Keine Zäehne und doch freundlich , mein neuer Berber Freund

Er trägt einen verwaschenen Kaftan, einen Vollbart und ein Käppi.

Wenn er lächelt, sieht man seine Zahnstümpfe, vermutlich von dem vielen süßen Tee Marocain, dem bekannten Pfefferminztee. Die Marokkaner verbrauchen pro Kopf ca. 38 Kilo Zucker, häufig sieht man in den schmalen Gassen der Innenstädte mit Zucker Paketen vollbeladene, überladen erscheinende Karren, die von elendiglichen armselig aussehenden Mulis gezogen werden. Er hat mich kommen gesehen, er sah dass ich versehentlich diese Sackgasse ansteuerte.

Es ist stickig heiß, es ist halb drei mittags, die meisten Geschäfte haben in den Souks von touradant ihre Gattertore herabgelassen, Schnüre vor den Laden gespannt oder einfach einen Besen quergelegt. Einige Verkäufer liegen schlafend oder dösend in ihren winzig kleinen Läden. Es ist Siesta zeit. Wenig Kunden in den Souks. Keiner sprach mich an. Es ist keine Business Time. Die Mittagssonne bricht vereinzelt durch Löcher im Dach und zaubert mit ihren reflektierenden Strahlen schöne Effekte, die niemand beachtet. Er hieße Mohamed, sagte er mir und kenne Frankfurt. Es ist immer dieselbe Frage. Deutschland? Frankfurt München Dortmund ? So beginnt jedes Anbahnungsgespräch, er wolle mir gerne den weg zu den großen Plätzen zeigen…

Tatsächlich steuert er jedoch mit mir das große Maison de Berber an, liefert mich an seinen Freund im Eingang des dunklen Ladens ab. Eben noch schläfrig, kommt rasch Bewegung in den Laden. Im hinteren Ladenhintergrund kommt behände ein Mann mir entgegen, ein anderer schaltet am Stromkabel erst die Klimaanlage, dann die Lampen der Auslagen an. Ein brüchig deutsch sprechender Verkäufer klärt mich auf: dies hier sei eine kooperative, Berber Handwerker würden zu Selbstkostenpreis hier ihre Ware anbieten. Er selbst würde nichts verkaufen wollen, sondern nur tauschen, meine Euro gegen seine Ware. Er brauche Platz für neues, billig wie bei Aldi, ein Abendessen kostet mehr als die wunderbare, mit Kamel Knochen Intarsien gearbeitete große holz box.

Nichts anfassen, nur mit den Augen schauen, meine Taktik macht es dem Verkäufer nicht leicht. Schöne Stücke lobend, weiter im Laden umhergehend nähere ich mich freundlich aber bestimmt dem Ausgang, eine Lampe nach der anderen wird wie von magischer Hand wieder ausgeschaltet.

Ich habe nichts gekauft, kein Problem meint Mohammed, der mich weiter zum Platz begleiten möchte, aber mir vorher noch gerne die Skulptur zeigen wolle. Wunderschön, Tres jolie ich weiß, erkläre ich ihm, denn ich war schon in dieser Gasse und kenne ihn. Etwas enttäuscht, aber nur kurz lächelt mich Mohamed an. Er wäre Sammler von 1 Euro Münze, ca. 10 Dirham, der Preis für zwei Flächen Coca Cola…. Ich gebe ihm eine und wir trennen uns als beste Freunde…

Islamisten mögen keine Coca Cola

Hier innen ist es immer noch heiß und stickig.

Das Lokal ist voller Menschen, Alle Stühle sind im kleinen Café besetzt. Der Junge König lächelt milde vom Bild an der Wand. Ein schwitzender aber freundlich geduldiger Kellner sammelt die Bestellungen der Gäste. Teegläser mit heißem Pfefferminztee, Cola und Wasserflaschen werden durchgereicht. Alte Männer in hellen Kaftanen mit den spitzen Mützen, modern gekleidete junge Männer, aber eben keine einzige Frau, außer uns, sitzen im Café und beobachtet das WM Spiel Uruguay gegen Costa Rica.

