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Land: Namibia
Termin: 09.09.2010 - 28.09.2010
- Deadvlei und Sossusvlei mit Besteigung der Crazy Dune
- Wanderungen am Waterberg, am Brandberg und im Tiras-Gebirge
- Fish River Canyon und Köcherbaumwald
- Tierbeobachtungen im Etosha-Nationalpark
- Durchführung in persönlicher Kleingruppe von maximal 6 Teilnehmern
Im sanften Pastelllicht liegt die Straße vor Ihnen, links und rechts struppige,
trockene Sträucher. Die Morgenpirsch im Etosha-Nationalpark beginnt. Das intensive
Blau der Nacht wehrt sich noch gegen die Morgenröte, während Sie schon Ausschau
halten nach Löwen, Giraffen und anderen Parkbewohnern. Oft sind Sie zu Fuß unterwegs,
streckenweise durch raue und einsame Landschaften, z. B. auf dem Waterberg-Plateau,
von dem sich ein herrlicher Rundblick über die Savannenlandschaft bietet.
Oder zu einer der bekanntesten Felsmalereien des Landes: der "Weißen Dame" im
Brandberg-Massiv. Nicht zu vergessen die Felszeichnungen von Twyfelfontein, Namibias
erster Stätte, die zum UNESCO-Welterbe zählt. Erklimmen Sie eine der höchsten
Dünen der Welt im Sossusvlei – Ihr Blick schweift über das Dünenmeer, während
die Schweißperlen im Nacken rinnen und der Sand durch Ihre Finger gleitet. Weit
zieht es Ihren Blick nun in die Tiefe des Fish River Canyon und auf die Spuren
jahrmillionenalter Erdgeschichte. Diese Reise bietet viel Abwechslung: Entspannung
und Bewegung, Zusammensitzen am Lagerfeuer und ruhige Momente ganz für sich in
der Natur. Eine wundervolle Mischung für den ersten Zelturlaub in der Weite Namibias.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Linienflug bei Air Namibia von Frankfurt nach Windhoek.
2. Tag Gästefarm
Morgens Ankunft in Windhoek, wo uns unsere Hauser-Reiseleitung bereits erwartet.
Die Hauptstadt Namibias liegt im Zentrum des Landes und ist von Gebirgen umgeben.
Durch ihre Höhenlage (1.650 m) hat die Stadt das ganze Jahr über ein angenehmes
Klima. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt begeben wir uns zwecks Akklimatisation
zu einer Gästefarm. Wir können eine erste kleine Wanderung unternehmen, uns am
Pool vom Flug erholen und uns von der guten landestypischen Küche verwöhnen lassen.
Fahrstrecke: 80km; Übernachtung auf einer Gästefarm [MA]
3. Tag Waterberg Plateau
Unsere Route verläuft über Okahandja, eine wichtige Handelsstadt im Herero-Gebiet,
zum Waterberg-Plateau, das 200 m aus der weiten Savannenlandschaft aufragt. Die
Hochebene des Massivs wird von Steilhängen begrenzt, die sich nach Nordosten hin
langsam abflachen. Die Felshänge und faszinierenden Felsformationen sind das Habitat
seltener Wild- und Vogelarten, wie z.B. einer der wenigen Brutkolonien der Kapgeier
im südlichen Afrika. Fakultativ besteht heute oder morgen die Möglichkeit mit
einem guide der Lodge auf einem offenen Wagen im milden Licht des Nachmittags
hinaus in die weiten Ebenen der Omaheke (Kalahari) zu fahren. In diesem Teil trifft
man mit ein bisschen Glück auf Breitmaul-Nashörner, Giraffen, Steppenzebras, Kudus,
Gemsböcke, Springböcke, Impala, Kuh- und Eland-Antilopen, Damara dik-diks, Strauße
sowie Warzenschweine. Je nach Jahreszeit lohnt sich auch ein kleiner Abstecher
zu einer Lehmpfanne, in der sich das Wasser der farmeigenen Quelle sammelt - und
damit viele Wasservögel anzieht. (N$ 240.00 pro Person / Stand 08/09)
Fahrstrecke: 270km; Campingübernachtung am Waterberg Plateau [FMA]
4. Tag Waterberg Plateau Wanderung
Unser Campingplatz ist ein idealer Ausgangspunkt, um den Waterberg und die Anfänge
der östlich gelegenen Kalahari zu erkunden. Wir unternehmen mit einem einheimischen
Führer eine ca. 3-stündige Wanderung auf den Plateau-Rand. Vom Campingplatz aus
müssen wir nur ca. 110 m aufsteigen, um in eine Welt bizarrer Sandsteinformationen
zu gelangen. Vielleicht kreuzen ein paar Kudus oder Steinböckchen unseren Weg,
Klippschliefer beobachten uns neugierig aus sicherer Entfernung. Wer möchte, kann
auf einen der verschiedenen gekennzeichneten Wanderwege am Nachmittag die Umgebung
weiter selbständig entdecken.
