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Land: Spanien Kanaren
Termin: 26.10.2010 - 02.11.2010
- 6 abwechslungsreiche, 4- bis 7-stündige Wanderungen
- Vulkankrater Caldera de Taburiente, Roque de los Muchachos (2.426 m)
- Dichter Lorbeerwald und bizarre Vulkanlandschaft
- Inselhauptstadt Santa Cruz
Auf La Palma kommen Wanderer voll auf ihre Kosten, sei es in den bizarren Vulkanbergen
mit ihren schwarz-roten Lavahängen an denen gelber Ginster blüht oder in den schattigen
Lorbeerwäldern, wo seltene Pflanzenarten zu entdecken sind. Unsere Wanderführer,
wahre Kenner der Insel, führen Sie hinein in die Caldera de Taburiente, einen
der größten Einbruchskrater der Erde: Still sind hier die Kiefernwälder, beeindruckend
die enge Klamm des Barranco, erfrischend die Quellen und unbezwingbar scheinen
die steilen Felswände der Caldera.
Tourverlauf
1. Tag Anreise
Charterflug mit Condor von München nach La Palma. Nach der Ankunft werden wir
von unserem Reiseleiter begrüßt und in den Osten der Insel nach Los Cancajos gebracht
(kurzer Transfer), wo wir unsere Appartements beziehen. (Der Transfer vom Flughafen
zum Hotel ist auf die Ankunftszeit des Gruppenflugs ausgelegt.) Beim gemeinsamen
Abendessen stimmen wir uns auf die bevorstehende Wanderwoche ein.
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; Übernachtung in Appartements [A]
2. Tag Fuencaliente - Vulkan San Antonio - Vulkan Teneguia - El Faro
Unsere erste, leichte Wanderung führt uns in den Süden, den geologisch aktiven
Teil der Insel. Ausgangspunkt dieser eindrucksvollen Vulkanroute ist der Weinort
Fuencaliente. Hier wird Trockenweinanbau betrieben: Die im Vulkangestein liegenden
Weinranken werden nur durch den Tau bewässert, wodurch der Wein einen ganz besonderen
Geschmack bekommt. Im vulkanologischen Zentrum erhalten wir einen ersten Eindruck
von der "feurigen" Entstehungsgeschichte der Insel, danach geht es hinauf auf
den 3000 Jahre alten Vulkan San Antonio. Wir wandern am Kraterrand entlang und
können die Aussicht genießen. Der Blick schweift über die karge Lavalandschaft
des Südens bis zum Meer, bei klarer Sicht sind sogar die Nachbarinseln zu sehen.
An den Abhängen des Vulkans steigen wir ab bis zum Roque Teneguia. Der älteste
sichtbare Vulkanschlot der Insel hebt sich hell vom dunklen Gestein der Umgebung
ab. Über einen Wanderweg geht es weiter zum Vulkan Teneguia, dem "Nesthäkchen"
der Vulkanfamilie. Der jüngste Feuerberg der Kanarischen Inseln war im Herbst
1971 ausgebrochen. An einigen Stellen ist der Boden hier noch heiß, die Luft riecht
nach Schwefel. Durch ein aufgeborstenes Lavafeld, an großen, teils farbigen Sand-
und Aschehängen vorbei, wandern wir zu den beiden Leuchttürmen an der Südspitze
La Palmas. Nach dem Besuch der letzten noch in Betrieb befindlichen Saline La
Palmas erfrischen wir uns bei einem Sprung in die Wellen und waschen uns den Staub
des Tages ab.
Gehzeit: 3,5-4h; Aufstieg: 70m; Abstieg: 600m; Übernachtung in Appartements [F]
3. Tag Barranco de la Galga - San Bartolome - Inselhauptstadt Santa Cruz
Der nördliche Teil La Palmas wird von tiefen Schluchten durchzogen. Hier gedeiht
eine üppig-grüne Vegetation, die Pflanzenliebhaber sicher erfreut.
Unsere heutige Wanderung führt in die Lorbeerwälder des Cubo de la Galga. Diese
sind Teil des Naturparks Monte de Los Sauces y Puntallana und stehen somit unter
Naturschutz. Von der Wasserleitung beim Dörfchen La Galga steigen wir zunächst
hinauf zum Aussichtspunkt Somadas Altas. Ein herrlicher Ausblick über den Nord-Ost-Teil
der Insel bietet sich uns nach dem etwas steileren Anstieg. Über eine Waldpiste
gelangen wir nun in stetigem Auf und Ab immer tiefer in den urwaldartigen Barranco
de la Galga. Riesige Farne, Baumheide und Lianen verwandeln die Schlucht in einen
verwunschenen Zauberwald. Anschließend geht es langsam bergab in Richtung La Galga
und zum Mirador (Aussichtspunkt) San Bartolome.
