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Land: Österreich
Termin: 20.09.2010 - 25.09.2010
Auf Urwegen über die Alpen . . .
Früher glaubte man, dass die Alpen vor der Römerzeit kaum begangen wurden. Heute
weiß man, dass schon die Steinzeitmenschen geschickt gewählte Wege über die Alpen
kannten. Archäologische Fundebeweisen, dass diese Ötzis dabei möglichst bequeme
und nicht zu hohe Übergänge nutzten. Diese Urwege wurden bis in das Mittelalter
verwendet und so brachten etwa die Bauern von Samnaun auf solchen Wegen ihre Zinsgelder
zum Kloster Marienberg im Vinschgau. Begleiten Sie uns auf wunderschönen, einsamen
Urpfaden abseits der großen „Karawanenstraßen“ über die Alpen. Ein Tipp für genussvolles
Wandern mit Kulturgeschichte.
Programm
Montag:
10:00 Uhr Treffpunkt beim Bergschulcenter in Hirschegg. Erster Anstieg durch
das Gemsteltal zur hinteren Gemstelhütte 1320m.Rucksacktransport mit der Seilbahn
zur oberen Gemstelhütte. Weiterer Aufstieg zur oberen Gemstelhütte, 1694m. Nach
einer kurzen Rast Aufstieg über den Gemstelpass zur Widdersteinhütte, 2009m. Nach
einer weiteren Pause steigen wir ca. 300 Hm ab zum Hochtannbergpass, 1676m, weiter
geht's vorbei am Körbersee zum Hotel Körbersee, 1670m.
Höhenunterschied: bergauf 950 m bergab 400 m Gehzeit: ca. 4 Std.
Dienstag:
Ab 07:00 Uhr Frühstück. Abmarsch 8.30 Uhr. Vorbei am Körbersee und über die Auenfelder
zum Auenfeldsattel, 1709m, Abstieg ca. 350m zur Bushaltestelle Bodenalpe, Busfahrt
nach Zug bei Lech, 1511m. Anstieg zum Stierlochjoch, 2011m, kurzer Abstieg zur
Ravensburger Hütte auf 1948m. Nach einer ausgiebigen Rast kommt der Abstieg. Vorbei
am Spullersee und über den bösen tritt hinab durchs Steubachtal nach Danöfen,
1050m, im Klostertal. Ab dort Taxifahrt zum Gasthof Kristberg auf 1430m.
Höhenunterschied: bergauf 700 m bergab 1300 m Gehzeit: ca. 5 Std.
Mittwoch:
Ab 07:00 Uhr Frühstück, 09:15 Uhr Abfahrt mit der Kristbergbahn ins Silbertal.
Taxifahrt zur Dürrwaldalpe auf 1669m im Silbertal. Aufstieg über die Freschalpe,
vorbei am Langer See zum Silbertaler Winterjöchle auf 1945m. Weiterer Aufstieg
durchs Schönverwalltal zur Heilbronner Hütte, 2308m. Nach einer ausgiebigen Pause
steigen wir über die Verwallalpe ab zum Zeinisjoch auf 1822m. Kurze Busfahrt nach
Galtür,1584m.
Höhenunterschied: bergauf 800 m bergab 500 m Gehzeit: ca. 6 Std.
Donnerstag:
Ab Galtür mit dem Taxi über Ischgl ins Fimbatal bis zur Gampenalpe 1975m. Aufstieg
zur Heidelberger Hütte 2264m und weiter über den Fimbapaß 2608m. Der Absteig erfolgt
durch das Val Sinestra nach Vna 1630m. Variante: Heidelberger Hütte - Davo Lais
Scharte 2807m bergauf 850m, bergab 1200m, Gehzeit 6-7 Std.
Höhenunterschied: bergauf 650 m bergab 1000 m Gehzeit: ca. 5 Std.
Freitag:
Ab 7 Uhr Frühstück, ca. 8.30 Abmarsch. Durch das Uina Tal Anstieg auf den Schlinigerpass.
Über die Sesvenna Hütte Abstieg nach Schlinig.
Höhenunterschied: bergauf 110 m bergab 600 m Gehzeit: ca. 5 Std.
Samstag:
8 Uhr Frühstück und gegen 09:00 Uhr Rückreisereise ab Burgeis ins Kleinwalsertal
Seit Jahrzehnten ist der klassische E5 als Europas Fernwanderweg von der Nordsee
zur Adria für Bergund Wanderfreunde ein Begriff. Insbesondere die Etappe über
die Alpen gilt als Highlight und erfreut sich bei unseren Kunden immer größerer
Beliebtheit. Ötzi sei Dank wissen wir heute, dass schon in der Frühgeschichte
die Alpen von Steinzeitmenschen überquert wurden.
