Mare e monti: Inselwandern auf dem kleinen Kontinent Sardinien - Wanderreisen
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Land: Sardinien Termin: 18.09.2010 - 02.10.2010
- Leichte Tageswanderungen, 14 Tage
- Familiäre Hotels, Pensionen und Agriturismo
- Wildes Gebirge: Gennargentu und Ogliastra
- UNESCO- Weltkulturerbe: Su Nuraxi
- Küstenwanderung zur Cala di Luna
- Gipfelmöglichkeiten, u. a.: - Punta La Marmora, 1833 m - Punta Corrasi, 1463
m
Reiseprogramm
1. Tag: Flug mit Lufthansa von München nach Cagliari.
Gemeinsame Transferfahrt (80 km/1,5 h) mit dem Bus ins Iglesiente zu Ihrer Unterkunft
in einem Agriturismo für die folgenden vier Nächte. Das Iglesiente liegt im Südwesten
Sardiniens und ist das ehemalige Bergbaugebiet. Es ist bekannt für seine schroffen
und einsamen Inselberge und eine gewaltige Steilküste, die teilweise mehrere hundert
Meter senkrecht ins Meer abfällt. Bei einem Glas sardischem Wein wird Sie Ihre
DAV Summit Club Kultur- und Bergwanderführerin Sandra Lietze (Änderungen vorbehalten)
in das Programm einführen. Frau Lietze lebt seit fast zehn Jahren auf Sardinien
und ist Autorin des 2009 im Michael Müller Verlag erschienen Wanderführers Sardinien.
[-/-/ A]
2. Tag: Küstenwanderung bei Pan di Zucchero.
An Ihrem ersten Wandertag erkunden Sie nach kurzer Fahrt (60 km/1 h) auf einer
gemütlichen Eingehtour die herrliche Steilküste nahe dem alten, verfallenen Verladehafen
der Minengesellschaften und dem Bergwerksdorf. Der Weg führt teilweise auf den
alten Bergwerkspfaden der "minieri" in eine verwunschene Felsenlandschaft hoch
über dem Meer. Immer wieder trifft man auf die Ruinen des sardischen Bergbaus,
Zeugnisse der industriellen Vergangenheit im 19. Jahrhundert. Direktorenvillen,
Kaminschächte, Zugtrassen - die Region um Masua ist ein von der wilden sardischen
Natur zurückerobertes industrielles Denkmal des 19. Jahrhunderts. Dazwischen überraschen
die atemberaubenden Aussichten auf steile Klippen und versteckte Buchten und laden
zu einem ersten Bad im Meer ein.
Hm ↑ 400 ↓ 400 Gz 3-4 h [F/-/ A]
3. Tag: In den Linas- Bergen bei Villacidro befinden sich die Wasserfälle Pischina
Irgas.
In dem wasserreichen Waldgebiet, in dem auch die endemischen sardischen Hirsche
leben, führt der Pfad entlang kleiner Flussläufe und durch grüne Auen. Es ist
ein kaum begangenes Wald- und Wandergebiet, in dem Sie heute unterwegs sind. Umso
lohnender sind die Eindrücke. Vom höchsten Punkt der Wanderung, der Punta Pischina
Irgas, 691 m, genießen Sie eine herrliche Aussicht: Tief hat der Rio d´Oridda
sein Canyonbett in die harten Felsen des Linas- Gebirges eingeschnitten und stürzt
sich als schäumender Wasserfall über 45 Meter in die Tiefe. Die Gegend rund um
das Dorf Arbus ist bis aufs italienische Festland hin berühmt für seine hervorragenden
sardischen Hirtenmesser, sa resolza. Grund genug, dieser traditionsreichen Handwerkskunst
Aufmerksamkeit zu zollen. Auf dem Rückweg halten Sie bei der Werkstatt eines berühmten
Messermachers, um mehr über diese Kunst zu erfahren. Anschließend Rückkehr zum
Agriturismo und Abendessen (50 km/1 h).
Hm ↑380 ↓ 380 Gz 4 [F/-/ A]
4. Tag: Der bizarre Grat des Monte Arcuentu, 784 m,
trennt die unberührte und geschützte Costa Verde von der fruchtbaren Campidano-
Ebene, die beiden so unterschiedlichen Landstriche Sardiniens. Nicht umsonst hatte
der englische Schriftsteller D. H. Lawrence Sardiniens landschaftliche Vielfalt
so überschwänglich gelobt und die Insel einst als "kleinen Kontinent" bezeichnet.
