berge aus und machen jeden Schritt und jeden Blick zu etwas Besonderem.
Fahrstrecke: 200km; Camping-Übernachtung [FMA]
11. Tag Fahrt zum Goegab Nature Reserve
Über Springbok, eine Stadt, die ihre Existenz dem reichen Kupfervorkommen dieser
Region verdankt und dem Zentrum des Namaqualandes, gelangen wir zum Goegab Nature
Reserve. Das Gebiet gehört zur Sukkulentenkaroo, einem der artenreichsten Wüstensysteme
der Welt. In der gesamten Sukkulentenkaroo kommen etwa 5000 Arten vor. Aufgrund
des Winterregens (Regen fällt in der kälteren Jahreszeit hauptsächlich von Juni
bis September) herrscht eine geregelte Feuchtigkeitsverteilung vor, was sich letztendlich
auf die Bodenverhältnisse sowie die Pflanzen- und Tierwelt auswirkt. Zum Park
gehört der Hester Malan Wild Flower Garten.
Fahrstrecke: 360km; Camping-Übernachtung [FMA]
12. Tag Wandern im Goegab Nature Reserve
Das Goegab Nature Reserve liegt eingebettet zwischen bis zu 1345 m hohen Bergen.
Immer wieder finden wir weite, offene sandige Ebenen mit vereinzelten Köcherbäumen.
Neben seiner ungewöhnlichen Wuchsform sind die großen, gelben Blüten, die oft
wie Kerzen in den Himmel ragen, sehr charakteristisch für diese Pflanze. Die frühzeitlichen
Bewohner nutzten die hohlen Stämme als Köcher für ihre Pfeile. Der Park besticht
durch seine skurrilen Felsformationen, Felsbögen und spektakulären Granit-Verwitterungsformen.
Unter den hier herrschenden ariden Bedingungen ist der Wind in der Lage, die harten
Grantifelsen zu formen. Unsere Wanderung führt uns in entlegene und aufregende
Winkel, wir erklimmen verschiedene Hügel und genießen den ausschweifenden Rundumblick.
Im Park haben sich verschiedene Wildtierarten angesiedelt, wie Springböcke, Oryx-Antilopen,
Bergzebras und Klippspringer.
Gehzeit: 5-6h; Zelt-Übernachtung [FMA]
13. Tag Fahrt zum Augrabies Falls National Park
Schon die Buschmänner nannten den Augrabies-Wasserfall „Ort, der Lärm macht".
Der Oranje Fluss stürzt an seiner Hauptkaskade über eine 56m hohe enge Granitstufe
tosend in die Tiefe. Der Fluss hat Jahrmillionen gebraucht um sich in den harten
Fels zu graben. Wir können über verschiedene Aussichtsplattformen und -punkte
dieses Spektakel beobachten. Wer weiss schon, wieviel Diamanten unter dem Wasserfall
liegen, die der Fluss aus der Kimberly Region angeschwemmt hat. 1867 wurden nördlich
des Oranje der erste Diamant gefunden.
Fahrstrecke: 330km; Zelt-Übernachtung [F]
14. Tag Tageswanderung im Augrabis Falls National Park
Heute erwandern wir diese eindrucksvolle Schluchtenlandschaft mit den tosenden
Wassermassen. Dieses markante Beispiel für Granit-Erosion ist 240 m tief und 18
km lang. Besonders im Spätsommer, wenn der Fluss viel Wasser führt, bilden sich
an den Seitenwänden weitere kleinere Wasserfälle. Steil, fast senkrecht ragen
die Schluchtenwände auf. Und auf unserer Wanderung ergeben sich immer wieder neue,
spektakuläre Einblicke. Das unwirkliche Erscheinungsbild einer Mondlandschaft
erwartet uns, Namen wie „Moon Rock", „Ararat" und „Echo Corner" bestätigen diese
Verbindung und beschreiben eine Felslandschaft , die durch ausgewaschene Felsplateaus,
tiefe Pools und zerklüftete Felsformationen dominiert wird. Klippspringer huschen
in Sicherheit über unzugängliche Felsvorsprünge, Klippschliefer liegen zu einem
Sonnenbad müde am Schluchtenrand oder auf den Felsen und beobachten uns aus sicherer
Entfernung. Ein ultimatives Naturerlebnis. Den hier beheimateten Raubtieren, wie
Karakal (Wüstenluchs), Afrikanischer Wildkatze oder dem Schabrackenschakal werden
wir eher selten begegnen.
