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Zu Fuß, per Rad und mit Floß unterwegs in den Karpaten - Rumänien Wanderreisen
| weitere Reisen in Rumänien |
| Land: Rumänien | Termin: 26.06.2010 - 10.07.2010 |
- 6- bis 8-stündige Wanderungen in den Karpaten
- 4-tägige Flussfahrt auf einem selbst gebauten Baumfloß
- Einfache Radtouren rund um Hermannstadt
- Lagerfeuer, Geselligkeit und rumänische Gastfreundschaft
- Familientauglich
Auf Ihrem selbstgebauten Baumfloß gleiten Sie vorbei an Steilwänden, bewaldeten
Bergrücken und Almen durch das transsilvanische Kernland. Einheimische Flößer
stehen Ihnen beim Bau mit Rat und Tat zu Seite. Erst nach einer zünftigen Taufe
legen Sie ab. Am Abend schlagen Sie am Ufer Ihre Zelte auf und bereiten gemeinsam
die Mahlzeiten am Lagerfeuer zu. Technisch einfache, aber abwechslungsreiche Wanderungen
führen Sie durch das Zibins-Gebirges: vom Laub- über Nadelwald hin zu Latschen
und alpinen Matten, über Bergrücken, Gipfel und Kämme. Auf den duftenden Almwiesen
begegnen Sie Hirten samt ihren Schafherden. Aus den Bergen führt die Route zurück
in das quirlige Hermannstadt mit seinem historischen Altstadtkern. Die Umgebung
der Stadt erkunden Sie per Fahrrad. Sie besuchen Kirchenburgen und radeln durch
Hirtendörfer – in manchen wird Deutsch gesprochen. Hier schließen Sie Kontakte
zur rumänischen Landbevölkerung und erfahren viel über die Geschichte der Region.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Wir treffen uns in Passau und fahren als Gruppe via Wien nach Rumänien. In Budapest
wechseln wir in den Nachtzug.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zug (Liegewagen)
2. Tag Kronstadt in Siebenbürgen
Gegen 4:00 Uhr steigt im rumänischen Grenzbahnhof Curtici unser Reiseleiter zu,
gemeinsam reisen wir weiter, quer durch Transsilvanien: wir folgen dem Mures-
und dem Kokel-Tal und fahren schließlich durch das „Repser Land" - am Alt entlang
(auf dem wir bald flößen werden). Unser Ziel ist Brasov/Kronstadt (600 m) im "Burzenland",
im südlichen Teil Siebenbürgens. Am späten Vormittag treffen wir in der Gebirgsstadt
ein, die im Schutz des Karpatenbogens liegt.
Nach einem Begrüßungspicknick direkt auf dem Marktplatz, wo wir uns u. a. mit
frischem Schafskäse, Brot, Obst und Gemüse versorgen, spazieren wir durch die
Altstadt. Dann führt uns ein Serpentinenweg durch Laubwald auf den Rücken des
967 m hohen Hausberges, der Zinne (Tampa) hinauf.
Von hier oben bietet sich an klaren Tagen ein weit reichender Blick auf die schöne
Altstadt und ihre bergige Umgebung. Dichtes Grün umrahmt die alten Häuserzeilen.
Überragt werden sie vom Rathaus (15. Jh.), dem Mittelpunkt des Marktplatzes, und
von der Schwarzen Kirche, dem Wahrzeichen der Stadt. Das Innere der dreischiffigen
Hallenkirche schmücken anatolische Teppiche (17. und 18. Jh.) sowie ein schönes
Chorgestühl aus dem 18. Jh. Am Marktplatz steht auch das stattliche Hirscherhaus
mit seinem langen Laubengang (16. Jh.), das einst dem Kronstädter Bürgermeister
Lukas Hirscher gehörte.