Auf arabisch, übertragenen von aljashira, dem im Maghreb und nahen Osten so erfolgreichen Bezahlsender aus Katarr. doch das arabische verstehen hier alle, abgesehen von uns, aber dass macht nichts beim Fußball. Auch Marlene ist von den hautengen, den männlichen Körper sehr betonenden Trikots der Uruguayer ganz begeistert und entdeckt so ihr Interesse für den Fußball. Die Stimmung und Zustimmung wogt zwischen beiden Mannschaften hin und her. Plötzlich fehlt der Ton, doch er wurde nur ausgestellt, denn gerade ruft der Muezzin vom Minarett her sein Abendgebet. So bleiben auch im kleinen Café die Prioritäten des islamischen Landes erhalten.

In der Halbzeit verlassen alle wie auf ein Kommando das Lokal, gehen hinaus in die frische Luft, auf den großen Platz, doch davor steht noch der Kellner am Ausgang und sammelt die kleinen Beträge ein, denn Getränke und der marokkanische Tee ist mit ca. 50 Cent sehr preiswert…

Der große Platz in touradant ist abends voll von flanierenden Menschen, er erinnert tatsächlich an den gauklerplatz in Marrakesch, er ist nur wesentlich kleiner. Aber auch hier herrscht eine vielstimmige laute Geräuschkulisse, trommelnde Berber Musik, Flötentöne der Schlangenbeschwörer , scheuende Pferde der kleinen Kutschen, hupende Mopeds, bettelnde bittende Frauen und behinderte Greise, daneben bieten Obst und die in büscheln verkaufte Pfefferminze Verkäufer ihre Ware an, Propangas betriebene Lampen erhellen die am Boden ausgebreiteten Gefäße aus Plastik und den sonstigen Auslagen aller Art . Ein Berater, Anwalt oder ähnliches hat sein mobiles Büro aufgebaut, geduldig stehen die Menschen in der Schlange davor und warten, bis sie an der Reihe sind. Diskret, Hinter einer aufgeklappten Hälfte des Aktenkoffers berät er seine Kunden.

Pünktlich zur zweiten Halbzeit, nach kurzen kommerziellen Werbespots, von LG und den offiziellen Sponsoren, aber vielen Trailern ist das lokal wieder gefüllt.

Plötzlich und Nachdenklich hält Jassin die halbleere Flasche Coca Cola gegen das licht, liest stirnrunzelnd von der Rückseite das Schriftzeichen Coca Cola und stutzt. Dann reicht er die Flasche weiter an seinen Nachbarn, auch er stutzt und beide diskutieren leidenschaftlich. Auf meine frage um was es gehe, erwidert er sichtlich irritiert, dass der Schriftzug Coca Cola rückwärts gelesen auf Arabisch bedeutet: Not Mohamed, Not Mekka…

Amerika wird in Nordafrika oder in den islamischen Ländern wohl nie so richtig beliebt werden.

Boutique Hotel in Thailand
Ein Boutique Hotel in Thailand, das sei ihr Traum.
Dies antwortete die kleine, zierliche Deborah aus den Niederlanden auf meine Frage, wo sie sich in fünf Jahren sieht. Sie fiel uns am Anreisetag bereits auf. Mit einem hübschen Stirn- und Haaramulet, das ihre zierliche Gestalt und Zerbrechlichkeit noch betonte. Deborah arbeitet seit drei Jahren im Stuff des Robinson Clubs in Agadir. Früh morgens begänne ihr Dienst, zuerst im Frühstücks Dienst, dem Braten der Spiegeleier, dann diverse Sportveranstaltungen, Aushilfe bei der Rezeption, ankommende Gäste begrüßen, Abreisenden helfen, kaum Zeit für eine schnelles Mittagessen, dann Training für die abendliche Showtime, dann wieder eingesetzt, um Getränke ausgeben beim Klassik Konzert, einer Soiree vom Band an der künstlich angelegten Lagune. Danach ist lange noch kein Feierabend, sondern das Come Together Quiz auf der Barterrasse , Ausgabe der Aperitifs , schnelles Abendessen , um lächelnd nach langem anstrengendem Tag für die kritischen Gäste eine Show der Superlative zu Performern. Trotz Kopfschmerzen, Liebeskummer oder Heimweh nach ihrem kalten Velo, kurz hinter der deutschen Grenze.