Markant hebt sich das zackige, vulkanische Profil des Gebirgsgrats aus der hügeligen
Landschaft. Durch Weideland steigt der Pfad hinauf und erreicht über einen alten
Kreuzweg den Gipfel. Er bietet wieder einen grandiosen Rundblick. Am Nachmittag
zeigt sich Sardinien nach der Fahrt zu den gewaltigen Sanddünen der Costa Verde
von einer ganz anderen Seite. Natürlich bleibt Zeit für einen Strandspaziergang
oder ein Bad im Meer. Rückfahrt zur Unterkunft und letzte Übernachtung im Iglesiente.
Hm ↑ 570 ↓ 570 Gz 4 [F/-/3
5. Tag: Su Nuraxi und die Giara di Gesturi
sind zwei der ganz besonderen Höhepunkte einer Wanderund Kulturreise durch Sardinien.
Die Fahrt (120 km/2 h) führt durch den grünen Campidano- Graben, eine weite, fruchtbare
Schwemmebene und landwirtschaftliches Zentrum der Insel. Die bronzezeitlichen
Turmbauten von Su Nuraxi bei Barumini sind die komplexesten und besterhaltensten
Nuragherbauten der Insel und zurecht wurden sie zum Unesco- Weltkulturerbe ernannt.
Su Nuraxi zeigt die herausragenden Zeugnisse der immer noch kaum erforschten Kultur
der sardischen Urbevölkerung. Die ebenso rätselhafte wie faszinierende Geschichte
der Nuragher wird hier besonders lebendig und offenbart durch neueste Forschungsergebnisse
weitaus mehr Finesse und Fertigkeit, als lange angenommen wurde. Anschließend
geht es nach kurzer Fahrt in angenehmer Wanderung ohne große Höhenunterschiede
und auf gutem Weg über den Tafelberg der Giara di Gesturi. Die weite Hochebene
steckt voller Überraschungen: rassige halbwilde Pferde streifen zwischen windgebeugten
Korkeichen und einsamen Sumfseen umher, im dichten Grün verstecken sich verwunschene
Steinbauten aus grauer Vorzeit und vom Abbruchrand des Plateaus, der Giara, eröffnen
sich grandiose Ausblicke. Anschließend Fahrt zum familiären Hotel in Aritzo in
der Barbagia di Belvì für zwei Nächte.
Hm ↑100 ↓100 Gz 2-3 [F/-/ A]
6. Tag: Aritzo und die Schneehäuser:
Die Gegend rund um das kleine Bergdorf Aritzo, einem traditionsreichen Ferienort
ungefähr 75 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Nuoro, war schon bei den sardischen
Königen als Sommerfrische beliebt und wartet mit viel landschaftlicher Schönheit
und Geschichte auf. Das kleine, kaum 1500 Einwohner zählende Dorf bietet so manche
traditionsreiche Überraschung. Auf schmalen und von Steinmäuerchen gesäumten Wegen
wandern Sie durch alte Kastanienhaine und schattige Eichenwälder. Versteckt in
den Bergen oberhalb der Ortschaft entdecken Sie die Reste der sogenannten "Schneehäuser":
Schneelager, die bis ins 19. Jahrhundert angelegt wurden, um aus dem Eis im Sommer
Speiseeis und Sorbets herstellen zu können. In den Wäldern um Aritzo leben wilde
Esel und Pferde, Mufflons, Wildschweine und Greifvögel, der tiefgrüne Flumendosa
gilt bei sardischen Wasserfreunden als das Sportparadies per se. Rückkehr zum
Hotel und zum wohlschmeckenden Abendessen.
Hm ↑ 400 ↓ 400 Gz 5 [F/-/ A]
7. Tag: Das Gennargentu- Gebirge und die Punta La Marmora
sind der höchste Punkt auf dieser ausgeklügelten Inselwanderung. Heute besteigen
Sie auf angenehmem Anstieg das "Dach der Insel", die Punta La Marmora, 1833 m.
Der höchste Gipfel wurde benannt zu Ehren des im 18. Jahrhundert lebenden piemontesischen
Grafen und Forschers Alberto La Marmora, der sich in seinen naturwissenschaftlichen
Studien nahezu ganz auf die Insel Sardinien konzentrierte. Kahle Bergrücken, über
die der Wind bläst, und Felsgipfel, von denen Geröllfelder zu Tal ziehen, bilden
die wilde Kammregion des höchsten Inselgebirges, des Gennargentu- Gebirges. Aus
luftiger Höhe bietet sich ein grandioser Rundblick über die erhabene Bergwelt,
die bleichen Berge des Supramonte und über große Teile Sardiniens. Weiterfahrt
nach Fonni und Besichtigung der legendären "murales", der politisch motivierten
Fassadenbilder. In Dorgali (135 km/2,5 h), einem seit Jahrhunderten berühmten und für seine
schwarz gekleideten Frauen legendären Hirtendorf, das sich zum Schutz vor Piraten
in der schroffen Bergwelt versteckte, beziehen Sie für weitere drei Nächte eine
Pension.