Gehzeit: 7-8h; Zelt-Übernachtung [FM]
15. Tag Fahrt zum Kgalagadi Transfrontier Park
Unsere Reise führt uns weiter in nördlicher Richtung zur Grenze Namibia, Botswana
und Südafrika. Hier befindet sich der Kgalagadi Transfrontier Park (ehemals Kalahari
Gemsbok Park). Unglaublich ist die Weite der Landschaft, umgeben von karger Schönheit
und unfassbarer Unberührtheit. Obwohl allgemein als Wüste bezeichnet, ist die
Kalahari erstaunlich dicht bewachsen. In guten Regenjahren sind die sanft, gewellten
sandigen Flächen eine blühende Landschaft, dann sind sie von hohem Gras bedeckt,
Kameldornbäume und verschiedene Akazien setzen grüne Farbakzente und die Blumen
überziehen das Gras mit einer rosa- oder lilafarbenen Farbschicht. Erstaunlich
ist der Artenreichtum an Flora und Fauna, faszinierende Überlebenstechniken überdauern
die feindliche Umgebung dieser Wildnis. So lernen wir hier außergewöhnliche Vogelarten
kennen, wie z. B. die Riesentrappe, mit bis zu 19kg der schwerste, flugfähige
Vogel der Welt. Meist "stapft" er lieber langsam durch die Gegend aufgrund seines
Gewichts, aber wenn er gestört wird, kann er überraschend schnell zum Flug ansetzen.
Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 390km; Zelt-Übernachtung [FMA]
16. Tag Pirschfahrt im Kgalagadi Transfrontier Park
Bei unserer Pirschfahrt zwischen dem Auob- und Nossobflusstal bietet sich uns
eine herrliche Szenerie: die Kalahari ist eines der letzten intakten Ökosysteme
Afrikas – dazu das offene Terrain und ein beachtlicher Wildbestand gegen den Hintergrund
einer reizvollen Landschaft. Den Kameldornbaum finden wir hauptsächlich in den
ausgetrockneten Flussläufen, die rostroten Sanddünen sind bewachsen mit Gräsern,
niedrigem Buschwerk und Sukkulenten angepasst an die hier herrschende extreme
Trockenheit. Vielleicht entdecken wir einen der prächtigen Kalahari-Löwen mit
ihrer typischen dunklen Mähne, auch wenn die Sichtungen sehr selten sind. Die
Zahl der Tiere ist sehr wechselhaft, da sie vom Migrationsmuster, dem Zustand
der Weide und vom vorhandenen Wasser abhängig sind.
Fahrstrecke: 150km; Camping-Übernachtung [FMA]
17. Tag Pirschfahrt im Kgalagadi Transfrontier Park
Putzige Erdmännchen, oft in großen Familienverbänden versammelt, spielen lustig
am Wegesrand. Ein Blick in die kleinen, schwarzen Knopfaugen und es ist schwer
sich dem Charme dieser flinken Tiere zu entziehen, die neugierig den Kopf in alle
Richtungen drehen. Mit viel Glück entdecken wir im kühlen Morgengrauen bei unserer
Pirschfahrt sogar einen Geparden oder Leoparden. Die Antilopen der Kalahari sind
die eigentlichen Anziehungspunkte dieses Parks. Vom scheuen Steinbock bis hin
zur großen und mächtigen Elanantilope, alle fanden ihren Weg der Anpassung an
dieses schroffe Klima. Tatsächlich ist hier nicht der Löwe der König der Tiere,
sondern der Gemsbock. Durch einen speziellen Stoffwechsel-Mechanismus ist er in
der Lage große Trockenheit und Hitze zu überleben. Ein fein verzweigtes Gefäßsystem
im Gehirn und in der Nase garantiert, dass das Blut wesentlich kühler zirkuliert,
als im übrigen Körper. Eine bei Giraffen sehr begehrte Nahrung sind die Akazienbäume,
die aufgrund ihres hohen Proteingehalts, bevorzugt gefressen werden. Wasser scheint
nicht unbedingt lebensnotwendig für sie zu sein, da sie genügend Flüssigkeit mit
ihrer Nahrung aufnehmen.
Fahrstrecke: 150km; Zelt-Übernachtung [FMA]
18. Tag Fahrt durch die Kalahari
Unsere Route führt uns weiter nach Stampriet im fruchtbaren Tal des Auob-Trockenflusses
inmitten der Kalahari gelegen. Hier verbindet das Kalahari Farm House gehobene
Gastlichkeit mit ländlichem Ambiente. Rezeption und Restaurant befinden sich in
einem Herrenhaus, erbaut in der Blütezeit der Karakulschafzucht vor 50 Jahren.
Aus dem angrenzenden kleinen Farmbetrieb bezieht die Küche ihre Frischprodukte
und zaubert daraus delikate Gerichte für uns. Am Nachmittag besichtigen wir den
hauseigenen Farmbetrieb, bestehend aus Hühnern, Schweinen und Rindern, einem Gewächshaus
für Kräuter und Salat sowie einer Metzgerei, Räucherei und Käserei. 70 Prozent
des eigenen Bedarfs der Gondwana Unterkünfte an frischem Gemüse und Obst sowie
Käse, Aufschnitt und Fleisch (vor allem Wildfleisch) werden hier produziert.