Einen Tag die Woche hat sie frei, um sich zu erholen und ein wenig Gast im eigenen Club zu sein. Doch das gelingt selten, denn häufig ändern sich Pläne, und es besteht dann not am. Mann. Es ist ein Knochenjob für junge Leute, die keine Uhr besitzen, um die Arbeitszeiten zu berechnen…

Nach den drei langen Jahren hat sie endlich das erhoffte Einzelzimmer erhalten, einen Status, den sie sich selbst in den anderen Robinson Clubs immer wieder aufs Neue erkämpfen müsste. Deshalb fällt ihr das Wechseln in andere Clubs, eigentlich notwendig um Erfahrungen zu sammeln, noch so schwer. Über ein Praktikum während ihrer Schule kam sie das erste Mal nach Agadir, in den Robinson Club. Er hat sie seitdem nicht mehr losgelassen, sagte sie ein wenig resignierend.

Nach Abschluss der Schule, noch ein wenig unsicher über ihren weiteren Berufsweg, wie so viele ihrer Generation, der theoretisch die ganze Welt offen steht und sich deshalb so schwer tun zu entscheiden, kam sie zurück nach Marokko. Das kannte sie. Sie begann statt eines Studiums eine Ausbildung im Club, und verließ ihn seitdem nicht mehr.

Ihre Oma besuchte sie letzten Winter für wenige Tage, Deborah riet ihr neben den Badeanzug auch die warme Winterjacke mitzubringen, denn im Winter bläst der unbarmherzige Wind vom Atlantik noch stärker, noch unerbittlicher. Viele ihrer Gäste unterschätzen jedoch dies, und daher muss sie im Winter häufig Ohrenschmerzen und Halsentzündungen der zumeist älteren golf Urlauber behandeln. Diese kommen und gehen wieder, kommen und gehen, viele bereits nach 10 Tagen, wenige bleiben 3 Wochen.

Manchmal fühlt sie sich, so sagte sie, wie auf einem großen Bahnhof, nur dass sie hier immerzu alle Reisende zu betreuen habe. Manche Gäste sind nett, freuen sich und wissen ihre Dienstleistung zu schätzen, aber es gibt auch die anderen, die sich stets beschweren. Undankbar und das Haar in der Suppe suchen. Sie kann diese inzwischen schon beim Einchecken einschätzen und unterscheiden. Den validen Kritikpunkt, dass reiche marokkanische Tages oder Wochenende Gäste, die mit lärmenden Kindern den ruhesuchendem älteren Damen auf den Wecker fallen und sich dann beschweren, kann sie nicht beheben.

Echte neue Kontakte bauen sich hierbei jedoch nicht auf, ihre freunde Zuhause beginnt sie trotz der sozialen Netzwerke zu verlieren. Debbi, die Diva, so nennen sie die wenigen Freunde hier, wegen ihrer manches mal extrovertierten Kleidung und des kleinen Turbans, fühlt sich häufig trotz der vielen Menschen um sie herum ein wenig einsam.

Die Kollegen, die berufsbedingt immer nett, zuvorkommend und stets bestens gelaunt zu den Gästen sind und es auch müssen, sind untereinander nicht immer die besten Freunde. Streit um dienst Einsatzpläne, urlaubswünsche und unvermeidbare Reibereien durch das enge Tag und Nacht Beisammensein empfindet Debbi als immer stärker belastend. Deshalb träumt sie von ihrem eigenen kleinen Boutique Hotel am Strand von Thailand, wenige Zimmer, echten, intensiveren Kontakt und Freunde. Hier jedoch fänden sich nur wenig echte Freundschaften. Seit einigen Wochen hat sie jedoch eine glückliche Beziehung, wie sie sagt, zu einem der andern Robins, er sei Yoga Trainer, doch sie kennt nur zu gut die Stabilität solcher Club Liebschaften. Sie werden vom Management zwar toleriert, aber Rücksichtnahme kann sie keine erwarten. Der Gast und dessen Bedürfnisse gehen stets vor.

Der Robinson Club beschäftigt weltweit fast 4.500 Mitarbeiter, und kann in Aladar, wenn er ausgelastet ist, fast 750 Gäste beherbergen. Viele der Gäste sind Stammgäste, andere kamen auch deshalb, weil er sehr gute Kritiken in den einschlägigen Portalen reise wie dem deutschen Holiday check oder dem internationalen Tripadvisor hat. Deborah sieht dies allerdings mit gemischten Gefühlen, denn Peggy, die alerte Mittvierzigerin und Clubmanagerin achtet penibel darauf, wie die Gäste die Robins und deren Freundlichkeit bewerten.