Nach einer 30-minütigen Busfahrt (30 km) treffen wir abends auf dem "Dracula-Campingplatz"
in Bran/Törzburg ein. In einer nahe gelegenen Gaststätte mit viel Lokalkolorit
und schöner Aussicht auf die Ortschaft und die unmittelbare Umgebung lassen wir
uns schließlich unser rumänisches Begrüßungs-Abendessen schmecken.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [MA]
3. Tag Bran/Törzburg - Rosenauer Bauernburg - Floßbau
Wir machen einen Spaziergang durch Bran und besichtigen die Törzburg (Castelul
Bran, 14. Jh.) mit ihren Türmen, Zinnen und Schießscharten. Die Burg liegt auf
einer felsigen, bewaldeten Anhöhe, einst strategisch wichtige Stelle an der Pass-
und Handelsstraße über die Karpaten. Heute ist die Burganlage ein Museum.
Als „Dracula-Schloss" wurde die Törzburg zur Attraktion für Neugierige. Mit dem
legendären Grafen Dracula (Titelfigur des gleichnamigen Vampir-Romans des irischen
Schriftstellers Bram Stoker) wird der rumänische Herrscher Vlad Tepes (15. Jh.)
in Verbindung gebracht, der für seine Grausamkeit bekannt war: seine Feinde ließ
er zur Abschreckung auf Pfähle spießen und wurde deswegen der „Pfähler" (Tepes,
von rum. teapa = der Pfahl) genannt. Residiert hat Tepes allerdings nie auf der
Törzburg.
Nach einem 15-minütigen Bustransfer (10 km) erreichen wir Rasnov/Rosenau. Hoch
auf einem Felsen über dem Städtchen Rosenau thront die gleichnamige Burg aus dem
14. Jh. Ein kurzer, aber steiler Pfad führt uns die 150 Höhenmeter durch den Wald
hinauf.
Von oben dann bietet sich uns ein herrlicher Tief- und Fernblick auf Rosenau,
die Felder ringsum, auf das gesamte "Burzenland" und auf die Karpaten in der Ferne.
Mitten in der Bauernburg stärken wir uns mit einem Imbiss, dann bringt uns ein
Bus zum Kronstädter Bahnhof. Mit der Regionalbahn fahren wir am frühen Nachmittag
nach Augustin (1 Std.) und werden dort von unserem Flößer-Team begrüßt. Das Baumaterial
liegt schon am Alt bereit, unweit des Dorfes, wo wir auch die Nacht im Zelt verbringen.
Unter Anleitung der vier Flößer bauen wir gemeinsam das Floß. Dabei bleibt uns
genügend Zeit für Muße, z. B. für ein Bad im Fluss. Nebenbei wird auch ein zünftiges
Abendessen am Lagerfeuer zubereitet.
Aufstieg: 150m; Abstieg: 150m; Übernachtung im Zelt [FMA]
4. Tag Floßtaufe - 1. Floßtag auf dem Alt
Nachdem wir Kaffee und Tee am Lagerfeuer gekocht und unser „Flößer-Frühstück"
zu uns genommen haben, lösen wir das "Baulager" auf. Es folgt die Floßtaufe, dann
brechen wir zu unserem Abenteuer auf. Die Fahrt beginnt in Augustin: rund um den
sog. Geisterwald werden wir den Alt auf seinem oberen Mittellauf befahren. Der
Alt (rum. Olt), Rumäniens drittgrößter Fluss, entspringt in den Ostkarpaten und
mündet nach rund 700 km in die Donau. Sein malerisches, von Pappeln, Weiden, Wiesen
und Äckern gesäumtes Tal gehört zu den schönsten Flusstälern Rumäniens.
Langsam wird unsere Fahrt „spritzig". Wir erreichen den Durchbruch, wo der Alt
seinen Lauf an einer natürlichen Barriere scharf nach Westen richtet. Die Engstelle,
die mit dem Turzun-Basaltstock bei Racos endet, ist ein eindrucksvoller Abschnitt
- trotzdem alles andere als eine Rafting-Tour! Gesteuert wird mit den Rudern,
manchmal kann es vorkommen, dass sich das Floß an Felsbrocken verkeilt oder an
Steinen aneckt. Mit Hebelkraft und Seilwinden wird es dann wieder flott gemacht.