Mit einem gemeinsamen Bummel durch die Hauptstadt Santa Cruz und einem frühen
Abendessen lassen wir den heutigen Tag ausklingen.
Bitte beachten Sie: Beim Reisetermin im Februar besuchen wir Santa Cruz an Tag
7 (dem Rosenmontag). So haben Sie Gelegenheit, den Höhepunkt der Karnevalstage,
die "llegada de los Indianos" (Ankunft der Indianer) - eine Parodie auf die aus
Amerika zurückgekehrten Emigranten - mitzuerleben und mitzufeiern. Ganz in Weiß
gekleidete "Indianer" ziehen durch die Straßen und bewerfen die Zuschauer mit
weißem Talkpuder.
Gehzeit: 3,5-4h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 300m; Übernachtung in Appartements
[FA]
4. Tag Höhenwanderung entlang dem Caldera-Kamm: Roque de los Muchachos - Pico
de la Cruz
Heute erwartet uns eine Höhenwanderung über den Caldera-Kamm, den mächtigen Gebirgszug,
der die Caldera de Taburiente halbkreisförmig umschließt. Wir fahren zunächst
über eine kurvenreiche Serpentinenstraße hinauf auf den Roque de los Muchachos,
den höchsten Gipfel der Insel (2.426 m). An den meisten Tagen des Jahres liegt
die Passatwolkenschicht tiefer und wir blicken "über die Wolken" bis zu den Nachbarinseln
Teneriffa, La Gomera und El Hierro. Vorbei am Observatorium, einer der größten
Sternwarten der Welt, wandern wir stets am Caldera-Kamm entlang bis zum Pico de
la Cruz. Immer wieder eröffnen sich auf diesem Höhenweg einmalige Weitblicke über
die ganze Insel und spektakuläre Tiefblicke in die Caldera. Auf der Rückfahrt
besuchen wir die Wallfahrtskirche Nuesta Senora de Las Nieves, die der Schutzpatronin
der Insel, der Jungfrau vom Schnee, geweiht ist, und halten am Mirador de La Concepción
an. Von hier hat man die schönste Aussicht auf die Inselhauptstadt Santa Cruz.
Abends haben wir Gelegenheit, gemeinsam in San Antonio La Mocanera zu Abend zu
essen (fakultativ, auf eigene Kosten).
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 50m; Abstieg: 75m; Übernachtung in Appartements [F]
5. Tag Monte Breña - Mazo - Besuch des Bauernmarktes
Auf ca. 500 m Höhe, in der Nähe des Aussichtsberges Monte Breña, beginnt unsere
heutige Wanderung. Leicht ansteigend führt unser Weg zunächst bis zum Wasserkanal,
dann weiter durch verschiedene Vegetationszonen und vorbei an unterschiedlichen
Anbauflächen. Wir können die schönen Ausblicke nach Santa Cruz und über die hügelige
Landschaft der Ostseite genießen. Auf einem alten Camino (Verbindungsweg) gelangen
wir, vorbei an inseltypischen Häusern mit blühenden Gärten, nach Mazo. Das hübsche
Dorf ist das Zentrum des Kunsthandwerks auf La Palma. Nach dem Mittagessen besuchen
wir noch den hiesigen Bauernmarkt. Jedes Wochenende werden hier Obst, Gemüse,
Wein und andere lokale Produkte zum Verkauf angeboten.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 250m; Übernachtung in Appartements [FM]
6. Tag Llanos de Jable - Vulkan San Juan - El Pilar
Der San Juan, einer der jüngsten Vulkane der Insel, steht heute auf dem Programm.
Sein Ausbruch ereignete sich im September 1949. Am Llanos del Jable, einem bizarren
Lava-Aschefeld auf 1.150 m Höhe, beginnt unsere Wanderung. Feigenbäume, Esskastanien,
Hauswurzgewächse und Zistrosen säumen den Weg. Wir genießen die Aussicht auf das
Aridane-Tal im Westen der Insel, auf die Gipfel der Caldera und ihren Einbruchkrater,
die Cumbre. Nachdem wir einen schönen Kiefernwald durchquert haben, stehen wir
unvermittelt vor dem Lavastrom des San Juan - kein typischer Vulkan mit Krater,
nur eine Erdspalte, von der sich ein immer breiter werdendes Lavaband unbarmherzig
durch die Kulturlandschaft am Westfluss der Cumbre Vieja windet. Wir sehen Stricklava
und können einen Blick in einen Lavatunnel werfen. Ein etwas steilerer Aufstieg
führt zu einer Waldpiste, der wir schließlich bis nach El Pilar folgen.