Schlechte Bewertungen, mit Namen konkretisiert sind ein Damoklesschwert und bedeuten rasch ein Ende der meist nur befristeten Verträge. Reich wird sie hier im Robinson Club eh nicht, zu sehr steht sie auch im Wettbewerb mit marokkanischen , inzwischen gut und mehrsprachig ausgebildeten Tourismus Arbeitern, die wie Ibrahim, zwar Ingenieurwissenschaften studiert haben, aber auf dem klassischen Arbeitsmarkt nicht unterkamen. Das kleine Boutique Hotel in Thailand wird noch warten müssen…

Pfiffe füer den König

Nur das Pferd.

Freundlich aber sehr bestimmt und in gutem Deutsch erläutert mir der marokkanische Offizier zu Pferde, der an der Club Mauer entlang patrouilliert, und eigentlich den Königspalast weit hinter den Dünen, mit dem Auge kaum erkennbar schützen soll, dass ich kein Bild von ihm machen dürfe. Nett und sehr charmant führen wir eine kurze Unterhaltung, zum Abschied wünscht er mir viel Glück beim WM Spiel heute Abend Deutschland gegen Portugal.

Der Robinson Club grenzt direkt an ein riesiges Gelände, Machiagestrüpp und mit wunderschönen Dünen, die bis ans Meer heranreichen. Das ist alles königsgebiet. Das wird streng und unerbittlich bewacht. An der clubgrenze steht ein großes Wach Häuschen, und sehr aufmerksame marokkanische Wach Soldaten prüfen und schreiten sofort ein, selbst wenn Familien oder Jogger sich der unsichtbaren Linie quer zum Strand nähern. Dann ertönen Pfiffe aus Trillerpfeifen, die häufiger werden und dann auch die Soldaten zum Strand senden. Unerbittlich zwingen sie dann alle Personen zurück des Weges, der Strand ist nicht frei, sondern königsgebiet. Von Agadir ist der Robinson Club die exponierteste Lage, also am nächstens zu einem der im ganzen Lande verstreuten Königspaläste, die geschützt werden. Marlene spottete zwar ein wenig, denn der König wäre wohl so selten in diesem Palast, dass der ganze Aufwand sich wohl nicht lohnen würde…

Am schönen langgezogenen, sauberen sande Strand, an dem sich die Wellen des Atlantiks in schönen halbhohen Wellen brechen, baden nur wenige. Es ist kalt, der kalte Wind bläst unaufhörlich, das Wasser ist kühl, die wenigen Wellenreiter tragen Neoprenanzüge. Der permanente Wind weht den Sand in die Haare, in die Augen, selbst zwischen den Zähnen verspüre ich ihn schon.

Zwei einsame Tuniken verkaufende Strandverkäufer haben eine schwierige Aufgabe, so erscheint es zumindest. Nur wenige Touristen des Clubs verlassen die Anlage. Ahmed, der eben noch dösend unter seinem Schirm lag, war sofort wach, als wir mit Interesse näher kamen. Eine Tunika koste 25 Euro, und das wäre ein guter Preis, in der Boutique des Clubs wären es 65 Euro.

Katharina probiert, betastet, begutachtet das weiße, die braune, das rote, das Türkise und kann sich wie immer nicht entscheiden, vorwurfsvoll schaut sie Jannis und mich an. Wir sollen in der Entscheidung helfen. Am Schluss nehmen wir sechs, nach harten aber sehr freundlichen Verhandlungen gebe ich ihm 55 Euro, verdeckt, so dass die ältere Dame, die uns zuzieht und erst gestern kaufte, nicht enttäuscht ist. Ich muss Achmed Versprechen, meinen Preis niemand im Club zu verraten. Das sagt er vermutlich allen.

Wir haben den Groove nun…
In einem großen Bogen.

Unser Lieblings Kellner gießt im großen Bogen, nachdem er viermal den Pfefferminztees zurück in die Teekanne goss, um ihn wohl etwas abzukühlen, endlich im die Gläser. Nur fast jedoch. Geschickt unterbrach er den Guss mit seiner offenen Hand, als finge er den Tee damit auf. Eine perfekte optische Täuschung, die jedoch bestimmter Übung Bedarf. Dies entdeckte auch Marlene als sie imitierend ein Handtuch verschämt benötigte, um ihre Nassen Hände zu trocknen.