Gehzeit: 3h; Fahrstrecke: 320km; Campingübernachtung iam Waterberg-Plateau [FMA]
5. Tag Hoba-Meteorit - Otjikoto-See - Etosha-Nationalpark
Über Farmland setzen wir unsere Fahrt entlang des Waterberg-Massivs fort und
machen unterwegs einen Abstecher zum Hoba-Meteoriten. Dieser größte sichtbare
Meteorit der Welt wurde 1920 auf einer Farm in der Nähe von Grootfontein entdeckt.
Es wird angenommen, dass er vor ca. 80.000 Jahren auf die Erde fiel und zwischen
100 und 300 Millionen Jahren alt ist. Er wiegt 55 Tonnen und besteht zum Großteil
aus Eisen und Nickel. Bevor wir unser Camp nahe dem Eingang des Etosha Nationalparks
erreichen, halten wir nochmals kurz am Otjikoto-See, einer mit Wasser gefüllten
Doline. Als Dolinen werden runde, trichterförmige Einsturzkrater bezeichnet. Sie
entstehen, wenn Karsthohlräume in nicht allzu großer Tiefe unter der Erdoberfläche
auftreten, sich vergrößern und schließlich unter der darüber liegenden Gesteinslast
einstürzen.
Fahrstrecke: 320km; Campingübernachtung im Camp Namutoni [FMA]
6. Tag Pirschfahrten im Etosha-Nationalpark
Der 22.000 qkm große Etosha-Nationalpark gehört zu den bekanntesten Wildparks
in Afrika. Die auf 1.065 m liegende Hochmulde bildet ein riesiges, salzhaltiges
Becken, das nur zeitweilig mit Wasser gefüllt ist. Große Herden von Elefanten,
Zebras, Giraffen, Springböcken und Kudus sowie verschiedene Antilopenarten leben
hier. Vielleicht kreuzt auch das eine oder andere Raubtier, eine Hyäne, ein Löwe,
ein Leopard oder ein Gepard unseren Weg. Der Name des Parks stammt aus der San-Sprache:
"E" bedeutet „groß", "totha" bedeutet „wegen des heißen Bodens von einem Fuß auf
den anderen hüpfen". Der Name ist ein Hinweis auf die hohen Oberflächentemperaturen,
die zur Sommerszeit in der Salzpfanne herrschen. An die Pfanne, das Kernstück
des Parks, schließen sich verschiedene Savannenformationen an: die Baumsavanne
im feuchten Osten mit Mopane- und Tambuti-Bäumen, Makalani-Palmen und Exemplaren
von Moringa ovalifolia sowie die Busch- und Dornsavannen im trockenen Westen.
Während einer Pirschfahrt am Morgen und einer weiteren am Nachmittag haben wir
Gelegenheit, die Tiere an den Wasserstellen zu beobachten. Die Mittagsstunden
verbringen wir im Lager Namutoni. Wer möchte, kann sich bei einem Bad im Pool
erfrischen.