Unsere Tagesetappen dauern von ca. 10:00 - 16:00/17:00 Uhr. Anschließend wandern
wir zu einem nahe gelegenen Dorf, erleben das abendliche Treiben und versorgen
uns mit frischen Lebensmitteln. Unser Zeltlager richten wir am Alt-Ufer ein, sammeln
Holz und kochen am Lagerfeuer. Gesang und gute Laune… und ein Stamperl Schnaps
noch vor dem Schlafengehen!
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt am Alt-Ufer [FMA]
5. Tag 2. Floßtag
Wir bauen die Zelte ab und starten zu unserer Fahrt, die heute gemächlicher wird.
Wir genießen es, vom Fluss getragen lautlos dahinzugleiten und unzähligen Mäandern
zu folgen. Wer Lust hat, kann versuchen das Floß mit einem der Ruder zu steuern.
Davon gibt es zwei, jeweils 7 m lang, vorne und hinten axial mittig am Floß angebracht.
Meist werden sie von zwei Flößern bedient, die aber gerne bereit sind, uns in
die Kunst des Steuerns einzuführen. Dabei erfahren wir auch einiges über die Geschichte
der Flößerei.
Gegen Abend gehen wir an Land. Wir befinden uns in der geschichtsträchtigen Region
bei Hoghiz, einer Ortschaft, die während des Mittelalters strategisch wichtig
war. In der naturparkähnlichen Landschaft stehen hier drei ehemalige Schlösser,
teils Ruinen, umgeben von jahrhundertealten Eichen. In unmittelbarer Nähe befand
sich das römische Militärlager Pons Vetus, wo 262 n. Chr. an der römischen Alt-Brücke
die Schlacht zwischen Goten und Gepiden stattgefunden haben soll.
Auf einer Wiese richten wir unser Zeltlager ein und bereiten das Lagerfeuer vor.
Nach dem Abendessen sitzen wir noch gemütlich beisammen und können uns austauschen,
z. B. über Rumäniens Geschichte, Kultur, Kunst, Politik usw.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt auf einer Wiese [FMA]
6. Tag 3. Floßtag
Ein weiterer Tag auf dem Wasser liegt vor uns. Unterwegs winken uns immer wieder
erstaunte Fußgänger, vor allem aber begeisterte Kinder von Ufern und Brücken aus
zu. Auf dem Floß gibt es auf rustikalen Holzbänken eine Sitzgelegenheit für jeden
Fahrgast. Eine überspannte Plane (Tarp) dient als Sonnen- und Regenschutz.
Sobald wir in ruhigeres Fahrwasser kommen, halten wir an, um in Dorfnähe „Kulturelles
und Soziales" - ganz spontan - auf uns wirken zu lassen. Dabei erhalten wir einen
Einblick in die Lebensweise der hiesigen Landbevölkerung. Wer möchte, kann am
späteren Nachmittag noch eine kurze geführte Wanderung in der näheren Umgebung
unternehmen (1 - 2 Std).
Am Abend bauen wir wieder unser Lager auf mit „Holzdienst", „Lagerfeuerbetreuung"
und allem, was dazugehört. Gemeinsam bereiten wir am Lagerfeuer das Abendessen
zu und tauchen anschließend bei Mondenschein und Sternenlicht, Feuersglut, Fackelschein
und Kerzenschimmer ein in die Welt siebenbürgischer Sagen und Märchen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Zelt [FMA]
7. Tag Letzter Floßtag - Fahrt nach Hermannstadt (Sibiu)
Nach einem kräftigen Frühstück setzen wir zur letzten Floßetappe an. In Comana
de Jos gehen wir kurz an Land und besichtigen ein kleines, aber sehenswertes ethnographisches
Dorfmuseum. Bis zum Nachmittag dürften wir es geschafft und somit das Ziel unserer
feucht-fröhlichen Fahrt, Halmeag, erreicht haben. Das Floß wird hier von den Flößern
in seine Bestandteile zerlegt und mit einem Holzlaster abtransportiert.