Gehzeit: 4h; Aufstieg: 200m; Abstieg: 60m; Übernachtung in Appartements [F]
7. Tag Durchquerung der Caldera de Taburiente
Eine der abwechslungsreichsten Wanderungen auf La Palma ist und bleibt die Durchquerung
der Caldera de Taburiente. Mit einem geländegängigen Fahrzeug gelangen wir durch
den Barranco de Las Angustias zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, dem Mirador
Los Brecitos (1.083 m). Schon die herrlichen Ausblicke während der Fahrt lassen
die Spannung und Vorfreude steigen.
Über einen gut angelegten Waldweg wandern wir hinab auf den Grund des riesigen
Kraterkessels, wo der Rio Taburiente tost. Während der Mittagspause können wir
uns hier ein erfrischendes Bad gönnen.
Danach wird es etwas schwieriger: Der Abstieg in die Schlucht führt über einen
teilweise mit Geröll bedeckten, von den über 1.000 m hohen Kraterwänden gesäumten
Serpentinenpfad, am heiligen Felsen der Ureinwohner (dem Roque Idafe) vorbei.
Immer dem Wasserlauf des Rio Taburiente folgend, wandern wir in stetigem Auf und
Ab, den Bach öfter durchwatend, über Felsen zum Parkplatz. Dort wartet unser Fahrzeug
auf uns. Bei dieser Etappe kann man die Naturschönheiten der Insel auf engstem
Raum erleben.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 750m; Übernachtung in Appartements [FA]
8. Tag Heimreise
Wir werden zum Flughafen gebracht und fliegen von La Palma zurück nach Deutschland.
(Der Flughafentransfer ist auf die Abflugzeiten des Gruppenfluges abgestimmt.)
Aufstieg: 0m; Abstieg: 0m; [F]
Leistungen
- Charterflug mit Condor München – La Palma – München, Flüge ab anderen deutschen
Städten gegen Aufpreis und nach Verfügbarkeit
- Übernachtung in Appartements; 7 x Frühstück, 3 x Abendessen, 1 x Mittagessen
- Transfers, Flughafentransfer nur in Verbindung mit dem Gruppenflug
- örtliche/r, Deutsch sprechende/r Reiseleiter/in
Nicht enthaltene Leistungen
- Hauser-BASIS-Versicherungspaket;
- Reisegepäck-, Reiseunfall- und Reiseabbruch-Versicherung;
- Kosten für fehlende Mahlzeiten,
- Getränke,
- Trinkgelder,
- Einzelzimmer-Zuschlag,
- individuelle Ausflüge und Besichtigungen sowie Ausgaben persönlicher Art;
- innerdeutsche Bahnfahrkarte auf Wunsch und gegen Aufpreis. (Bitte teilen Sie
uns ggf. den Abfahrtsbahnhof mit und ob Sie eine Bahncard besitzen.)
Reiseinfos
Charakter der Tour und Anforderungen
Bei dieser Reise unternehmen Sie 3,5- bis 7-stündige Tageswanderungen, die entsprechend
Kondition und Trittsicherheit voraussetzen und einige, zum Teil steile Abstiege
beinhalten. Die angegebene Gehzeit kann, je nach Witterungsbedingungen, Jahreszeit
und Kondition der Teilnehmer, recht unterschiedlich ausfallen. Die einzelnen Etappen
führen zum Teil über vulkanisches Gelände, nicht unterhaltene Wege/Pfade oder
gar durch wegloses Gelände. Sie wandern über Wurzeln, Steine, Geröll und Schotter.
Um Freude an diesen Etappen zu haben, sollten Sie gewohnt sein, mühelos mehrere
Stunden am Tag zu wandern.
Etwas erhöhte Anforderungen, vor allem bei schlechten Witterungsverhältnissen,
stellt die Etappe an Tag 7. Diese entspricht eher den konditionellen Anforderungen
einer 3-Fuß-Tour, denen Sie sich ebenfalls gewachsen fühlen sollten. Wir empfehlen,
sich für diese Reise durch ausgedehnte Wanderungen und/oder Waldläufe vorzubereiten.