Fahrstrecke: 100km; Camping-Übernachtung im Camp Namutoni [FMA]
7. Tag Pirschfahrten im Etosha-Nationalpark
Unsere Pirschfahrt zum Camp Okaukuejo führt uns zunächst durch Mopanewald. Die
Blätter der Mopane-Bäume gleichen in geöffneter Form Schmetterlingen und sind
bei den Elefanten sehr beliebt. An den vielen umgestürzten Baumstämmen ist dies
unschwer zu erkennen. Dort, wo der Wald den Blick freigibt, sehen wir Akazien,
die im August und September, wenn die Bäume über und über mit goldgelben oder
weißen Köpfchenblüten bedeckt sind, durch ihren jasminartigen Duft betören. Immer
wieder überraschen die hohen, über die Baumkronen ragenden Köpfe der Giraffen,
die ihre langen Zungen kunstvoll um die mit Dornen besetzten Äste der Akazien
rollen. In der Weite um die Etosha-Pfanne erspähen wir vielleicht hunderte von
Antilopen und am Horizont den klaren Umriss eines Elefanten. Unterwegs kommen
wir an verschiedenen Wasserlöchern vorbei - die besten Plätze, um Tiere zu sehen.
Die beleuchtete Wasserstelle in Okaukuejo macht es möglich, die Tiere auch nach
Einbruch der Dunkelheit zu beobachten. Wenn wir Glück haben, kommen Nashörner,
Elefanten und Löwen zur Tränke.
Fahrstrecke: 200km; Camping-Übernachtung im Camp Okaukuejo [FMA]
8. Tag Versteinerter Wald - Twyfelfontein
Über Outjo und Khorixas verläuft der nächste Routenabschnitt zum Versteinerten
Wald. Bis zu 30 m lange Baumstämme wurden hier vor etwa 200 Millionen Jahren angeschwemmt
und sind inzwischen versteinert. Nachmittags wandern wir im Gebiet der Felszeichnungen
von Twyfelfontein. Im Juli 2007 hat das Welterbekomitee der UNESCO Twyfelfontein
als Weltkulturerbe der Menschheit in die UNESCO-Liste aufgenommen mit der Begründung,
dass sich die größte Ansammlung von Felszeichnungen in Afrika hier befindet: über
2000 Abbildungen, u.a. von Nashörnern, Elefanten, Straußen, Giraffen und menschlichen
sowie tierischen Fußabdrücken. Die ältesten dieser Kunstwerke stammen aus der
späten Steinzeit. Die Fundstätte dokumentiert darüber hinaus Riten und Praktiken
von Jägern und Sammlern, die diesen Teil des südlichen Afrika dominierten, bis
etwa 1000 n.Chr. die ersten Viehhirtenstämme einwanderten. Twyfelfontein ist die
erste Welterbe-Stätte in Nambia.
Gehzeit: 2h; Fahrstrecke: 350km; Camping-Übernachtung [FMA]
9. Tag Felsmalereien im Brandberg-Massiv
Fantastische geologische Formationen liegen am Weg. Unter anderem besichtigen
wir die sogenannten Orgelpfeifen, aufrecht stehende Basaltsäulen in einer Felsschlucht,
sowie den verbrannten Berg. Danach setzen wir die Fahrt Richtung Brandberg-Massiv
fort. Nach ca. 2-stündiger Fahrt haben wir dieses nahezu vegetationslose Gebirge
erreicht. Das Brandberg-Massiv ragt einsam aus der Halbwüste auf, sein Hauptgipfel,
der Königsstein, ist mit 2.573 m der höchste Berg des Landes. In den Schluchten
und Höhlen gibt es viele Felszeichnungen. Am Nachmittag wandern wir mit einem
einheimischen Führer der Daureb Mountain Guides durch die Tsisab-Schlucht zur
berühmtesten Felsmalerei Namibias, der "Weißen Dame". Entdeckt wurde diese 40
cm hohe Malerei 1918 vom deutschen Landvermesser Dr. Reinhard Maack.