Angeregt durch allgemeines Interesse bei unseren Kunden, aber auch von Journalisten
diverser Presse und TV Magazinen, bieten wir erstmals die Alpenüberquerung auf
den Spuren unserer Vorfahren an. Dank der Unterstützung einiger Experten für Ur-
und Frühgeschichte, die wir als Bergführer manchmal auf ihren Erkundungsstreifzügen
durch alpines Gelände begleiten durften, ist es gelungen einen prähistorischen
Weg vom Kleinwalsertal bis nach Südtirol zu erkunden.
Hier einige Recherchen zum Thema Urwege durch die Alpen:
In der Nähe vom Hauslabsjoch in über 3000m Höhe zwischen Österreich und Südtirol
hat der schwindende Gletscher vor 15 Jahren eine mumifizierte Leiche zum Vorschein
gebracht. Es handelte sich um einen etwa 45-jährigen Mann, der als Ötzi Schlagzeilen
machte. Seid dem Ötzifund kann angenommen werden, dass schon vor über 5000 Jahren
Menschen die Alpen überquerten. Detlef Willand, ein Künstler und Hobbyarchäologe
aus dem Kleinen Walsertal, entdeckte 1998 in dieser Region eine steinzeitliche
Lagerstätte.
Anschließende Untersuchungen durch das Institut für Ur- und Frühgeschichte der
Universität Innsbruck (Leitung Prof. Walter Leitner) haben gezeigt, dass es sich
um ein Jäger- und Hirtenlager aus der Zeit vor ca. 7000 v. Chr. handelt.
Alexander Binsteiner, ein deutscher Geoarchäologe, erkundet seit Jahren die Alpenregion
nach Feuerstein-Bergwerken. Auch im Kleinwalsertal konnte er solche Abbaustellen
nachweisen. Das Kleinwalsertal, mit seinen Jöchern in den Bregenzerwald im Westen
und Pässen zum Hochtannberg im Süden, war offensichtlich nicht nur ein Revier
für mesolithische Jäger und Sammler, sondern auch ein bedeutendes Tal auf der
prähistorischen Transitroute zwischen dem Bodensee und Norditalien. Auch Hirten
und Händler oder ganze Familien mit Vieh haben diese zum Teil hochalpinen Regionen
als Routen über die Alpen benutzt. Der direkte Weg oberhalb der Baumgrenze war
damals leichter begehbar und besser für die Orientierung, als der durch lange
unübersichtliche Täler und Schluchten mit oft reißenden Flüssen und dichten Wäldern.
Anforderungen
Bergerfahrung von Vortiel, Trittsicherheit und gute Kondition für 6-8 Std. Gehzeit
Ausrüstung
Rucksack 30 - 40 L, feste Bergschuhe, 2 Paar Wandersocken, bequeme Berghose,
kurze Hose, Pullover oder Jacke, wetterfeste warme Oberbekleidung, atmungsaktive
Ober- und Unterbekleidung, Wechselwäsche, Handschuhe, Mütze, Gamaschen, Sonnenschutz,
Sonnenbrille, Knirps, Trinkflasche, Tourenverpflegung (Müsliriegel), Kulturbeutel,
kleines Handtuch, Hüttenschlafsack, Personalausweis, evtl. Teleskopstöcke.
Leistungen
- Bergführer,
- 5 x Übernachtung/HP,
- 5 xTaxitransfer,
- 1 x Seilbahnfahrt
Teilnehmer
ab 5 Personen
Treffpunkt
10.00 Uhr Bergschule in Hirschegg gegenüber dem Walserhaus
Anreise
Bahnverbindungen nach Oberstdorf mit Anschluss an das öffentliche Busnetz Linie
1 nach Hirschegg Haltestelle Walserhaus. Mit dem Auto von Kempten (Allgäu) auf
der B 19 bis Oberstdorf - Kreisverkehr rechts Richtung Kleinwalsertal B 12 - Straßenverlauf
folgend bis Hirschegg/gegenüber dem Walserhaus/Tourismusamt.
Zimmervermittlung bei vorzeitiger Anreise
Kleinwalsertal Tourismus, Tel.: +43-5517-5114-0, www.kleinwalsertal.com
Kleinwalsertal Aktuell, www.kleinwalsertal-aktuell.com
Gerne sind auch wir Ihnen bei der Suche einer Unterkunft behilflich.
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