In einer Entfernung von nur 4 km liegt Sercaia (Schirkanyen). Dort nehmen wir
den Regionalzug Richtung Hermannstadt (2,5 Std. Fahrt). Die Stadt liegt an den
Ausläufern des Fogarascher- und des Zibin-Gebirges - unseres nächsten Zieles.
Mit dem Bus fahren wir weiter (45 Min.) zum höchstgelegenen Kurort Rumäniens,
Hohe Rinne (Paltinis, 1.450 m). Dort quartieren wir uns in einem gemütlichen Hotel
ein, das uns für die nächsten 3 Tage als „Basislager" dient. Den Abend lassen
wir im Hotel ausklingen… - bei dieser Gelegenheit werden auch die Flößer-Diplome
verliehen.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung im Hotel [FMA]
8. Tag Hohe Rinne und Umgebung: Zibinsklamm, Gretchenwiese, Oncesti-Gipfel
Nach dem Frühstück unternehmen wir einen Rundgang durch den geschichtsträchtigen
Kurort. Wir wandern zur Klosterklause „La Schit" (sprich: Skit), wo der bekannte
rumänische Philosoph Constantin Noica wirkte und auch beigesetzt wurde. Wir setzen
unsere Wanderung rund um die Hohe Rinne fort. Der Kurort liegt in einem waldreichen
Gebiet mit vielen Wanderwegen. Wir steigen in die Zibinsklamm hinab (550 m), wo
wir auch picknicken. Unter den vielen Pflanzen der Umgebung sind über 30 endemisch.
Aus der Zibinsklamm steigen wir entlang des Daneasa-Baches und über die Gretchenwiese
in stetigem, gemächlichem Aufstieg hinauf auf den Oncesti-Gipfel (1.713 m). Dies
ist der höchste Punkt unserer Tageswanderung und zugleich einer der schönsten
Aussichtspunkte der Region. Vom Gipfel kehren wir durch dichten Fichtenwald zum
Hotel zurück.
Gehzeit: 7h; Aufstieg: 820m; Abstieg: 270m; Übernachtung im Hotel [FMA]
9. Tag Wanderung im zentralen Teil des Massivs: Naturpark „Iezerele Cindrelului“
Wir packen unsere Tagesrucksäcke mit Proviant für einen längeren Wandertag und
starten in Richtung Südwesten. Zuerst geht es durch Nadelwald aufwärts, dann an
Latschen vorbei auf einen Kamm. Unsere Wanderung führt über Sättel und Gipfel
in Höhen zwischen 1.800 und 2.100 m. Wir befinden uns im Naturpark „Iezerele Cindrelului".
Bei guten Witterungsverhältnissen schweift unser Blick weit in den Norden; die
Westkarpaten scheinen zum Greifen nahe und von den Südkarpaten können wir fast
jedes einzelne Massiv erkennen!
Unterwegs treffen wir Hirten. Sie verbringen den Sommer mit ihren Herden auf
den Almwiesen und steigen im Herbst wieder ab, um mit den Tieren im milderen Tiefland
zu überwintern. Die Wanderschäferei (Transhumanz) ist in Rumänien heute noch üblich.
Nach etwa 3 - 4 Std. erreichen wir die Canaia-Baude - Endziel der „Königsetappe"
– wo wir uns ein wohlverdientes und deftiges Picknick gönnen. Von hier aus peilen
wir den Rückweg an. In unserem gemütlichen Hotel klingt der Tag aus.