Fahrstrecke: 270km; Übernachtung im Kalahari Farm House [FMA]
19. Tag Windhoek - Heimreise
Die Fahrt nach Windhoek dauert ca. 4 Stunden. Wir können in Windhoek letzte Einkäufe
tätigen, bevor wir am späten Nachmittag (abhängig vom Flugplan) von einem Vertreter
der örtlichen Agentur zum Flughafen gebracht werden und nach Deutschland zurückfliegen.
Fahrstrecke: 310km; Übernachtung im Flugzeug [F]
20. Tag Ankunft in Deutschland
Ankunft in Frankfurt am frühen Morgen.
Leistungen
- Linienflug mit Air Namibia Frankfurt –Windhoek – Frankfurt, kostenloses Rail
& Fly Bahnticket ab/bis deutscher Grenze
- Übernachtungen in Hotels und Zelten; meist Vollpension
- Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in ab/bis Windhoek
- Nationalparkgebühren; unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung,
- fehlende Mahlzeiten,
- Getränke Trinkgelder,
- Einzelzimmer-Zuschlag,
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art ca.
200,- Euro (Stand 08/09)
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Bitte beachten Sie, dass diese Tour den Anforderungen nach zwar eine „Ein-Fuß"-Tour
ist (Anforderungen siehe bitte Hauser-Katalog), aber doch die eine oder andere
Etappe Kondition von Ihnen verlangt, wie z. B. die Besteigung des "1717", die
an "Zwei-Fuß" grenzt. Wenn Sie Bedenken haben, lassen Sie es uns wissen. Die Wanderungen
sind technisch nicht schwierig: Fitness und gute Kondition sind unabdingbar, weil
Sie bei den Etappen im Richtersveld und in den Tiras-Bergen 6 bis 8 Stunden täglich
auf den Beinen sind . Erhöhte Anforderungen an den Organismus stellen das warme
Klima und die Temperaturunterschiede zwischen Tages- und Nachtwerten. Herz und
Kreislauf müssen gesund sein. Sie benötigen gute Kondition und müssen trittsicher
sein, da Sie in unterschiedlich beschaffenem Gelände unterwegs sind. Bitte bringen
Sie Ihren Kreislauf vor der Reise in Schwung, damit Ihr Körper der zusätzlichen
Belastung durch das heiße und trockene Klima gewachsen ist. Das Hauptgepäck wird
stets befördert, so dass Sie während der Ausflüge nur Ihren Rucksack (z.B. mit
Wasserflasche und Fotoausrüstung) selbst tragen. Für die Überlandfahrten im Kleinbus/Geländewagen
auf teilweise unbefestigten Straßen und Pisten benötigen Sie Ausdauer und Durchhaltevermögen.
Bitte beachten Sie: Die Ausschreibung der Unterkünfte ist vorbehaltlich Verfügbarkeit.
Einreisebestimmungen
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist ein noch mindestens
6 Monate über das Ausreisedatum hinaus gültiger Reisepass mit mindestens drei
freien Seiten erforderlich. Keine zwingend vorgeschriebenen Impfungen. Empfohlen
wird Imfpschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A, Malariaprophylaxe.
Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice
für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des
ReisemedizinischenZentrums, Tel. 0900/1234-999 oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche
Programmpunkte zu erreichen - bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen,
organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige
Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder -änderungen
kommen. Beachten Sie
bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger
Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren
Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Für die exakte Durchführung
der Ausschreibung können wir keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise
teilnehmen.
Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes - wir
bitten um Beachtung! Nähere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de oder kontaktieren
Sie unser Service Team unter der Telefonnummer 089-235006-0.
Klima
Die Jahreszeiten im südlichen Afrika sind unseren genau entgegengesetzt. Während
der europäischen Wintermonate ist im Süden Afrikas Sommer und umgekehrt. Dennoch
haben Winter und Sommer dort nicht dieselbe Bedeutung wie bei uns. Unter Winter
wird im südlichen Afrika die kühlere Trockenzeit verstanden, die sich durch große
Temperaturunterschiede und ständigen Sonnenschein auszeichnet. Im Mai, Juni, Juli
kann es in der Wüste sehr kalt werden (nachts bis minus 5°C), tagsüber steigt
das Thermometer auf 25°C und mehr an - Gegensätze, die hohe Anforderungen an den
Körper stellen. Der dortige Sommer (Januar bis März) ist die Zeit der Niederschläge,
während der übrigen Monate regnet es nur sehr selten. Im November/Dezember ist
mit sehr hohen Temperaturen (über 30°C und mehr) zu rechnen - je nachdem, wo Sie
sich aufhalten. Ein wochenlang grau verhangener Himmel, wie wir ihn gewohnt sind,
ist im südlichen Afrika auch im Sommer unbekannt, weshalb das Land ganzjährig
ein ideales Reiseziel ist.
Mindestteilnehmerzahl 5 Personen
Höchstteilnehmerzahl 6 Personen
Preise: |