Westafrika – Benin – Togo – Ghana

ab 4690,- €

Teilnehmer
12 - 20
Reisetage
16

Veranstalter: Studiosus Reisen

Eine Studienreise durch Benin, Togo und Ghana mit ethnologischem Schwerpunkt

Der Rhythmus der Trommeln wird schneller und schneller, der Tänzer windet sich in Trance, die Seele verlässt seinen Körper. Wir schauen und staunen. Westafrika, die Heimat der Voodooreligion, ist voller Geheimnisse. Die wir gar nicht alle lüften wollen. Niemanden lässt diese Studienreise durch Ghana, Togo und Benin – von der Goldküste am Atlantik bis ins staubtrockene, tiefschwarze Herz Afrikas – unberührt. Ein Maskenspektakel, ein Feuertanz oder Rituale am mächtigen Fetisch von Dankoli gehen unter die Haut. Eine Begegnung mit Frauen, die als Hexen gebrandmarkt wurden, entführt in eine fremde, archaische Welt. Vielleicht treffen wir sogar einen König – viele stolze, schöne Menschen auf jeden Fall.

  • Bahnreise zum/vom Abflugsort in der 1. Klasse von jedem Bahnhof in Deutschland und Österreich
  • Linienflug mit Brussels Airlines (Economy, Tarifklasse W) von Frankfurt nach Cotonou und zurück von Accra nach Verfügbarkeit
  • Flug-/Sicherheitsgebühren (ca. 240 €)
  • Transfers
  • Rundreise mit landesüblichen Kleinbussen und Geländefahrzeugen
  • 14 Übernachtungen im Doppelzimmer in bewährten, teilweise einfacheren Hotels
  • Halbpension (Frühstück, 15 Abendessen im Hotel), zusätzlich 6 Mittagessen als Picknick unterwegs
  • Speziell qualifizierte Studiosus-Reiseleitung
  • Örtliche Führer
  • Zimmer am Abreisetag bis ca. 18 Uhr
  • Bootsfahrt bei Ganvié
  • Voodoozeremonie in Benin, Feuertanz in Togo
  • Eintrittsgelder
  • Visagebühren und Visabeantragung (ca. 190 €)
  • Trinkgelder im Hotel
  • Infopaket und Reiseliteratur (ca. 30 €)
  • Klimaneutrale Jeep-, Bus-, Bahn- und Bootsfahrten durch CO2-Ausgleich
  • Klimaneutral durch komplette CO2e-Kompensation