Gehzeit: 7-8h; Aufstieg: 750m; Abstieg: 750m; Übernachtung im Hotel [FMA]
10. Tag Abstieg über das Hirtendorf Rasinari nach Hermannstadt
Mit unserem Tagesrucksack starten wir zu einer rund 6-stündigen Wanderung. Anders
als bei der gestrigen Hochgebirgstour führt unsere Route heute nur talwärts. Unterwegs
besuchen wir eine Sennhütte. Dabei können wir einen Eindruck vom Wesen der Transhumanz
bekommen und zugleich die einfache und entbehrungsreiche Lebensweise der Hirten
genauer kennen lernen. Über die Tomnatic-Wiese und blumenreiche Almen geht es
zum Dorf Rasinari (Städterdorf, 574 m) hinab. Dieses erstreckt sich entlang zweier
Gebirgsbäche am Fuß des Zibinsgebirges. Holzverarbeitung und Schafzucht sind hier
die Hauptbeschäftigungszweige. Auf dem Weg zur Straßenbahn sehen wir uns im Dorf
um. Mit dem „Käse-Express" (wie die Straßenbahn liebvoll genannt wird) kehren
wir nach Hermannstadt (9 km) zurück und treffen am späteren Nachmittag in unserem
"Basislager Neppendorf" ein, wo wir die kommenden Nächte verbringen werden. In
festlichem Rahmen werden heute die Trekking-Diplome verliehen. Anschließend können
wir den Abend bei einem Spaziergang durch Hermannstadt ausklingen lassen.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 0m; Abstieg: 880m; Übernachtung im Zelt oder im Heulager
[FMA]
11. Tag 1. Radtour: Kirchenburg und Hirtendorf
Nach dem Frühstück schwingen wir uns zum ersten Mal auf unsere 9-gängigen Fahrräder
("Winora", deutsche Markenfahrräder) und legen die ersten Kilometer im Vorbergland
über Cisnadioara/Michelsberg nach Cisnadie/Heltau zurück. Dort besichtigen wir
die Kirchenburg, die zu den repräsentativsten in Südsiebenbürgen gehört. Zurück
in Cisnadioara/Michelsberg, besichtigen wir die dortige Burg (1223 erstmals urkundlich
erwähnt) mit der ältesten romanischen Basilika im sächsischen Siebenbürgen. Die
Dorfidylle können wir bei einem Spaziergang durch Michelsberg (mit Besichtigung
der evangelischen Dorfkirche und einem kurzen Gespräch mit der Kirchenkuratorin)
erleben. Beim Halben Stein im Silberbachtal in schöner Landschaft lassen wir uns
ein ausgiebiges Picknick schmecken. Anschließend fahren wir durch den „Jungen
Wald" nach Rasinari, das größte rumänische Hirtendorf, und besichtigen die älteste
der drei orthodoxen, von Kirchenmalereien geschmückten Kirchen des Ortes: die
„Heilige Paraschiva"-Kirche. Der Besuch der Kinderwerkstatt für Ikonenmalerei
und ein kurzes Gespräch mit dem betreuenden orthodoxen Pfarrer runden das Programm
ab. Durch den Wald fahren wir zurück nach Hermannstadt.
Fahrzeit: 4,5h; Fahrstrecke: 43km; Übernachtung im Zelt oder im Heulager [FMA]
12. Tag 2. Radtour: Das malerische Vorbergland der Karpaten
Auf unserer heutigen Tour erhalten wir einen Eindruck vom Vorbergland, das unter
dem Namen „Marginimea Sibiului" bekannt ist. Wir durchqueren die zwei Hirtendörfer
Poplaca und Orlat und besichtigen in Sibiel das Ikonen-Museum - berühmt für seine
Hinterglasmalerei, die sich im 17. Jh. zur Volkskunst entwickelte und im 18./19.
Jh. eine Blütezeit erlebte. Die Künstler waren ländliche Meister, oft Analphabeten,
die mit einfachsten Mitteln arbeiteten (Glas, Farbe und Holz für den Rahmen).
Die Schönheit ihrer farblich reizvollen Werke liegt nicht zuletzt in der einfachen,
menschlich ergreifenden Art der Darstellung. Ikonen schmücken so manche Dorfkirche
und haben einen Ehrenplatz in vielen Bauernhäusern. Am häufigsten wurden das Bildnis
der Mutter Gottes und die Geburt Christi dargestellt, aber auch Heilige, wie z.