Gehzeit: 2h; Fahrstrecke: 150km; Camping-Übernachtung [FMA]
10.-11. Tag Robbenkolonie am Kreuzkap - Swakopmund
Die Atlantikküste im Westen des Landes ist eine gespenstische Küstenlandschaft,
die von endlosen Dünen, großen Kiesflächen, dicken Nebelschwaden und Luftspiegelungen
geprägt ist. Am Kreuzkap besuchen wir die Pelzrobbenkolonie und beobachten das
rege Treiben aus nächster Nähe. Massige Bullen bewegen ihren aufgerichteten Körper
unruhig hin und her, um sie herum ihr "Harem", den sie schwer verteidigen müssen.
Halb ausgewachsene Jungtiere suchen die Nähe ihrer Mütter, die sie noch bis zu
fast einem Jahr nach ihrer Geburt säugen. In den rauschenden Wellen des Atlantischen
Ozeans schwimmen tausende von Pelzohrenrobben auf der Suche nach Nahrung. Nun
geht es weiter nach Swakopmund. Der Ort trägt den Stempel der Kolonialzeit und
erinnert im Baustil an eine deutsche Kleinstadt. Wer möchte, kann während dieser
Tage an einem 2-stündigen fakultativen Rundflug teilnehmen und Sossusvlei, die
Namib-Wüste sowie die Skelettküste aus der Vogelperspektive betrachten (Kosten:
pro Person z.Zt. ca. N$ 2.280,- p.P. bei einer Teilnehmerzahl von fünf Personen,
Stand 08/09). . Während unseres Aufenthaltes in Swakopmund machen wir einen Abstecher
nach Walvis Bay, um in der Lagune Flamingos zu beobachten; die Anzahl der Flamingos
variiert, je nach Jahreszeit. Der 11. Tag steht zur freien Verfügung.
Fahrstrecke: 300km; Hotelübernachtung [F]
12. Tag Namib-Wüste – Sesriem Camp
Wir durchqueren die Namib-Wüste und die sogenannte Mondlandschaft, eine durchaus
passende Bezeichnung für diese Landschaft aus bizarren, abgerundeten Kuppen und
tiefen Einschnitten, durch ausgetrocknete Flussbetten. Dies ist der Lebensraum
seltener Tiere und Pflanzen, wie z.B. der Welwitschia mirabilis, eine der ungewöhnlichsten
Gewächse unserer Erde. Diese Pflanze kann nicht nur genügend Feuchtigkeit speichern,
um in dieser lebensfeindlichen Umwelt zu überleben, sondern sie erreicht zudem
ein sehr hohes Alter. Am späten Nachmittag treffen wir im Sesriem Camp ein.
Fahrstrecke: 350km; Camping-Übernachtung im Sesriem Camp [FMA]
13. Tag Sossusvlei - Dead Vlei - Sesriem Canyon
Nach einem zeitigen Frühstück brechen wir zu dem ca. 60 km entfernten Sossusvlei
auf. Immer tiefer dringen wir in die Sandlandschaft vor. Die bis zu 388 m hohen
Sandberge gelten als die höchsten Dünen der Welt. In regenreichen Jahren fließt
der Tsauchab-Fluss bis ins Vlei (Lehmbodensenke), dann staut sich das Wasser und
lockt zahlreiche Tierarten wie Oryxantilopen und Strauße an. Wir wandern über
Dünen und ausgetrocknete Lehmflächen. Eine der höchsten Dünen, auch unter dem
Namen Crazy Dune bekannt, erhebt sich nun vor uns. Sie liegt ca. 245 m über der
Basis des Dead Vlei. Schritt für Schritt stiefeln wir hinauf. Im tiefen Sand rückt
der Dünengipfel nur sehr langsam näher. Von oben haben wir eine eindrucksvolle
Rundumsicht auf das unendlich erscheinende Dünenmeer der Namib. Nach Süden hin
erhebt sich der silbrig glänzende Witberg und zu unseren Füßen im Norden erstreckt
sich die Lehmpfanne des Sossusvlei. Der Abstieg über die Westflanke der Düne ist
leicht und bald erreichen wir an ihrem Fuß das sogenannte Dead Vlei. In der ausgetrockneten
und aufgeplatzten Lehmsenke stehen abgestorbene Kameldornbäume, Zeugen vergangener
Zeiten, als der Tsauchab-Fluss Wasser aus den Naukluft-Bergen heranführte. Die
Mittagszeit verbringen wir unter Schatten spendenden Kameldornbäumen am Rande
des Sossusvlei. Über das Naravlei und nach einer letzten Dünenüberquerung kehren
wir an den Ausgangspunkt des Trekkings zurück. Bei einer ca. 1-stündigen Exkursion
am Nachmittag erfahren wir viel über die Geologie des Sesriem Canyons. Der Sesriem
Canyon ist ca. 1 km lang, etwa 30 m tief und verengt sich an seinem oberen Rand
stellenweise auf nur zwei Meter. Die Schlucht läuft in einem akaziengesäumten
Tal aus, das am Sossusvlei endet.
Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 130km; Camping-Übernachtung im Sesriem Camp [FMA]
14. Tag Fahrt in die Tiras Berge
In südlicher Richtung setzen wir unsere Fahrt fort und gelangen zu den Tiras
Bergen, am nördlichen Rand des Winterregen-Gebietes gelegen. Die hier vorherrschende
abwechselungsreiche Flora und Fauna erklärt sich durch die Grenzlage an vier Vegetations-zonen:
die Savannenübergangszone, die Sukkulentensteppe, das Sandmeer der südlichen Namib
und die Kurzstrauchsavanne. Wir finden eine Vielzahl an bizarr geformten Granit-formationen.
Die großen Blöcke verlieren als Folge der Temperaturverwitterung nicht nur an
Größe sondern werden zusätzlich von ihrer ursprünglich eckigen Form mehr und mehr
zugerundet, so daß regelrechte Kugeln entstehen, sogenannte Wollsackformationen.
Fahrstrecke: 305km; Camping-Übernachtung auf der Farm Namtib [FMA]
15. Tag Besteigung des „1717“
Bei unserer heutigen Wanderung mangelt es nicht an eindrucksvollen Fotomotiven:
rote, durch Erosion bizarr geformte Granitformationen, weite gelbe Grasflächen,
baumbestandene Revierläufe, malerische Köcherbäume - und immer leuchten im Hintergrund
die der Farm vorgelagerten, roten Dünen der Namib. Die Berge steigen übergangslos
steil aus der Ebene empor und ihre Gipfel ragen hoch in den stahlblauen Himmel
(1.060 m – 1.960 m). Eine kurze Fahrt führt uns zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.
Wir folgen einem alten Wildpfad eine Schlucht hinauf, in den Flussbetten verlassen
wir zum Teil unseren Weg und müssen über den ein oder anderen Gesteinsblock klettern.
Eine richtige Herausforderung - immer wieder wird der Blick frei auf die in der
Sonne blitzenden roten Dünen unter uns. Wir gelangen in eine raue, völlig unberührte
Natur. Das Gebiet wird zerklüfteter, wir wandern immer höher hinauf durch kleine
Täler und entlang von Wasserläufen. Und dann stehen wir auf dem sogenannten „1717",
der diesen Namen aufgrund seiner Höhe über dem Meeresspiegel trägt. Wir werden
belohnt mit einem atemberaubenden Rundumblick. Zurück zum Campingplatz genießen
wir unseren Sundowner und lassen in aller Ruhe diesen Tag ausklingen. Am Nachmittag
besteht fakultativ die Möglichkeit zu einer Farmrundfahrt, wir erhalten einen
guten Einblick durch den Farmer in die Problematik der Farmerei in Namibia. (Preis
p.Pers. N$ 150,- Stand 08/09)
Gehzeit: 3-4h; Aufstieg: 300m; Abstieg: 300m; Camping-Übernachtung [FMA]
16. Tag Fahrt zum Fischfluss Canyon
Unsere Fahrt führt entlang der Klein Karasberge zum Fish River Canyon. Vereinzelt
ragen Euphorbien-Büsche aus der Ebene, die für diese Landschaft typischen gelbrindigen
Köcherbäume säumen die Bergrücken, vielleicht lässt sich eine Herde Bergzebras
blicken. Typisch für dieses Gebiet sind die eindrucksvollen Tafelberge und die
weitläufigen Ebenen durchzogen mit Granit- und Doleritkuppen. Wir halten Ausschau
nach den typischen Wildarten dieser Region wie Springböcke, Oryx, Kudus, Bergzebras
und Strauße.