Tagesbeschreibung

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  • Auf nach Afrika!
    Bahnanreise 1. Klasse zum Flughafen. Morgens Zubringerflug nach Brüssel. Vormittags weiter mit Brussels Airlines mit kurzem Stopp in Abidjan nach Cotonou, der Hauptstadt von Benin (Flugdauer ca. 9 Std., Ankunft abends). Ihre Studiosus-Reiseleiterin begrüßt Sie am Flughafen und begleitet Sie zum Hotel.
  • Pfahlbaudorf Ganvié
    Ruhig gleiten die Kanus über den Lac Nokoué und bringen Männer zum Fischen, Frauen zum Markt, Kinder zur Schule. Rund 25000 Angehörige des Volkes der Tofinou leben in Ganvié, der größten Pfahlbausiedlung Afrikas, nach alten Traditionen. Wir gleiten ein Stück mit, bevor wir mit dem Bus nach Ouidah fahren, der afroportugiesischen Hafenstadt und Wiege des Voodoo. 60 km. Zwei Übernachtungen in einem schönen Hotel nicht weit vom Strand.
  • Voodoozauber in Ouidah
    Gegenüber der katholischen Kathedrale liegt der Schlangentempel, in dem Voodooanhänger Pythons als Fetische verehren und Ihre Reiseleiterin Brücken zwischen den Glaubenswelten Afrikas schlägt. Dann folgen wir dem ehemaligen Weg der Sklaven vom portugiesischen Fort zum Strand, wo sie ihre lange Reise in die Neue Welt begannen. Nachmittags rufen uns die Trommeln zum Zangbeto-Tanz. Immer schneller wirbelt der Voodootänzer – angefeuert von Zuschauern und Trommeln – mit seiner Ganzkörpermaske aus buntem Stroh, bis er schweißgebadet in Trance zu Boden sinkt. Ein Spektakel, das uns sprachlos zurücklässt.
  • Abomey - Könige als Sklavenhändler
    Im Königspalast von Abomey (UNESCO-Welterbe) zeugen Throne, Waffen, Kultgerät vom einstigen Wohlstand. Der auf Blut gebaut war: Die Dahomey-Könige waren gefürchtete Sklavenhändler in portugiesischen Diensten. Auch in Dassa finden wir später Spuren eines alten Königreichs und spazieren zum Begräbnisplatz der Könige. Fahrtstrecke 200 km.
  • Der mächtige Fetisch von Dankoli
    Auf den ersten Blick nur ein stinkender Müllhaufen aus Schlangenhäuten, Hühnerfedern, Knochen, verwesendem Fleisch und dem Blut geopferter Tiere. Für Voodoogläubige der mächtigste Fetisch Westafrikas. Pilger drängen sich, um die Geburt eines Kindes, gute Schulnoten oder eine reiche Ernte zu erbitten, rammen Holzpflöcke in den Fetisch, vergießen Schnaps, Palmöl und Blut. Ein archaisches Spektakel. Bei Pira überqueren wir die Grenze nach Togo. Abends werden wir in Sokodé zum Feuertanz erwartet. Zum Rhythmus der Musik tanzen Männer in Trance durchs Feuer, schlucken glühende Kohlen – ohne Brandwunden, ohne Schmerzen. Autosuggestion, Magie oder tatsächlich die Kraft des Fetischs – was macht sie unverwundbar? 230 km. Einfaches Hotel.
  • Lehmburgen im Land der Tamberma
    Zwischen riesigen Baobab-Bäumen verstecken sich im Land der Tamberma die Dörfer. Die Gehöfte – Schicht für Schicht aus Lehm erbaut – ähneln mit ihren Ecktürmen wehrhaften mittelalterlichen Burgen. Furchteinflößende phallische Fetische schützen die Eingangstüren, die sich für uns öffnen. Die Bewohner erzählen – vielleicht bei einem Glas Hirsebier – von der Kosmologie ihrer Gehöfte, die Viehstall, Getreidespeicher, Wohnort der Großfamilie und Ahnenschrein in einem sind. Meisterwerke afrikanischer Architektur sowieso. Übernachtung in Kara. 170 km.
  • Ein Hexendorf in der Savanne
    Über die Grenze nach Ghana. Immer noch das Musterland Westafrikas in Sachen Demokratie, Korruptionsbekämpfung und Schutz der Minderheiten? Vom Ghana der Gegenwart erzählt Ihre Reiseleiterin unterwegs. In abgeschiedenen Savannenlandschaften leben die Dagomba in runden Lehmhütten. Herausragend: das Haus des Stammeshäuptlings, wo der Rat der Ältesten tagt. Hexenverfolgung im 21. Jahrhundert: Frauen, die man als Hexen brandmarkte und aus ihren Heimatdörfern vertrieb, erzählen bewegend vom Leben in der Verbannung. Und von der Hoffnung auf die Reinigung ihrer Seelen. Unser Tagesziel: Tamale. 260 km.
  • Auf dem Pilgerweg zur Orakelhöhle