B. der heilige Georg (der als Beschützer der Viehherden galt) und der Prophet
Elias (als Abwehr von Blitzschlägen).
Unser Picknick nehmen wir am Sibieler Bach ein und stärken uns für den Spaziergang
durch Saliste. Auf dem Rückweg besichtigen wir das orthodoxe Kloster Orlat. Beim
Gespräch mit einer Nonne können wir einen Eindruck vom Leben in einem orthodoxen
Kloster erhalten.
Fahrzeit: 5-6h; Fahrstrecke: 52km; Übernachtung im Zelt oder im Heulager [FMA]
13. Tag 3. Radtour: Salzwasserseen
Zum letzten Mal schwingen wir uns auf die Räder, lassen es heute aber gemütlicher
angehen. Unsere Route führt ins beliebteste Naherholungsgebiet der Hermannstädter:
hier badet man gerne in den Salzwasserseen, eine „Schlammkur" oder einfach nur
Faulenzen tut gut … Gut schmeckt uns auch das Picknick bei den Seen.
Wir fahren zurück und genießen am Abend ein Abschiedsessen im renommierten rustikalen
Gewölberestaurant „Alt-Hermannstadt".
Fahrzeit: 3h; Fahrstrecke: 30km; Übernachtung im Zelt oder im Heulager [FMA]
14. Tag Sibiu/Hermannstadt - Kulturhauptstadt Europas 2007
Vormittags steht eine geführte Besichtigung durch die Gassen der Altstadt an
(spätgotische evangelische Stadtpfarrkirche, in der sich die berühmte Sauer-Orgel
befindet, orthodoxe Kathedrale, katholische Kathedrale, Markt). Direkt auf dem
Bauernmarkt nehmen wir das Mittagessen zu uns.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und kann für Besichtigungen in Eigenregie
genutzt werden (z. B. Brukenthal-Palais, Freilichtmuseum, andere Museen, Stadtbummel
und letzte Einkäufe).
Hermannstadt kann auf eine über 800-jährige bewegte Vergangenheit zurückblicken.
Unter dem lateinischen Namen „Villa Hermanni" 1223 urkundlich belegt, besaß die
Stadt 150 Jahre später bereits 19 Zünfte. Drei Verteidigungsringe mit 5 Basteien
und 54 Türmen schützten sie vor Fremdeinfällen. Natürlich ist von der alten Bausubstanz
nicht alles erhalten geblieben, dennoch hat die Stadt ihr historisches Gepräge
bewahrt. Schöne Plätze - der Große und der Kleine Ring mit gotischen und barocken
Gebäudefassaden - bilden den Altstadtkern. Mittelpunkt der ehemaligen Oberstadt
mit ihren Patrizierhäusern ist der Große Ring, sein vielleicht schönstes Schmuckstück
das Brukenthal-Palais. Der 1785 errichtete Barockbau, der heute ein berühmtes
Museum und eine Bibliothek beherbergt, trägt den Namen seines Besitzers, des Kunstkenners
und -sammlers Samuel von Brukenthal, der zur Zeit der Kaiserin Maria Theresia
Gouverneur von Siebenbürgen war.
Durch das Tor des Ratsturms gelangt man vom Großen Ring auf den Kleinen Ring.
Hier, umgeben von den schönen Arkaden-Häusern der Handwerker und Kaufleute (15./16.
Jh.), findet jedes Jahr im Herbst der im ganzen Land bekannte Töpfermarkt statt.
Unter mittelalterlichen Mauerbögen, gesäumt von alten Häusern, führt die malerische
„Sagstiege" aus der Oberstadt hinab zu den Gassen der Unterstadt.
Nach dem gemeinsamen Abendessen fahren wir mit dem Kleinbus (ca. 1 Std.) nach
Alba Iulia (Karlsburg), wo wir am späten Abend im Liegewagen des „Dacia Express"
die Heimfahrt antreten. „La revedere" - auf Wiedersehen!