Der Kellner ist so auffallend bemüht und freundlich, sodass wir seinen Namen in Erfahrung bringen wollten, um ihn extra lobend zu erwähnen. Den schweren arabischen nachnahmen ermittelte Katharina, doch den Vornamen glaubte Jannis sehr zu unserer Freude entdeckt zu haben. Robin….

Wie alle hier im Robinson Club…

Wir haben unseren Groove nun endlich gefunden. Katharina hat wie erwartet ihren schweren Sonnenbrand auf den Schultern, denn sie hörte auf nichts und niemandem, sondern unterschätze ganz offensichtlich die kraft der Sonne, die durch den stets kühlen Wind der beständig vom Atlantik herauf in den Robinson Clubs in Agadir weht, und alle Touristen täuscht. Wir sind aber noch immer in Afrika. Im Sommer.

Aber auch ich war nicht Klüger, sondern stürzte mich, kaum angekommen am Sonntag auf das Salatbeet , ließ mir den Salat möglichst fett mit Thunfisch und viel Öl anmachen, so war auch ich wieder zwei Tage auf Immodium angewiesen.

Jetzt schwitzen die Damen beim fett burning Training, ich sitze windgeschützt im Schatten und schreibe weiter das Tagebuch des Marokkos Urlaubes…

Morgens gegen 9 Uhr weckt uns das iPhone, wir alle treffen uns vor dem Restaurant und frühstücken gemeinsam. Anschließend ziehen die jungen zum Beachvolleyball, wir gehen zum schönen unteren Pool und legen uns in eine der schönen Schattenspendenden und vor dem unerbittlichen Wind schützenden kleinen Pool Pavillons. Dort lesen wir in unseren Kindlers Reiseberichte, oder Schundromane, ermahnen ab und zu und folgenlos und damit eigentlich auch sinnlos die Kids aus der Sonne zu gehen, Wanken sonnenmüde um 13.30 eigentlich noch satt zum Büffet um wieder verführt zu werden.

Den Nachmittag verbringen wir mit Kursen oder eben auch nicht. Heute habe ich einen reiche marokkanische. Familie beobachtet, die in der Bar den wohl sechsjährigen Geburtstag ihrer Tochter feierte. Ganz in ein weißes Brautkleid gekleidet, ließ das kleine Mädchen sich von den kellnern mit einer Riesen Torte feiern, öffnete kleine Schmuck Geschenke und umarmte ihren stolzen Vater. Auch eine Art zu feiern.

Abends treffen wir uns immer vor dem Restaurant, die Mädchen sind sehr pünktlich Surprise, Surprise,,, wir suchen uns einen schönen Tisch am Fenster, draußen ist uns der Wind einfach zu kalt, genießen aber die schöne Aussicht und vor allem ein sehr abwechslungsreiches Buffet. Häufig sind es Themen Buffets, wie Spanien, Asien oder mit lautem Berber Getöse die marokkanische Nacht.

Im Eingang stets die Club Managerin, jeden freundlich begrüßend. Im gang dorthin wird fotografiert, aber ob viele seiner Bilder auch kaufen, bleibt fraglich. Vieles wird a la Minute zubereitet, auch von Marvin, eigentlicherer der dicke Boutiquemanger, aber alle hier im Club haben wohl die diversen Mützen auf. Ab und an mischen sie sich jedoch auch in zivil Intern die Gäste, nur mit ihren Namensschildern erkenntlich, aber sehr freundlich und bemüht, denn ein Bewertungsrisiko von Holiday Check und Tripadvisor wirken. Wir entnahmen dies auch einer Unterhaltung von neuen Crew Mitgliedern.

Dennoch und unbeschadet dessen, alle sind hier sehr freundlich und die Clubchefin Peggy packt selbst mit an und räumt mit ab. Sie scheint ihr Team gut im Grenzbezirke zu haben und zu führen. Wir sind vom essen jedenfalls begeistert, einzig Marlene mault Einweg, denn sie fühlt sechsstündig verführt zu eigentlich ungeplantem Essen.

Nach dem Abendessen gehen wir noch kurz in die Bar, Katha schmollte, denn der Barkeeper wollte ihr keinen Drink geben, da er über ihr Alter unsicher war, und sie keinen Pass oder ähnliches dabeihatte. Dann holte eben Jannis diese, fragte aber vorher, Wie viele denn. Marlene wohl trinken dürfe. Nun schmollte auch Marlene…

zurück zur Übersicht