Untergebracht sind Sie während der gesamten Dauer der Reise in einer freundlichen
Appartementanlage mit Swimmingpool und einem schönen Garten in Los Cancajos, im
Osten La Palmas. Nach den Wanderungen können Sie zu Fuß in wenigen Minuten zum
schwarzsandigen Vulkanstrand gelangen. Mit Taxis oder einem Kleinbus fahren Sie
nach dem Frühstück zum Ausgangspunkt Ihrer Wanderungen und, wie im Programm angegeben,
zu Ihrem Quartier zurück. Auf den teilweise längeren An- und Rückfahrten, die
sich aufgrund der Topografie, der Größe der Insel und der kurvigen Gebirgsstraßen
ergeben, lernen Sie die gesamte Insel kennen. Da Sie Ihr Gepäck zurücklassen und
nur das Notwendigste (z. B. Anorak, Fotoapparat etc.) in einem Tagesrucksack mitnehmen,
können Sie die Landschaft „unbeschwert" genießen.
Nicht alle Mahlzeiten sind im Reisepreis eingeschlossen. Ihre Reiseleitung begleitet
Sie zum Abendessen in landestypische Lokale/Restaurants oder gibt Ihnen entsprechende
Empfehlungen. Der Preis pro Abendessen beträgt ca. 15 bis 20.- Euro. Als Mittagessen
für unterwegs nehmen Sie meist ein Picknick mit.
Einreisebestimmungen
Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger genügt für die Einreise
nach Spanien (La Palma) eine gültige nationale Identitätskarte/Personalausweis.
Impfungen
Für Reisen nach Spanien (La Palma) sind keine Impfungen vorgeschrieben. Ausführliche
Informationen erhalten Sie bei dem unabhängigen Auskunftsservice für Touristen
über Gesundheitsrisiken im Ausland unter der Tel.Nr. 0900/1234-999 (1,98 € pro
Minute) oder unter www.gesundes-reisen.de
Wichtige Hinweise
Bei dieser Reise kann es zu Programmumstellungen oder -änderungen kommen - bedingt
durch Flugverzögerungen, ungünstige Wetterverhältnisse oder andere, nicht vorhersehbare
Faktoren. Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung, alle Programmpunkte
durchzuführen oder gleichwertige Alternativen anzubieten, doch können wir für
die exakte Einhaltung vorliegender Ausschreibung keine Garantie geben. Wir bitten
um Ihr Verständnis. Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene
Gefahr an dieser Reise teilnehmen.
Bei Drucklegung existiert ein Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes - wir
bitten um Beachtung! Nähere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de oder kontaktieren
Sie unser Service Team unter der Telefonnummer 089-235006-0.
Klima
Auf den Kanaren ist das Wetter ausgeglichen und daher sehr angenehm. Im März
herrscht in Küstennähe eine Durchschnittstemperatur von ca. 18°C. Bezaubernd ist
der Inselfrühling, der diesen Monat trotz möglicher Regenfälle zu einem der schönsten
des Jahres macht. Etwa ab Mai entspricht der Temperaturanstieg auf durchschnittlich
21°C dem Inselsommer. In höheren Lagen kann ein kalter und heftiger Wind wehen.
La Palma liegt im Einflussgebiet der Feuchtigkeit spendenden Luftströmungen der
Westwinde und des Passats. Letzterer begünstigt den üppigen, erstaunlich artenreichen
Pflanzenwuchs, der La Palma zu Recht den Namen „grüne Insel" eingetragen hat.
Der in Nord-Südrichtung verlaufende Gebirgskamm der Insel wirkt als Klimascheide
zwischen der im Passatluv gelegenen, feuchteren Ostseite und dem im Passatlee
gelegenen, trockenen Westabhang der Insel.
Ausrüstung
Für diese Reise benötigen Sie sowohl leichte, atmungsaktive als auch warme, wind-
und regenundurchlässige Kleidung und knöchelhohe, feste Wanderschuhe mit guter
Profilsohle. Bitte bedenken Sie, dass Sie auch in höheren Lagen (bis 2.400 m)
unterwegs sind, dort kann ein kalter Wind wehen! Als Gehhilfe haben sich Teleskop-Tourenstöcke
bewährt, sie können vor allem während der Abstiege und der Bachquerungen an Tag
7 hilfreich sein.
Beachten Sie bitte auch unsere ausführliche Ausrüstungs-Checkliste, die wir Ihnen
nach der Anmeldung zusenden.
Mindestteilnehmerzahl 10 Personen
Höchstteilnehmerzahl 14 Personen
» PDF Reiseinfos Preise: |