Übernachtung im Zug (Liegewagen) [FMA]
15. Tag Ankunft in Deutschland
Am Morgen Ankunft in Wien. Anschließend fahren wir weiter nach Passau, wo wir
am frühen Nachmittag ankommen.
Leistungen
- Bahnreise Passau – Wien – Rumänien und zurück, jeweils eine Nachtfahrt im Liegewagen
- Übernachtung in Zelten, Hütten und im Hotel; Vollpension
- Transfers, Eintrittsgebühren
- örtliche/r, Deutsch sprechende/r Reiseleiter/in, Flößermannschaft
- unser Versicherungspaket
- Kinderermäßigung (10-15 Jahre): -135 Euro
Nicht enthaltene Leistungen
- Kosten für Getränke in Restaurants und im Hotel, Trinkgelder;
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- Ausgaben persönlicher Art,
- innerdeutsche Bahnfahrkarte bis/ab Passau auf Wunsch und gegen Aufpreis (Bitte
teilen Sie uns ggf. den Abfahrtsbahnhof mit und ob Sie eine Bahncard besitzen).
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Diese Reise ist eine Aktiv-Tour und zeichnet sich durch die Vielfalt der Aktivitäten
aus: gemeinsamer Floßbau, Flößen, Wandern, Radeln, Lagerfeuer-Machen etc. Wichtig
ist in erster Linie, dass Sie aufgeschlossen sind für die ungewöhnliche Kombination
der Programmpunkte, die Mischung von Natur und Kultur. Sportlich-aktive Etappen
wechseln sich ab mit Besichtigungen. Alle TeilnehmerInnen sollten Freude an körperlicher
Betätigung im Freien, Flexibilität und die Bereitschaft zum Improvisieren sowie
Gemeinschaftsgeist mitbringen.
Vor Ort werden Sie von einem Team, bestehend aus einem ortskundigen, Deutsch
und Rumänisch sprechenden Reiseleiter sowie einem Tourbegleiter, betreut. Ihre
Reiseleitung ist für Fragen aller Art zuständig. Ihr Rumänisch sprechender Tourbegleiter
kümmert sich um organisatorische Aufgaben. Beide verstehen sich als Teil der Gruppe.
Während der Floßfahrt werden Sie zusätzlich von einem Flößer-Team, gebildet aus
vier Flößern, begleitet. Ihr Anliegen ist es, Ihnen die Reise angenehm und interessant
zu gestalten.
Während der Tour erhalten Sie meist volle Verpflegung. Gespeist wird teilweise
in Hütten und Gaststätten. Die Küche ist landestypisch, deftig und schmackhaft.
Ansonsten werden die Mahlzeiten aus den besorgten Vorräten bestritten. Zubereitet
wird das Essen während der Floßetappen auf dem Lagerfeuer.
Untergebracht sind Sie in Zwei-Personen-Zelten von VauDe (Einzelzelt auf Anfrage
und gegen Aufpreis), während der Fahrrad-Etappe wahlweise auch im Heu (Heuboden),
während der Bergwanderungen in einem gemütlichen Hotel in Doppelzimmern (Einzelzimmer
auf Anfrage und gegen Aufpreis) mit eigenem Bad. Während der Floßfahrt schlafen
Sie am Ufer des Flusses in der "Wildnis" ohne jegliche Infrastruktur. In Hermannstadt
übernachten Sie auf einem kleinen Privatcampingplatz (am Stadtrand; keine weiteren
Gäste außer Ihrer Reisegruppe) mit allen nötigen Einrichtungen (Toiletten, Waschräumen,
Duschen) und Küche.
Die Floßfahrt stellt keine besonderen körperlichen Anforderungen. Schwimmkenntnisse
sind nicht erforderlich, Nichtschwimmer müssen jedoch Sicherheitswesten tragen.
