Wandern auf Mallorca

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Seit langem schon zählt Mallorca zu den beliebtesten Ferienzielen der Deutschen.

Viele glauben daher, Mallorca sei gleichbedeutend mit Massentourismus, „Ballermann“, Hotelburgen und überfüllten Stränden – meist im Rahmen von Last Minute Reisen. Doch in Wahrheit hat die zu Spanien gehörende Insel wesentlich mehr zu bieten: Malerische, naturbelassene Landschaften, ruhige und kaum befahrene Bergstraßen und verträumte Dörfer abseits des touristischen Rummels. Zahlreiche Wanderrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten für jeden Anspruch die richtige Tour.

Wanderwege durch einzigartige Landschaften

Mit 3640 km² ist Mallorca die größte Insel der Balearen, zu denen auch die Nachbarinsel Menorca sowie Ibiza und die Pityusen gehören. Ein großer Teil Mallorcas besteht aus unberührter Natur. So bedeckt beispielsweise ein ca. 60 Kilometer langer Gebirgszug, die Serra de Tramuntana, ein gutes Viertel der Inselfläche und prägt mit Gipfeln bis zu 1445 m Höhe das Gesicht der nordwestlichen Steilküste. Hier finden Wanderfreunde die idealen Bedingungen für ausgedehnte Touren durch sanfte Täler und tiefe Schluchten, vorbei an gewaltigen Steilküsten, versteckten Buchten und romantischen Bergdörfern, wie Deiá, Valldemossa und Fornalutx. Ein besonderes Erlebnis ist der Aufstieg zum Aussichtsgipfel Puig de Massanella, mit 1365 m der höchste frei zugängliche Berg auf Mallorca, von dessen Gipfel man einen traumhaften Ausblick über die ganze Insel genießen kann.

Der östliche Teil Mallorcas, die Region Llevant (zu deutsch: „Osten“), besticht besonders durch seine landschaftliche Vielfalt. Von sanften Hügeln und eindrucksvollen Berge über liebliche Täler mit blühenden Landschaften bis hin zu einzigartigen Küsten mit Sandstränden und traumhaften Felsbuchten findet man dort die unterschiedlichsten geografischen Gegebenheiten vor. Auf den Wanderrouten entlang der Küsten der Halbinseln Formentór und Alcúdia sowie auf den traumhaften Höhenwegen des Kap Formentor kommen alle Wanderfreunde auf ihre Kosten. Besonders reizvoll und unbedingt zu empfehlen ist auch die Route durch den Naturpark der Sierra Llevant zur Einsiedelei von Betlém, wo man die Stille des Klostergartens und die spektakuläre Aussicht auf die Bucht von Alcudia genießen kann.

Unterkünfte für Wanderer
Einen besonderen Charme bieten die Wanderprogramme von Finca zu Finca: Während das Gepäck bequem per Bus weiterbefördert wird, wandert man von Ort zu Ort und verbringt die Nächste zwischen den einzelnen Etappen in idyllischen Ferienhäusern oder landestypischen Dorfhäusern. Daneben gibt es natürlich auch ein großes Angebot an Standortwanderungen für diejenigen, die ein Hotel oder eine Ferienwohnung auf Mallorca als festes Domizil für ihren Wanderurlaub bevorzugen. Von der einfachen Finca über Ferienhäuser mit Pool und Mietwagen bis hin zum Luxushotel werden auf Mallorca Unterkünfte aller Kategorien geboten.

Das Klima auf Mallorca
Aufgrund der Höhenunterschiede und der Insellage kann das Wetter in den verschiedenen Landesteilen recht unterschiedlich sein. Der Puig Major, der höchste Gipfel des Tramuntana-Gebirges, bildet eine Wetterscheide, sodass der flachere südliche Teil der Insel deutlich milder und regenärmer ist als der Norden. Die idealen Jahreszeiten zum Wandern auf Mallorca sind das Frühjahr und der Herbst, dann betragen die durchschnittlichen Tagestemperaturen knapp über 20° C. Baden im Meer ist meist bis in den Oktober hinein möglich. Der wärmste Monat ist der August mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur von 35° C. Im Januar und Februar können die Temperaturen durchaus unter den Gefrierpunkt fallen. Etwas Schnee gibt es jedoch auch dann in der Regel nur auf dem Puig Major, dem höchste Gipfel des Tramuntana-Gebirges.

