Für eine Woche lief ‘ne Gruppe durchs Engadin:
das war Schorsch’s Truppe.
Man kam nach hier aus jeder Ecke
und traf sich so zum Wanderzwecke.

Der “Schweizerhof” war 1. Wahl,
das Abendessen stets ‘ne Qual,
weil die Magenkapazität
reziprok zum Angebot steht.

Gehorsam machten wir die Touren
und folgten brav dem Schorsch sei “Spuren”.
Er hat, ich sag es unumwunden,
stets tolle Ziele rausgefunden.

Auch kriegt er’s mit dem Wetter hin.
Schorsch, bist für alle ein Gewinn!
Und unterwegs, man plaudert, schweigt,
das hängt vom Weg ab, wie er steigt.

Man redet dies und redet das
und hat vor allem sehr viel Spaß.

Im Tale hingen Nebelschwaden
und wir trainierten unsere Waden,
Quatschten unentwegt von hinnen,
Durch Fladen, Matsch und Wasserrinnen.

Bei kurzen Pausen, wohl bemessen,
wurd’ was getrunken, auch gegessen.
Vor allem blieb zum Schauen Zeit,
es gab soviel, was’s Herz erfreut:

Die Blumenwiese, wunderschön,
zwei Adler haben wir geseh’n,
den Arvenwald und dann die fetten
Murmeltiere, diese netten.

Dass Abends mal die Füße ächzten,
und Beine nach Massage lechzten,
Das sei am Rande nur bemerkt.
Am nächsten Morgen, gut gestärkt,

ging’s wieder los, fast wie besessen.
Die Müh’n vom Vortag war’n vergessen.

Ich würde gern die Ziele nennen,
die wir seit dieser Woche kennen.
Doch Rätisch ist nicht meine Sache,
ich bin ja schließlich nicht vom Fache.

Die Namen mögen wohl verschwinden,
doch im Gedächtnis werd’ ich finden
ein wunderschönes Stück Natur.
Vielleicht vom Himmel eine Spur?!

Ich denke dann auch an die anderen,
die ich hier traf zum Gruppenwandern.
Und wenn am Ziel ein jeder hört,
was Schorsch fast mantrahaft beschwört:

“Dass diese Tour die Schönste war”
Dann ist uns allen völlig klar –
ob Sonne, Regen, kurz, ob lang –
Sie war’s!! Dafür sei Dank!

Ein Wort zum Schluß: mir hat’s gefallen,
Die Schweizer Zeit hier mit euch allen!!

Hella Stock

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