Die Wanderungen bieten weder technische Schwierigkeiten, noch erfordern sie Schwindelfreiheit.
Für die maximal 7- bis 8-stündigen Etappen auf markierten Pfaden und Hirtensteigen
sollten Sie jedoch über entsprechend Ausdauer und Trittsicherheit verfügen (gemeint
ist sicheres Gehen auf unterschiedlich beschaffenem Gelände). Während der Wanderungen
tragen Sie nur Ihr Tagesgepäck (Trinkflasche, Regenjacke, Mittagspicknick etc.)
Die Fahrrad-Etappen sind einfach und verlangen keinen großen Energieaufwand.
Fahrradwege gibt es keine. Die Etappen sind so gewählt, dass Sie, soweit möglich,
schwach befahrene Nebenstrecken benutzen. Bis auf einen Abschnitt von 6 km am
2. Fahrrad-Tag (Feldweg) sind alle Strecken geteert und gut befahrbar, sie verlaufen
teilweise leicht bergauf und bergab.
Kinder
Diese Reise ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Sie sollten Erfahrung im Wandern
und Zelten haben, sowie sicher Fahrradfahren. Im Hotel schlafen die Kinder auf
einem Beistellbett bei den Eltern im Zimmer.
Einreisebestimmungen
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger genügt zur Einreise
nach Rumänien ein bei Ankunft noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass oder
Personalausweis/nationale Identitätskarte.
Für Reisen nach Rumänien sind keine Impfungen vorgeschrieben. Eine Hepatitis
A und Typhus Impfung werden empfohlen. Grundsätzlich sollte der Impfschutz gegen
Tetanus, Diphtherie und Polio überprüft und ggf. aufgefrischt werden. Ausführliche
Informationen erhalten Sie beim unabhängigen Auskunftsservice für Touristen über
Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel.Nr. 0900/1234-999 (1,98 € pro Minute)
oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bedingt durch ungünstige Wetterverhältnisse, Zugverspätungen, organisatorische
Schwierigkeiten, nicht vorhersehbare Ereignisse oder sonstige Faktoren kann es
bei dieser Reise zu Programmumstellungen und/oder –änderungen kommen. Beachten
Sie bitte, dass Feiertage oder überraschende Restaurierungsarbeiten (trotz sorgfältiger
Planung und Abstimmung mit Behörden und Verkehrsbüros) zu nicht vorhersehbaren
Schließungen von Besichtigungsobjekten führen können. Selbstverständlich ist es
das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Agentur, sämtliche Programmpunkte zu erreichen.
Für die exakte Durchführung der Ausschreibung können wir aber keine Garantie geben.
Wir bitten um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass
Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.
Klima
Siebenbürgen hat gemäßigtes Kontinentalklima. Die Monate Juli und August sind
für unsere Reise am besten geeignet. In niedrigen Regionen liegen die Tagestemperaturen
bei 25°C, sie können aber auch 30°C erreichen. In den Gebirgsregionen (1.400 -
2.000 m) sinkt das Thermometer um einige Grade, es ist frischer. Sommerregen und
-gewitter sind nicht auszuschließen, nehmen Sie deshalb einen Regenschutz mit.
Ausrüstung
Da mit sommerlichen, hohen Temperaturen zu rechnen ist, empfehlen wir Ihnen,
eine Kopfbedeckung, ausreichend Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor
und Badesachen mitzunehmen. Neben leichter, atmungsaktiver Kleidung benötigen
sie für diese Reise auch guten Regenschutz und stabile Wanderschuhe. Für die Fahrradetappen
sollten Sie einen Fahrradhelm, Fahrradhandschuhe sowie eine Fahrradbrille mitbringen.
Beachten Sie bitte die Hinweise in unserer Ausrüstungs-Checkliste, die Ihnen
mit den Reiseunterlagen zugeht.
Mindestteilnehmerzahl 8 Personen
Höchstteilnehmerzahl 18 Personen
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Ihre Wanderreisen Hotline: 06021 3067 0
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