Zur Mittagszeit erreichen wir den Campingplatz am Canon Roadhouse. Eine kurze
Fahrt am Nachmittag führt uns zum Hauptaussichtspunkt des Fishriver Canyons, wir
wandern ca. 2 bis 3 Stunden am Rand des Canyons entlang und genießen atemberaubende
Blicke auf die Felskluft. Die Schlucht ist mit einer Länge von 161 km, einer Breite
von 27 km und einer Tiefe von bis zu 550 m eine der größten der Welt und zählt
zu den Naturwundern Afrikas.
Gehzeit: 2-3h; Fahrstrecke: 300km; Camping-Übernachtung [FMA]
17. Tag Köcherbaumwald
Eine kurze Fahrt führt uns heute in Richtung Keetmanshoop zum Köcherbaumwald.
Stammsukkulenten sind in Wüstengebieten sicherlich die auffälligsten Pflanzen.
Sie besiedeln besonders gern felsige Habitate. Die Bäume können bis mehrere Meter
hoch wachsen, charakteristisch ist die ungewöhnliche Wuchsform und die grossen
gelben Blüten, die oft kerzengerade in den Himmel ragen. Da der Köcherbaum (Aloe
Dichotoma) in all seinen Pflanzenorganen Wasser speichert, ist er genau genommen
eine Stamm- und Blattsukkulente. Der ungewöhnlichen Name wurde geprägt durch die
frühzeitlichen San, die die hohlen Stämme als Köcher für ihre Pfeile benutzten.
Fahrstrecke: 150km; Camping-Übernachtung [FMA]
18. Tag Fahrt nach Windhoek
Über Mariental und Rehoboth kehren wir nach Windhoek zurück.
Fahrstrecke: 500km; Übernachtung im Safari Court Hotel [FM]
19. Tag Windhoek – Heimreise
Der Vormittag steht in Windhoek zur freien Verfügung. Hier, wie auch in einigen
anderen Städten des Landes, gibt es zahlreiche Bauten aus der deutschen Kolonialzeit,
z.B. die Christuskirche, die Alte Feste und den Tintenpalast, wie der Regierungssitz
genannt wird. Wir können die Stadt besichtigen oder Einkäufe tätigen. Fakultativ
besteht die Möglichkeit, eine ca. 3-stündige Tour mit einem einheimischen Führer
durch den Vorort Katutura zu unternehmen. Dabei erfährt man viel Wissenswertes
über die hiesige Geschichte und erhält einen Eindruck vom Alltag von heute. (N$220,-
/Pers., mind. 2 Teilnehmer, Stand 08/08). Abends (abhängig vom Flugplan) werden
wir von einem Vertreter der örtlichen Agentur zum Flughafen gebracht und treten
den Rückflug nach Deutschland an.
Fahrstrecke: 60km; Übernachtung im Flugzeug [F]
20. Tag Ankunft
Ankunft in Frankfurt.
Leistungen
- Linienflug mit Air Namibia Frankfurt – Windhoek – Frankfurt, kostenloses Rail
& Fly Bahnticket ab/bis deutscher Grenze
- Übernachtungen in Hotels und Zelten; meist Vollpension
- Transfers und Überlandfahrten
- Hauser-Reiseleiter/in ab/bis Windhoek
- Nationalparkgebühren; unser Versicherungspaket
Nicht enthaltene Leistungen
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung,
- fehlende Mahlzeiten,
- Getränke Trinkgelder,
- Einzelzimmer-Zuschlag,
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art ca.