Manchmal ist schauen schöner als gehen. Doch wer auf Mallorca einmal die Wanderstiefel geschnürt hat, kommt vom Erlebnis im Gebirge und auf den Küstenhochwegen nur noch schwer los. Mehr als zehn Tausender warten dort und Mallorcas natürliche Schönheit präsentiert sich wie nirgends sonst. Die Insel zeigt sich von ihrer stillen Seite. Der Trubel vom Ballermann ist scheinbar unendlich weit weg.

Nur in der Serra Tramuntana befindet man sich in Mallorca wirklich im Gebirge. Sie erstreckt sich vom Südwesten der Insel bis in den hohen Norden. Abseits der ausgetrampelten Touristenpfade wird der Blick frei für die grandiosen Vorstellungen der Natur. Auf der Terrassen einer kleinen Hütte mitten in der Tramuntana zum Beispiel, wenn müde Wanderer abends ihre Füße aus den dampfenden Schuhen befreit haben und die Socken auf der Leine baumeln. In der Ferne blöken ein paar Schafe, sonst ist der Ton abgeschaltet. Schwerer Rotwein schwappt in den Gläsern und gibt einen Vorgeschmack auf das Naturschauspiel, das die Terrasse zum Freilichttheater macht. Doch das ist nur jenen vergönnt, die den Weg zum Tossals Verds auf eigenen Sohlen bewältigt haben. Die Sonne legt sich hinter den Bergrücken schlafen. Das satte Grün vermischt sich mit einem Hauch von Karmin, dann Violet und später mit tiefem Blau, bis die Tausender rundherum die Terrasse als schwarze Silhouette bewachen.

Die Wanderer sind über den GR 221 gekommen, im Volksmund als Trockensteinroute bekannt. Von der Küste bis in die stattliche Bergwelt schlängelt sich dieser Weg. In den Hütten laben sich die Hungrigen dankbar an frisch gebackenem Brot und mediterranem Gemüse, Hausmannskost der Mallorquiner, vom Fischeintopf bis zur Hackfleisch gefüllten Aubergine.

Unten in Sóller trifft man bekannte Gesichter: Wanderer bevölkern die hübsche Innenstadt inmitten von Orangenhainen als wäre es ihr Pilgerstädtchen. Auf den Tischen ersetzt frisch gepresster Orangensaft den Rotwein. Eine Erfrischung, die in Kombination mit Orangeneis und Sahne am besten schmeckt und fit macht für Fachsimpeleien über Höhenmeter und Entfernungen. Die uralte Straßenbahn bimmelt über die Placa Constitucio. Die französische Bauweise vieler Häuser fällt ins Auge. Das hat seinen Grund: Anfang des 20. Jahrhunderts trieben die Bewohner Sóllers regen Handel mit Frankreich. Sie verschifften ihre Orangen lieber dorthin, als sie mühevoll über die Berge nach Palma zu karren. Die Architektur ihrer Handelspartner brachten sie mit nach Hause.

100 000 Orangenbäume stehen heute angeblich noch in dem Tal. Und durch Orangen- und Zitronenplantagen geht es auch in die Schlucht von Es Barranc. Die abwechslungsreiche Route führt bis zum knapp 1000 Meter hohen Mirador de l’Ofre. Über Stufen und Spitzkehren schnaufen sich die Wanderer an knorrigen Olivenbäumen vorbei nach oben. Das Panorama entschädigt für alle Mühen. Zehn Riesen erheben sich rund um das Gipfelkreuz . Ein Zipfel des Mittelmeers lugt zwischen ihnen hervor.


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