Hm ↑ 350 ↓ 350 Gz 5 [F/-/A]
8. Tag: Cala Sisine und Cala di Luna sind die Perlen im Golfo di Orosei.
Mit ihren makellosen Sandund Kiesstränden, die sanft ins Meer abfallen, den türkis
schimmernden Buchten und der markanten Felsenküste beschwört der weitgehend unberührte
Küstenlandstrich am Golf von Orosei wahrhafte Südsee- Impressionen herauf. Von
Cala Gonone bringt wetterabhängig ein Boot die Wandergruppe zur Cala Sisine. Ein
steiniger Köhlerweg führt zunächst an der Küste entlang, später dann durch die
Berge und an einer Hirtenhütte vorbei zum Traumstrand an der weltbekannten Cala
Luna. Die Rückfahrt nach Cala Gonone erfolgt - wieder wetterabhängig - mit dem
Boot.
Hm ↑ 600 ↓ 600 Gz 4-5 h [F/-/ A]
9. Tag Die Punta Corrasi, 1463 m, ist der höchste Berg im Supramonte:
schroffe weiße Felswände erinnern an die Dolomiten und entsprechend konditionell
fordernder als die letzten Tage ist auch der Anstieg. Der Weg beginnt am Monte
Maccione, dann folgt er auf wildem Pfad manchmal weglos durch Karstgestein zum
Gipfel. Dafür bietet auch der zweithöchsten Punkt der Insel lohnende Ausblicke
über das gesamte Supramonte- Gebirge und das gegenüber liegende Massiv des Gennargentu.
Abstieg auf gleichem Weg und Rückfahrt zur Pension in Dorgali.
Hm ↑ 750 ↓ 750 Gz 6 h [F/-/ A]
10. Tag: Nationalpark Gennargentu und der Monte Tiscali:
die grünen Täler und dicht bewaldeten Hänge des Supramonte stehen im gleißenden
Kontrast zu den nahezu schneeweiß verkarsteten Hochflächen. Die heutige Tageswanderung
führt auf alten Hirtenpfaden zu einer gewaltigen Einsturzdoline, die sich verborgen
im Kalksteinrücken des Monte Tiscali öffnet. Im Schutze ihrer überhängenden Felswände
liegen die Reste von zwei Nuragher- Siedlungen. Sie hatten sich vor den immer
mächtiger werdenden römischen Besatzern in die schützende Wildnis zurückgezogen.
Das geschützte Areal der Doline war nicht nur ein ideales Versteck, sondern sorgt
bis heute auch für ein eigenes, besonders mildes Mikroklima. Auf dem Rückweg ist
Zeit für eine Pause bei Pietro, dem Hirten, der die Gruppe an seiner Hirtenhütte
mit selbst geräucherten Schinken, Wurst und Käse erwartet. Gerne gewährt er Einblicke
in seinen Alltag und erzählt, wie sich das Leben der sardischen Hirten in den
letzten Jahrzehnten verändert hat. Am Nachmittag erfolgt der Transfer (80 km/1,5
h) in das Küstenstädtchen Santa Maria N varrese nahe der Porphyrküste von Arbatax.
Hm ↑ 350 ↓ 350 Gz 4 h [F/-/ A]
11. Tag: Die Felsnadel Pedra Longa
ist ein schroffer Karstsporn am wild zerklüfteten Steilufer und liegt in wanderbarer
Nähe von Santa Maria Navarrese. Direkt vom Hotel beginnend führt der Pfad entlang
der Felsenküste. Traumblicke aufs blaue Meer eröffnen sich rechter Hand. In der
beschaulichen Ortschaft Santa Maria Navarrese, bekannt für ihr Kirchlein im spanischen
Stil, das von einem uralten Olivenhain umrahmt wird, lohnt ein Rundgang. Ein genussvoller
Ausklang in einer typischen Bar darf natürlich nicht fehlen.
Hm ↑ 150 ↓ 150 Gz 3 h [F/-/ A]
12. Tag: Von der Hochebene Golgo in die Cala Goloritzè
zu Wandern ist ein absolutes Muss. Die Traumbucht Cala Goloritzè ist eine der
schönsten Badebuchten der Ostküste und nur per Boot oder zu Fuß zu erreichen.