150,- Euro (Stand 08/09)
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Bitte beachten Sie, dass diese Tour den Anforderungen nach zwar eine „Ein-Fuß"-Tour
ist (Anforderungen siehe bitte Hauser-Katalog), aber doch eine Etappe Kondition
von Ihnen verlangt, die Besteigung des 1717 , die an einen "Zwei-Fuß" grenzt.
Wenn Sie Bedenken haben, lassen Sie es uns wissen. Die Wanderungen sind technisch
nicht schwierig, aber anspruchsvoll: Fitness und gute Kondition sind unabdingbar
Erhöhte Anforderungen an den Organismus stellen das warme Klima und die Temperaturunterschiede
zwischen Tages- und Nachtwerten. Herz und Kreislauf müssen gesund sein. Sie benötigen
gute Kondition und müssen trittsicher sein, da Sie in unterschiedlich beschaffenem
Gelände unterwegs sind. Bitte bringen Sie Ihren Kreislauf vor der Reise in Schwung,
damit Ihr Körper der zusätzlichen Belastung durch das heiße und trockene Klima
gewachsen ist. Das Hauptgepäck wird stets befördert, so dass Sie während der
Ausflüge nur Ihren Rucksack (z.B. mit Wasserflasche und Fotoausrüstung) selbst
tragen. Für die Überlandfahrten im Kleinbus/Geländewagen auf teilweise unbefestigten
Straßen und Pisten benötigen Sie Ausdauer und Durchhaltevermögen. Bitte beachten
Sie: Die Ausschreibung der Unterkünfte ist vorbehaltlich Verfügbarkeit.
Einreisebestimmungen
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger ist ein noch mindestens
6 Monate über das Ausreisedatum hinaus gültiger Reisepass mit mindestens drei
freien Seiten erforderlich. Keine zwingend vorgeschriebenen Impfungen. Empfohlen
wird Imfpschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Hepatitis A, Malariaprophylaxe.
Ausführliche Informationen erhalten Sie zusätzlich bei dem unabhängigen Auskunftsservice
für Touristen über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Service-Nummer des
ReisemedizinischenZentrums, Tel. 0900/1234-999 oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche
Programmpunkte zu erreichen - bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Flugverzögerungen,
organisatorische Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige
Faktoren kann es bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder -änderungen
kommen. Beachten Sie
bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger
Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren
Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Für die exakte Durchführung
der Ausschreibung können wir keine Garantie geben. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise
teilnehmen.
Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes - wir
bitten um Beachtung! Nähere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de oder kontaktieren
Sie unser Service Team unter der Telefonnummer 089-235006-0.
Klima
Die Jahreszeiten im südlichen Afrika sind unseren genau entgegengesetzt. Während
der europäischen Wintermonate ist im Süden Afrikas Sommer und umgekehrt. Dennoch
haben Winter und Sommer dort nicht dieselbe Bedeutung wie bei uns. Unter Winter
wird im südlichen Afrika die kühlere Trockenzeit verstanden, die sich durch große
Temperaturunterschiede und ständigen Sonnenschein auszeichnet. Nachts kann es
in der Wüste sehr kalt werden (Mai, Juni, Juli bis minus 5°C, tagsüber steigt
das Thermometer auf 25°C und mehr an) - Gegensätze, die hohe Anforderungen an
den Körper stellen. Der dortige Sommer (Januar bis März) ist die Zeit der Niederschläge,
während der übrigen Monate regnet es nur sehr selten. Im November/Dezember ist
mit sehr hohen Temperaturen (über 30°C und mehr) zu rechnen - je nachdem, wo Sie
sich aufhalten. Ein wochenlang grau verhangener Himmel, wie wir ihn gewohnt sind,
ist im südlichen Afrika auch im Sommer unbekannt, weshalb das Land ganzjährig
ein ideales Reiseziel ist.
Mindestteilnehmerzahl 5 Personen
Höchstteilnehmerzahl 6 Personen
Preise: |