    Zu Fuß erkunden wir die wilde Granitlandschaft des Hochplateaus von Tongo. In einer Orakelhöhle suchen die Menschen Antworten auf wichtige Lebensfragen. Männer können das Heiligtum in Begleitung von Priestern mit nacktem Oberkörper betreten. Ganz in der Nähe faszinieren die Häuser der Talensi aus Lehm und Holz, in denen bis zu 60 Menschen leben. 180 km. Zwei Übernachtungen in Bolgatanga.
  • Kunst in Lehm
    Ein Ausflug führt uns aufs Land. Bei den Gurunsi herrscht strenge Arbeitsteilung: Die Männer sind Architekten der Lehmhäuser, die Frauen zuständig für Kunst am Bau. Ihre Wandfresken aus Naturfarben in Rot, Schwarz und Weiß beeindruckten Stararchitekt Le Corbusier und beeinflussten sein künstlerisches Werk. 100 km.
  • Baukunst ohne Grenzen in Wa
    Wie sieht die Zukunft der Völker Westafrikas aus? Opfert die junge Generation die uralten Traditionen ihrer Vorfahren und nimmt eine Abkürzung in die Moderne? Ein Thema auf der langen Fahrt nach Wa, wo sich einst wichtige Handelswege kreuzten. Heilige Männer, Händler und Geschichtenerzähler importierten die Baukunst der Sahelzone. Das schönste Beispiel: der Königspalast. Vielleicht ist der König ja zu Hause – dann kann er selbst vom königlichen Alltag erzählen. 290 km. Zwei Übernachtungen in Wa.
  • Ausflug zu den Lobi
    Rund um einen Kornspeicher bauen die Lobi im Norden Ghanas ihre Häuser – kleine, von starken Mauern umgebene Festungen aus Lehm. Im Inneren mystische Dunkelheit, kaum ein Sonnenstrahl erhellt den Raum. Renommee genießen die Lobi als Künstler: Musiker glänzen auf dem Balafon, einem Xylophon mit Kalebassen, und Sammler afrikanischer Kunst zahlen stolze Preise für die archaischen Lobi-Skulpturen. 150 km.
  • Auf der Karawanenstraße nach Kumasi
    Auf staubigen Straßen zogen einst endlose Karawanen aus Djenné oder Timbuktu, den Handelszentren des sudanesischen Königreichs, zu den Goldminen von Kumasi. Moscheen im sudanesischen Stil erzählen von erfolgreichen Handelsbeziehungen. Heute boomt in Kumasi der Handel mit Fußballern, denn die Kicker aus Westafrikas Fußballhauptstadt sind richtig gut. 430 km. Zwei Übernachtungen in Kumasi.
  • Kumasi – spirituell und geschäftig
    Kumasi ist spirituelles Zentrum des mächtigen Volks der Ashanti, und bis heute mischen die Könige in der Landespolitik kräftig mit. Ein Magnet für Händler: der wohl größte Markt Westafrikas. Neben Obst und Gemüse stapelt sich Kunsthandwerk, und flinke Schneider verarbeiten farbenfrohe Stoffe zu Kleidungsstücken, die von afrikanischer Lebensfreude zeugen. Am Nachmittag erleben wir – wenn möglich – eine traditionelle Bestattung. Keine traurige Angelegenheit, sondern ein buntes, fröhliches Fest. Schließlich wird der Verstorbene durch die Zeremonie zum verehrten Ahnen befördert.
  • Fischerdorf Elmina
    In Elmina handelten Portugiesen und Holländer mit Gold, Elfenbein und wohl auch Sklaven. Daran erinnert die Festung (UNESCO-Welterbe), das älteste europäische Bauwerk Afrikas. Bunte Fotomotive der Jetztzeit: die Fischerboote am Strand. Sehenswert auch die Altstadtgassen, durch die heute wieder ein Hauch der alten, geschäftigen Zeiten weht. Dann lockt in Anomabo unser Hotel am Palmenstrand. 270 km.
  • Accra - das moderne Afrika
    Die Hauptstadt Accra spiegelt den rasanten Aufschwung Ghanas der letzten Jahre wider: Glaspaläste glitzern neben den traditionellen Werkstätten der Handwerker. Nach einem Spaziergang im Altstadtviertel Jamestown treffen wir die weithin bekannten Sargschreiner der Stadt. Die Särge in Form von Tieren, Autos und Flugzeugen sind Statussymbole für Einheimische, aber auch längst beliebte Exportprodukte. 150 km. In einem Hotel können Sie sich vor dem Rückflug noch einmal frisch machen. Nach dem Abendessen Fahrt zum Flughafen und Flug nach Brüssel (nonstop, Flugdauer ca. 6,5 Std.).
  • Back home!
    Morgens Landung in Brüssel und Anschluss zu den anderen Orten.

Zusatzinformationen

  • Flüge
    • Berlin
    • Brüssel
    • Frankfurt
    • Genf
    • Hamburg
    • Hannover
    • München
    • Wien
    • Zürich

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06.11.2020 - 21.11.2020
ab 4690,- €
20.11.2020 - 05.12.2020
ab 4690,- €
18.12.2020 - 02.01.2021
ab 4990,- €
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