Auf der Hochfläche des Golgo beginnt nach kurzer aber kurviger Fahrt mit weitem
Blick auf die fruchtbare, mit Olivenbäumen und Orangenplantagen bestandene Küstenebene
der Oligiastra, Traumbucht Cala Goloritzè ist eine der schönsten Badebuchten der
Ostküste und nur per Boot oder zu Fuß zu erreichen. Auf der Hochfläche des Golgo
beginnt nach kurzer aber kurviger Fahrt mit weitem Blick auf die fruchtbare, mit
Olivenbäumen und Orangenplantagen bestandene Küstenebene der Oligiastra, der schmale
Wanderweg. Er führt durch duftende Macchia und Steineichenwälder über weiß leuchtenden
Karstflächen hinab zum glitzernden Meer. Natürlich gibt es ausgezeichnete Bademöglichkeiten.
Nach der Wanderung besichtigen Sie die kleine Pilgerkirche San Pietro und den
270 m tiefen Karstschlund Su Sterru, das tiefste Karstloch Europas.
Hm ↑ 500 ↓ 500 Gz 5 h [F/-/ A]
13. Tag: Hirtenromantik und ein festlicher Abschiedsgenuss erwarten Sie
in dem kleinen Bergdorf Urzulei. Zunächst wird eine der berühmten Korbflechterinnen
des Ortes besucht. Trachten, Brot und Flechtarbeiten gehören zu den althergebrachten
Traditionen der Hirten. In mühevoller Handarbeit stellt Signora Agnese ihre Körbe
aus dem überall wachsenden, bis zu einem Meter hohen weißen Affodill her, der
auf der anschließenden Wanderung sicherlich zu entdecken sein wird. Die Fernblicke
während des heutigen Rundweges bestechen durch die weiten Karstlandschaften und
deren raue Schönheit. Genügsame Kühe und Schafe weiden auf kargen Gebirgsweiden,
vorbei an knorrigen Eichen und Wacholderbäumen geht es weiter zu einer alten Hirtenhütte.
Hier lassen Sie Ihren Urlaub bei einem zünftigen Essen mit Grillfleisch, würzigem
Pecorino- Käse und hauchdünnem Pane Carasau sowie einem Gläschen süffigem Cannonau
genüßlich ausklingen. Rückfahrt (90 km/1,5 h) zum Hotel in Santa Maria Navarrese.
Hm ↑400 ↓ 400 Gz 4-5 h [F/ M/-]
14.: Fahrt zum Flughafen von Cagliari (150 km/ 2,5 h).
Dann erfolgt der Rückflug mit Lufthansa zurück nach München. [F/-/-]
Voraussetzungen
Technisch leichte Tageswanderungen, für die Sie Kondition für Gehzeiten von 3
bis 6 h benötigen. Sie sind meist in felsigem Gelände unterwegs, Trittsicherheit
und Schwindelfreiheit bringen Sie mit. Wir haben für diese Tour bewusst landestypische
Unterkünfte gewählt, die durch ihre Lage, familiäre Atmosphäre und gutes Essen
überzeugen.
Unsere Leistungen
- Linienflug mit Lufthansa ab München nach Cagliari und zurück, Freigepäck 20 kg
- Halbpension
- 2 x Hotel **(*), 4 x Hotel **, 7 x Agriturismo/ Pension, jeweils im DZ
- Transfer und Busfahrten laut Programm
- Eintritte für Besichtigungen laut Programm
- Reiserücktritt-/ Abbruch-/ Kranken-/ Haftpflichtversicherung
- 1 Tagesrucksack oder ein anderer Artikel der Summit Line
- Reiseleitung durch einen örtlichen, deutsch sprechenden Kultur- und Bergwanderführer,
vorgesehen ist Sandra Lietze
Unterbringung
- Ort Nächte Unterbringung Landeskategorie
- Monte Arcuentu 4 Agriturismo L'Oasi del Cervo
- Aritzo 2 Hotel Castello **(*)
- Dorgali 3 Pension Goritto
- Santa Maria Navarrese 4 Pension Ostello Bellavista**
Anreise
Innerdeutsche Anschlussflüge nach/ ab München € 60,- Aufpreis für Flugsteuern.
Weitere auf Anfrage.
Zusatzkosten
Trinkgelder ca. € 50,- ; Schiffsfahrt pro Strecke ca. € 15,-
Zusatzinformation
Ihr freiwilliger atmosfair- Beitrag ca. € 15,- » PDF Reiseinfos Preise: |

Mare e monti: Inselwandern auf dem kleinen Kontinent Sardinien Sardinien, Europa
Reise Veranstalter: DAV Summit Club
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